Staffel 6 - Episodendiskussion

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Lin@
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Re: Eure Meinung zu #6.01 & #6.02 The Doorway

Beitrag von Lin@ » 21.04.2013, 10:59

Schnurpsischolz hat geschrieben:Ich meinte damit vor allem meine Spekulation im ersten Abschnitt, also ob die Tatsache, dass wir als aller erstes Bild der Staffel Jonesys Herzanfall (?) sehen und das auch noch aus der Ich-Perspektive ungewöhnlicherweise von Jonesy mehr zu bedeuten hat, also irgendwie foreshadowing für diese Staffel ist? Oder ist das wieder so eine Finte wie letztes Jahr all die Andeutungen, irgendeiner würde in den Fahrstuhlschacht fallen?
Ich persönlich hab da gar nicht so viel reininterpretiert. Für mich war das einfach nur ein klassisches Mittel, um Spannung zu erzeugen, weil man eben direkt denkt, es muss Don erwischt haben, wenn im Hintergrund Megans Stimme zu hören ist, und natürlich, um Dr. Rosen einzuführen. Dass die Anfangsszene nichts vorwegnimmt, sondern vielmehr tatsächlich vor dem Hawaii-Urlaub stattfand, war dann halt wiederum eine MM-typische Umkehrung der Erwartungen, die den Zuschauer wohl absichtlich ein wenig aus der Bahn werfen sollte - was zumindest in meinem Fall auch gelungen ist. ;)
Aber es ist natürlich auch immer so, dass sie einem recht viel Spielraum geben, eigene Gedanken und Gefühle auf gewisse Figuren zu projezieren und das resultiert dann auch darin, dass es unterschiedliche Einschätzungen gibt. Was dann aj auch wieder eine Stärke ist. :)
Definitiv. Ich glaub ja auch, dass die Leute, die MM langweilig finden, einfach bloß nicht weiterdenken und zwischen den Zeilen lesen, sondern eben für bare Münze nehmen, was explizit gezeigt/gesagt wird und den überall unterschwelligen Subtext gar nicht wahrnehmen (können oder wollen).
Geht mir auch so, definitiv. Was nicht heißt, dass er nicht auch seine Momenten hat. Die Sci-Fi-Geschichten-Sache in der letzten Staffel fand ich ja wirklich sehr gelungen.
Das war groooßartig.
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Schnurpsischolz
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Re: Staffel 6 - Episodendiskussion

Beitrag von Schnurpsischolz » 16.05.2013, 21:10

Wir halten eine wöchentliche Diskussion einfach nicht durcht, anscheinend. ;) Deshalb doch wieder ein Thema:

Bis #6.07

Wie geht es euch so mit der Staffel bisher? Ist ja nun durchaus schon Halbzeit? Was haltet ihr vom Merger? Was von der Tatsache, dass man Don nun wahrlich nicht mehr cool finden kann? Welche Themen brennen euch sonst so unter den Nägeln?

Ich geh mal meine Gedanken einfach so frei von der Leber weg durch:

Die Sache mit dem Merger ging mir etwas zu schnell, hätte Peggy wohl doch noch gerne weg vom dunklen Schatten SCDP und vor allem Don gesehen, vor allem weil Don ja gerade immer tiefer sinkt. Das Ganze hat zwar sicher auch seine Vorteile, das Aufeinandertreffen der beiden Welten (gab da ja auch schon herrliche Humorhighlights mit Peggys Lakaien und dem Ginsberg/Stan Rizzio Gespann; Teds Arbeitsstil, Sterling und Cutler usw.), Peggy wieder vereint mit Joan usw.

Was mich bisher vorallem beeindruckt ist wie gut man Ted als positives Gegenbeispiel zu Don aufbaut, ohne das er jetzt als Langweiler rüberkommt. Toll fand ich auch, dass Peggy Don die Meinung gegeigt hat. Generell ist die Office-Dynamik in diesem Jahr wieder das abolute Highlight und glänzt mMn mit den besten Humormomenten und macht mir die meiste Lust auf mehr.

Dons Affäre und der Zustand seiner Ehe ist momentan nur schwer mit anzusehen, scheint mir so aber absolut beabsichtigt zu sein. Ich kann zwar momentan nur durch meine Finger zugucken, aber ich hoffe da doch auch auf einen dicken A-Ha-Effekt in der zweiten Staffelhälfte. Wer traut sich zu wetten, dass Don und Megan im Finale noch zusammen sind?

Ansonsten gefällt mir auch die Pete-Sl in der Staffel sehr gut, ebenso wie Joan. Ob ich eine Peggy-Ted-Affäre sehen will, weiß ich noch nicht. Bob Benson finde ich bisherauch noch ganz amüsant. Was mir aber noch etwas fehlt ist so eine richtige Ausnahmeepisode in dieser Staffel. Da wurden wir ja letztes Jahr in der ersten Hälfte richtig verwöhnt, im Jahr davor gab es auch schon "The Suitcase", in der aktuellen Staffel legt man da eher so eine Konstanz vor, ohne so richtig nach oben auszureißen.

Was sagt ihr?

