Euer letzter Film

Diskutiert hier über die neuesten Filme und die besten Schauspieler.

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Schnupfen
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Re: Euer letzter Film

Beitrag von Schnupfen » 12.11.2015, 17:29

Tribute von Panem 2 & 3

Nach Teil 1 wollte ich eigentlich nie wieder was von der Reihe sehen. So langweilig. Verstand nicht, was man an dem Teil so fand. Kaum Spannungskurve. Langatmig. Elisabeth Banks in totaler Fehlbesetzung. Naja...
Manchmal muss man dann mit nem Mitmenschen mitschauen. Und Teil 2 fand ich gar nicht so schlecht. Er war schneller. Hier und da blitzte sogar mal Charme auf. Jennifer Lawrence kann tatsächlich n Film tragen.
Teil 3 hat dann wieder enttäuscht. Es fehlte schlicht die Action. Es passierte alles so nach und nach, aber so richtig los ging es nicht. Katness blieb leider lange passiv. Und, Überraschung, Elisabeth Banks' Effie in Altkleidern zu sehen, hat sie mir dann doch etwas ans Herz gebracht.



Ant-Man

Sicher keiner der Highlights im MCU (aber da gibt's eh weniger von als alle behaupten), aber der Film punktete für mich mit seinem Humor und insgesamt auch nem Underdog-Charme, denn, hey, n Ameisenmann kann einfach nicht so cool rüberkommen, wie ein Spinnenmann. Oder wie ein Gott, ein Professor, ein Reicher, ein ehemals Eingefrorener. Und dennoch gabs Coolness. Und Evangeline Lilly - von der ich mir sehr viel in Teil 2 erhoffe! Erstaunt war ich, dass Falcon vorbeischauen durfte und man den Film somit mehr im MCU verortete als "Galaxy"... Freue mich sehr auf ihn im Avengers-Team - das wird tolle Effekte und Action geben, ebenso sicher aber auch Witz.



Codename U.N.C.L.E.

Hatte nicht so n lässig-coolen Film erwartet. Kurzweilig, mit ner tollen Chemie zwischen beiden Hauptcharas, viel Witz und Ironie, aber auch viel gute Action - und alles nicht immer so wie man es auch genre-ähnlichen Filmen kennt. Zudem ein toller Look. Geheimtipp!
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Re: Euer letzter Film

Beitrag von Schnupfen » 20.11.2015, 17:02

Maze Runner – Die Auserwählten in der Brandwüste

Wie bei "Hunger Games" lautet der Titel der Filmreihe im Grunde nicht mehr richtig, aber egal... Teil 1 hatte durch die Lichtung, das Labyrinth und das Unklare mehr Spannung, zumindest meine ich mich so zu erinnern. Hier passierte einfach das Danach - ne art Reise, Flucht, auf der die Jungs auf Hinz und Kunz trafen... Das hatte hier und da ein paar nette Schreckmomente, aber so richtig herausragend war da so gar nix. Hat man so oder so schon da oder da gesehen. Ausgleichen könnte man dies durch sympathisch gestaltete Beziehungsdynamiken oder gar Humor - aber letzteres blitzte nur ab und an auf und ersteres gibts im Grunde nicht. Die Jungs sind loyal, ja. Aber Tiefe sieht man nicht. Letztlich also so harmloses Blockbusterkino, das nebenbei seinem ersten Teil irgendwie die Faszination bzw. Grundidee raubt. Naja, erstaunlich, was man sich dann doch anguckt, weils irgendwie unterhält.

NS:
Sehr schön: Giancarlo Esposito mal ganz anders, ganz locker.
Gar nicht schön: Die hedonistische Partygesellschaft samt Drogentrip. Wie oft hat man sowas schon gesehen?
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Re: Euer letzter Film

Beitrag von Schnupfen » 29.11.2015, 15:13

Kiss the Cook – So schmeckt das Leben!

Sicher kein weltbewegender Film, aber irgendwie recht charmant, irgendwie normal und natürlich. Jon Favreau seh ich nie supergern, aber er füllt seine Figur mit Präsens. Und als Regisseur schafft er es, Sofía Vergara so natürlich wie nie wirken zu lassen.



