Evolution des Musikgeschmacks
Moderator: philomina
Re: Evolution des Musikgeschmacks
Ja die meine ich ja auch. Aber auf VIVA und MTV läuft da ja nur Müll und die zeigen die meisten Videos ja gar nicht.
Mal als Beispiel von Amy MacDonald wurde da zb nur ein Video totgedudelt obwohl es von ihr schon 5 Singlevideos gibt. Aber die hat man nie oder fast nie gesehen.
Mal als Beispiel von Amy MacDonald wurde da zb nur ein Video totgedudelt obwohl es von ihr schon 5 Singlevideos gibt. Aber die hat man nie oder fast nie gesehen.
Re: Evolution des Musikgeschmacks
Emotion finde ich auch ganz wichtig. Wobei ich da nicht von "übertragen", sondern eher von "erwecken" sprechen würde. Ein Song kann nämlich noch so kühl und emotionslos vorgetragen werden, die Lyrics noch so sachlich-nüchtern sein, wenn mich bei irgendeiner Stelle aus irgendeinem Grund Gänsehaut überkommt, hat der Song gewonnen. Es ist also völlig egal, ob der Song selbst wirklich emotional ist oder gesungen/gespielt wird, solange sich in mir selbst beim Hören etwas regt. Wobei das natürlich oft miteinander zusammenhängt. Andererseits kann ich übertriebene Gefühlsduselei aber auch oft nicht hören. Da macht sich dann nämlich wieder der Wunsch nach Authentizität bemerkbar.EvilFiek hat geschrieben:Bei mir sind das in der Regel vier Elemente: Emotion, Abwechslung, Virtuosität und der Text. Wobei die Emotion das mit Abstand wichtigste Element ist während die drei anderen Bestandteile eher gleichgestellt sind. Denn wenn ein Lied für mich es schafft Emotion zu übertragen wird der Rest irgendwie unwichtig.
Das greift bei mir eigentlich nur auf Konzerten. Da will ich sehen, dass die Band auch wirklich Musik macht auf der Bühne, also auch mal improvisiert anstatt alles 1a wie auf Platte runterzuspielen. Beim "normalen" Musikkonsum ist mir dagegen schon oft aufgefallen, dass die simpelsten Melodien, Akkorde etc. oft die größte Wirkung auf mich haben. Da ist für mich einfach weniger oft mehr. Hab ja eh so ein Faible für Minimalismus...Auch Virtuosität ist für mich insoweit wichtig geworden, dass ich von Musik auch beeindruckt werden will. Ich will nach dem Hören eines Liedes einen Wow-Effekt verspüren
Ein toller Text kann wahnsinnig viel aus- (und gut-)machen. Einen schlechten dagegen kann ich in den meisten Fällen völlig ausschalten, so dass mich das überhaupt nicht stört. Manchmal höre ich auch absichtlich nicht so genau hin, wenn mir ein Song so unglaublich gut gefällt, dass die Lyrics iihn eigentlich nur schlechter machen könnten. Wobei das natürlich auch wieder so eine Frage ist: Was macht einen "guten" Text aus?Schlußendlich ist auch der Text sehr wichtig.

Was für mich hingegen eher eine untergeordnete Rolle spielt ist der Gesang. Das ist für mich ein Element, das durchaus auch etwas schwächeln kann.
Der kann bei mir wiederum ganz viel kaputtmachen. Denn so gerne ich auch bsw. Joanna Newsom oder Bob Dylan toll finden würde, ihr nervtötender Gesang macht's auf Albumlänge einfach unmöglich.
Musikvideos sind für mich eigentlich eine ganz eigene Kunstform, die ich von der Musik meistens trenne (so doof das jetzt auch klingen mag). Mit meinem Musikkonsum direkt haben sie jedenfalls nur wenig zu tun, auch wenn es natürlich Videos gibt, die einem einen Song (noch?) sehr viel näher bringen. Gute Videos können ganz unterschiedlich aussehen. Mich persönlich sprechen Videos immer dann besonders an, wenn sie entweder auf irgendeine Weise sehr kreativ (nicht zwangsläufig innovativ) sind (z.B. das hier oder sowas), also auch einen gewissen künstlerischen Anspruch haben oder eine Geschichte erzählen (wie z.B. hier). Was gar nicht geht, sind Videos, die der puren Selbstdarstellung dienen und weder besonders aufgemacht sind, noch irgendwas mit dem Thema des Songs zu tun haben.Jetzt will ich aber auch mal ne Frage stellen dürfen o.o! Wie wichtig sind für euch eigentlich Musikvideos? Haltet ihr diese überhaupt für nötig? Und was ist für euch ein gutes Musikvideo?

Ouch. Fiese Verallgemeinerung.jacoby hat geschrieben:Deutscher Hip Hop (kann nicht verstehen, warum so viele Sido oder Bushido gut finden)

Die Frage war ja auch nicht auf ein Genre bezogen, sondern allgemein.ForVanAngel hat geschrieben:Ich hör alle Genres, wie soll ich da denn eine "richtige" Antwort geben?Lin@ hat geschrieben:Was macht für euch gute Musik aus? Welchen Anspruch stellt ihr an Musik? (auch im Vergleich zu früher) Würde mich echt mal interessieren...![]()


Ich glaube, genau das ist auch bei mir der Hauptgrund, weshalb ich viele Bands, die ich früher sehr gerne mochte, heute kaum noch höre. Weil ich in der Zwischenzeit einfach noch so viel Besseres entdeckt habe.Bands die ich gut fand, find ich jetzt langweilig, weil ich bessere Bands kenne und weiß, wie man es machen kann damit es abwechslungsreich, innovativ klingt
Das ist mein Problem mit Jazz und klassischer Musik. Da kenn ich mich einfach zu wenig aus, als dass ich wirklich richtig vergleichen könnte. Daher weiß ich auch nie, wo ich anfangen soll, wenn mir nicht gerade ein Spezialist mit dem Holzhammer kommt...Auch hilft es sich in einem Genre auszukennen, wenn ich jetzt zB Metal höre kann ich überhaupt nicht einordnen, ob eine Band die mir gefällt wirklich toll ist, weil ich keine Vergleiche habe.
Geht mir genauso. Bin sogar eher der Typ, der Retro-Sound ganz gerne mag.Ich brauche keine "innovative" Musik, mich störts nicht direkt, wenn eine Band wie eine andere klingt (zB Joy Division-Interpol-Editors), wenn's mir gefällt kein Problem!
Wobei ich ja diesen Joy Division-Interpol-Editors-Vergleich nie nachvollziehen konnte...
Nach Deutschland.Schnupfen hat geschrieben:OTWohin? /OTMeine Eltern haben die wenigen Platten, die sie hatten, verschenkt, als sie ausgewandert sind

Ach komm! Dabei hab ich die Frage doch so schön offen gestellt, dass es unendlich viele Antwortmöglichkeiten gibt.VIel zu schwer zu beantworten...Was macht für euch gute Musik aus? Welchen Anspruch stellt ihr an Musik? (auch im Vergleich zu früher) Würde mich echt mal interessieren...![]()

Mich persönlich muss Musik (wie oben schon angedeutet) auf irgendeine Art berühren. Musik muss mich zum Nachdenken, Schmunzeln, Lachen, Weinen, Träumen oder Tanzen bringen. Mich überraschen, inspirieren, motivieren und auch trösten können. Oder aber mich so sehr fesseln und überwältigen, dass in dem Moment alles andere überhaupt keine Rolle mehr spielt. Wie und womit sie das schafft, ist eigentlich völlig egal. Ein Song muss einfach irgendwas Besonderes haben, dass mich beim Hören aufhorchen und die Augen schließen lässt. Das kann eine Stimme sein, die mir durch Mark und Bein geht, das kann eine gedämpfte Trompete sein, die für Gänsehaut sorgt, das kann eine besonders raffinierte Textzeile sein, ein unwiderstehlicher Beat oder eine tolle Bassline. Doesn't matter. It just has to strike a chord.
Was mich dann noch ganz besonders fasziniert ist die Langlebigkeit eines Songs. Denn es gibt Lieder, die kann man nach drei Durchläufen nicht mehr hören, während man bei anderen mit jedem Hören eine andere feine Facette entdeckt. Oder die Lyrics lassen einem so viel Interpretationsspielraum, dass man sie immer wieder neu und anders versteht. So ging's mir letztens bei einem meiner absoluten Lieblingssongs. Da merkte ich nämlich nach drei Jahren oder so zum ersten Mal, dass das "lyrische Ich" darin gar nicht eindeutig ist und man den Song auch aus einer anderen Perspektive auffassen könnte. Das hat für mich die Faszination nur noch gesteigert.
Sowas geht bei mir gaaaar nicht.ForVanAngel hat geschrieben:Auf meinem MP3-Player vermeide ich es, ganze Alben raufzutun. Aktuelles Beispiel: Sara Bareilles. "Love Song" kannte ich (auch schon 3 andere Lieder), deshalb hab ich die nicht draufgetan.

