Seite 1 von 3

Evolution des Musikgeschmacks

Verfasst: 30.04.2009, 23:39
von Lin@
Um hier vielleicht mal wieder eine anständige Diskussion in Gang zu kriegen, wollte ich mal ein paar Fragen in den Raum werfen:

Wie hat sich euer Musikgeschmack seit eurer Kindheit verändert?

Hört ihr heute dieselbe Musik wie damals oder vor fünf oder zehn Jahren? Auf die klassischen Jugendsünden will ich dabei gar nicht zwangsläufig hinaus, eher wie (und vor allem: weshalb!) sich euer "Musikverhalten" im Laufe der Zeit entwickelt hat.

Wer hat euch dabei besonders beeinflusst? Geschwister, Freunde, das Internet? Oder gibt es bestimmte Songs, Alben, Bands und/oder Konzerte, die euch nachhaltig geprägt und musikalisch ganz andere Richtungen haben einschlagen lassen? Wenn ja, welche? Und warum?

Welche Bands, die ihr vor Jahren geliebt habt, könnt ihr heute nicht mehr hören? Und welche hätten euch früher noch Ohrenschmerzen bereitet, gehören heute aber zu euren absoluten Faves? Und woran liegt das?

Habt ihr euren musikalischen Horizont immer mehr erweitert oder euch mittlerweile vielmehr auf ein oder zwei besonders geschätzte Genres spezialisiert?

Und hört ihr allgemein mehr oder weniger, aktiver oder passiver Musik als früher? Welchen Stellenwert hatte Musik bei euch heute?


Nu schießt mal los! :D

Re: Evolution des Musikgeschmacks

Verfasst: 01.05.2009, 00:16
von Melanie
Unglaublich interessantes Thema, zu dem man so viel schreiben könnte, doch irgendwie hab ich mir über die "Evolution meines Musikgeschmacks" noch gar nicht so wirklich Gedanken gemacht.

Noch immer höre ich gerne in die Alben rein, die ich mir mal als 15-/16-Jährige gekauft habe, doch ich kann von mir behaupten, dass ich mich in all den Jahren weg vom Radio-Gedudel hin zu etwas "härterer" Musik entwickelt habe. Ich beschäftige micht nicht viel mit Musik, habe keine Geheimtipps und höre meist Bands, die recht bekannt sind und schon einige Erfolge feiern konnten. Mir fehlt die Zeit und die Geduld, mich auf die Suche nach neuen Bands zu machen. Und so gehören Nightwish, Edguy und Metallica zu meinen "Lieblingsbands" - von allen dreien besitze ich jedoch nur jeweils zwei oder drei Alben. Ich war bisher nur auf je einem Konzert der dreien und hab keine Ahnung über Bandgeschichte, Bandmitglieder oder ähnlichem.

Je älter ich werde, desto mehr muss ich mir eingestehen, dass ich immer weniger darauf achte, was ich höre. Bewusst läuft Musik bei mir nur noch ganz, ganz selten. Meist habe ich gerade einen Ohrwurm, den ich immer und immer wieder anhöre, der kurz darauf jedoch in den Tiefen meines iPod-Archivs verschwindet und platz macht für einen anderen Song. Musik ist für mich kurzlebiger geworden. Es gibt viele gute Songs, die mich für einen Moment beeindruckt haben, die ich jetzt jedoch nur noch sehr selten anhöre: Snow Patrol - Run oder Stevie Nicks - Touched By an Angel sind solche Beispiele. Ich habe keinen einzigen Lieblingssong, den ich nennen könnte und keine Bands, deren Alben ich sammle.

Das aktuelle Musikgeschehen ist längst an mir vorbei gezogen. Ich weiß nicht, wer wann welche Alben herausbringt, ich hab nicht mal mehr eine Ahnung, wer die deutschen Charts anführt. Aber das ist mir eigentlich auch egal. Musik ist für mich keine Ablenkung von Kummer und Sorgen und schon gar keine Flucht aus dem Alltag. Musik ist einfach nur Musik, die mich manchmal aufheitert, oft aber nur als Geräuschkullise läuft, zu der ich ab und an richtig abrocke, ja sogar tanze, die manchmal aber auch nur so vor sich hindudelt, während ich im Internet surfe.