EDIT:
The November Man

Er kann's ja immer noch, der Pierce Brosnan. Man muss ihn nur lassen. Agent, Action, Charme, Präsenz... prädistiniert für sowas. Und dennoch bringt die Story von "November Man" neu Facetten, Fragen und Einordnungen zu seiner Rolle, die sich von früheren unterscheiden. Klar, kein weltbewegender Film, aber ein unterhaltender, sowohl durch ne nich timmer klare Story und eben die Freude an mal wieder ner guten Rolle für James... äh Pierce Brosnan.
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Re: Euer letzter Film

Beitrag von Esmeralda » 12.12.2015, 20:19

Magic in the Moonlight

Wieder ein guter Woody Film. Emma Stone ist gut wie immer und gemeinsam mit Colin Firth sehr unterhaltsam. Dieser Film ist ausgezeichnet für Freunde und Pizza und für Leute die vom Universum fasziniert sind. Ich mag den Film im Original mit Untertitel.
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Re: Euer letzter Film

Beitrag von Schnupfen » 14.12.2015, 19:31

Auf der Suche nach einem Freund fürs Ende der Welt

Großartige Grundidee für das Genre. Ich brauchte dann etwas, bis ich mit der Hauptfigur/den zwei Hauptfiguren warm wurde, aber dann wurde es letztlich ein sehr süßer, charmanter Film im Grundton von "Elizabethtown" oder "Garden State".



Ruth & Alex

Toll, dass es auch Film über Senioren gibt. Morgan Freeman und Dianne Keaton sind schlicht grundsympathische Darsteller, souverän dazu und so machte der Film schön Spaß, auch wenn es gegen Ende ein wenig anstrengend wurde.



Ganz weit hinten

Da die Hauptfigur, der Teenie, nunmal anfangs furchtbar lethargisch war und immer doof reinguckte, wars schwierig, in diesem Film ne Identifikationsfigur zu finden - aber dennoch konnte er Interesse wecken, weil man wusste, dass da ne Entwicklung kommen wird. Nebenbei erleichterten einem natürlich die vielen großen Namen das Dranbleiben. Das Schönste war für mich die letzte Sequenz, die so gar nicht das vollkommene happy end darstellt oder ne Lösung präsentiert, aber sie zeigt, dass der Aufwärtstrend für Mutter und Sohn begonnen hat - sehr süß umgesetzt.
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Re: Euer letzter Film

Beitrag von Lin@ » 02.01.2016, 14:44

Selma
Rotz und Wasser geheult, diese kaputte Welt verflucht und nachträglich über die ausgebliebenen Oscar-Nominierungen für Oyelowo und DuVernay aufgeregt.
9/10

Frank
Mein allererster Fassbender. Und ja, wer allein durch seine Körpersprache schon so viel Präsenz ausstrahlt, kann offentlichtlich was. Erzählerisch etwas unentschlossen bzw. tonal all over the place, ansonsten aber ein schöner, zu Herzen gehender Film mit feiner Musik.
7/10

Still Alice
Nett, hat mich aber erstaunlich kalt gelassen, und das obwohl ich Juliane Moore und Alec Baldwin sehr gerne mag. Wie viel Potential hier verschenkt wurde, wird einem aber erst so richtig bewusst, wenn man die dazugehörige Buchvorlage liest.
6/10

American Promise
"Boyhood" in echt, nur mit afroamerikanischen Jungs, sozialkritischem Ansatz und einem sehr interessanten Einblick ins amerikanische Bildungssystem.
8/10

Gideon's Army
Eine Doku über Pflichtverteidiger in den USA, bei der man sich sehnlichst wünscht genauso viel Mut, Kraft, Idealismus und Durchhaltevermögen zu haben wie ihre Protagonisten. Denen man es trotzdem keine Sekunde verübeln kann, wenn sie ihren so unglaublich harten Job am Ende doch hinschmeißen.
8/10