Ich hab früher eigentlich recht viel auf Shuffle gehört. Mich hat irgendwie dieser Überraschungseffekt immer gereizt und das insgeheime Raten, um welchen Song es sich handelt in den ersten paar Sekunden. Mittlerweile sehe ich Alben aber grundsätzlich als Gesamt(kunst)werke und höre sie daher immer am Stück und in der richtigen Reihenfolge. Wobei es natürlich immer Songs gibt, bei denen man nochmal auf Repeat drückt oder so. Aber sonst... meist Alben, keine Playlists.Irgendwie hab ich wenig Lust (nicht immer so!), mich in ein Album "reinzuhören", bei Playlist hab ich nich nur bei den Künstlern sondern auch bei den Musikstilen ständigen Wechsel.
Naja, es gibt ja viele gute Soundtracks da draußen. Wobei das ja jetzt auch keine klassischen Sampler sind, aber halt doch in die Richtung gehen. Dann gibt's ja auch die "Alternative Album"-Alben und bestimmt zig andere potentiell interessante Reihen, die ich halt bloß nicht kenne, weil ich ja sowas nicht höre.Compilations im Allgemeinen interssieren mich gar nicht, wobei ich auch keine Ahnung hab, welche Compilations wirklich mit brauchbaren Liedern aufwarten

Tagsüber, ja. Nachts und in der Früh laufen aber selbst da sehr, sehr schöne Sachen.Fincky hat geschrieben:Man darf natürlich nicht VIVA und MTV schauen, da läuft größtenteils Schrott.
Re: Evolution des Musikgeschmacks
@Lin@: Bin echt froh, dass du bei ein paar Punkten meiner Meinung bist - dann hab ich doch kein so üblen Hörgewohnheiten.
(kann nix machen - ich hör lieber Playlist, Alben aber auch genüngend)
) beinhaltent, die man "versteht". Klingt blöd, aber wenn ich den Zusammenhang nicht verstehe, dann hör ich weniger auf den Text, sondern nur auf den "Wortklang". Ich versteh nicht alle Texte, muss deshalb bei Interesse mal die Lyrics hervorkramen.
Deutscher Hip Hop = Sido/Bushido??? Aber nicht ernsthaft oder? Ich weiß ja nicht was du hörst, ich könnte auch zB schreiben: Rock = Avril Lavigne, Good Charlotte, Aloha From Hell = scheiße.
(hab jetzt nur mal Künstler genommen, die mir auf die schnelle einfielen - Avril und GC haben Lieder die mir gefallen.
)
Beim Hip Hop kommst zum Großteil auf den Text an (sollte es zumindest, bin bei vielen US-Produktionen froh, nicht alles zu verstehen!), kann mitunter aber auch etwas anstregend sein, wenn man über einen längeren Zeitraum nem Typen zuhören muss.
zB Texta-Freiheit Trance wiederum stütz sich auf die Melodien, Rhythmen, Bässe, Drums, Vocals gefallen mir natürlich auch, bei guten Produktionen geht's aber auch gänzlich ohne! dieses oder dieser Werd nochmal drüber nachdenken, vllt. fällt mir was ein.


Vllt. einfach, wenn er Worte (oder waren es WörterWobei das natürlich auch wieder so eine Frage ist: Was macht einen "guten" Text aus?![]()

jacoby hat geschrieben:Ouch. Fiese Verallgemeinerung.Deutscher Hip Hop (kann nicht verstehen, warum so viele Sido oder Bushido gut finden)



Hm, kann man das überhaupt beantworten?ForVanAngel hat geschrieben:Die Frage war ja auch nicht auf ein Genre bezogen, sondern allgemein.Lin@ hat geschrieben:Ich hör alle Genres, wie soll ich da denn eine "richtige" Antwort geben?Was macht für euch gute Musik aus? Welchen Anspruch stellt ihr an Musik? (auch im Vergleich zu früher) Würde mich echt mal interessieren...![]()
Oder um es anders zu formulieren: Warum hört (und mag) man überhaupt so viele unterschiedliche Songs aus unterschiedlichen Genres? Was haben die Trance-Songs, die du magst, mit den HipHop-Songs, die du magst, gemeinsam?



Ich fang bei einem Genre immer bei den bekannte Sachen an, suche dann ähnliche Künstler, die Fans erwähnen und hangel mich dann weiter. Man muss halt nur mal irgendwann anfangen.Das ist mein Problem mit Jazz und klassischer Musik. Da kenn ich mich einfach zu wenig aus, als dass ich wirklich richtig vergleichen könnte. Daher weiß ich auch nie, wo ich anfangen soll, wenn mir nicht gerade ein Spezialist mit dem Holzhammer kommt...Auch hilft es sich in einem Genre auszukennen, wenn ich jetzt zB Metal höre kann ich überhaupt nicht einordnen, ob eine Band die mir gefällt wirklich toll ist, weil ich keine Vergleiche habe.
Nur bei einem Album (müsste das Debüt gewesen sein) fielen mir leichte Übereinstimmungen auf, sonst nicht. Hab den jetzt auch nur als Beispiel hergenommen.Geht mir genauso. Bin sogar eher der Typ, der Retro-Sound ganz gerne mag.Ich brauche keine "innovative" Musik, mich störts nicht direkt, wenn eine Band wie eine andere klingt (zB Joy Division-Interpol-Editors), wenn's mir gefällt kein Problem!
Wobei ich ja diesen Joy Division-Interpol-Editors-Vergleich nie nachvollziehen konnte...
Es muss ein gesundes Verhältnis sein. Nicht zu überproduziert oder mainstreamtauglich ausgerichtet. Ich denke, es muss irgendein Element vorhanden sein, dass einem besonders positiv ausfällt - aus der Masse an Titeln heraussticht (die Stimme, der Text, der Melodiewechsel, der Riff, das Solo [gibt's das überhaupt noch?], die Bassline, die Atmosphäre.) Radiomusik hat alldas viel zu gering, wird alles "unterdrückt", damit man die Musik einfach nebenbei laufen lassen kann, ohne nachzudenken.Mich persönlich muss Musik (wie oben schon angedeutet) auf irgendeine Art berühren. Musik muss mich zum Nachdenken, Schmunzeln, Lachen, Weinen, Träumen oder Tanzen bringen. Ein Song muss einfach irgendwas Besonderes haben, dass mich beim Hören aufhorchen und die Augen schließen lässt. Das kann eine Stimme sein, die mir durch Mark und Bein geht, das kann eine gedämpfte Trompete sein, die für Gänsehaut sorgt, das kann eine besonders raffinierte Textzeile sein, ein unwiderstehlicher Beat oder eine tolle Bassline. Doesn't matter. It just has to strike a chord.

