Eure Meinung zu #1.01 Der schönste Ort der Welt

Moderator: Schnurpsischolz

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~Nadine~

Beitrag von ~Nadine~ »

Schnupfen hat geschrieben:Die Mutter
Die Szenen fand ich zuerst (ganz kurz) etwas befremdlich, dann aber schnell sehr schön gemacht. Man muss nur immer dran denken, dass das Gespräche sind, die früher geführt wurden. Dass Delia nciht 4 ist, sondern es damals war, jetzt aber 9 ist, usw.
Oh man. Ich habe schon echt an meinem Verstand gezweifelt! :D Na klar, das war ja ein Gespräch aus der Vergangenheit. Und ich dachte, die wollen mir erzählen, die ist 4 ^_^

Ach so, hab die Folge heute zum ersten mal gesehen. Daher zitiere ich das erst jetzt.

msch

Beitrag von msch »

Ich hatte die Serie ja auch erst ab 1.08 gesehen und alles davor nur im 1. Buch nachgelesen - das Sehen war heute wirklich ein echtes Erlebnis :)

Das Buch kann da nicht annähernd mithalten, zumal dort alles aus Ephrams Sicht berschrieben wird und seine Gedanken damit immer explizit vorgegeben werden ...
Aufgefallen ist mir, dass ich im Gegensatz zum Buch Amy sofort gemocht hätte und mir andererseits Bright noch viel unsympathischer vorgekommen wäre. Am deutlichsten war der Unterschied aber bei Andy, den ich "damals" beim Sehen der ersten Folgen ab 1.08 überhaupt nicht gemocht habe, während er heute fast so tragisch wirkte wie Ephram.

1.01 war wirklich keine echte Einleitung, es ging einfach los und war sofort so traurig und schön zugleich. Selbst wenn man weiss was passiert, war es einfach nicht möglich, den Videorecorder zu stoppen ;)

Und weil die Folge so typisch Everwood war, glaube ich fast, dass man die Serie entweder sofort gemocht oder nie wieder gesehen hat.

Irv

Beitrag von Irv »

naja ich denke Everwood hat etwas das nur wenige Serien haben, eine Geschichte die einem in seinen Bann zieht.
Allein schon um zu Wissen wie das weitergeht schaltet man ja wieder ein, also rein aus Neugier :D

und genau das hat der Pilot bewirkt : Zuschauer Bannen und sie neugirieg machen :up:

gilmoremaus

Beitrag von gilmoremaus »

also ich fand das gestern super!

ich hab ja damals auch mittendrin angefangen zu gucken, drum hab ich die von gestern nicht gekannt!

am besten fand ich den streit zwischen andy und ephram! als er zu ihm sagte das er ein kleines ars...och ist! war super! :D :D :D

und das mit etna fand ich auch super, so mit ihrem motorrad und als harold sie umzustimmen versuchte und sie ihn voll die meinung gesagt hat! klasse! :D :up:

Irv

Beitrag von Irv »

Also ich schau es ja gerade in VOX nochmal und da ist mir aufgefallen das ich gestern ja etwas ganz vergessen habe *g*

Die Szene zwischen Amy und Ephram an dem Tisch wo sie dan später Tanzen ist ja wirklich genial, der Gescihtsausdruck von Amy der war ja echt zu genial ^_^ ja es war nur ein Traum aber das war wirklich lustig .

Hatt sie eigendlich den Blick später irgendwan mal in echt benutzt ?

Irena

Beitrag von Irena »

hab die erste(und jetzt zweite)Folge auch das erste mal gesehen!
und sie gefällt mir(wie die die ich kenne) wircklich gut!
Auch wenn ich es seltsam finde das bright und ephrem so verstitten sind! ;)
..bin halt ihre freundschaft gewöhnt! :roll:

mehr will ich auch garnicht schreiben!
Lg Irena :D

sunbeam

Beitrag von sunbeam »

wirklich schlimm wie bright sich da noch verhält.. ich glaub er hat die stärkste wandlung durchgemacht in den bisherigen staffeln.

castaways

Re: 1.01 Der schönste Ort der Welt

Beitrag von castaways »

Mit einer vertiablen persönlichen und menschlichen Katastrophe startet also die erste Episode, die, wie in den meisten anderen Serien auch, zur Vorstellung und ersten Herausarbeitung der Hauptcharaktere dient.
Der große Dr. Brown, gefeierter Neurochirurg, berühmt weit über die Grenzen der USA, ein Arzt mit Leib und Seele, steht vor den Trümmern seiner Familie.
Der Unfalltod seiner Frau lässt ihn mit zwei Kindern zurück; mit Kindern, die er eigentlich gar nicht kennt. Seine Berufung, sein außerordentliches Wissen und Talent haben ihn immerwährend davon abgehalten, sich um seine Familie zu kümmern, einfach hin und wieder für sie da zu sein.
Ein Umstand, der ihm nun mit aller Wucht auf den Kopf fällt. Er steht mit zwei Fremden da, mit denen er eigentlich gar nichts anfangen kann, zu denen er kaum Beziehung hat, die er aber als nun alleinstehender Vater zu erziehen hat...
Dr. Brown zieht sich aus der Großstadt zurück, lässt sein bisheriges Leben und seine beruflichen erfolge in New York zurück, sucht die scheinbare Einfachheit des Lebens als Landarzt...
Entgegen dem Willen seiner Kinder übersiedelt er nach Colorado, in das malerische Gebirgsstädtchen Everwood, reißt die Kinder aus ihrer gewohnten Umgebung, verstärkt nun deren Einsamkeit durch diese Aktion.
Nichts mehr ist den Kindern geblieben...
Geld scheint mehr als genug vorhanden zu sein, an dem soll und kann es nicht scheitern.
Doch Geld ist nicht alles; das muss Andy Brown in Hinkunft oftmals in Zusammenhang mit seinen Kindern zur Kenntnis nehmen.