Inside Out (Alles steht Kopf)
Jepp, toller Film. Wär wahrscheinlich noch toller gewesen, wenn die Erwartungen im Vorhinein nicht so geschürt worden wären.
8/10

Sterben für Anfänger
Harmlos, aber nett. Wobei da die Dreharbeiten (insbesondere für Alan Tudyk) bestimmt noch viel mehr Spaß gemacht haben, als der Film selbst.
6/10

The Look of Silence
Nicht minder schockierendes und tief, tief, tief berührendes Sequel zu "The Act of Killing".
9/10

Das Salz der Erde
Beeindruckende Künstler-Doku über den Fotografen Sebastião Salgado, der angesichts des schlimmsten Elends in dieser Welt nicht wegschaute, sondern die Kamera voll drauf hielt, um zu hinterfragen und kritisches Bewusstsein zu erzeugen. Bis er fast daran zerbrach. Toll vor allem, wie das Objekt des Films so schnell zum Subjekt wird, weil Wim Wenders dem brasilianischen Genie und dessen Werk weitestgehend das Erzählen überlasst. Und was hier erzählt wird, ist gleichermaßen faszinierend wie erschreckend niederschmetternd und zumindest am Ende doch wieder voller Hoffnung.
8/10
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Re: Euer letzter Film

Beitrag von youmeandtheviolence » 02.01.2016, 15:03

Honig im Kopf
Ich wusste es zwar schon vorher, habe mich aber überreden lassen, ihn trotzdem zu schauen. Daher nochmals: ich hasse dich, Til Schweiger. Manipulativer und gefühlsduseliger Drecksfilm mit absolut unpassendem und infantilem Humor, superpenetrantem Soundtrack und richtig schön Stunt-Casting ohne Sinn und Verstand.
2/9

Nightingale
Mein letzter Film 2015 und gleichzeitig eines der Highlights des Jahres. Oyelowo spielt mal absolut großartig und thematisch hat's mich einfach sehr schnell mitgenommen obwohl auf den ersten Blick gar nicht so wahnsinnig viel passiert.
8/9

Wild
Eigentlich wollte ich vorher das Buch lesen, habe ich aber einmal wieder nicht geschafft. Also eben erst der Film. Reese Witherspoon sehr stark, schöne Naturaufnahmen und geschickte Verknüpfung von Gegenwart und Fetzen aus der Vergangenheit. Bin jetzt ja echt gespannt, wie das im Buch gelöst wird.
7/9
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Re: Euer letzter Film

Beitrag von manila » 03.01.2016, 13:21

Lin@ hat geschrieben:Selma
Rotz und Wasser geheult, diese kaputte Welt verflucht und nachträglich über die ausgebliebenen Oscar-Nominierungen für Oyelowo und DuVernay aufgeregt.
9/10
Oh ja, Oyelowo ist einfach sooooooo stark in dem Film! :anbet:

Deswegen an dieser Stelle danke an Andreas fürs Aufmerksam machen auf:
youmeandtheviolence hat geschrieben:Nightingale
Mein letzter Film 2015 und gleichzeitig eines der Highlights des Jahres. Oyelowo spielt mal absolut großartig und thematisch hat's mich einfach sehr schnell mitgenommen obwohl auf den ersten Blick gar nicht so wahnsinnig viel passiert.
8/9
Überhaupt nicht mitgekriegt. Jetzt muss ich nur noch rauskriegen, wie und wo ich mir den angucken kann.
youmeandtheviolence hat geschrieben:Wild
Eigentlich wollte ich vorher das Buch lesen, habe ich aber einmal wieder nicht geschafft. Also eben erst der Film. Reese Witherspoon sehr stark, schöne Naturaufnahmen und geschickte Verknüpfung von Gegenwart und Fetzen aus der Vergangenheit. Bin jetzt ja echt gespannt, wie das im Buch gelöst wird.
7/9
War mein persönlicher Film des Jahres (allerdings in einem Filmjahr, in dem ich persönlich so selten wie nie im Kino war 8-) ). Unglaublich berührend!
youmeandtheviolence hat geschrieben:Daher nochmals: ich hasse dich, Til Schweiger.
^_^
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Re: Euer letzter Film