Re: Evolution des Musikgeschmacks
jacoby hat geschrieben:Ouch. Fiese Verallgemeinerung.Deutscher Hip Hop (kann nicht verstehen, warum so viele Sido oder Bushido gut finden)



ne is schon klar, ich wollte damit nur verdeutlichen, das eben diese 2 in den Schlagzeilen sind und einfach hier in Österreich die Bekanntesten sind :P Und da ich eben kein Hip-Hop-Szenen-Kenner bin ^^ hör ich wenn nur zufällig soetwas mal, und da mich das persönlich auch nicht anspricht, suche ich auch nicht weiter! Aber wollte jetzt nicht den Hip Hop schlecht machen! Nur mein persönliches Dislike zu den Künstlern Bushido und Sido verdeutlichen!
Re: Evolution des Musikgeschmacks
Oh, sorry, wollte dich da echt nicht angreifen.jacoby hat geschrieben:ne is schon klar, ich wollte damit nur verdeutlichen, das eben diese 2 in den Schlagzeilen sind und einfach hier in Österreich die Bekanntesten sind :P Und da ich eben kein Hip-Hop-Szenen-Kenner bin ^^ hör ich wenn nur zufällig soetwas mal, und da mich das persönlich auch nicht anspricht, suche ich auch nicht weiter! Aber wollte jetzt nicht den Hip Hop schlecht machen! Nur mein persönliches Dislike zu den Künstlern Bushido und Sido verdeutlichen!



Re: Evolution des Musikgeschmacks
Puh, wo anfangen? 
Wie hat sich euer Musikgeschmack seit eurer Kindheit verändert?
Ich fange mal mit den ersten bewussten Erfahrungen an, die ich bzgl. selbst gehörter Musik habe. Wahrscheinlich ging's da mit The Hoff los, von dem ich zwei oder drei Kassetten hatte und meinen damals besten Kumpel für blöd gehalten habe, als er mir erzählt hat, dass es jemanden gäbe, der erfolgreicher als Hasselhoff sei - mit dem Namen Elvis Presley.
Wie auch immer, anfangs eben fast ausschließlich David Hasselhoff. Fand den damals irgendwie toll, kannte aber auch wirklich rein gar nichts anderes.
Den Schubs in Richtung Popmusik gab es mit einer Kassette, die ich von meiner Mutter bekam und die sowas wie eine Compilation der populärsten Songs aus dem Jahr '92 enthielt (Kriss Kross, NKOTB usw.)
Dann ging es '94 mit der ersten selbst gekauften CD (wuwuwuwu!!!!) los, "Dance Now! 6". Sampler halt, mit recht viel Danceanteil, was zu der Zeit aber ja auch durchaus angesagt war, siehe Cappella, Culture Beat, 2 Unlimited usw. Es folgten Abende vor dem Radio/Kassettenrekorder, um die "Schlager der Woche" auf Bayern 3 aufzunehmen, was sowas wie die dort wöchentlichen Charts waren (läuft glaube ich immer noch). Also noch viel weiter in Richtung Popmusik abgetaucht.
Dann sogar so dämlich gewesen und jedes Mal die 13 bis 14 Mark für eine Single/Maxi-CD ausgegeben. Habe da wirklich viele von gekauft. In der Hinsicht immer noch erstaunlich, dass mir meine Mutter erlaubt hat, mir "Short Dick Man" (20 Fingers) zu holen und ich natürlich keine Ahnung hatte, worüber da überhaupt gesungen wurde.
Aber gut, mein Bruder hatte das E-Rotic Album, also von daher...
Irgendwann kam dann der Ausschlag in Richtung Black Music bzw. Hip Hop, dementsprechend aber erst einmal auch nur die auch hierzulande recht bekannten Künstler gehört (LL Cool J, Foxy Brown, Jay-Z...), irgendwann auch die, die eher in den Staaten bekannt waren (Tha Dogg Pound, DMX zu seiner Anfangszeit...). Durch einen Kumpel bin ich dann noch tiefer in Richtung (US-)Hip Hop eingestiegen und habe dann wahrscheinlich mit dem großartigen "36 Chambers" zum ersten Mal wirklich gute Musik gehört.
Die Leidenschaft zum Hip Hop ist einige Jahre geblieben, mittlerweile höre ich zugegebenermaßen nur noch recht wenig in die Richtung.
Zu Skate Punk (Millencolin, Lagwagon, No Use For A Name, No Fun At All...) kam ich durch einen Kumpel, der das wahnsinnig gut fand und mich da etwas herangeführt hat. Bei Nu Metal/Industrial war's ein wiederum anderer Kumpel, so dass ich dann Slipknot, Marilyn Manson und Co. ganz toll fand. Bin in der Zeit (wir schreiben mittlerweile die Jahre ab '96) dann auch zum ersten Mal auf Konzerte gegangen. Die Begeisterung für Livekonzerte hat sich seitdem nie gelegt, weswegen ich auch heute noch um die 30 Konzerte jährlich besuche.
Wie auch immer, von Skate Punk und Nu Metal ging es auf der Suche nach härteren Sache dann in Richtung "normalem" Punk und Hardcore, wo ich bis heute geblieben bin. Gab auch auf persönlicher Ebene einige Dinge, die mich damals in die Richtung gestoßen haben (Straight Edge, politische Ansichten und Co.), so dass ich mich so richtig darin festgebissen habe und derart viel Begeisterung dafür aufbringen konnte, dass ich davon nicht weg zu bewegen bin. Metal lief parallel dazu immer mal wieder etwas mit, wenn auch mit weniger Begeisterung. Durch den Metalcore Hype, der sich Jahre später entwickelt hat, hat man da natürlich auch einige Bands kennengelernt und ist schließlich vor allem bei Death Metal/Grind hängen geblieben.
In den letzten Jahren kam dann noch Indie dazu, vor allem weil ich mich gefragt habe, warum diese oder jene Band von Kritikern so gefeiert wird. Habe damit anfangs nicht so wahnsinnig viel anfangen können, weil ich absolut nicht in dem Genre drin war und für mich alles gleich (langweilig) klang. Das hat sich mit der Zeit aber gelegt und ich habe recht schnell auch da Bands gefunden, die ich sehr ansprechend finde, wobei ich aber immer noch weit davon entfernt bin, da wirklich Bescheid zu wissen.
Ein reges Interesse an Hip Hop ist geblieben, aber ich konzentriere mich nach gut zwölf Jahren immer noch stark auf den Bereich Punk/Hardcore. Metal höre ich auch sehr gerne und Indie wächst so langsam in meiner Gunst.
Dementsprechend:
Hört ihr heute dieselbe Musik wie damals oder vor fünf oder zehn Jahren? Auf die klassischen Jugendsünden will ich dabei gar nicht zwangsläufig hinaus, eher wie (und vor allem: weshalb!) sich euer "Musikverhalten" im Laufe der Zeit entwickelt hat.
Wie vor fünf oder zehn Jahren: ja. Wobei ich aber in den meisten Genres in ziemlichen Nischen gelandet bin, vor allem weil ich das Bedürfnis nach Konsequenz hatte.
Wer hat euch dabei besonders beeinflusst? Geschwister, Freunde, das Internet? Oder gibt es bestimmte Songs, Alben, Bands und/oder Konzerte, die euch nachhaltig geprägt und musikalisch ganz andere Richtungen haben einschlagen lassen? Wenn ja, welche? Und warum?
Geschwister gar nicht. Mein Bruder hört immer noch Rosenstolz.
Freunde hatten vor allem in der Anfangszeit einen großen Einfluss. Als ich dann aber in dem Ganzen drin war, gab es kein Zurückhalten mehr. Das Internet richtig aktiv genutzt habe ich erst ab 2001 oder so, seitdem hat es aber einen recht großen Stellenwert eingenommen. Es gibt Hörproben, gute Kritiken usw. Wenn man weiß, wo man suchen muss, kann man da so einigen Mist vorher aussortieren, was einem die Sache leichter macht.
Ein Song, der mich nachhaltig beeinflusst hat, ist natürlich "Straight Edge" (Minor Threat). Keine Ahnung, ob ich sonst für mehr als eine Dekade einer Musikrichtung so treu geblieben wäre.
Welche Bands, die ihr vor Jahren geliebt habt, könnt ihr heute nicht mehr hören? Und welche hätten euch früher noch Ohrenschmerzen bereitet, gehören heute aber zu euren absoluten Faves? Und woran liegt das?
Früher geliebt: Slipknot zum Beispiel. Heute nicht mehr, weil sie einfach unsäglich langweilig und zunehmend simpler in ihren musikalischen Arrangements geworden sind. Aber auch zu ihrer guten Zeit wären sie heutzutage nicht mehr meine Favoriten, weil ich andere Genres einfach lieber höre.
Früher gehasst, jetzt geliebt: Unter anderem Converge. War mir vor einigen Jahren noch zu "nervös" und unmelodiös. Nach einer kurzen Zeit, in der ich mich regelrecht gezwungen habe, mal ein ganzes Album durchzuhören, und ich besser hingehört habe, war ich dann aber begeistert.
Habt ihr euren musikalischen Horizont immer mehr erweitert oder euch mittlerweile vielmehr auf ein oder zwei besonders geschätzte Genres spezialisiert?
Mit Sicherheit eher spezialisiert. Wobei ich aber in den letzten Jahren bewusst versucht habe, den Horizont da ein wenig zu erweitern.
Und hört ihr allgemein mehr oder weniger, aktiver oder passiver Musik als früher? Welchen Stellenwert hatte Musik bei euch heute?
Seitdem das mit den Konzerten usw. los ging, ist der Stellenwert eigentlich extrem hoch. Das hat sich seitdem auch nicht geändert. Ich bin jetzt zwar offener für andere Musikrichtungen, aber ansonsten hat sich da nicht viel geändert, außer dass das Internet einem die Möglichkeit gab, sich auf manche Bands eher zu konzentrieren und dafür andere regelrecht zu ignorieren. Einige Zeit war ich auch in einer Band, dementsprechend ist das Ganze natürlich sehr aktiv geworden.
Was macht für euch gute Musik aus? Welchen Anspruch stellt ihr an Musik? (auch im Vergleich zu früher) Würde mich echt mal interessieren...
Sehr schwierig. Songstruktur, Lyrics, Versiertheit der Musiker usw.
Da spielen aber natürlich auch einige andere Faktoren mit. Die Gewichtung der einzelnen Faktoren, die ich dann vornehme, ist mit dabei oft selbst nicht bewusst.
Jetzt will ich aber auch mal ne Frage stellen dürfen o.o! Wie wichtig sind für euch eigentlich Musikvideos? Haltet ihr diese überhaupt für nötig? Und was ist für euch ein gutes Musikvideo?
Sind nicht wirklich wichtig, vor allem, weil es eh kaum welche gibt zu den Bands/Songs, die ich höre.
Gutes Musikvideo? Auch sehr schwierig. Es muss mich - aus welchen Gründen auch immer - einfach packen, also graphisch einfach toll anzusehen sein, eine gute Idee aufweisen, ein bestimmtes Gefühl gut transportieren, besonders innovativ sein o.ä.
Ich bin übrigens auch überzeugter Albumhörer.