FFDie anderen Charaktere folgen demnächst...

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Schnurpsischolz
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Re: 1.01 Der schönste Ort der Welt

Beitrag von Schnurpsischolz »

Endlich wieder Everwood! Ich habe mich jetzt schon so lange darauf gefreut und es doch gleichzeitig vor mir her geschoben, weil ich wollte, dass es etwas ganz Besonderes wird. Aber jetzt schaue ich hoffentlich nicht alleine, da wird es Zeit zu beginnen...

Der Einstieg erfolgt ja mit dem Voice over von Irv. Ich mag Voice overs eigentlich gar nicht, aber bei Everwood empfand ich es nie als zu viel, immer angemessen und auch Irvs Stimme wurde wirklich gut gewählt. Frage an die, die das Original haben, wie ist da seine Stimme?

Wir erfahren kurz, wie die Vorgeschichte der Familie Brown ist, sehen Andy und Julia im Gespräch und Andy als "der berühmte Dr. Brown".

Seine Entscheidung nach Everwood zu ziehen kommt mir in dem Moment unheimlich egoistisch vor, er stellt seine Kinder vor vollendete Tatsachen, entwurzelt sie komplett aus ihrer Umgebung und er behandelt sie dabei genau so wie er z.B. auch seine Patienten behandelt, mit diesem flapsigen Ton, der kein Widerspruch duldet. Genau wie Ephram hält er die Menschen mit Humor auf Abstand.

Ephram war mich anfangs DIE Identifikationsfigur schlechthin. Ich mag es, dass er wirklich ein typischer Teenager ist. Er sieht so aus (nicht wie in den meisten anderen Teenieserien) und er benimmt sich absolut so, bockig, aufbrausend, selbstgerecht. Er denkt, dass sein Standpunkt die absolute Wahrheit ist. Und er hängt in dieser Zerissenheit, dass er einerseits weiß, er ist etwas besonderes, aber andererseits auch total verunsichert ist.

In der Schule trifft er als erstes auf Amy. Wie Ephram wahrscheinlich auch, fragt man sich gleich, warum ist sie so nett zu ihm. Man merkt hier nicht, dass sie wohl der Prototyp des beliebten Mädchen darstellen soll (btw, habe ich eigentlich zu keinem Zeitpunkt in ihr gesehen), aber ihre unheimlich offene Art verwundert doch sehr. Ephram muss sich eigentlich Hals über Kopf in sie verlieben. Man hätte seinen Traum nicht sehen müssen, um dass zu wissen, aber so war es auch sehr amüsant.

Man vermutet zuerst Bright als das große Problem, aber als wir von Colin erfahren, nimmt die Beziehung der beiden gleich eine ganz andere Dimension an. Sofort enfernt sie sich vom typischen "Wir wissen sie sind füreinander bestimmt aber bisdahin gibt es noch einige Probleme" Schema. Erschwerend hinzukommt, dass Ephram sofort wieder in Beziehung zu seinem Vater gesetzt wird.

Die Vater-Sohn-Beziehung der beiden ist ja ein Schwerpunkt in ganz Everwood und wir bekommen hier schon aufgezeigt, dass beide vom anderen eigentlich nichts wissen. Es gipfelt im großen Streit. Die Dinge die gerade Ephram sagt sind natürlich unheimlich hart (aus seiner Sicht allerdings gut nachvollziehbar) und ich finde sehr typisch. Dass er Andy vorwirft, er kenne Julia gar nicht ist für mich das Schlimmste. Allerdings sieht er dabei ja auch nicht, dass Andy und Julia nicht nur als Eltern existiert haben, sondern ebenso als Paar.

Von dieser Beziehung bekommt man ja einen ganz guten Eindruck durch die Gespräche zwischen den beiden. Ich finde das sehr gut gelöst. Es wirkt alles noch sehr harmonisch, man hat auch nicht den Eindruck, Julia wirft ihrem Mann seine Abwesenheit vor. Und so erfahren wir auch, warum Andy nach Everwood zieht.

Noch etwas zu den anderen Charaktern.

Mit Delia konnte ich immer nicht allzuviel anfangen, manchmal kommt es mir so vor, sie ist für den Niedlichkeitsfaktor zuständig.

Sehr amüsant finde ich, dass fast alle Charaktere die mit den Browns interagieren zur Familie Abbott gehören, Harold, Amy, Bright, Edna, Irv. Ausnahmen bilden da nur die Maklerin und Nina.