Beitrag von youmeandtheviolence » 03.01.2016, 17:11

manila hat geschrieben: Deswegen an dieser Stelle danke an Andreas fürs Aufmerksam machen auf:
youmeandtheviolence hat geschrieben:Nightingale
[...]
8/9
Überhaupt nicht mitgekriegt. Jetzt muss ich nur noch rauskriegen, wie und wo ich mir den angucken kann.
Gerne. :)
Hatte von dem Film schon vor einigen Wochen was gehört, als er gerade frisch bei HBO lief, und war da noch gar nicht so interessiert. Aber als ich ihn dann im Sky-Programm entdeckte, habe ich ihn trotzdem einfach mal aufgenommen und hatte dann mal wieder keine Lust auf einen allzu langen Film. Da helfen 78 Minuten Laufzeit natürlich ungemein als Argument. ;)
"Selma" wiederum hatte ich bisher auch nie groß Interesse dran, werde ich dementsprechend dann wohl aber nachholen müssen. :D

Und "The Look of Silence" muss ich auch endlich reinschauen, weil ich mir sicher bin, dass ich den genauso großartig finden werde wie Lin@.

Unbroken
Auch endlich mal geschaut. Hatte ich eine ganze Weile lang einen Bogen drum gemacht, weil mich der Film ganz grundsätzlich als "08/15-Oscar-Film" abschreckte, den man so in seinen Versatzstücken schon tausendmal gesehen hat. Hatte für mich auch einige Längen und ich kann verstehen, dass man beim Vogel mehr Facetten wahrnimmt als ich, für mich war er trotzdem eindimensional. Auch die Feindbildpflege war mir nicht ambivalent genug. Da hätte ich gern mehr Szenen gehabt wie den Gang durch die japanischen Opfer eines US-amerikanischen Anschlags, um da nicht den großen Helden auf der einen Seite und die durchtriebene und bis auf eine Ausnahme anonyme Masse auf der anderen Seite zu haben. Zudem war der Fokus auf Zamperini dann doch arg groß bzw. die Mitinsassen waren einfach hochgradig uninteressant. War handwerklich gut gemacht (Kamera, Score, schauspielerische Leistungen, Setting usw.), aber in Erinnerung bleiben wird er nicht.
6/9
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Re: Euer letzter Film

Beitrag von Esmeralda » 06.01.2016, 20:01

Joy


Also ich habe mich sehr gefreut, dass das Silver Linings Team wieder zusammen kommt. Ich mag diese Kombination sehr. Und Édgar Ramírez finde ich sehr sexy und singen kann er auch. Was mich zum Soundtrack führt, er macht wirklich happy. Schön, dass Jen auch wieder singt. Dass sie es kann hat sie schon bei den Tributen bewiesen.
Amis stehen ja voll auf so reale starke Frauen ( Julia Roberts und Sandra Bullock Oscar), aber ob es sich für diesen ausgeht? Der Film wird ja schon als Favorit gehandelt, schau'n wir mal ob sich das ausgeht.
Aber er ist ein Feel Good Movie, wie vom Buche und hat echte Popcornqualität!
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Re: Euer letzter Film

Beitrag von youmeandtheviolence » 11.01.2016, 22:42

The Revenant
Passt, dann kann ich dieses Jahr ja aufhören, Filme zu schauen.
9/9
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Re: Euer letzter Film

Beitrag von *Rebi* » 12.01.2016, 11:29

youmeandtheviolence hat geschrieben:The Revenant
Passt, dann kann ich dieses Jahr ja aufhören, Filme zu schauen.
9/9
Ich würde echt gerne mehr darüber hören, was dir an dem Film gefallen hat ;)