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Re: Staffel 6 - Episodendiskussion

Beitrag von Lin@ » 17.05.2013, 11:24

Schnurpsischolz hat geschrieben:Wir halten eine wöchentliche Diskussion einfach nicht durcht, anscheinend. ;)
Das klingt jetzt vielleicht bekloppt, aber ich hab nach dem Firewall&Iceberg-Podcast irgendwie immer das Gefühl, als wär schon alles ausdiskutiert... ;)
Was haltet ihr vom Merger?
War für mich auf jeden Fall ne Überaschung. Hatte zwar den Braten gerochen und mir schon gedacht, dass Don und Ted zusammenarbeiten würden, wär aber nie auf die Idee gekommen, dass die sich gleich so krass und definitiv zusammentun.
Was von der Tatsache, dass man Don nun wahrlich nicht mehr cool finden kann?
Das konnte ich ja schon in früheren Phasen nicht, von daher stört's mich nicht. Bin vielmehr gespannt, wie das alles noch enden soll. Böse auf jeden Fall.
Die Sache mit dem Merger ging mir etwas zu schnell, hätte Peggy wohl doch noch gerne weg vom dunklen Schatten SCDP und vor allem Don gesehen
Geht mir ähnlich, wobei ich ja finde, dass das mal wieder ein typischer MM-Twist war. Hat mich auch ein wenig an #3.06 erinnert, als Guy eingeführt wurde und ich schon total gespannt war, wie sich all die geplanten Umwälzungen auf Don, Roger & Co. auswirken würden, bevor dann durch Lois und den Rasenmäher doch wieder alles beim Status Quo blieb. Hier war man gespannt, wie sich Peggy allein schlagen würde und wie die Trennung erzähltechnisch funktionieren würde, nur um sie jetzt doch wieder gefühlt viel zu schnell wieder in die alte Umgebung zurückzubringen.
Das Ganze hat zwar sicher auch seine Vorteile, das Aufeinandertreffen der beiden Welten (gab da ja auch schon herrliche Humorhighlights mit Peggys Lakaien und dem Ginsberg/Stan Rizzio Gespann; Teds Arbeitsstil, Sterling und Cutler usw.)
Nicht zu vergessen die Verwirrung um Dawn/Don! Ich hab mich bei Teds "Black or white?"-Frage echt gekringelt vor Lachen. :D
Peggy wieder vereint mit Joan usw.
Oh ja, so schön! :) Kann die gemeinsamen Läster-Sessions kaum erwarten. :D
Was mich bisher vorallem beeindruckt ist wie gut man Ted als positives Gegenbeispiel zu Don aufbaut, ohne das er jetzt als Langweiler rüberkommt.
Dito. Fand seine Entwicklung von S5 zu S6 auch großartig inszeniert, weil sie halt auch deutlich gemacht hat, wie sehr sich gerade in der Werbebranche das Auftreten nach Außen und gegenüber der Konkurrenz von der eigentlichen Unternehmenskultur unterscheiden kann.
Toll fand ich auch, dass Peggy Don die Meinung gegeigt hat.
Peggy ist einfach die Größte. 8-)
Generell ist die Office-Dynamik in diesem Jahr wieder das abolute Highlight und glänzt mMn mit den besten Humormomenten und macht mir die meiste Lust auf mehr.
Geht mir haargenauso.
Dons Affäre und der Zustand seiner Ehe ist momentan nur schwer mit anzusehen, scheint mir so aber absolut beabsichtigt zu sein. Ich kann zwar momentan nur durch meine Finger zugucken, aber ich hoffe da doch auch auf einen dicken A-Ha-Effekt in der zweiten Staffelhälfte. Wer traut sich zu wetten, dass Don und Megan im Finale noch zusammen sind?
Jetzt, wo Sylvia ihm (im wahrsten Sinne des Wortes) den Rücken zugekehrt hat, bin ich mir gar nicht mal so sicher, ob sie sich wirklich trennen werden. Da müsste, denk ich, Megan entweder nachträglich von der Affäre erfahren oder Don endlich mal erwachsen werden und das ganze aus Respekt vor ihr beenden, weil er einsieht, dass er seinen Mitmenschen einfach nicht gut tut. Letzteres wäre mir deutlich lieber, wage ich in diesem Stadium aber nicht zu hoffen.
Ansonsten gefällt mir auch die Pete-Sl in der Staffel sehr gut
Dito. Ich mag ihn ja so richtig schön genervt und aufbrausend am liebsten. :D
ebenso wie Joan.
Ich find's vor allem schön, dass die ganze Prostitutionsgeschichte nicht nur als Mittel zum Zweck diente und unter den Teppich gekehrt wurde, sondern vielmehr auch immer wieder aufgezeigt wurde, welche Konsequenzen das für sie persönlich, aber auch ihre von außen wahrgenommene Rolle im Unternehmen hatte. Wie sie Don letzte Woche die Meinung gegeigt hat, war noch viel großartiger anzusehen als Peggy heute. Und das will natürlich was heißen!
Ob ich eine Peggy-Ted-Affäre sehen will, weiß ich noch nicht.
Ich weiß es auch nicht, aber verübeln könnt ich's den beiden nicht. :D Peggy ist einfach ne klasse Frau und Kevin Rahm mochte ich ja auch schon immer seeehr.
Bob Benson finde ich bisherauch noch ganz amüsant.
Ich find ihn großartig. Und dafür, dass er so ein herumschleimender Wiesel ist, scheint er sein Herz (im Gegensatz zu so manch anderem bei SCDP) ja erstaunlicherweise auch am rechten Flack zu haben. Hat mit der Joanie-Aktion auf jeden Fall so einige Sympathie-Punkte gesammelt. Bin gespannt, ob sich da nun womöglich (ganz im Sinne von Joanies Mom) was anbahnen könnte...
Was mir aber noch etwas fehlt ist so eine richtige Ausnahmeepisode in dieser Staffel. Da wurden wir ja letztes Jahr in der ersten Hälfte richtig verwöhnt, im Jahr davor gab es auch schon "The Suitcase", in der aktuellen Staffel legt man da eher so eine Konstanz vor, ohne so richtig nach oben auszureißen.
Ich hab mir abgewöhnt, MM-Staffeln frühzeitig zu beurteilen, weil's am Ende dann doch immer irgendwie anders kommt als erwartet. Von daher denke ich, dass da sicherlich noch was kommen wird. Und selbst wenn nicht, habe ich kein Problem mit Konstanz. ;)
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Re: Staffel 6 - Episodendiskussion

Beitrag von Schnurpsischolz » 28.05.2013, 09:35

Ich weiß, ich bin eine Woche zu spät dran, aber da ich #6.08 The Crash gestern erst gesehen habe und die Folge einfach toll fand, nur mal so ein paar nette Links :D :



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Mad Men meets Daft Punk

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Re: Staffel 6 - Episodendiskussion

Beitrag von Lin@ » 28.05.2013, 20:36

Schnurpsischolz hat geschrieben:Mad Men meets Daft Punk
^_^
Großartig, das kannte ich noch gar nicht.