Viel sagen kann man zu den anderen zu diesem Zeitpunkt auch noch nicht, da wir ja auch noch nicht viel wissen. Amy ist das schöne Mädchen, Bright der hohle Vollidiot, Nina die nette Nachbarin, Edna die toughe Oma, Irv der verständnisvolle Opa und Harold der verschrobene andere Arzt. Da gibt es sicher in den nächsten Episoden mehr zu schreiben.

Als Fazit sage ich, bonbenfeste 5 Punkte. Als Pilotepisode ist diese Folge überzeugend. Die wichtigsten 2 Personen werden einem sehr nahe gebracht, die anderen angedeutet, die Geschichte hat Potential. Ich bin mir sicher, ich wäre nach dieser Folge 100% drangeblieben (war ja damals nicht meine erste).

Ich habe da mal noch fragen an die, die die Original DVD haben (Willi?):
- Was gibt es für zusätzliche Szenen
- und erfährt man etwas wichtiges, interressantes im Audiokommentar?

Krisch

Re: 1.01 Der schönste Ort der Welt

Beitrag von Krisch »

Bin noch ganz aufgewühlt. Endlich einmal wieder den Piloten gesehen.

Hatte eigentlich viel zu sagen, aber meine beiden Vorredner haben mir schon alles vorweg genommen. Kann euch nur in allen Punkten zusttimmen.
Schnurpsischolz hat geschrieben:Die Vater-Sohn-Beziehung der beiden ist ja ein Schwerpunkt in ganz Everwood und wir bekommen hier schon aufgezeigt, dass beide vom anderen eigentlich nichts wissen. Es gipfelt im großen Streit. Die Dinge die gerade Ephram sagt sind natürlich unheimlich hart (aus seiner Sicht allerdings gut nachvollziehbar) und ich finde sehr typisch.
Mir ist heute wieder aufgefallen, wie herausragend Treat Williams und Gregory Smith den Streit gespielt haben. Das Liebe ich so sehr an Everwood. Alles ist so echt und wirklich und die Serie hat so viel Herz.
Sehr amüsant finde ich, dass fast alle Charaktere die mit den Browns interagieren zur Familie Abbott gehören, Harold, Amy, Bright, Edna, Irv. Ausnahmen bilden da nur die Maklerin und Nina.

Viel sagen kann man zu den anderen zu diesem Zeitpunkt auch noch nicht, da wir ja auch noch nicht viel wissen.
Ich hatte ganz vergessen, wie sehr der Beginn der Serie die Familie Brown fokussiert. Die Beziehung zwischen Andy und Ephram spielt zwar durchgehend in der Serie eine sehr wichtige Rolle, aber später stehen doch auch oft eher die Pärchen im Vordergrund.

Ich weiß, dass ich damals Bright für den absoluten Vollidioten gehalten habe, aber ich weiß nicht mehr, wie es bei Harold gewesen ist. Jetzt kenne ich ihn ja schon und mag ihn wirklich, aber vermutlich soll er zunächst erstmal eine Antipathiefigur dartellen?

drea

Re: [EWM] 1.01 Der schönste Ort der Welt

Beitrag von drea »

@Schnurpsischolz: Ich mag Irvs deutsche Synchronstimme auch nicht besonders, die Originalstimme von John Beasley aber sehr. Sie ist sehr angenehm. Schau dir doch mal dieses Youtube Video an, darin kannst du Irvs Originalstimme hören. Ist aus der Folge Thanksgiving Tale. http://www.youtube.com/watch?v=fiKNetnuPKA Achtung: mögliche Spoiler für Erstseher!

Nyah

Re: [EWM] 1.01 Der schönste Ort der Welt

Beitrag von Nyah »

Krisch hat geschrieben: Mir ist heute wieder aufgefallen, wie herausragend Treat Williams und Gregory Smith den Streit gespielt haben. Das Liebe ich so sehr an Everwood. Alles ist so echt und wirklich und die Serie hat so viel Herz.
Da kann ich dir nur Zustimmen. Der Streit führt auch dazu, dass Andy zum ersten Mal mit Nina Kaffee trinken und das ist der Beginn einer wunderbaren Freundschaft die sich durch die ganze Serie zieht bis zum Schluss.




Ich liebe Everwood, schon seit es beim ersten Mal ausgestrahlt wurde. Everwood ist wirklich der schönste Ort der Welt. Und toll fand ich auch die Erklärung warum Andy und seine Kids dorthin gezogen sind. Weil dort Julia sein wird. Es war auch toll, dass Ephram endlich wieder mit dem Klavierspielen begonnen hat. Nicht zu vergessen sein Traum mit Amy. "Let´s stay together" Amy gefallen seine roten Strähnchen. ^_^ Auch das erste Zusammentreffen mit Harold war klasse, der Beginn einer wunderbaren Freundschaft!

Irv ist der beste Geschichtenerzähler!

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LOgigiC
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Re: [EWM] 1.01 Der schönste Ort der Welt

Beitrag von LOgigiC »

Auf die Gefahr hin, im Vergleich zu meinen Vorrednern jetzt furchtbar banal zu klingen: Schöner Pilot! :) Ihr habt ja in der Tat schon sehr vieles von dem angesprochen, was ich auch loswerden wollte. Das spar ich mir nun und beschränk mich vorerst mal auf ein paar Kommentare.