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Re: Euer letzter Film

Beitrag von youmeandtheviolence » 12.01.2016, 19:43

*Rebi* hat geschrieben:
youmeandtheviolence hat geschrieben:The Revenant
Passt, dann kann ich dieses Jahr ja aufhören, Filme zu schauen.
9/9
Ich würde echt gerne mehr darüber hören, was dir an dem Film gefallen hat ;)
Es fängt an bei der Optik, die schlichtweg atemberaubend ist. Und dabei nicht mal Kunstschnee! Nicht eine Sekunde künstliches Licht!!! Mir unbegreiflich, wie man sowas nicht mal erwähnen kann. Die Kameraführung ist 1a, gerade in den Actionszenen, der Soundtrack dominant an den richtigen Stellen ohne den Hollywood-Bombast zu versprühen, gleichzeitig subtil, wenn das angebracht ist. Aber auch Stille kann einfach schön sein, wie der Film bewies. Leonardo DiCaprio ist die pure Agonie und das merkt man ihm in jeder Sekunde an. Überragendes Schauspiel, bei dem ich ihm tatsächlich diesmal auch den Oscar wünsche. Nicht weil er mal dran wäre, sondern weil er verdammt nochmal den Film rockt als gäbe es nichts leichteres. Die eine oder andere Szene wird auch in 50 Jahren noch jeder Filmenthusiast kennen. Die Story ist reduziert auf Kernfragen der menschlichen Existenz, abgestreift von allem Unnötigen. Das Maß an realistischem (!) Nihilismus, den der Film versprüht, geht direkt in die Magengrube. So eine tolle Stimmung hatte ich das letzte Mal beim ebenfalls großartigen "There Will Be Blood". Wenn ich im Übrigen noch einmal "mimimi, wie kann der so schnell wieder laufen?" höre, werde ich wahnsinnig. Es gibt zig Anzeichen und Erklärungen für eine zeitliche Entwicklung, für die Gründe, warum einige Wunden nur oberflächlich sind usw. Man muss nur bereit sein, sie auch zu sehen und aufhören, von Filmen Berieselung und Servieren in bekömmlichen Häppchen erwartet. Tom Hardy hat halt nur einen Gesichtsausdruck in dem Film, aber der reicht für den Zweck. Ach ja, und das Ende ist großartig.
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Re: Euer letzter Film

Beitrag von *Rebi* » 14.01.2016, 11:23

youmeandtheviolence hat geschrieben:
*Rebi* hat geschrieben:
youmeandtheviolence hat geschrieben:The Revenant
Passt, dann kann ich dieses Jahr ja aufhören, Filme zu schauen.
9/9
Ich würde echt gerne mehr darüber hören, was dir an dem Film gefallen hat ;)
Es fängt an bei der Optik, die schlichtweg atemberaubend ist. Und dabei nicht mal Kunstschnee! Nicht eine Sekunde künstliches Licht!!! Mir unbegreiflich, wie man sowas nicht mal erwähnen kann. Die Kameraführung ist 1a, gerade in den Actionszenen, der Soundtrack dominant an den richtigen Stellen ohne den Hollywood-Bombast zu versprühen, gleichzeitig subtil, wenn das angebracht ist. Aber auch Stille kann einfach schön sein, wie der Film bewies. Leonardo DiCaprio ist die pure Agonie und das merkt man ihm in jeder Sekunde an. Überragendes Schauspiel, bei dem ich ihm tatsächlich diesmal auch den Oscar wünsche. Nicht weil er mal dran wäre, sondern weil er verdammt nochmal den Film rockt als gäbe es nichts leichteres. Die eine oder andere Szene wird auch in 50 Jahren noch jeder Filmenthusiast kennen. Die Story ist reduziert auf Kernfragen der menschlichen Existenz, abgestreift von allem Unnötigen. Das Maß an realistischem (!) Nihilismus, den der Film versprüht, geht direkt in die Magengrube. So eine tolle Stimmung hatte ich das letzte Mal beim ebenfalls großartigen "There Will Be Blood". Wenn ich im Übrigen noch einmal "mimimi, wie kann der so schnell wieder laufen?" höre, werde ich wahnsinnig. Es gibt zig Anzeichen und Erklärungen für eine zeitliche Entwicklung, für die Gründe, warum einige Wunden nur oberflächlich sind usw. Man muss nur bereit sein, sie auch zu sehen und aufhören, von Filmen Berieselung und Servieren in bekömmlichen Häppchen erwartet. Tom Hardy hat halt nur einen Gesichtsausdruck in dem Film, aber der reicht für den Zweck. Ach ja, und das Ende ist großartig.