Wie hat sich euer Musikgeschmack seit eurer Kindheit verändert?
Ich fange mal mit den ersten bewussten Erfahrungen an, die ich bzgl. selbst gehörter Musik habe. Wahrscheinlich ging's da mit The Hoff los, von dem ich zwei oder drei Kassetten hatte und meinen damals besten Kumpel für blöd gehalten habe, als er mir erzählt hat, dass es jemanden gäbe, der erfolgreicher als Hasselhoff sei - mit dem Namen Elvis Presley.

Wie auch immer, anfangs eben fast ausschließlich David Hasselhoff. Fand den damals irgendwie toll, kannte aber auch wirklich rein gar nichts anderes.
Den Schubs in Richtung Popmusik gab es mit einer Kassette, die ich von meiner Mutter bekam und die sowas wie eine Compilation der populärsten Songs aus dem Jahr '92 enthielt (Kriss Kross, NKOTB usw.)
Dann ging es '94 mit der ersten selbst gekauften CD (wuwuwuwu!!!!) los, "Dance Now! 6". Sampler halt, mit recht viel Danceanteil, was zu der Zeit aber ja auch durchaus angesagt war, siehe Cappella, Culture Beat, 2 Unlimited usw. Es folgten Abende vor dem Radio/Kassettenrekorder, um die "Schlager der Woche" auf Bayern 3 aufzunehmen, was sowas wie die dort wöchentlichen Charts waren (läuft glaube ich immer noch). Also noch viel weiter in Richtung Popmusik abgetaucht.
Dann sogar so dämlich gewesen und jedes Mal die 13 bis 14 Mark für eine Single/Maxi-CD ausgegeben. Habe da wirklich viele von gekauft. In der Hinsicht immer noch erstaunlich, dass mir meine Mutter erlaubt hat, mir "Short Dick Man" (20 Fingers) zu holen und ich natürlich keine Ahnung hatte, worüber da überhaupt gesungen wurde.

Aber gut, mein Bruder hatte das E-Rotic Album, also von daher...

Irgendwann kam dann der Ausschlag in Richtung Black Music bzw. Hip Hop, dementsprechend aber erst einmal auch nur die auch hierzulande recht bekannten Künstler gehört (LL Cool J, Foxy Brown, Jay-Z...), irgendwann auch die, die eher in den Staaten bekannt waren (Tha Dogg Pound, DMX zu seiner Anfangszeit...). Durch einen Kumpel bin ich dann noch tiefer in Richtung (US-)Hip Hop eingestiegen und habe dann wahrscheinlich mit dem großartigen "36 Chambers" zum ersten Mal wirklich gute Musik gehört.

Die Leidenschaft zum Hip Hop ist einige Jahre geblieben, mittlerweile höre ich zugegebenermaßen nur noch recht wenig in die Richtung.
Zu Skate Punk (Millencolin, Lagwagon, No Use For A Name, No Fun At All...) kam ich durch einen Kumpel, der das wahnsinnig gut fand und mich da etwas herangeführt hat. Bei Nu Metal/Industrial war's ein wiederum anderer Kumpel, so dass ich dann Slipknot, Marilyn Manson und Co. ganz toll fand. Bin in der Zeit (wir schreiben mittlerweile die Jahre ab '96) dann auch zum ersten Mal auf Konzerte gegangen. Die Begeisterung für Livekonzerte hat sich seitdem nie gelegt, weswegen ich auch heute noch um die 30 Konzerte jährlich besuche.
Wie auch immer, von Skate Punk und Nu Metal ging es auf der Suche nach härteren Sache dann in Richtung "normalem" Punk und Hardcore, wo ich bis heute geblieben bin. Gab auch auf persönlicher Ebene einige Dinge, die mich damals in die Richtung gestoßen haben (Straight Edge, politische Ansichten und Co.), so dass ich mich so richtig darin festgebissen habe und derart viel Begeisterung dafür aufbringen konnte, dass ich davon nicht weg zu bewegen bin. Metal lief parallel dazu immer mal wieder etwas mit, wenn auch mit weniger Begeisterung. Durch den Metalcore Hype, der sich Jahre später entwickelt hat, hat man da natürlich auch einige Bands kennengelernt und ist schließlich vor allem bei Death Metal/Grind hängen geblieben.
In den letzten Jahren kam dann noch Indie dazu, vor allem weil ich mich gefragt habe, warum diese oder jene Band von Kritikern so gefeiert wird. Habe damit anfangs nicht so wahnsinnig viel anfangen können, weil ich absolut nicht in dem Genre drin war und für mich alles gleich (langweilig) klang. Das hat sich mit der Zeit aber gelegt und ich habe recht schnell auch da Bands gefunden, die ich sehr ansprechend finde, wobei ich aber immer noch weit davon entfernt bin, da wirklich Bescheid zu wissen.
Ein reges Interesse an Hip Hop ist geblieben, aber ich konzentriere mich nach gut zwölf Jahren immer noch stark auf den Bereich Punk/Hardcore. Metal höre ich auch sehr gerne und Indie wächst so langsam in meiner Gunst.