Schnurpsischolz hat geschrieben:Der Einstieg erfolgt ja mit dem Voice over von Irv. [...] Frage an die, die das Original haben, wie ist da seine Stimme?
Ich mag Original-Irv and Synchro-Irv eigentlich gleichermaßen. Im Gegensatz zur deutschen Stimme von Nina, beispielsweise, kann ich sehr gut mit beiden Irv-Stimmen leben. Irvs VO mag ich übrigens auch, vor allem im Piloten. Liegt vermutlich daran, dass ich die ersten fünf Minuten EW i.A. für äußerst gelungen halte. Andere Serien nehmen sich eine ganze Folge lang Zeit, die Hintergründe zu erläutern. Wieder andere machen das nach und nach, z.B. in Form von Erinnerungen und Gesprächen. EW zeigt alles, was man an Hintergrundgeschichte braucht, kompakt im Teaser, mit nur wenigen Dialogen und eben Irvs tollen Kommentaren:
Irv hat geschrieben:Oh, sure, the Browns did the best they could to get by after that, pretending as though nothing has changed, knowing that everything had.
:up:
Schnurpsischolz hat geschrieben:Ephram war mich anfangs DIE Identifikationsfigur schlechthin.
Dito! Wobei ich beim EW-Piloten erstaunlich viele Charaktere erstaunlich schnell sympathisch fand. Bei mir sind es eigentlich nur Amy und Nina, mit denen ich zu dem Zeitpunkt noch nicht so viel anfangen konnte. Naja, und Bright halt. :roll:

Schnurpsischolz hat geschrieben:Mit Delia konnte ich immer nicht allzuviel anfangen, manchmal kommt es mir so vor, sie ist für den Niedlichkeitsfaktor zuständig.
Echt? Liegt vielleich ein wenig an der eher lieb- bzw. emotionslosen Synchro. Ich mochte sie im Piloten sehr sehr gern, und sie ist auch an ein paar der für mich stärksten Momente im Piloten beteiligt: zum einen die beiden Gespräche mit Irv (beim Einsteigen in den Bus und am Spielplatz), zum anderen das Gespräch mit Andy fast am Ende ("I know what's wrong with you, Dad. You've got a distraught heart."). Das spiegelt für mich eine der größten Stärken von EW wider, nämlich das "cross-generational storytelling", wie's im Audiokommentar genannt wird. :up:

Weitere Highlights waren natürlich der Streit zwischen Andy und Ephram (siehe Kommentar Krisch), aber auch das Gespräch zwischen Andy und Edna in der Praxis:
Andy und Enda hat geschrieben:Andy: You think that's possible? That a father and a son who don't get along can actually have something in common?
Edna: In my experience, if a father and a son don't get along, they have everything in common.
Gibt's zwischen Andy und Ephram - abseits der talentierten Hände natürlich ;) - tatsächlich mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede?

Schnurpsischolz hat geschrieben:Was gibt es für zusätzliche Szenen?
#1 "Dr. Abbott blows off steam": Schöne Szene, in der Rose eigentlich schon im Piloten vorgestellt werden sollte. Harold stürmt zu ihr ins Büro, um sich über Andys Gratispraxis zu beschweren und ggf. rechtliche Schritte einzuleiten. Rose beruhigt ihn wieder, und man bekommt einen schönen Einblick in die Beziehung der beiden. Außerdem werden auch Harolds Selbstzweifel thematisiert. Wie gesagt, schöne Szene, die gut in den Piloten gepasst hätte.

#2 "The bearded madman": Die Maklerin und zwei ältere Damen sitzen im Café und "lästern" über Andy. Überflüssige Szene, passt besser zu Desperate Housewives.

Außerdem sei noch erwähnt, dass der DVD-Pilot knapp zehn Minuten länger ist als der TV-Pilot. Leider wurden da weitere Szenen geschnitten, wie z.B. die äußerst amüsante Waschszene nach Ephrams "kleinen Missgeschick" infolge des Amy-Traums. :D

Schnurpsischolz hat geschrieben:Erfährt man etwas wichtiges, interressantes im Audiokommentar?
Ich mag v.a. Gregs Kommentar über die Idee hinter der Serie:
Greg Berlanti hat geschrieben:"I really feel that there hadn't been a show on television that had kind of honestly explored the relationship between a father and a son. So many fathers and sons go through life without really ever connecting in an emotional way. Maybe they bond in smaller moments, but they never develop the kind of bond you often see between mothers and daughters (Stichwort GG :D )."
Ansonsten gab's noch ein paar Hintergrundinfos (als Titelsong war eigentlich der Cat-Stevens-Song aus dem Piloten geplant, der Sam-Darsteller wurde nach dem Piloten ausgewechselt, Emily hat die Produzenten beim Casting sehr stark an Katie Holmes und ihre "all-American girl"-Ausstrahlung am Beginn von DC erinnert) sowie persönliche Eindrücke über die Zusammenarbeit zwischen den Schauspielern. Recht nett.