In großen Teilen kann ich dir nur zustimmen.
Ich war auch am meisten von der Kameraarbeit beeindruckt, da man wirklich das Gefühl hatte dabei zu sein. Ich war auch froh gemütlich in meinem Kinosessel sitzen zu können, weil es manchmal schon harte Szenen waren und man die Kälte auch fast schon spüren konnte ;)
Der Trailer hatte mich noch nicht so umgehauen, was einfach auch daran liegt, dass die Thematik und das Setting des Films mich nicht so angesprochen haben. Aber ich wurde positiv überrascht, da ich eigentlich nie gelangweilt war.
Ich fand es nur bisschen schade, dass man zu dem Sohn keine richtige Bindung aufbauen konnte und es mir deswegen auch nicht so nah ging als er starb. Ich fand es bewegender, als der Anführer der Truppe starb, da ich den Charakter auch klasse fand.
Von Leos Leistung bin ich sowieso immer begeistert, wobei ich vorherige Rollen von ihm noch lieber mochte, weil seine Sprache auch oft zur Gesamtschauspielleistung erheblich beiträgt (siehe the Wolf of Wall Street). Dies war natürlich nach dem Bärenangriff nicht mehr gegeben, aber auch so schaffte er es die Gefühlslage des Charakters rüber zu bringen. Ich habe bei ihm sowieso immer das Gefühl, dass er komplett in seiner Rolle aufgeht. Daher bin ich auch dafür, dass er den Oscar gewinnt, aber das hätte er auch schon für viele andere Filme verdient. Deswegen kann er ruhig für die Leistung in the Revenant belohnt werden, aber es ist sowieso schon lächerlich, dass er noch keinen erhalten hat ;)

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Re: Euer letzter Film

Beitrag von Esmeralda » 16.01.2016, 23:49

Cake

Remember those walls I built?
Well, baby, they're tumbling down
And they didn't even put up a fight
They didn't even make a sound
I found a way to let you in
But I never really had a doubt
Standing in the light of your halo
I got my angel now


Schande über mein Haupt, dass mir dieser Film im Kino entgangen ist. Aber in Deutschland ist er unbekannt. Jennifer war sogar für den Golden Globe nominiert, alle Achtung. Sie kann echt gut spielen und hat sich ganz neu erfunden. Jennifer eignet sich wirklich hervorragend für Drama. Und genauso überrascht hat mich auch Ben Stiller's Schauspielen, wenn man beide nur unter der Kategorie Komiker in Erinnerung hat....
Das Hauptthema wird nie richtig ausgesprochen und man erfährt erst am Ende warum sie so ist, wie Claire eben ist. Und nach dem Bahngleis bekommt der Film echt einen Tiefgang, der stark berührt und nachdenklich stimmt. Ich denke auch, dass Claire Nina für ihren Selbstmord bewundert hat, weil sie es nicht tun kann. Mich hat die Fotografie sehr berührt, wo sie zusammen mit ihrem Sohn abgebildet ist. Sie sah da so glücklich aus und strahlte von ganzen Herzen. Und ja, sie war sicher eine gute Mutter, denn in diesem bewegenden Film spürt man zwischen jeden ausgesprochenen Wort ihren Schmerz...und am Ende stellt sie sich beeindruckend ihren Dämonen und besiegt so ihre Schmerzen!
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Re: Euer letzter Film

Beitrag von Rightniceboy » 29.01.2016, 18:55

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Der ehemalige Soldat Colton MacReady (Scott Adkins) muss seine Nichte aus den Fängen eines mächtigen Drogenkartells retten und nimmt dabei unwissentlich eine Speicherkarte mit sensiblen Informationen mit. Das Kartell fackelt nicht lange und schickt ihre Killer los, um die Daten wiederzuerlangen.