Dementsprechend:
Hört ihr heute dieselbe Musik wie damals oder vor fünf oder zehn Jahren? Auf die klassischen Jugendsünden will ich dabei gar nicht zwangsläufig hinaus, eher wie (und vor allem: weshalb!) sich euer "Musikverhalten" im Laufe der Zeit entwickelt hat.
Wie vor fünf oder zehn Jahren: ja. Wobei ich aber in den meisten Genres in ziemlichen Nischen gelandet bin, vor allem weil ich das Bedürfnis nach Konsequenz hatte.
Wer hat euch dabei besonders beeinflusst? Geschwister, Freunde, das Internet? Oder gibt es bestimmte Songs, Alben, Bands und/oder Konzerte, die euch nachhaltig geprägt und musikalisch ganz andere Richtungen haben einschlagen lassen? Wenn ja, welche? Und warum?
Geschwister gar nicht. Mein Bruder hört immer noch Rosenstolz.

Freunde hatten vor allem in der Anfangszeit einen großen Einfluss. Als ich dann aber in dem Ganzen drin war, gab es kein Zurückhalten mehr. Das Internet richtig aktiv genutzt habe ich erst ab 2001 oder so, seitdem hat es aber einen recht großen Stellenwert eingenommen. Es gibt Hörproben, gute Kritiken usw. Wenn man weiß, wo man suchen muss, kann man da so einigen Mist vorher aussortieren, was einem die Sache leichter macht.
Ein Song, der mich nachhaltig beeinflusst hat, ist natürlich "Straight Edge" (Minor Threat). Keine Ahnung, ob ich sonst für mehr als eine Dekade einer Musikrichtung so treu geblieben wäre.
Welche Bands, die ihr vor Jahren geliebt habt, könnt ihr heute nicht mehr hören? Und welche hätten euch früher noch Ohrenschmerzen bereitet, gehören heute aber zu euren absoluten Faves? Und woran liegt das?
Früher geliebt: Slipknot zum Beispiel. Heute nicht mehr, weil sie einfach unsäglich langweilig und zunehmend simpler in ihren musikalischen Arrangements geworden sind. Aber auch zu ihrer guten Zeit wären sie heutzutage nicht mehr meine Favoriten, weil ich andere Genres einfach lieber höre.
Früher gehasst, jetzt geliebt: Unter anderem Converge. War mir vor einigen Jahren noch zu "nervös" und unmelodiös. Nach einer kurzen Zeit, in der ich mich regelrecht gezwungen habe, mal ein ganzes Album durchzuhören, und ich besser hingehört habe, war ich dann aber begeistert.
Habt ihr euren musikalischen Horizont immer mehr erweitert oder euch mittlerweile vielmehr auf ein oder zwei besonders geschätzte Genres spezialisiert?
Mit Sicherheit eher spezialisiert. Wobei ich aber in den letzten Jahren bewusst versucht habe, den Horizont da ein wenig zu erweitern.
Und hört ihr allgemein mehr oder weniger, aktiver oder passiver Musik als früher? Welchen Stellenwert hatte Musik bei euch heute?
Seitdem das mit den Konzerten usw. los ging, ist der Stellenwert eigentlich extrem hoch. Das hat sich seitdem auch nicht geändert. Ich bin jetzt zwar offener für andere Musikrichtungen, aber ansonsten hat sich da nicht viel geändert, außer dass das Internet einem die Möglichkeit gab, sich auf manche Bands eher zu konzentrieren und dafür andere regelrecht zu ignorieren. Einige Zeit war ich auch in einer Band, dementsprechend ist das Ganze natürlich sehr aktiv geworden.
Was macht für euch gute Musik aus? Welchen Anspruch stellt ihr an Musik? (auch im Vergleich zu früher) Würde mich echt mal interessieren...
Sehr schwierig. Songstruktur, Lyrics, Versiertheit der Musiker usw.
Da spielen aber natürlich auch einige andere Faktoren mit. Die Gewichtung der einzelnen Faktoren, die ich dann vornehme, ist mit dabei oft selbst nicht bewusst.
Jetzt will ich aber auch mal ne Frage stellen dürfen o.o! Wie wichtig sind für euch eigentlich Musikvideos? Haltet ihr diese überhaupt für nötig? Und was ist für euch ein gutes Musikvideo?
Sind nicht wirklich wichtig, vor allem, weil es eh kaum welche gibt zu den Bands/Songs, die ich höre.

Gutes Musikvideo? Auch sehr schwierig. Es muss mich - aus welchen Gründen auch immer - einfach packen, also graphisch einfach toll anzusehen sein, eine gute Idee aufweisen, ein bestimmtes Gefühl gut transportieren, besonders innovativ sein o.ä.
Ich bin übrigens auch überzeugter Albumhörer.

Re: Evolution des Musikgeschmacks
Mein Musikgeschmack war bis ich 10 Jahre war nicht so doll.
Die Schlümpfe, Michael Jackson, Matthias Reim, Volksmusik.
Doch so mit 10 wo man auch angefangen hat die BRAVO zu lesen oder auf die weiterführende Schule zu gehen hat sich recht schnell mein Musikgeschmack gefunden. Take That, Pur und starke Frauenstimmen. Und das ist auch bis heute so geblieben. Das Fernsehen, Zeitschriften, Radio, Freunde & Famile und die Schule habe einen schon beeinflusst. Man hat doch in alles mal reingeschnuppert. Die einen hörten Hip Hop, die anderen Black Musik. Doch ich wusste schnell was mir gefällt und ich bin bis heute meinem Musikgemack treu geblieben.
Die Schlümpfe, Michael Jackson, Matthias Reim, Volksmusik.
Doch so mit 10 wo man auch angefangen hat die BRAVO zu lesen oder auf die weiterführende Schule zu gehen hat sich recht schnell mein Musikgeschmack gefunden. Take That, Pur und starke Frauenstimmen. Und das ist auch bis heute so geblieben. Das Fernsehen, Zeitschriften, Radio, Freunde & Famile und die Schule habe einen schon beeinflusst. Man hat doch in alles mal reingeschnuppert. Die einen hörten Hip Hop, die anderen Black Musik. Doch ich wusste schnell was mir gefällt und ich bin bis heute meinem Musikgemack treu geblieben.
Re: Evolution des Musikgeschmacks
Du hältst den Umstieg von Michael Jackson auf eine Boygroup für einen Aufstieg?
Warum stempeln überhaupt (fast) alle hier Michael Jackson als "OMG das hab ich als Kind gehört wiepeinlich" ab? Ich wäre stolz darauf wenn ich das als Kind gehört hätte. Den Mann kann man doch nicht mir den Schlümpfen und Volksmusik in eine Reihe stellen.
Warum stempeln überhaupt (fast) alle hier Michael Jackson als "OMG das hab ich als Kind gehört wiepeinlich" ab? Ich wäre stolz darauf wenn ich das als Kind gehört hätte. Den Mann kann man doch nicht mir den Schlümpfen und Volksmusik in eine Reihe stellen.