Nur wenige meiner früheren CD-Käufe sind mir richtig peinlich gewesen, so dass ich irgendwann im Laufe der Jahre besagte Scheiben habe verschwinden lassen. Meine "Sammlung" ist auf zwei Haushalte verteilt, versauert aber meist in einem schönen CD-Regal, das einmal die Woche staubgewischt wird. Dem transportablen Musikspieler sei es verdankt, dass ich mir kaum noch Alben kaufe und kaum noch mehr als drei Songs pro Band durchhöre. Ob das schade ist, weiß ich nicht. Meine Kids werden später mal nicht meine gesamte Lebenssituation anhand meiner Alben rückverfolgen können (wie ich es bei meinen Eltern tun konnte), aber das ist mir ehrlich gesagt auch nicht so wichtig.

Musik lebt für mich meist in dem Moment, indem ich sie höre und ich habe keinen einzigen Song, den ich als meinen "Lieblingssong" bezeichnen würde.

Re: Evolution des Musikgeschmacks

Verfasst: 01.05.2009, 00:46
von Schnupfen
Hui. Viele Fragen... Aber cooles Thema!

*erinner*

Als Kind hab ich Kindermusik gehört. Stand da aber weniger auf die brave, traditionelle Ecke, sondern auf möglichst poppige. Kennt wahrscheinlich keiner, aber meine Nr. 1 war eine Dame namens Hella Heizmann, die mit ihrem "Kinderchor", der "Rasselbande", und Musikern, die sonst für Pop- und Rockbands spielen, Kindermucke gemacht hat. Und da wollte ich sogar immer in jener "Rasselbande" mitsingen. War aber zu weit weg... 8-)

Als Teenie wurde dieser Musik natürlich der Rücken gekehrt. Beeinflusst wurde ich dann durch zwei Parteien: Den Musikgeschmack meiner Eltern (deren Platten ich teils auch schon als Kind gehört hatte) und durch's Radio. Viele CDs, die in die 1. Kategorie gehören, habe ich mittlerweile verkauft, weil ich sie nicht mehr höre und sie auch wirklich peinlich sind. Aber ein paar habe ich noch, besonders solche aus der Gospel-Ecke bzw. die, auf denen meine Lieblingssängerin singt. Für Musik, die ich aus dem Radio kannte (und mochte), hab ich anfangs noch gar nicht so viel Geld ausgegeben. Da reichte der Kasettenrecorder samt Aufnahmetaste (und stundenlangem Warten auf den einen Song, den man haben wollte [Klingt sicher wie 1900 für die heutige Jugend, ne?]). Oder ich lieh mir was von Klassenkameraden aus - TicTacToe, Nana, die Fugees und Jacko fallen mir das spontan ein. :D Ich erinner mich, dass dann mit 11 oder 12 die Zeit begann, als ich Musik hörte, die für Gleichaltrige nicht unbedingt der Top Favourite war, die man ihnen dann aber schmackhaft machen konnte. Gewisse Soundtracks fielen da z.B. drunter. Emanzipation, musikalisches Selbstbewusstsein begann. :D
So mit 13 oder 14 entstand dann meine richtige Musik- und CD-Liebe, das Haben-Wollen, das Warten, das Freuen übers erste Anhören. Stilstisch war ich schon damals recht offen: Klar, Pop und Rock. Aber auch - 90er... - HipHop und Dance, sowie Genre-übergreifendes (das mir bis heute fast am liebsten ist [weil alles andre oft so langweilig]).
Ende der 90er kam dann - u.a. durch "Dawsons' Creek" (Achja, kennt ihr ja - Serienforum und so...) - sehr stark mal ein Hang zur Si/So-, Folk- und Akustik-Mucke. Mein musikalischer Geschmack wurde anspruchsvoller. Die Texte von Songs wurden wichtiger. Und genauso die Booklets. Call me crazy - wenn ich ganz bestimmte Booklets von 97 oder 98 in die Hand nehme, rieche ich das Gefühl, dass ich damals hatte, als ich die entsprechenden CDs immer und immer wieder gehört habe.
Ich glaube, dass mich jene Musik, die am Ende meiner Teenie-Jahre, d.h. Ende 90er/Anfang 2000er gehört habe, am meisten geprägt hat, eben auch für die Zukunft der angeschafften Musik. Und einfach für den imensen Stellenwert, den Musik für mich heute hat. Und die Art, wie ich mich mit CDs und Songs auseinandersetze, wie ich auf neue Musik von meinen Lieblingen warte, wie ich nach Liedern Ausschau halte, die mir mit ihren Texten und Stimmungen aus der Seele sprechen (Und, ja, meine Kids werden meine Lebensgeschichte an meiner Sammlung zurückverfolgen können ;-)).
In den folgenden Jahren hat sich mein Geschmack dann nämlich wirklcih entscheidend entwickelt. Und da hab ich kaum noch nen Überblick, was wann kam, usw. Beeinflusst wurde ich durch Serien und Film, aber auch weiterhin durch die Charts (in denen immer noch Gutes zu finden ist), durch Medien und Kritiker, durch Freunde und meinen Bruder, der mir v.a. Jazz und Swing nahe brachte. Aber v.a. auch dadurch, dass ich richtig gute Musik kennengelernt habe. Gesehen habe, wie sie wirklcih klingen und gemacht werden kann. Das war dann wohl auch der Grund, warum ich vermehrt zurück geblickt und so manches Gutes aus den 70ern und 80ern kennengelernt habe, das ich gerne schon früher entdeckt hätte, die damals aber einfach nciht in mein Ohr gegangen wären (z.b. Kate Bush oder Morrissey).