Colton muss das Leben seiner Liebsten und sein eigenes verteidigen und dafür sorgen, dass der Speicherchip nicht wieder in die falschen Hände gelangt. Dies gestaltet sich allerdings alles andere als einfach, denn die örtliche Polizei und Politik macht gemeinsame Sache mit den Gangstern, was das Eintreffen von Hilfe erheblich erschwert.


_______________________________________________________________________________________

Ein sehr harter und blutiger Film wo Scott Adkins zeigt was er kann, gleich zum Anfang in der Botschaft zeigt man uns in welche Richtung der Film geht. Man bekommt harte und intensive Fights die sehr gut choreographiert sind zu sehen. Nach kurzen Einführung der Hauptpersonen geht es mit einer Schießorgie weiter, die in dem Haus der MacReadys weiter geht, immer gemischt mit den typischen Martial Arts Fights die man aus Scott Adkins Filmen kennt. Er macht mit den Gegnern kurzen Prozess und kennt keine Gnade, seinen Kampfstil kann man mit dem aus Ninja 2 vergleichen. Langweilig wird der Film nie dafür ist er zu Actionreich. Man merkt eigentlich auch gar nicht, dass der Film ein Budget von nur 3 Millionen Dollar hatte, und in nur 18 Drehtagen abgedreht wurde. Mich hat es nicht gestört, ich war mit dem Ergebnis zufrieden.

Was ich nur schade finde ist, dass Scott Adkins in Hollywood nicht mehr Anerkennung bekommt, und das er nicht in großen Produktionen mit spielt. Er hat zwar in Expendables 2 mit gemacht, aber da hatte er nur eine Nebenrolle.

Schlussendlich kann ich Close Range jedem Action und Kampfsport Fan ans Herz legen, bei dem Film bekommt man Scott Adkins in Höchstform zusehen. :D Hirn abschalten und genießen. :D
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Re: Euer letzter Film

Beitrag von Lin@ » 07.02.2016, 14:48

Shame
Emotional fesselnder und extrem stark gespielter Bauch-Film, dem ein klitzekleines bisschen mehr Plot trotzdem nicht geschadet hätte. Schön auch, James Badge Dale mal wieder zu sehen, wenn auch in einer recht arschigen Rolle.
7+/10

Ex Machina
Sehr interessantes Kammerspiel mit beeindruckenden Effekten und tollen Darstellern, das mich aber aufgrund der Thematik und Domhnall Gleeson unwillkürlich an "Black Mirror" erinnert hat und da im Vergleich leider nicht so sehr berühren konnte.
7/10

Sicario
Ich weiß nicht, wie Villeneuve es aushält, andauernd solche unheimlich düsteren und in die Magengegend zielenden Filme zu drehen. Mit "Sicario" hat er sich jedenfalls einmal mehr eine mega-deprimierende Story ausgesucht und diese sowohl bildlich (Deakins FTW) als auch tonal(!) so stark in Szene gesetzt, dass mich die Anspannung selbst nach dem Abspann noch nicht so richtig loslassen wollte.
8/10

The Overnight
Leider nicht ganz so herrlich bekloppt lustig, wie der Trailer vermuten ließ, dafür aber deutlich realer und menschlicher als man von R-rated-Comedys gewohnt ist. Und wo Duplass Brothers draufsteht und Adam Scott mitspielt, sind 79 Minuten sowieso nie schlecht investierte Lebenszeit.
6+/10

Wild
Mit ein bisschen mehr Abstand zum Buch, hätte ich dem Film vielleicht noch mehr abgewinnen können, aber so hat er mich im direkten Vergleich doch ziemlich kalt gelassen. (Und an dem Sinn so mancher Änderungen zweifeln lassen.) Dafür bügelt er aber auch die ein oder andere Schwäche der Vorlage aus und macht an vielen Stellen alles richtig. Und Reese Witherspoon mausert sich!
7/10