Re: Evolution des Musikgeschmacks
Von Michael Jackson zu Pur. Da schüttelt es mich. Pur ist ganz, ganz schlimm. Michael Jackson dagegen ein ganz, ganz großer.
Re: Evolution des Musikgeschmacks
Michel Jackson ist gut und natürlich ein ganz großer. Man muss bloß an Triller denken und es ist mir kein bißchen peinlich das ich das früher gehört haben. Ich hatte mit 8 eine Kassette geschenkt bekommen. Doch irgentwie war das nicht lange meine Musik.
Pur und Take That sind bis heute meine Musik geblieben. Und noch vieles andere ( Bruce Springsteen, Taylor Swift, The Fray, Silbermond, Leona Lewis, Herbert Grönemeyer).
Ich seh auf ruhigen Pop und auch viel auf deutsche Musik. Geschmäcker sind halt verschieden. Und das ist ja auch gut so
Pur und Take That sind bis heute meine Musik geblieben. Und noch vieles andere ( Bruce Springsteen, Taylor Swift, The Fray, Silbermond, Leona Lewis, Herbert Grönemeyer).
Ich seh auf ruhigen Pop und auch viel auf deutsche Musik. Geschmäcker sind halt verschieden. Und das ist ja auch gut so
- Annika
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Re: Evolution des Musikgeschmacks
Eigentlich muss ich diese Frage mit "nein" beantworten, denn ich hatte nie wirklich eine bestimmte Geschmacksrichtung (nur eine Phase mit "alles mit Gitarre"). Ich habe immer nur das gehört, was mir gerade gefallen hat und finde es auch bei Musik deswegen immer schwer von guter oder schlechter Musik zu sprechen, denn für mich ist Musik so extrem mit Gefühlen und Stimmungen verbunden, wie kein anderes Medium. Generell würde ich eben sagen: Kein Techno (bzw. überhaupt elektronische Musik, kein Schlager...) aber auf der anderen Seite, gibt es einfach Gelegenheiten, wo elektronische Musik gerade total passend ist und selbst Schlager kann (bei sehr viel Promille und den richtigen Leuten) Spaß machen. Dementsprechend höre ich zwar nicht mehr (bzw. zu großen Teilen) die Stücke, die meine Kindheit/Jugend geprägt haben, da ich gerne einfach immer neues entdecke und mich nicht (häufig) mit altem befasse, aber da ich eh nie ein bestimmtes Genre bevorzugt habe, hat sich dahingehend nichts verändert.Lin@ hat geschrieben:Wie hat sich euer Musikgeschmack seit eurer Kindheit verändert?
Viel passiver als früher. Musik ist für mich nur noch Nebensache. Ich habe schon Ewigkeiten nicht mehr die Musik um der Musikwillen gehört. Selbst daheim höre ich weniger Musik, da leg ich inzwischen als "Hintergrundgeräusch" eher ne Serie in den DVD-Player. Gemeinsam mit Freunden ist es auch meist als Hintergrundmusik, wobei da einige extreme Spezies bei sind, die dann auch mal ab und an einige Stellen noch mal genauer hören und vorführen, da diese gerade ein wunderbares Solo oder sonst was hatten...Und hört ihr allgemein mehr oder weniger, aktiver oder passiver Musik als früher? Welchen Stellenwert hatte Musik bei euch heute?
So ist es bei mir auch. Da habe ich dann aber eben wie gesagt, meine Freunde, die da totale Cracks sind und mir das dann eben immer wieder "mitgeben", so dass ich relativ schnell auf relativ viele (auch unbekannte) neue Dinge stoße - und das aus allen Genres.Melanie hat geschrieben:Mir fehlt die Zeit und die Geduld, mich auf die Suche nach neuen Bands zu machen.
So kommt es dann auch zu den unterschiedlichsten Konzerten, die wir immer wieder besuchen. Aber das mochte ich eh schon immer und war mit 13 auf dem ersten Konzert und viele viele viele folgten...

Wenn ich zwei gute Songs von dem selben Künstler/der selben Band gehört habe, besorge ich mir das Album, pack es in meine Playlist und schmeiße alles, was mir beim dritten Mal hören nicht mehr gefällt, wieder raus. Bin da in letzter Zeit auch immer radikaler geworden - hab da einfach wenig Lust mich noch mit Dingen zu befassen, die ich nicht mag. Da es aber immer seltener vorkommt, dass ich überhaupt mal zwei Songs von ein und dem selben Künstler höre bzw. gut finde, kommt die Album-Sache auch immer seltener vor.Wie ist das bei anderen? Hört ihr noch hauptsächlich Alben oder pickt ihr euch auch nur die Favorites raus und lasst dann nur noch "playlists" laufen?
Die beste Zeit. Hab viel intensiver Musik gehört und die einzelnen Lieder waren mir viel mehr wert bzw. ich hab sie viel mehr wahrgenommen. So fantastisch stundenlang Kassetten zu erstellen und das perfekte (und ein wirklich romantisches) Geschenk - wer wollte damals kein Kassetten-Girl sein?Für Musik, die ich aus dem Radio kannte (und mochte), hab ich anfangs noch gar nicht so viel Geld ausgegeben. Da reichte der Kasettenrecorder samt Aufnahmetaste (und stundenlangem Warten auf den einen Song, den man haben wollte [Klingt sicher wie 1900 für die heutige Jugend, ne?]).War aber ne geile Zeit.
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Ich auch, gucke ja auch Filme mit Schauspielern, die ich mehr als bescheiden finde. Liegt einfach daran, dass ich deren Kunst/Talent einfach völlig Körperlos wahrnehme und man die Leute ja eh immer nur aus Medien kennt und dementsprechend nie weiß, wer und wie sie wirklich sind.Ich für meinen Teil, kann da eigentlich sehr gut trennen und auch Musik von Leuten hören, die ich persönlich für völlige Idioten und/oder Arschlöcher halte.
Jeps! Funktioniert aber auch genau gegenteilig. Es gab manche Lieder, die ich (damals) als Video gesehen habe und dann echt nicht mehr gut finden konnte, da ich das Video schrecklich unansprechend fand und diese Bilder dementsprechend immer damit verbunden habe. Aber durch die heutigen Musiksender hat sich das ja eh erledigt, da man ja nichts mehr davon sieht, sondern nur noch Werbung und Shows.Das Video zur "Hurt" Version von Johnny Cash ist ein Beispiel für ein tolles Video, dass die Emotionen wecken lässt.
Re: Evolution des Musikgeschmacks
Hab deinen Post jez nur überflogen, der Absatz viel mir allerdings auf. Es so zu machen ist sehr risikoreich! 2 Lieder find ich zuwenig, ich brauch schon mindestens 3 und bestenfalls noch ein paar ältere bzw. neuere ist dann egal, damit ich weiß: es handelt sich um keine Glückstreffer. Wenn ich mir ein Album hole, kenne ich den Künstler schon mit ner handvoll Songs, hör im Youtube bzw. amazon rein. Wenn ich schon Geld für dieses Album ausgebe (und nicht für ein anderes - hab ne lange Wunschliste), dann sollte das mir schon gefallen. Zu Playlist: Mach ich auch so, einfach alles was ich hab (okay, nicht alles, aber halt eine lange Liste) und shuffle, hab aber in letzter Zeit einige Alben durchgehört und war überrascht, was mir dann doch gefiel (zB Ben Haper's "Welcome To The Cruel World"). Alben sind halt praktisch, da mann dann für normal eine durchgehende Stimmung hat - wenn ich Playlist spiele, kommt Pop, Rock, Hip Hop, Trance, 60s, Radiohead ... wlid durcheinander gewürfelt. Egal, jeder wie er meint...Annika hat geschrieben:Wenn ich zwei gute Songs von dem selben Künstler/der selben Band gehört habe, besorge ich mir das Album, pack es in meine Playlist und schmeiße alles, was mir beim dritten Mal hören nicht mehr gefällt, wieder raus. Bin da in letzter Zeit auch immer radikaler geworden - hab da einfach wenig Lust mich noch mit Dingen zu befassen, die ich nicht mag. Da es aber immer seltener vorkommt, dass ich überhaupt mal zwei Songs von ein und dem selben Künstler höre bzw. gut finde, kommt die Album-Sache auch immer seltener vor.
Re: Evolution des Musikgeschmacks
Das kann ich für mich persönlich auf jeden Fall schon mal ausschließen. Finde Texte umso spannender und faszinierender, wenn ich sie nicht verstehe. Je kryptischer, desto besser.ForVanAngel hat geschrieben:Vllt. einfach, wenn er Worte (oder waren es WörterLin@ hat geschrieben:Wobei das natürlich auch wieder so eine Frage ist: Was macht einen "guten" Text aus?![]()
) beinhaltent, die man "versteht". Klingt blöd, aber wenn ich den Zusammenhang nicht verstehe, dann hör ich weniger auf den Text, sondern nur auf den "Wortklang".
Ach, bei Jazz hab ich ja auch schon längst angefangen. Nur fühl ich mich mit Miles Davis eigentlich so gut versorgt, dass ich gar kein so rechtes Bedürfnis nach mehr verspüre.Ich fang bei einem Genre immer bei den bekannte Sachen an, suche dann ähnliche Künstler, die Fans erwähnen und hangel mich dann weiter. Man muss halt nur mal irgendwann anfangen.