Ich mochte "The Crash" ja auch wahnsinnig gerne und konnte den ganzen negativen Backlash nicht so recht nachvollziehen. Fand's einfach ne unheimlich spannende, weil eben auch so herrliche surreal-schräge und unterhaltsame Folge und hatte auch mit der afro-amerikanischen Diebin überhaupt kein Problem, weil die ganze Geschichte meines Erachtens mit ner weißen Darstellerin auf der Ebene einfach nicht funktioniert hätte und angesichts der Umstände auch einfach weitaus weniger realistisch gewirkt hätte. Mich hat aber generell auch noch nie wirklich gestört, dass die afroamerikanische Seite der Medaille bei "Mad Men" immer etwas kurz kommt, weil's nunmal auch der Realität entspricht, dass das Advertising-Umfeld derart von Weißen dominiert wird. Und die wenigen schwarzen Figuren, die in MM eine "größere" Rolle gespielt haben (Carla, Dawn, Pauls Freundin damals), waren bislang halt auch immer sehr starke, intelligente und kompetente Frauen, von daher sehe ich da kein Problem.

Zu #6.09:
Auch wieder ne tolle Folge, wobei ich zugeben muss, dass mich Megans Storyline allmählich anfängt, ein klitzekleines bisschen zu langweilen, auch wenn ich Arlenes wiederholte Annäherungsversuche hier extrem amüsant fand. :D Humoristisch ging aber natürlich nichts über Bobbys Meta-Joke und Bob Benson in Shorts. ^_^ Sehr, sehr großartig. Schön übrigens, dass letzterer sich offenbar tatsächlich in Joans Herz geschlichen hat, ich hatte da ja (wie der gute Fienberg ja auch) nach ihrer verdächtig wirkenden Abwesenheit in "The Crash" schon so eine Ahnung. ;)

Noch schöner, Betty mal so befreit ud selbstbewusst zu sehen, mag sie diese Staffel ja echt wahnsinnig gerne. Dass sie irgendwann nochmal mit Don im Bett landen würde, hatte ich mir ja schon vor zwei Staffeln irgendwie gedacht, bin mir aber nicht so 100%ig im Klaren über ihre Motivation hier. Macht sie's einfach, weil sie's kann? Weil sie's genießt, wieder begehrenswert zu sein? Weil sie's Megan heimzahlen will? Weil sie auch mal auf der "männlichen" Seite stehen will?

Peggys Trennung von Abe und die krasse (aber im Grunde auch professionelle) Abfuhr von Ted am Ende war natürlich bitter, aber wir wussten ja eigentlich alle, dass sie mit ihm nie wirklich glücklich werden würde, oder? (Schon gar nicht bei DER Frisur und DEM Schnurrbart! :D ) Ted wird mir im Übrigen immer sympathischer, was ich eigentlich schon vor zwei, drei Folgen echt kaum mehr für möglich gehalten habe. Echt toller Kerl. Bin gespannt, ob er so "stark" bleibt oder am Ende womöglich doch in Peggys Armen landet. Oder ob Peggy sich jetzt vielleicht in die Arme eines ganz anderen wirft. Stan stünde ja sicherlich bereit. ;) Und wer weiß, was Weiner womöglich mit Headhunter Duck im Schilde führt.

Was war noch? Der arme Roger tat mir heute wirklich mal ausnahmslos leid. Und Pete hat mich echt überrascht mit seiner Offenheit gegenüber Joan und seinen potentiellen Plänen, die Firma zu verlassen. Bin sehr gespannt, was die letzten Folgen noch so für ihn (und uns) bereit halten.
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Re: Staffel 6 - Episodendiskussion

Beitrag von LOgigiC » 01.06.2013, 09:45

Lin@ hat geschrieben:Ich mochte "The Crash" ja auch wahnsinnig gerne und konnte den ganzen negativen Backlash nicht so recht nachvollziehen. Fand's einfach ne unheimlich spannende, weil eben auch so herrliche surreal-schräge und unterhaltsame Folge [...]
Dito #1. Ich fand diesen leicht lynchesken Touch auch unheimlich gelungen, ähnlich wie damals bei der Folge mit Rogers LSD-Trip.

Lin@ hat geschrieben:[...] und hatte auch mit der afro-amerikanischen Diebin überhaupt kein Problem, weil die ganze Geschichte meines Erachtens mit ner weißen Darstellerin auf der Ebene einfach nicht funktioniert hätte und angesichts der Umstände auch einfach weitaus weniger realistisch gewirkt hätte.
Dito #2. Ich hatte bei der Storyline auch nicht den Eindruck, dass ihr Hauptzweck darin bestand, irgendwelche Klischees oder Vorurteile in Bezug auf Afroamerikaner zu bedienen. Anders wäre halt die kindliche Leichtgläubigkeit (Stichwort "Are we negroes?") und deren Konsequenzen nicht bzw. nicht annähernd so deutlich zum Ausdruck gekommen.