Wie gesagt, manches von früher hab ich verkauft oder verschenkt. Das mache ich auch heute immer wieder, wenn ich mich frage, warum ich eigentlich die oder die CD mag bzw. mochte und besitze.
Dennoch finden sich unter meine bald 900 CDs so manche Peinlichkeiten oder Alben, die ich gar nicht mehr höre, aber in mein Herz geschlossen habe - wegen der Geschichte, der Identifikation mit Texten, wegen (evtl. stupiden) Ohrwürmern. Und außer Volksmusik und allem Harten, was über Metal hinausgeht, gibts fast alles in meinen Ikea-Regalen. Udn wird auch noch gehört. Und - bei Kritikern - verteidigt. Denn einen Grund, warum ich etwas besitze und mag, hab ich ja immer.

Re: Evolution des Musikgeschmacks

Verfasst: 01.05.2009, 23:36
von Kizmin
Als wirklich kleines Kind habe ich nur - und wirklich nur - "Die Schlümpfe" gehört. Ich war total begeistert davon. Heute nun wirklich nicht mehr...
Dann kam so mit 12 die "No-Angels-Phase" in der ich wirklich nur diese Band gehört habe, und alle Berichte und Zeitungsschnipsel über sie gesammelt hatte, ich war also ein richtiger Fan.

Zwischendurch habe ich eigentlich nur Pop und Radiomusik gehört, CDs hatte ich nicht wirklich viele, nur die, die mein Vater angeschafft hatte. Da er aber heute noch denkt, alles was auf Platz 1-3 der Charts ist, ist zwangsläufig gut, war das mit Radiomusik ziemlich deckungsgleich.

Bis heute kenne ich mich nicht wirklich aus, ich kann zum Beispiel Sänger oder Bands nicht verschiedenen Stilrichtungen zuordnen, kenne diese im Grunde auch nicht, und eigentlich ist es mir auch egal. Was gefällt, wird gehört. Was nicht gefällt, kommt weg, auch wenn noch so viele behaupten, es sei ja soo gut, und man müsse die Band XYZ gehört haben.