Victoria
Noch nie einen deutschen Film gesehen, der so echt und natürlich wirkt. Der One-Shot-Kniff ist zwar beeindruckend, für mich letztlich aber nur dahingehend für den Sog des Films verantwortlich, dass er mehr Improvisation möglich und nötig machte. Die ungeschliffenen Dialoge, das Chaotische, die Verlegenheit in den Interaktionen... all das hätte in einem "normal" gefilmten Film keinen Platz, aber hier werden einem dadurch erst die Charaktere so nahe gebracht, dass man mit ihnen fühlt und mitfiebert. Da macht's auch nichts, wenn der FIlm im letzten Drittel ein wenig nachlässt, weil davor einfach schon so viel richtig gemacht wurde, dass man am Ende nur noch völlig gefesselt und entsprechend kritikunfähig dem Geschehen folgt.
9/10

A Most Violent Year
Oscar Isaac und Jessica Chastain. :anbet: 'Nuff said.
8/10
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Re: Euer letzter Film

Beitrag von showgirl27 » 25.02.2016, 10:39

Deadpool
Einen so lustigen Film habe ich schon lange nicht mehr gesehen. Super Sprüche und es hat mir gefallen, dass der Film sich selbst und andere Filme, speziell Comicverfilmungen, auch mal auf die Schippe nimmt.
9/9

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Re: Euer letzter Film

Beitrag von Esmeralda » 13.03.2016, 00:05

Wild

"There's a sunrise and a sunset every day,
and you can choose to be there for it.
You can put yourself in the way of beauty"


Der Film hat definitiv was, auch wenn man den Roman nicht kennt. Die Schönheit der Natur, Einsamkeit als Heilung und die Stille um sich selbst besser zu verstehen. Aber für so eine Selbstfindungsreise fehlte es etwas an Gefühl. Da hat mir 'Mein Weg' besser gefallen indem ein trauender Vater auf dem Jakobsweg wandert um die Reise für seinen Sohn zu beenden.
Und hier gleiche Story nur mit der Sichtweise einer Frau. Was ist eigentlich aus dem Baby geworden? Sie war ja schon vorher schwanger. Und am Ende spricht sie über einen anderen Ehemann und nicht über Paul oder? Aber Michael Huisman für so eine kleine Rolle? 8-) Da würde ich auch nach Ashland reisen um mich selbst zu finden...das Leben ist einfach wild!
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Re: Euer letzter Film

Beitrag von Esmeralda » 02.04.2016, 13:32

Honig im Kopf


Also ich konnte den Film ja lange nicht ansehen, da es mich zu sehr an meiner Omi erinnert. Es ist unrealistisch mit einem dementen Menschen eine solche Reise zu machen. Meine Oma musste nur aus dem Haus heraus und war total orientierungslos. Alle Situationen waren neu für sie und eine ständige Überforderung. Aber wenn man die Grundmessage ansieht: Mehr Zeit mit den Großeltern, sprich mit den Menschen die man liebt verbringen, kann ich es durchaus unterschreiben. Ich habe mich von meiner Omi nicht abgewandt, wie so viele andere und ich bereue keine Minute die ich bei ihr war, auch gegen Ende hin. Meine Oma hat auch immer mit dem Fernseher oder mit Fotos gesprochen, weil sie meinte sie sind real. Und sie war auch immer sehr traurig, als wir dann sagten, die sind bereits verstorben, dann sagte sie: Ja, warum weiß ich das denn nicht mehr? So was kann man doch nicht vergessen!
Diese Szenen waren also Parallelen.
Unseren Lieben Zuneigung und Zärtlichkeit entgegen bringen, ist für mich eine Selbstverständlichkeit und ich denke, das zeigt der Film schön auf. Und dass man den Menschen helfen kann, indem man ihnen leichte Aufgaben stellt, finde ich eine liebe Geschichte. Es stärkt das Band zwischen Großeltern und Enkeln. Alles andere zählt für mich in diesem Film nicht. Und ich habe mich nicht nur an schmerzhafte Dinge mit meiner Omi erinnert durch den Film, wie zuerst angenommen, sondern auch an die schönen und es war eine Bereicherung in meinem Leben meine Oma begleiten zu dürfen...
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