Lin@ hat geschrieben:Mich hat aber generell auch noch nie wirklich gestört, dass die afroamerikanische Seite der Medaille bei "Mad Men" immer etwas kurz kommt, weil's nunmal auch der Realität entspricht, dass das Advertising-Umfeld derart von Weißen dominiert wird.
Dito #3. Ich hab ja bei den diesbezüglichen Kritiken immer ein wenig das Gefühl, dass da entweder die heutige Situation oder aber irgendwelche Idealvorstellungen als Maßstab herangezogen werden, und nicht die (traurige) Realität der damaligen Zeit. Ich seh da auf Seiten von Weiner und Co. - bei aller Fiktionalität der Handlung - keinerlei Verpflichtung, hier im Sinne einer politischen Korrektheit etwas zu beschönigen. In der Hinsicht kann man "Mad Men" mMn einfach nicht mit Serien wie z.B. "Girls" vergleichen, wo die dementsprechende Kritik sehr wohl gerechtfertig ist.

Lin@ hat geschrieben:[...] wobei ich zugeben muss, dass mich Megans Storyline allmählich anfängt, ein klitzekleines bisschen zu langweilen, [...]
Die Seifenoper-Storyline? Oder alles, sprich auch die Beziehungsprobleme mit Don? Ersteres fand ich inhaltlich auch nicht überragend, aber von der Machart bzw. den Zwischentönen her (erst mimt Megan die fiese Intrigantin, und jetzt die soap-typische Zwillingssache) so herrlich meta, dass ich letztlich nichts dagegen einzuwenden habe. Und ja, Arlenes Annäherungsversuche waren höchst amüsant. Ich bin nun jedenfalls gespannt, ob das Balkongespräch tatsächlich einen Wendepunkt in der Draper-Ehe darstellt. Im bisherigen Verlauf der Staffel schien das Beziehungsende ja eher unausweichlich.

Lin@ hat geschrieben:Humoristisch ging aber natürlich nichts über Bobbys Meta-Joke [...]
:up: Das war mein zweitlautester Lacher in dieser Folge, vor allem auch in Verbindung mit der "Seven sons had faaaaather Abraham"-Einlage. Noch genialer fand ich allerdings die Mimik von Peggy, als sie Ted die "Abe got stabbed"-Botschaft überbringt. Ihre demonstrativ nach unten gezogenen Mundwinkel waren zum Schießen, da musste ich mindestens fünf Mal zurückspulen.

Lin@ hat geschrieben:Schön übrigens, dass letzterer sich offenbar tatsächlich in Joans Herz geschlichen hat, ich hatte da ja (wie der gute Fienberg ja auch) nach ihrer verdächtig wirkenden Abwesenheit in "The Crash" schon so eine Ahnung.
Mal schauen, ob die Joan-Anbandelung der alleinige Zweck von Bobs leicht dubioser Einführung war oder ob da nicht auch noch in beruflicher Hinsicht irgendein Kracher kommt? Mein Gefühl sagt mir, dass da noch etwas im Busch ist.

Lin@ hat geschrieben:Noch schöner, Betty mal so befreit ud selbstbewusst zu sehen, mag sie diese Staffel ja echt wahnsinnig gerne.
Oh ja! Das waren mMn die besten Betty-Momente der letzten beiden Staffeln. Ich fand's jedenfalls total faszinierend, wie extrem anders sie dank ihres neuen Selbstbewusstseins wirkte. Was ihre Motivation für den Seitensprung betrifft, so scheint mir diese Vermutung
Weil sie's genießt, wieder begehrenswert zu sein?
am naheliegendsten. Es kam ja schon bei der Flirtszene am Anfang recht deutlich zum Ausdruck, dass ihrem Auftreten die Kombination aus Gewichtsverlust und sozialem Aufstieg (dank Henrys politischen Ambitionen) sichtlich guttut. Wobei es sie speziell in Bezug auf Don sicherlich auch noch gereizt hat, endlich einmal nicht die Betrogene zu sein. Dass sie es hingegen Megan heimzahlen wollte, hätte ich nicht unbedingt als ausschlaggebenden Faktor gesehen, aber wer weiß...

Lin@ hat geschrieben:Peggys Trennung von Abe und die krasse (aber im Grunde auch professionelle) Abfuhr von Ted am Ende war natürlich bitter, aber wir wussten ja eigentlich alle, dass sie mit ihm nie wirklich glücklich werden würde, oder?
Vermutet hatte ich es spätestens seit ihren Ted-Tagträumen. ;) Ich muss allerdings sagen, dass ich Peggy und Abe als Paar eigentlich ganz gern mochte, nicht zuletzt wegen der sehr unterschiedlichen Weltanschauungen. Ich sehe Peggy nämlich langfristig schon an der Seite von jemandem, der sie in irgendeiner Art und Weise herausfordert. Dementsprechend passte Abe auch sehr viel besser zu ihr als beispielsweise Mark, wie ich finde.