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nameless89
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Re: [EWM] 1.01 Der schönste Ort der Welt

Beitrag von nameless89 »

So nun beginnt heute also eine völlig neue Serie für mich mit einem sehr guten Piloten.
Zunächst muss ich sagen, dass die Serie unheimlich natürlich herüberkommt. Natürliche, normale Charaktere, die in einer unheimlich liebenswürdigen, wunderschönen Stadt agieren.
Ephram war mich anfangs DIE Identifikationsfigur schlechthin.
Für mich als 18 Jährigen- Jungen, der ebenfalls auch soeine Trotz- Phase durchgemacht hat, ist Ephram natürlich auch die Identifikationsfigur schlechthin. Auch finde ich es schön, dass man bei der Ausfall des Schauspielers auch auf Natürlichkeit gesetzt hat. Hier haben wir es wahrlich mit einem ganz normal- aussehenden und agierenden Teenie zu tun.
Wirklich mitgerissen hat mich die Serie spätestens bei der Streit- Szene zwischen Andy und Ephram. Da werden Sachen gesagt, die keiner so richtig meint. Großartig und mitreißenden von beiden gespielt.

Zu Andy ist eigentlich alles gesagt. Ein Vater und Mensch, der durch die Tragödie gezwungen ist sein Leben völlig neu zu ordnen und der jetzt auch endlich für seine Kinder da sein MUSS. Nun kann er sich nicht mehr hinter seiner Arbei verstecken. Aufallend ist seine sarkastische Art, mit der er versucht Problemen aus dem Weg zu gehen, was so einfach aber nicht funktioniert. Bin gespannt auf die weiteren Entwicklungen in der Vater/Sohn- Beziehung.

Berührt haben mich im Übrigen auch die "Gespräche" mit seiner Frau. Waren wirklich zu herzensgehende und sehr rührende Szenen.

Amy kommt für mich überhaupt nicht wie das oberflächliche- High- School- Star- Girlie rüber, sondern eher wie eine intelligente, sehr selbstbewusste Schülerin. Habe die Schauspielerin ansonsten noch nirgends gesehen und finde sie äußerst gut gewählt.

Zu den anderen Charakteren kann ich nach einer Folge noch nichts sagen. Muss man die nächsten Folgen abwarten.

Zum Schluss noch eines: Habe mich eben als ich die Folge erstmals sah, richtiggehend erschreckt, als mir plötzlich die Tränen kamen. Bekomme bei Serien schnell Gänsehaut, aber Tränen fließen wirklich selten. Doch folgende Szene hat mich wirklich so unheimlich gerührt, dass mir die Tränen kamen.

Andy will seiner Tochter erklären, warum er noch mit ihrer Mutter redet und die Kleine meint nur: Ich weiß warum du das tust. Du hast ein verletztes Herz. ( frei übersetzt)

Die ganze Atmosphäre und die Blicke der Darsteller haben mich ungeheuer mitgenommen. Einfach nur wunderschön.

Schon im Piloten merkt man das Everwood etwas besonders sein wird. Die ganze Atmosphäre, die Charaktere, die Dialoge und die Ausgangssituation zeugen von ungeheurem Potential. Als Liebhaber von rührenden Drama- Serien denke ich, dass ich hier eine wunderbare Serie vor mir habe. Freue mich auf die nächsten 22 Folgen der ersten Staffel.

Eine Frage noch: Ging die deutsche Version wirklich 10 Minuten kürzer, weil der Pilot im englischen fast 50 Minuten dauerte.

EDIT:
Echt? Liegt vielleich ein wenig an der eher lieb- bzw. emotionslosen Synchro. Ich mochte sie im Piloten sehr sehr gern, und sie ist auch an ein paar der für mich stärksten Momente im Piloten beteiligt: zum einen die beiden Gespräche mit Irv (beim Einsteigen in den Bus und am Spielplatz), zum anderen das Gespräch mit Andy fast am Ende ("I know what's wrong with you, Dad. You've got a distraught heart."). Das spiegelt für mich eine der größten Stärken von EW wider, nämlich das "cross-generational storytelling", wie's im Audiokommentar genannt wird
Habe dies gerade erst gelesen und muss es unterschreiben. Sie ist echt ein wunderbares kleines Mädchen mit einem großen Herzen. Die angesprochenen Szenen fand ich auch großartig, wie oben schon geschrieben.

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Schnurpsischolz
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Re: [EWM] 1.01 Der schönste Ort der Welt

Beitrag von Schnurpsischolz »