Welches Debüt jetzt? Von Joy Division? Wobei ich ja die Joy Division-Anleihen bei Interpol ja schon heraushöre, nur ist mir nie so ganz klar gewesen, weshalb Interpol und Editors so oft miteinander verglichen werden. Klanglich und qualitativ sind das für mich nämlich zwei völlig andere Schubladen.Nur bei einem Album (müsste das Debüt gewesen sein) fielen mir leichte Übereinstimmungen auf, sonst nicht.Lin@ hat geschrieben:Wobei ich ja diesen Joy Division-Interpol-Editors-Vergleich nie nachvollziehen konnte...
Phalanxxx hat geschrieben:Wie auch immer, anfangs eben fast ausschließlich David Hasselhoff. Fand den damals irgendwie toll, kannte aber auch wirklich rein gar nichts anderes.


Nicht der schlechteste Weg, auf wundervolle neue Musik zu stoßen.In den letzten Jahren kam dann noch Indie dazu, vor allem weil ich mich gefragt habe, warum diese oder jene Band von Kritikern so gefeiert wird.

Ouch.Annika hat geschrieben:Wenn ich zwei gute Songs von dem selben Künstler/der selben Band gehört habe, besorge ich mir das Album, pack es in meine Playlist und schmeiße alles, was mir beim dritten Mal hören nicht mehr gefällt, wieder raus.

Wobei die wirkliche Mühe ja nie wirklich im Aufnehmen/Brennen lag bzw. liegt, sondern vielmehr in der Auswahl der Songs, der Festlegung der perfekten Reihenfolge, der Gestaltung des Covers etc. Daher finde ich Mixtapes (selbst wenn es nur noch Mix-CDs sind) nach wie vor sehr besonders, weil man weiß, dass sich da jemand wirklich Gedanken darüber gemacht hat, was einem gefallen könnte.Heutzutage kann man ja leider einfach so alles brennen und das macht es irgendwie nicht mehr wirklich besonders.
Für mich ist das Reinhören in einzelne Songs eigentlich immer unwichtiger geworden. Bei Künstlern, die ich wirklich schätze, kaufe ich neue Alben meist blind, ansonsten reichen mir oft auch schon Empfehlungen von "vertrauenswürdigen Quellen". Und wenn ich mir dann doch noch unsicher sein sollte, wird meist gleich das gesamte Album probegehört. War in letzter Zeit generell sehr stark auf Album-Streams im Luisterpaal, last.fm, Spotify & Co. angewiesen. Liegt aber vielleicht auch daran, dass ich weder Radio höre, noch Musik-Fernsehen schaue oder Compilations höre, was darauf hinausläuft, dass ich selten auf einzelne Songs aufmerksam werde, sondern immer gleich auf Alben bzw. Künstler.ForVanAngel hat geschrieben:2 Lieder find ich zuwenig, ich brauch schon mindestens 3 und bestenfalls noch ein paar ältere bzw. neuere ist dann egal, damit ich weiß: es handelt sich um keine Glückstreffer. Wenn ich mir ein Album hole, kenne ich den Künstler schon mit ner handvoll Songs, hör im Youtube bzw. amazon rein. Wenn ich schon Geld für dieses Album ausgebe (und nicht für ein anderes - hab ne lange Wunschliste), dann sollte das mir schon gefallen.
Re: Evolution des Musikgeschmacks
Liegt vermutlich einfach an der Stimmenfarbe der beiden Sänger. Die ähneln sich nämlich doch ein wenig. Zudem erzeugen beide eine gewisse sterile Atmosphäre. Etwas kaltes und düsteres gepaart mit Romantik.Lin@ hat geschrieben: Welches Debüt jetzt? Von Joy Division? Wobei ich ja die Joy Division-Anleihen bei Interpol ja schon heraushöre, nur ist mir nie so ganz klar gewesen, weshalb Interpol und Editors so oft miteinander verglichen werden. Klanglich und qualitativ sind das für mich nämlich zwei völlig andere Schubladen.
Re: Evolution des Musikgeschmacks
Paul Banks und Tom Smith haben beide eine sehr markante Bariton-Stimme. Das war's für mich dann aber auch schon mit den Gemeinsamkeiten. Letzterer klingt meist wesentlich voller, sonorer, während ersterer meistens vielmehr entweder druckvoll "quäkt" oder "haucht". Kann das nicht so recht beschreiben, aber für mich ist das ein frappierender Unterschied. Kann aber natürlich auch daran liegen, dass ich Banks' Stimme mittlerweile in- und auswendig kenne und immer und überall wiedererkenne.Fincky hat geschrieben:Liegt vermutlich einfach an der Stimmenfarbe der beiden Sänger. Die ähneln sich nämlich doch ein wenig. Zudem erzeugen beide eine gewisse sterile Atmosphäre. Etwas kaltes und düsteres gepaart mit Romantik.
Und rein musikalisch halte ich Interpol auch für wesentlich steriler, kühler und düsterer. Auf ihrem letzten Album klangen die Editors doch viiiel pompöser, stellenweise fast schon ein wenig nach Coldplay. Weiß nicht, ob "The Back Room" auch schon so war, das hab ich schon sehr lange nicht mehr gehört...
Re: Evolution des Musikgeschmacks
Ich hab heute immer noch Probleme, den wirklich Unterschied zw. Editors und Interpol zu beschreiben. Liegt es an der Stimme? Kann da keine wesentlichen Unterschiede feststellen.Fincky hat geschrieben:Liegt vermutlich einfach an der Stimmenfarbe der beiden Sänger. Die ähneln sich nämlich doch ein wenig. Zudem erzeugen beide eine gewisse sterile Atmosphäre. Etwas kaltes und düsteres gepaart mit Romantik.Lin@ hat geschrieben: Welches Debüt jetzt? Von Joy Division? Wobei ich ja die Joy Division-Anleihen bei Interpol ja schon heraushöre, nur ist mir nie so ganz klar gewesen, weshalb Interpol und Editors so oft miteinander verglichen werden. Klanglich und qualitativ sind das für mich nämlich zwei völlig andere Schubladen.

Ich weiß auch nicht mehr, aber auf einem Joy Division Album, nämlich der "Unknown Pleasures" (hab im Album Thread nachgeschaut

Ja eh, versteh auch nicht alle Texte, aber wenn die Musik passt und der Sänger ne überzeugende Stimme hat, dann geht das schon klar. So lange die Texte kein Kindergartenenglisch à la der Bohlen-Mafia haben bzw. so niveauloses Britney Spears Zeugs sind, muss ich nicht alles verstehen. Nimm mal Radiohead her, ich "verstehe" zwar was er singt, aber den tiefen Sinn, was er damit tatsächlich sagen will, begreife ich meistens nicht. Ist aber auch völlig nebensächlich, weil Thom Yorke bwz. Radiohead sowieso Gott sind.Das kann ich für mich persönlich auf jeden Fall schon mal ausschließen. Finde Texte umso spannender und faszinierender, wenn ich sie nicht verstehe. Je kryptischer, desto besser.

Also ich hör auch kein Radio (also nur halt mal im Auto bzw. in der Arbeit nebenbei), schau nur bei nem Freund mal Musik-TV (und dann freu ich mich, dass ich meine Zeit stattdessen mit Serien verschwendeFür mich ist das Reinhören in einzelne Songs eigentlich immer unwichtiger geworden. Bei Künstlern, die ich wirklich schätze, kaufe ich neue Alben meist blind, ansonsten reichen mir oft auch schon Empfehlungen von "vertrauenswürdigen Quellen". Und wenn ich mir dann doch noch unsicher sein sollte, wird meist gleich das gesamte Album probegehört. War in letzter Zeit generell sehr stark auf Album-Streams im Luisterpaal, last.fm, Spotify & Co. angewiesen. Liegt aber vielleicht auch daran, dass ich weder Radio höre, noch Musik-Fernsehen schaue oder Compilations höre, was darauf hinausläuft, dass ich selten auf einzelne Songs aufmerksam werde, sondern immer gleich auf Alben bzw. Künstler.