Lin@ hat geschrieben:Ted wird mir im Übrigen immer sympathischer, was ich eigentlich schon vor zwei, drei Folgen echt kaum mehr für möglich gehalten habe.
Als Ted-Skeptiker der ersten Stunde kann ich es selbst kaum glauben, dass ich derselben Meinung bin. :D Er ist auf jeden Fall eine Bereicherung in dieser Staffel, und das nicht nur im Zusammenspiel mit Peggy, sondern auch als Gegenpol zu Don. Apropos: Dons berufliche Eifersüchteleien wegen des guten Peggy/Ted-Verhältnisses fand ich auch noch sehr amüsant, insbesondere den trotzköpfigen Bürobesuch mit dem "subtilen" Seitenhieb. ^_^

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Re: Staffel 6 - Episodendiskussion

Beitrag von Lin@ » 01.06.2013, 22:29

LOgigiC hat geschrieben:Anders wäre halt die kindliche Leichtgläubigkeit (Stichwort "Are we negroes?") und deren Konsequenzen nicht bzw. nicht annähernd so deutlich zum Ausdruck gekommen.
Vor allem bekam die Szene dadurch halt auch noch so eine herrlich surreale Note, die so wunderbar zum Rest der Episode passte, weil man als Zuschauer eben auch sofort weiß, dass das keine Verwandte von Don sein kann und sich entsprechend fragt, ob das jetzt wirklich passiert oder ob Sally womöglich wieder mit dem Trinken angefangen hat und deswegen ebenfalls halluziniert. ;) Und allein die Tatsache, dass man (zumindest nicht sofort) so richtig glauben will, was da eigentlich passiert, zeugt für mich davon, dass hier eben nicht zwangsläufig Klischeedenken provoziert wird.
Ich hab ja bei den diesbezüglichen Kritiken immer ein wenig das Gefühl, dass da entweder die heutige Situation oder aber irgendwelche Idealvorstellungen als Maßstab herangezogen werden, und nicht die (traurige) Realität der damaligen Zeit. Ich seh da auf Seiten von Weiner und Co. - bei aller Fiktionalität der Handlung - keinerlei Verpflichtung, hier im Sinne einer politischen Korrektheit etwas zu beschönigen. In der Hinsicht kann man "Mad Men" mMn einfach nicht mit Serien wie z.B. "Girls" vergleichen, wo die dementsprechende Kritik sehr wohl gerechtfertig ist.
Wobei ich denke, dass da bei vielen auch einfach bloß der Wunsch dahintersteckt, diese so wichtige und kulturell wie politisch spannende Ära im Leben der Afroamerikaner auch mal tiefgehender zu thematisieren. Wenn's schon so ne intelligente und gut geschriebene Serie gibt, die sich mit den 60ern beschäftigt, wär's natürlich schön, wenn man da näher drauf eingehen könnte, aber im Kontext von "Mad Men" spielt das nunmal nur im Hintergrund eine Rolle.
Die Seifenoper-Storyline? Oder alles, sprich auch die Beziehungsprobleme mit Don?
Ersteres. Wobei's da auch weniger die Storyline an sich ist, die mich mittlerweile etwas nervt, als der Umfang/Stellenwert, der ihr eingeräumt wird. Wobei's auch da immer wieder Momente gibt, die einfach nur Comedy Gold sind. Wenn ich da nur an Dons entgeistertes Gesicht zurückdenke, als er beim Dinner mit Arlene und ihrem Mann realisiert, was sie ihnen da gerade vorschlagen... ^_^
Ich bin nun jedenfalls gespannt, ob das Balkongespräch tatsächlich einen Wendepunkt in der Draper-Ehe darstellt. Im bisherigen Verlauf der Staffel schien das Beziehungsende ja eher unausweichlich.
Naja, aber bei MM kommt's ja eigentlich fast immer anders als man denkt, von daher... ;)
Was ihre Motivation für den Seitensprung betrifft, so scheint mir diese Vermutung
Weil sie's genießt, wieder begehrenswert zu sein?
am naheliegendsten. Es kam ja schon bei der Flirtszene am Anfang recht deutlich zum Ausdruck, dass ihrem Auftreten die Kombination aus Gewichtsverlust und sozialem Aufstieg (dank Henrys politischen Ambitionen) sichtlich guttut.
Daran merkt man auch so ein bisschen, wie sehr ihr sonstiges Verhalten immer von ihren Minderwertigkeitskomplexen beeinflusst sein muss...
Ich muss allerdings sagen, dass ich Peggy und Abe als Paar eigentlich ganz gern mochte, nicht zuletzt wegen der sehr unterschiedlichen Weltanschauungen. Ich sehe Peggy nämlich langfristig schon an der Seite von jemandem, der sie in irgendeiner Art und Weise herausfordert. Dementsprechend passte Abe auch sehr viel besser zu ihr als beispielsweise Mark, wie ich finde.
Wer war nochmal Mark? :schaem: Der Typ aus "The Suitcase"? Abe war ihr intellektuell auf jeden Fall ebenbürtiger, aber so richtig herausgefordert hat er sie ja eigentlich auch nicht. Sonst wäre ihm wahrscheinlich auch schon sehr viel früher und nicht erst im Schmerz-Delirium aufgegangen, dass sie überhaupt nicht zueinanderpassen.
Dons berufliche Eifersüchteleien wegen des guten Peggy/Ted-Verhältnisses fand ich auch noch sehr amüsant, insbesondere den trotzköpfigen Bürobesuch mit dem "subtilen" Seitenhieb. ^_^
Oh ja. Großartig! :D
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Re: Staffel 6 - Episodendiskussion