Wow, ich bin begeistert das sich doch einige heute eingefunden haben. :) Ich freu mich auch sehr, dass Krisch dabei ist (und bleib stark und geniesse lieber eine Folge pro Woche zusammen mit uns, als alles in einem Rutsch alleine).
Krisch hat geschrieben:Hatte eigentlich viel zu sagen, aber meine beiden Vorredner haben mir schon alles vorweg genommen. Kann euch nur in allen Punkten zusttimmen.
Schade, hätte ich trotzdem gerne gelesen. Ich finde es immer interressant die Gedanken der anderen dazu zu lesen.
Krisch hat geschrieben:Ich hatte ganz vergessen, wie sehr der Beginn der Serie die Familie Brown fokussiert. Die Beziehung zwischen Andy und Ephram spielt zwar durchgehend in der Serie eine sehr wichtige Rolle, aber später stehen doch auch oft eher die Pärchen im Vordergrund.
Wobei für mich die Beziehung Andy-Ephram immer das Zentrum, das Herz von Everwood darstellt. Auch wenn teilweise die Beziehungen im Vordergrund stehen, die Basis der Geschichte ist die Vater Sohn Geschichte. Da passt auch schön der Absatz von Greg Berlanti den LOgigiC gepostet hat.
Krisch hat geschrieben:aber ich weiß nicht mehr, wie es bei Harold gewesen ist. Jetzt kenne ich ihn ja schon und mag ihn wirklich, aber vermutlich soll er zunächst erstmal eine Antipathiefigur dartellen?
Glaub ich eigentlich nicht undbedingt, ich denke eher er sollte das kleinstädtische, provinzielle Gegenstück zu Andy sein. Wenn man die Szene die LOgigiC beschrieben hat mit Rose gesehen hätte, wäre dass noch mehr zm Vorschein gekommen.

Wobei ich es wie gesagt sehr gut gewählt finde, dass bis auf Andy und Ephram die anderen Charaktere eher im Hintergrund gehalten werden. Ich mag es nicht, wenn Piloten so überfrachtet sind. (Die 10 Minuten mehr der DVD hätte ich allerdings schon gerne :ohwell: ).
LOgigiC hat geschrieben:EW zeigt alles, was man an Hintergrundgeschichte braucht, kompakt im Teaser, mit nur wenigen Dialogen und eben Irvs tollen Kommentaren:
Stimmt, dass ist sehr gelungen, besonders weil es fast gar keine Dialoge sind.

Und Willi, Danke fürs posten der Zitate, schön es nochmal zu lesen. :)

zum Thema Delia (ich setzt das mal in Spoilern, weil Mo dass noch nicht wissen will ;) )
Spoiler
Ich glaube, dass liegt bei mir daran, dass meine Meinung über Delia schon gebildet ist. Ich habe immer eine bischen Probleme mit ihr, weil ich ihre Storylines manchmal zu willkürlich finde. Dadurch habe ich keine rechte Beziehung zu ihr aufbauen können. Hat vielleicht auch was mit der Synchro zu tun, die mir zu kindlich für ihr Alter ist.
LOgigiC hat geschrieben:Gibt's zwischen Andy und Ephram - abseits der talentierten Hände natürlich ;) - tatsächlich mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede?
Ich finde definitiv, die beiden sind sich schon sehr ähnlich. Im Piloten kommt das für mich vorallem durch ihren Humor heraus. Und später noch sehr oft, aber davon dann bei Gelegenheit.
nameless89 hat geschrieben:So nun beginnt heute also eine völlig neue Serie für mich mit einem sehr guten Piloten.
Wow, noch ganz neu für Dich. :)
nameless89 hat geschrieben:Hier haben wir es wahrlich mit einem ganz normal- aussehenden und agierenden Teenie zu tun.
Ich finde dass kann man nicht oft genug sagen, denn das kommt leider viel zu selten vor.

Krisch

Re: [EWM] 1.01 Der schönste Ort der Welt

Beitrag von Krisch »

Schnurpsischolz hat geschrieben:Schade, hätte ich trotzdem gerne gelesen. Ich finde es immer interressant die Gedanken der anderen dazu zu lesen.
Meine sind doch deine, nur nicht so klar und verständlich formuliert :D
LOgigiC hat geschrieben:der Sam-Darsteller wurde nach dem Piloten ausgewechselt
Der Sam-Darsteller wird ja mehrmals ausgewechselt, aber irgendwie fällt mir das nie auf.
nameless89 hat geschrieben:Als Liebhaber von rührenden Drama- Serien denke ich, dass ich hier eine wunderbare Serie vor mir habe. Freue mich auf die nächsten 22 Folgen der ersten Staffel.
Freu dich auf die gesamte Serie. Die erste Staffel ist zwar die stärkste, aber einen richtigen Qualitätseinbruch gibt es nie.


Bezüglich Amy/Ephram - normale Teenager:
Ich finde es sehr lustig, dass die zwei normale, durchschnittliche Teenager sind, während in den eigentlichen Teenie-Serien (OC, OTH, GoGi,...) die "Teenies" mMn nach alle äußerlich viel erwachsener wirken (weil besonders die Damen sehr aufgemotzt sind = High-School-Star-Girlies) und zwar nicht erwachsen agieren, aber eben auch nicht typisch für ihr Alter.

castaways

Re: [EWM] 1.01 Der schönste Ort der Welt

Beitrag von castaways »

Wow! Toll, dass sich so viele begeisterte und begabte Mitstreiter gefunden haben! Ich bin ganz aus dem Häuschen. Ein solches Feedback auf den "Versuch" hatte ich wirklich nicht erwartet.
Nun - es sind ja bereits so viele herausragende Statements gekommen, dass man gar nicht mehr viel dazu bemerken kann...
Vielleicht zur Bekräftigung:
Es ist tatsächlich eine sehr willkommene Tatsache, Teenager auch als solche agieren zu sehen, was aber sicher daran liegt, dass bei der Rollenbesetzung für Ephram und Amy darauf Rücksicht genommen worden ist, dass das Alter tatsächlich weitgehend übereinstimmend ist.
Dass Ephram die Identifikationsfigur schlechthin ist, steht außer Zweifel. Auch ich sehe mich durchaus in ihm; ich selbst war in meiner Jugend der gleiche Rebell, der das Klavier primär zum Ausleben seiner Emotionalität, seiner Probleme verwendet hat. Zum mir sehr wichtigen Thema Musik, Klavier; Fleiß und Inspiration werden wir ja noch oft Diskussionsmöglichkeiten haben.