Re: Evolution des Musikgeschmacks
Ich finde es, wie Lin@, auch besser, wenn der Sinn der Texte verschlüsselter ist. Ein guter Text ist für mich mehrfach interpretierbar, weil es einfach toll ist zu überlegen, was der Musiker damit meinen könnte (hör dann auch mehr hin). Ausserdem glaube ich, dass die meisten Menschen auch erst dann wirklich und hemmungslos schreiben können was sie meinen, wenn sie davon ausgehen, dass es niemand versteht.ForVanAngel hat geschrieben:Vllt. einfach, wenn er Worte (oder waren es Wörter) beinhaltent, die man "versteht". Klingt blöd, aber wenn ich den Zusammenhang nicht verstehe, dann hör ich weniger auf den Text, sondern nur auf den "Wortklang".
Es gibt doch nichts lahmeres, als einen Text in dem alles, was ausgedrückt werden soll, auch wortwörtlich gesungen wird. Singt jemand z.B. über sein verstorbenes Haustier, kann er ja nicht "meine Katze ist tot" sagen sondern das ganze irgendwie geschickt (vielleicht mit Metaphern?) umwickeln. Und ich bin mir sicher das es schon tolle Texte über tote Katzen gab, nur hat es niemand bemerkt

Re: Evolution des Musikgeschmacks
Ganz kurz nur dazu (mehr kommt hoffentlich endlich am Wochenende; ich hätte ja soo viel zu schreibenBellaCullen hat geschrieben:Ich finde es, wie Lin@, auch besser, wenn der Sinn der Texte verschlüsselter ist. Ein guter Text ist für mich mehrfach interpretierbar, weil es einfach toll ist zu überlegen, was der Musiker damit meinen könnte (hör dann auch mehr hin). Ausserdem glaube ich, dass die meisten Menschen auch erst dann wirklich und hemmungslos schreiben können was sie meinen, wenn sie davon ausgehen, dass es niemand versteht.ForVanAngel hat geschrieben:Vllt. einfach, wenn er Worte (oder waren es Wörter) beinhaltent, die man "versteht". Klingt blöd, aber wenn ich den Zusammenhang nicht verstehe, dann hör ich weniger auf den Text, sondern nur auf den "Wortklang".
Es gibt doch nichts lahmeres, als einen Text in dem alles, was ausgedrückt werden soll, auch wortwörtlich gesungen wird. Singt jemand z.B. über sein verstorbenes Haustier, kann er ja nicht "meine Katze ist tot" sagen sondern das ganze irgendwie geschickt (vielleicht mit Metaphern?) umwickeln. Und ich bin mir sicher das es schon tolle Texte über tote Katzen gab, nur hat es niemand bemerkt

Sehe das ähnlich: Einen wirklich guten Songwriter zeichnet meiner Meinung nach unter anderem aus, das er/sie über die alltäglichsten, ja absurdesten Dinge schreiben kann (sei es jetzt eine tote Katze, oder einen "Ananas-Kopf"), es aber trotzdem in derartig schöne/witzige/etc. Wörter verpacken kann, sodass man fast stundenlang darüber diskutieren und philosophieren kann, es oft unterschiedlichste Interpretationen gibt und es nicht "plump" klingt.
Re: Evolution des Musikgeschmacks
Ich denke einen guten Songwriter zeichnet es einfach nur aus, wenn er die Menschen die seine Musik mögen berührt. Auch einfache Worte können das schon auslösen.colinx hat geschrieben: Sehe das ähnlich: Einen wirklich guten Songwriter zeichnet meiner Meinung nach unter anderem aus, das er/sie über die alltäglichsten, ja absurdesten Dinge schreiben kann (sei es jetzt eine tote Katze, oder einen "Ananas-Kopf"), es aber trotzdem in derartig schöne/witzige/etc. Wörter verpacken kann, sodass man fast stundenlang darüber diskutieren und philosophieren kann, es oft unterschiedlichste Interpretationen gibt und es nicht "plump" klingt.
Wenns übrigens nach Texten geht dann geht nichts über die Götter Van Dyke Parks (Texter) und Brian Wilson (Musik).
Re: Evolution des Musikgeschmacks
Habe diesen Thread erst jetzt entdeckt und finde das Thema sehr interessant, da sich mein Musikgeschmack doch ziemlich verändert hat seit meiner Kindheit.
Bis ich zwölf Jahre alt war, war ich hauptsächlich ein Fan von Britney, Christina Aguilera (die übrigens eine außergewöhnliche Stimme hat) und Eminem (der einzige von den dreien, den ich noch ab und zu höre, weil ich seine Texte sehr inspiriert und ehrlich finde).
Dann eines Tages sah ich mir Cruel Intentions an und hörte Every You Every Me von Placebo am Anfang des Films. Seit diesen 3 Minuten und 36 Sekunden, die für mich übrigens einer Offenbarung gleichkamen, hat sich mein Geschmack was Musik angeht um 180° gedreht. Ich hab mir alle ihre Alben zugelegt und war begeistert. Nach und nach habe ich mich immer mehr auf die Suche nach weiterer Alternativmusik gemacht und bin auch fündig geworden. Zuerst vorwiegend Bands, die auch heute noch Material veröffentlichen wie Coldplay, Interpol, Radiohead, Muse, usw. Irgendwann habe ich mir dann ziemlich viel von den Classics angehört, hauptsächlich aus dem Rock, Grunge und Punk Genre und bin auf einzigartige Bands wie natürlich die Beatles (deren „typische“ Lieder mir aber eigentlich schon immer gefallen haben, als ich sie irgendwo zufällig hörte), Led Zeppelin, Ramones, Pink Floyd, Nirvana, The Who usw).
Mittlerweile höre ich mir unzählige Bands aus allen möglichen Jahrzehnten an. Ich liebe Joy Division, The Cure, The Smiths & Morrissey, Neil Young, Richard Ashcroft & The Verve, Iron Maiden, NIN, Kasabian, Travis, The Runaways, The Pretty Reckless, Oasis und und und.
Every You Every Me ist jedenfalls nach wie vor mein Lieblingssong und immer wieder entdecke ich neue Sachen, die ich großartig finde.
Radio oder Charts höre ich nie, interessiert mich auch nicht, ganz einfach weil ich Mainstream Musik furchtbar finde.
Was Musik bedeutet ist schwer in Worte zu fassen. Ich denke, Music’s a live saver, triffts wohl am ehesten.
Bis ich zwölf Jahre alt war, war ich hauptsächlich ein Fan von Britney, Christina Aguilera (die übrigens eine außergewöhnliche Stimme hat) und Eminem (der einzige von den dreien, den ich noch ab und zu höre, weil ich seine Texte sehr inspiriert und ehrlich finde).
Dann eines Tages sah ich mir Cruel Intentions an und hörte Every You Every Me von Placebo am Anfang des Films. Seit diesen 3 Minuten und 36 Sekunden, die für mich übrigens einer Offenbarung gleichkamen, hat sich mein Geschmack was Musik angeht um 180° gedreht. Ich hab mir alle ihre Alben zugelegt und war begeistert. Nach und nach habe ich mich immer mehr auf die Suche nach weiterer Alternativmusik gemacht und bin auch fündig geworden. Zuerst vorwiegend Bands, die auch heute noch Material veröffentlichen wie Coldplay, Interpol, Radiohead, Muse, usw. Irgendwann habe ich mir dann ziemlich viel von den Classics angehört, hauptsächlich aus dem Rock, Grunge und Punk Genre und bin auf einzigartige Bands wie natürlich die Beatles (deren „typische“ Lieder mir aber eigentlich schon immer gefallen haben, als ich sie irgendwo zufällig hörte), Led Zeppelin, Ramones, Pink Floyd, Nirvana, The Who usw).
Mittlerweile höre ich mir unzählige Bands aus allen möglichen Jahrzehnten an. Ich liebe Joy Division, The Cure, The Smiths & Morrissey, Neil Young, Richard Ashcroft & The Verve, Iron Maiden, NIN, Kasabian, Travis, The Runaways, The Pretty Reckless, Oasis und und und.
Every You Every Me ist jedenfalls nach wie vor mein Lieblingssong und immer wieder entdecke ich neue Sachen, die ich großartig finde.
Radio oder Charts höre ich nie, interessiert mich auch nicht, ganz einfach weil ich Mainstream Musik furchtbar finde.
Was Musik bedeutet ist schwer in Worte zu fassen. Ich denke, Music’s a live saver, triffts wohl am ehesten.