Beitrag von manila » 02.06.2013, 00:01

Schnurpsischolz hat geschrieben:Mad Men meets Daft Punk
Haha, nice! :D
Lin@ hat geschrieben:...und Bob Benson in Shorts. ^_^ Sehr, sehr großartig. Schön übrigens, dass letzterer sich offenbar tatsächlich in Joans Herz geschlichen hat, ich hatte da ja (wie der gute Fienberg ja auch) nach ihrer verdächtig wirkenden Abwesenheit in "The Crash" schon so eine Ahnung. ;)
Bob finde ich irgendwie sehr ungreifbar, für mich steckt er zwischen total sympathisch und dubios fest, ich kann einfach noch kein Urteil fällen. Insofern stimme ich Willi zu, dass ich auch irgendwie noch suspekt bin, auch wenn ich es toll finden würde, wenn Joan mal an einen guten Typen gerät. Hattest du das jetzt so interpretiert, dass er und Joan schon zusammen sind? Für mich sah das erstmal noch nach Dating aus, oder?
Peggys Trennung von Abe
Also als Peggy ihm da das provisorische Bayonet in den Magen rammt, war das für mich wieder so ein herrlich schräger, total genialer WTF-Mad-Men-Moment à la Rasenmäher-Szene. So absolut verrückt!
Und Pete hat mich echt überrascht mit seiner Offenheit gegenüber Joan und seinen potentiellen Plänen, die Firma zu verlassen.
Ich fand es schön, dass man ihn endlich auch mal von seiner verletzlicheren Seite gezeigt hat und wie die ganzen Probleme mit Trudy, seiner Mutter und bei der Firma einfach doch an ihm zehren. Pete mag zwar die meiste Zeit über ein A**** sein, aber er ist doch auch einfach nur ein armes Schwein manchmal, auch wenn er sich in viele Dinge natürlich selbst reinreitet.
LOgigiC hat geschrieben:Oh ja! Das waren mMn die besten Betty-Momente der letzten beiden Staffeln. Ich fand's jedenfalls total faszinierend, wie extrem anders sie dank ihres neuen Selbstbewusstseins wirkte. Was ihre Motivation für den Seitensprung betrifft, so scheint mir diese Vermutung
Weil sie's genießt, wieder begehrenswert zu sein?
am naheliegendsten. Es kam ja schon bei der Flirtszene am Anfang recht deutlich zum Ausdruck, dass ihrem Auftreten die Kombination aus Gewichtsverlust und sozialem Aufstieg (dank Henrys politischen Ambitionen) sichtlich guttut. Wobei es sie speziell in Bezug auf Don sicherlich auch noch gereizt hat, endlich einmal nicht die Betrogene zu sein. Dass sie es hingegen Megan heimzahlen wollte, hätte ich nicht unbedingt als ausschlaggebenden Faktor gesehen, aber wer weiß...
Das sehe ich genauso. Für mich war diese Szene - wenn es auch irgendwie klar war, dass es irgendwann mal soweit kommen wird - unglaublich fesselnd und für Betty sehr, sehr stark. Ich denke auch, dass ihr wiedererlangte Selbstbewusstsein dafür verantwortlich ist, dass sie diesen Seitensprung mit Don durchgezogen hat - und natürlich die Suche nach Bestätigung. Gleichzeitig zeigt für mich aber ihre Nonchalance am nächsten Morgen, wie sie mit Henry auch wirklich glücklich umgeht, dass sie nun vielleicht auch einfach über den Dingen stehen kann. Sie hat diese erste Ehe hinter sich gelassen, sie ist glücklich mit ihrer jetzigen und so kann sie mit Don ins Bett gehen und am nächsten Morgen trotzdem mit Henry an einem Tisch sitzen.
Lin@ hat geschrieben:Wobei ich denke, dass da bei vielen auch einfach bloß der Wunsch dahintersteckt, diese so wichtige und kulturell wie politisch spannende Ära im Leben der Afroamerikaner auch mal tiefgehender zu thematisieren. Wenn's schon so ne intelligente und gut geschriebene Serie gibt, die sich mit den 60ern beschäftigt, wär's natürlich schön, wenn man da näher drauf eingehen könnte, aber im Kontext von "Mad Men" spielt das nunmal nur im Hintergrund eine Rolle.
Bei der Komplexität des Themas müsste da aber eigentlich eine eigene Serie dafür her... insofern finde ich auch, dass man der Serie in dieser Hinsicht keine so argen Vorwürfe machen kann. Dafür ist sie einfach zu sehr im Milieu der weißen erfolgreichen Elite angesiedelt.
IWer war nochmal Mark? :schaem:
Ja, das war dieser unsagbar platte Typ, den sie in "The Suitcase" versetzt.
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Re: Staffel 6 - Episodendiskussion

Beitrag von Lin@ » 02.06.2013, 11:54

manila hat geschrieben:Hattest du das jetzt so interpretiert, dass er und Joan schon zusammen sind? Für mich sah das erstmal noch nach Dating aus, oder?
Keine Ahnung, für mich ist da der Übergang zu fließend, als dass ich das näher definieren könnte. Sie wirkten auf jeden Fall schon sehr vertraut miteinander, von daher denke ich nicht, dass es erst das erste oder zweite Date war.

Was ich nicht mehr ganz auf dem Schirm habe: Weiß Joans Mutter eigentlich, dass sie sich von Greg getrennt hat und sie nur noch auf dem Papier verheiratet sind? Schon, oder? Sonst hätte sie ihr ja nicht ans Herz gelegt, mit Bob auszugehen, oder?
Also als Peggy ihm da das provisorische Bayonet in den Magen rammt, war das für mich wieder so ein herrlich schräger, total genialer WTF-Mad-Men-Moment à la Rasenmäher-Szene. So absolut verrückt!
Und man (ich) musste natürlich wieder mal lauthals lachen, obwohl's eigentlich echt nicht angebracht war. :D
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Zarina
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Staffel 6 Folge 1 Auf dem Absprung (Teil 1)

Beitrag von Zarina » 14.06.2017, 19:41

Puh, jetzt wird es schwieriger mit dem Schreiben. Schade, dass das Interesse schon bei Erstausstrahlung nicht mehr für einen Thread für jede Folge gereicht hat. :( Ich werde nun also pro Episode einen Beitrag in diesem Thread schreiben.