Der Vater - Sohn Konflikt, die Basis der ganzen Story, geschürt durch schlechtes Gewissen, ist für mich durch die Ähnlichkeit der beiden Charaktere bedingt. Man denke nur an den, an Echtheit nicht zu überbietenden Streit der beiden, der mir als Vater durch Mark und Bein geht und wo ich dem Herrgott danke, eine Solchen nie erlebt zu haben.

Harold Abbott war mir a - priori grundlegend unsympathisch, der aufgeblasene Schnösel, der seine Patienten wie Vollidioten und unter jeder Würde betrachtet. Bei genauer Betrachtung der familiären Verknüpfung mit Edna, Irv Harper und dem verstorbenen Vater erscheinen aber diese vordergründig negativen Eigenschaften mehr als verständlich und nur ein Ausdruck von überspielten Minderwertigkeitskomplexen und Unsicherheit.
Ich muss jedoch einräumen, dass es in Hinkunft eine Unzahl an sensationellen Szenen und Dialogen mit H. Abott´scher Beteiligung gibt, die dieses negativ behaftete Bild in rechte Licht rückt und die anfängliche Antipathie durchaus umzukehren im Stande ist.
Auch Bright präsentiert sich primär als absoluter Uncharakter. Im Zusammenhang mit Collin und dem, was da letztlich wirklich passiert ist, relativiert sich jedoch auch dieser.
Offenbar gibt es in deisem Fall auch gewaltige Gemeinsamkeiten von Vater und Sohn...

Amy - das süße Mädel...
So würde man diese in Wien, u.U. bei Schnitzler bezeichnen...
Es ist tatsächlich tragisch für Ephram, in diesem so emotionellen Zusammenhang auch vom (berühmten) Vater überschattet, eben nur ein Mittel zum Zweck zu sein, um dem unbändigen Willen des besorgt - verliebten - verzweifelten Mädchens zu entsprechen.
Der Traum - ein absoluter Hammer; der morgendliche Kraftausdruck um nichts weniger.. ^_^

Ein Wort noch zu Irv:
Ich bin a - priori auch nicht unbedingt ein Freund solcher Rahmenerzählungen.
Letztlich konnte ich mich jedoch durchaus damit anfreunden, weil sehr viel Philosophisches darin verpackt ist und die Erzählkunst des Außenseiters ja noch höchst überraschende Wendungen nach sich ziehen wird.

_chrisy_

Re: [EWM] 1.01 Der schönste Ort der Welt

Beitrag von _chrisy_ »

Ich hatte bis gestern von der Serie "Everwood" nicht sehr viel gehört. Doch da ich nach einer Wiederholung von den Gilmore Girls Zeit und Langeweile hatte, entschloss ich mich, mir Everwood anzugucken, da es ja auch ein Serienpilot war und ich somit direkt einsteigen konnte.
Und mittlerweile bin ich froh, dass ich mich dazu entschieden habe, denn die Einwohner von Everwood können es von der Sympathie her auf jeden Fall mit den Bewohnern von Stars Hollow aufnehmen.
Meiner Meinung nach sind alle Charaktere sehr liebenswürdig gezeichnet und auch wenn sich Bright z.B. wie ein Arschloch verhalten hat, mag ich ihn, genauso wie den etwas komischen (anders kann cih es nicht bezeichnen) Doktor, dessen Tochter Amy ist.
Kein Charakter ist perfekt und das ist sehr realitätsnah, denn wer ist schon perfekt?
Ein weiterer Pluspunkt für die Serie ist auf jeden Fall die Landschaft. Ich mag Berge und finde es auch positiv, dass diese Serie nicht wie O.C. oder Summerland in südlichen und warmen Teilen der USA spielt;)
Alles in allem werde ich dranbleiben,da mir die Charaktere gefallen,die Umgebung, die Story und zu guter Letzt die Ralitätsnähe :D

castaways

Re: [EWM] 1.01 Der schönste Ort der Welt

Beitrag von castaways »

Ich denke auch, dass die Charaktere außerordentlich liebenswürdig und liebenswert gezeichnet sind.
Der komische Doktor... ^_^
Sicher wirkt er auf den ersten Blick ein wenig sehr eigenwillig, doch gerade dessen Entwicklung und die Beziehung der beiden so unterschiedlichen Ärzte zueinander wird sich über die vier Staffeln höchst bemerkenswert gestalten.