Nun zur ersten Folge:
Vielleicht funktioniert die Doppelfolge nur gemeinsam mit der zweiten Hälfte? Ich habe die Folge einzeln geguckt und war nicht so beeindruckt. Am meisten haben mich die neuen Frisuren beschäftigt. :) Und dieser violette Alptraum von einem Kleid an Joan. :O
Schön hintergründig aber die letzte Szene: Das vertauschte Army-Feuerzeug erinnerte wieder mal subtil an Dons Identitätswechsel. Und dann auch noch der Fotograf, der ihm sagt, dass er einfach er selbst sein soll...

Furchtbar die Betty-Szenen. Ich habe nicht so ganz verstanden, ob diese Sandy nun dauerhaft bei den Francis`wohnt oder nur gelegentlich mal bei Sally übernachtet. Insgesamt ist mir nicht klar, was die Rolle eigentlich soll. Und der Vergewaltigungsspruch sollte wohl mal wieder eine typische Betty-Geschmacklosigkeit darstellen. Würg.

Die Einführung von Bob Benson hat mir dagegen sehr gut gefallen.

Zarina
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Staffel 6 Folge 2 Auf dem Absprung (Teil 2)

Beitrag von Zarina » 15.06.2017, 19:28

In der zweiten Hälfte wird die Doppelhälfte wie gehofft etwas runder. Im ersten Teil sind mir die Verweise auf das Thema Tod nicht so stark aufgefallen, aber hier wird es nun endgültig äußerst morbide. :wtf:

- Roger trauert um seiner Mutter. Bzw. erklärt ständig, "gar nichts" zu fühlen, obwohl er zumindest seinem Therapeuten gegenüber zugibt, dass die bedingungslose Liebe seiner Mutter so etwas wie sein letzter Anker im Leben war. Sehr starke Szene, als er am Ende doch wie ein Schlosshund weint, nachdem er erfahren hat, dass auch sein Schuhputzer gestorben ist. Für mich ist ganz klar, dass Roger seine Mutter sehr viel bedeutet hat und dass diese Tränen ihr gelten. Denn bei einem Mann wie Roger Sterling, der sich im Grunde immer den kleinen Jungen im Herzen bewahrt hat, ergibt es doch Sinn, dass er eine enge Bindung an seine Mutter bzw. seine Kindheit hat.

- Jane taucht doch noch einmal auf! Schön! :up:

- Mona, wie immer großartig! :up: :up:

- Don geht es mal wieder nicht so besonders und er übergibt sich auf der Beerdigung. :ohwell: Es ist nicht klar, warum genau er die halbe Folge dermaßen in den Seilen hängt; ich dachte erst, er ist einfach nur sturzbetrunken. Erst bei der Präsentation wird klar, dass Hawaii wohl doch eine gewisse Morbidität bei ihm hinterlassen hat. Zwar streitet er ab, dass das vorgeschlagene Werbemotiv die Assoziation nahelegt, dass der Urlauber ins Wasser gegangen ist. Andererseits war doch zumindest unterbewusst auch bei ihm diese gedankliche Verbindung da, wo er doch selbst in der Szene mit dem Concierge davon spricht, dass sich den Tod als Meer bzw. Strand vorstellt.

- Sandy hatte Betty erzählt, dass sie auf der Musikhochschule nicht aufgenommen wird, deswegen weiß Betty gleich, dass Sandy Sally angelogen hat, und abgehauen ist. Betty geht auf die Suche. Ich finde, sie schlägt sich beeindruckend wacker im Abrisshaus und kann sich gut gegenüber den Typen dort behaupten. Hilft sogar beim Gulaschkochen. :)
Der Spruch über die gefärbten Haare beschäftigt Betty wohl nachhaltiger und am Schluss überrascht sie ihre Familie mit neuer Haarfarbe. Mir hat`s gefallen, den Kindern wohl weniger (Aber Kinder sind ja eh kleine Rentner, die Veränderungen aus Prinzip ablehnen).

- Bob Benson treibt es mit seinen Versuchen, sich bei den Chefs einzukratzen, etwas zu weit und schickt ein ganzes Buffet zur Beerdigung von Rogers Mutter. :o Die Ansage von Ken war nicht nett, aber schon wahr.

- Sally pubertiert krass vor sich hin. Schon beim Anschauen anstrengend!

- Peggy hat das Führungsverhalten ihres großen Vorbilds Don mittlerweile anscheinend verinnerlicht. Es hat mich doch sehr stark an sein Gebahren in "Ein Koffer voll Wahrheit" erinnert, als Peggy erst ihren Mitarbeitern ankündigt, dass sie in der Silvesternacht arbeiten müssen und dann gegenüber Ted der Meinung ist, diese könnten doch jederzeit gehen.

Zarina
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Staffel 6 Folge 3 Unehre und Krieg

Beitrag von Zarina » 17.06.2017, 15:58

Die Folge ist ganz schön vollgestopft. Um es nicht ausarten zu lassen, werde ich daher diesmal sicher nicht zu allen Handlungssträngen etwas schreiben.

Zunächst zu Pete und Trudy: Ich habe die Folge ja schon einmal gesehen und – auch wenn es zunächst widersprüchlich klingt – für mich ist diese Folge, in der Trudy Pete rausschmeißt der Grund dafür, dass ich mir für die siebte Staffel wünsche, dass Trudy und Pete wieder zusammenkommen und warum ich Trudy als Charakter so toll finde.

Denn sie ist keinesfalls das naive Opfer, wie man es ohne Kenntnis dieser Folge in den vergangenen Staffeln manchmal denken konnte. Trudy ist nicht doof, sie weiß genau, welches Windei sie sich mit Pete angelacht hat und dass ein Mann, zu dessen Beruf es gehört, regelmäßig Kunden ins Bordell auszuführen, kein Kind von Traurigkeit ist und nichts anbrennen lassen wird. Sie hat sich mit Petes Untreue arrangiert, aber sie hat für sich selbst eine klare Grenze abgesteckt und sobald Pete diese überschreitet, zieht sie knallhart die Konsequenzen. Dies ist nun geschehen, da Pete mit einer Nachbarin im Bett war und Trudy es sich nicht gefallen lässt, vor ihrem direkten Umfeld auf diese Weise bloßgestellt zu werden.

Pete hat nun zu gehen und diese Szene lässt keinen Zweifel offen, dass Trudy die neue Situation als alleinerziehende Mutter souverän meistern wird.
Sehr gute Szene, die Trudy endlich als starke Frau mit Durchblick zeigt. :up:

Noch kurz zu Don: Dessen Situation ist ja geradezu parallel zu Petes. Auch er hat eine Affäre mit einer Nachbarin und schrammt permanent an der Grenze zum Erwischtwerden.

Dazu will ich bei unserem DonJon schon fast nix mehr sagen, fies finde ich es aber vor allem, dass er ausgerechnet mit der Frau seines einzigen Buddies außerhalb der Agentur schläft, der doch so sympathisch ist und den er doch für seinen Beruf als Chirurg bewundert.

Die Rückblicke in Dons Jugend sind heftig. Dass er als Kind einige Zeit in einem Bordell gelebt hat, haben die Serienmacher sicher nicht von Beginn der Serie an geplant, sondern erst jetzt dazugedichtet, um noch eine Schippe draufzulassen. Muss tatsächlich sagen, dass ich durch die Einblicke in Dons katastrophale Kindheit durchaus eine Entschuldigung dafür sehe, dass er so ist wie er ist und diesem Leben so dringend entfliehen wollte, dass er seine Identität gewechselt hat.

Seine Geliebte Silvia will ich auch nicht komplett verurteilen, empfinde sie aber zumindest in dieser Folge als ziemlich mieses Luder. Megan schüttet ihr ihr Herz aus, dass sie gerade eine Fehlgeburt hatte und zuvor über Abtreibung nachgedacht hat. Und Silvia zeigt nicht das erhoffte Verständnis, sondern gibt sich als gläubige Katholikin. Und macht damit der Frau, mit deren Ehemann sie es regelmäßig treibt, ein schlechtes Gewissen. :motz: Da wäre doch etwas Zurückhaltung und "an die eigene Nase fassen" gefragt gewesen. Schließlich hat Megan im Gegensatz zu Silvia "ihre" Todsünde nicht durchgezogen.

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Staffel 6 Folge 4 Lust und Frust

Beitrag von Zarina » 20.06.2017, 17:40

Unterhaltsame, aber nicht herausragende Folge. Einerseits war der Fokus auf einige Nebencharaktere für mich erfreulich, andererseits hatte die Folge dadurch einfach zu viele Handlungsstränge, und keiner stach so richtig heraus. :ohwell:

Was bei mir zunächst hängenblieb:
- Die wichtigste Szene war hier wohl das Aufeinandertreffen der Mad Men mit Peggy und Ted, wobei Peggy ihren ehemaligen Mentor aussticht und mal eben Heinz Ketchup als Kunde gewinnt. :anbet:

- Vorher waren die Heimlichtuereien beim Projekt K (nein, nicht Project Kill Machine :D ) natürlich Humor Hightlights.

- Endlich mal ein genialer Fokus auf Harry, der ja immer für einen Lacher gut ist. Toll dessen Schneid, wie er sich für den Verbleib seiner Sekretärin einsetzt. :up: Hätte ich ihm gar nicht zugetraut. Aber wieder mal herrlich ungeschickt umgesetzt von ihm. Bin immer wieder begeistert von diesen abstrusen Harry-Dialogen, die sich die Autoren so einfallen lassen. Gerne mehr davon!
Nicht so schön natürlich, dass er vor versammelter Mannschaft Anspielungen dazu macht, dass sich Joan ihre Partnerschaft auf dem Rücken liegend erarbeitet hat, und dies als Druckmittel einzusetzen. Andererseits ist aber natürlich auch viel Wahres dran und es ist auch das einzige Druckmittel, dass er gegenüber Joan, die mittlerweile über ihm steht, hat. Etwas mehr Diplomatie wäre wünschenswert, kann man bei Harry aber nun mal nicht erwarten. Sonst wär's ja auch nicht so witzig. Am Schluss bekommt Harry zwar keine Firmenanteile, aber immerhin einen fetten Scheck und den widerwilligen Respekt von Cooper und Sterling (auch wieder ein genialer Auftritt der beiden. Davon gerne mehr!)

- Joan delegiert am Schluss die Verantwortung für das Lager und die Stempelkarten auf Dawn. In Anbetracht dessen, dass sie sich zuvor bei ihrer Freundin Kate darüber beklagt hat, dass sie trotz Teilhaberschaft innerhalb der Agentur immernoch als Sekretärin angesehen wird, ein sehr weiser Schachzug. Denn wenn Joan nicht mehr als Chefsekretärin gesehen werden will, dann muss sie auch aufhören, Chefsekretärinnen-Aufgaben zu übernehmen.

- das Swinger-Angebot gegenüber Megan und Don und wie sie sich da rauswinden ^_^

- Don muss es sich tatsächlich geben, bei Megans erster Liebesszene am Set anwesend zu sein. Er beschimpft sie indirekt (war das noch indirekt?) als Prostituierte und geht hinterher zu seiner katholischen Geliebten Silvia, die nach dem Sex um sein Seelenheil betet. Eine sehr merkwürdige Variante der klassischen Heilige-Hure-Konstellation... :wtf:

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