Ein kurzes Wort noch zu Delia:
Ich möchte jetzt nicht behaupten, dass es für Andy Browns kleine Tochter einfacher als für Ephram ist, mit dem Tod der Mutter umzugehen bzw. damit fertig zu werden. Und doch wirkt es ein wenig so...
Delia ist einfach noch ein (durchaus vaterbezogenes) Kind, Ephram ein pubertierender Junge, der gerade die Mutter dringend brauche würde.

Ja und Edna habe ich glatt vergessen, was einen großen Fauxpas darstellt, ist sie ja in ihren vielen Funktionen ein zentrales Element der ganzen Story; ein ganz toll gezeichneter Charakter.

Everwood ist höchst realitätsbezogen; da darf die kleinstädtische Gebirgsidylle nicht darüber hinwegtäuschen und - das wird die Zukunft ganz bemerkenswert offenbaren - auch medizinisch, fachlich ist generell gut recherchiert.
Einen gewaltigen Unterschied zu heimischen Verhältnissen gibt es aber in diesem Zusammenhang: Während es in den USA offenbar möglich ist, Patienten gratis zu behandeln, ist gerade das z.B. in Österreich Kraft Ärztegesetz nicht zulässig...
Apropos Gratisbehandlungen: Wir werden zwar hier im Pilot darüber informiert, dass Dr. Brown ein beträchtliches Vermögen auf die Seite gelegt hat, um mit seinen Kindern ohne zusätzliche Einkünfte überleben zu können. Doch man denkt unwillkürlich daran, dass das ja nicht ewig ausreichen kann...
Erst viel später wird in die Sache Klarheit kommen.

Everwoods Realtätsnähe bedingt aber keineswegs zu wenig Tiefgang. Nur die lebhafte Symbolik, der allzeit begleitende Subtext, der z.B. für DC so unverzichtbar ist, fällt weitgehend weg.
Dafür werden wir im Laufe der Episoden mit unvergleichlichen stotternd, verlegenen, von Unsicherheit getragenen Dialogen von Amy und Ephram verwöhnt, die ihres Zeichens unvergleichlich und typisch für EW sind. Dazu werden wir ja noch öfters kommen... ;)

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LOgigiC
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Registriert: 13.09.2006, 11:34

Re: [EWM] 1.01 Der schönste Ort der Welt

Beitrag von LOgigiC »

Schnurpsischolz hat geschrieben:Ich finde definitiv, die beiden sind sich schon sehr ähnlich. Im Piloten kommt das für mich vorallem durch ihren Humor heraus. Und später noch sehr oft, aber davon dann bei Gelegenheit.
Im Piloten werden in der Tat schon ein paar (charakterliche) Ähnlichkeiten zwischen den beiden angedeutet: eine gewisse Sturheit, der Einsatz von (und Umgang mit) Humor/Sarkasmus, etc. Bin gespannt, ob und wie sehr sich dieser Eindruck in den kommenden Folgen bestätigt. Darauf werd ich auf jeden Fall achten.

castaways hat geschrieben:Es ist tatsächlich tragisch für Ephram, [...] eben nur ein Mittel zum Zweck zu sein.
Dass dieser Umstand hier noch gar nicht ausführlicher angesprochen wurde, hat mich fast ein wenig überrascht. Schließlich dürfte es auch für den ein oder anderen Neuzugang hier keine große Überraschung sein, dass das Thema "Ephram und Amy" doch ein ganz wesentlicher Bestandteil der Serie ist. Umso interessanter ist es natürlich, die Anfänge dieser Storyline genauer zu betrachten. Während Ephrams "Position" ja relativ schnell klar ist und er schon in der 1. Folge vom Verliebtsein spricht, so ist Amys Seite der Geschichte doch noch sehr undurchsichtig, oder? Ist sie ihm bei ihrer ersten Begegnung nun in die Schule gefolgt, weil sie von seiner schlagkräftigen Argumentation angetan war, oder war dies alles schon Teil ihres Planes, über Ephram Zugang zu Andy und dessen Fähigkeiten als Arzt zu gewinnen? Beruht zu dem Zeitpunkt noch alles auf Ephrams einseitiger Schwärmerei?

castaways hat geschrieben:Ich möchte jetzt nicht behaupten, dass es für Andy Browns kleine Tochter einfacher als für Ephram ist, mit dem Tod der Mutter umzugehen bzw. damit fertig zu werden. Und doch wirkt es ein wenig so...
Zumindest im Hause Brown wirkt es so, als habe Delia die Sache (schon) besser verarbeitet. Dass es ihr vielleicht nur anderswo bzw. auf eine andere Art leichter fällt, ihre Gefühle zum Ausdruck zu bringen, hat ja das Gespräch mit Irv am Spielplatz schon angedeutet. Auch darüber geben die kommenden Folgen wohl noch Aufschluss.


Ich find's übrigens sehr spannend, dass (und wie) hier z.T. Parallelen zu DC, GG und anderen Serien gezogen werden. Derartiges les ich immer gern, also an passender Stelle nur her damit. ;)
BTW, wünscht sich eigentlich sonst noch jemand prinzipiell nach (fast) jeder EW-Folge, Klavier spielen zu können? :wtf: :D

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