Andere Musik habe ich zum Teil durch meinen Cousin (hier vor allem Metal, also Creed - keine Ahnung, ob das überhaupt dazugehört -, System of a Down etc), dann durch meinen jetzgen Freundeskreis auch eher Metal (z.B. Disturbed), durch Fernsehserien wie Grey's Anatomy habe ich zum Beispiel Tegan & Sara oder Jem kennengelernt. Dann habe ich auch manches über die Musiktipps von amazon bestellt, und bis jetzt war auch noch kein Fehlkauf dabei.
Dann gibt es aber auch die Lieder, die man sich kauft, weil sie einen an ein bestimmtes Ereignis erinnern, oder Lieder, die man aus Fernsehserien kennt, die man jedoch kein ganzes Album aushalten könnte.
Bis heute bin ich auch noch bei keiner Stilrichtung geblieben, sondern picke mir das heraus, was mir gefällt.

Re: Evolution des Musikgeschmacks

Verfasst: 02.05.2009, 11:06
von Schnupfen
Kizmin hat geschrieben:Zwischendurch habe ich eigentlich nur Pop und Radiomusik gehört, CDs hatte ich nicht wirklich viele, nur die, die mein Vater angeschafft hatte. Da er aber heute noch denkt, alles was auf Platz 1-3 der Charts ist, ist zwangsläufig gut, war das mit Radiomusik ziemlich deckungsgleich.
Echt, der kauft sich immer noch alle Top3-1-Alben? Selbst den größten Mist? Scheint nen vielfältigen Musikgeschmack zu haben... :-)
Andere Musik habe ich zum Teil durch meinen Cousin (hier vor allem Metal, also Creed - keine Ahnung, ob das überhaupt dazugehört...
Nicht wirklich. Ist Post-Grunge.

Re: Evolution des Musikgeschmacks

Verfasst: 02.05.2009, 18:40
von Kizmin
Schnupfen hat geschrieben:
Kizmin hat geschrieben:Zwischendurch habe ich eigentlich nur Pop und Radiomusik gehört, CDs hatte ich nicht wirklich viele, nur die, die mein Vater angeschafft hatte. Da er aber heute noch denkt, alles was auf Platz 1-3 der Charts ist, ist zwangsläufig gut, war das mit Radiomusik ziemlich deckungsgleich.
Echt, der kauft sich immer noch alle Top3-1-Alben? Selbst den größten Mist? Scheint nen vielfältigen Musikgeschmack zu haben... :-)


Nicht wirklich. Ist Post-Grunge.
Nee, nur die Singles. Und heute auch nur noch, wenn ich mir was kaufe, es ihm zu lange dauert, und er reinkommt und selber guckt. Mittlerweile schaffe ich es aber, ihm in 50% der Fälle den allergrößten Mist auszureden, klappt jedoch leider nicht immer...
Schnupfen hat geschrieben:
Kizmin hat geschrieben: Andere Musik habe ich zum Teil durch meinen Cousin (hier vor allem Metal, also Creed - keine Ahnung, ob das überhaupt dazugehört...
Nicht wirklich. Ist Post-Grunge.
Siehst du, ich kenn mich wirklich nicht aus. Ist aber (zumindest mir) ziemlich schnurz...

Da ich gestern die Frage, ob man Musik eher aktiv oder passiv hört, hier die Antwort:
Wenn ich keinen MP3 Player hätte, würde ich am Tag noch sehr viel weniger Musik hören als jetzt schon. Ich habe noch einen etwas älteren CD-Player, auf dem man noch keine MP3s abspielen kann, und deswegen müsste ich immer die CDs wechseln. Da bin ich aber viel zu faul dafür, also wird meist nur der Radio angemacht.
Wirklich nur Musik höre ich eigentlich nur im Bus, wenn ich zur Schule fahre, da schlafe ich aber immer wieder ein, und das wird sich auch ändern, wenn ich erst mal Auto fahren darf.
Ich setze mich auch nicht irgendwo hin, und denke mir "so, jetzt höre ich wirklich nur Musik", sondern habe sie mehr als Hintergrunduntermalung.

Re: Evolution des Musikgeschmacks

Verfasst: 04.05.2009, 10:35
von Fincky
Mein Musikgeschmack hat sich natürlich auch im Laufe der Jahre verändert. Meine erste Lieblingsgruppe waren damals glaube ich Roxette. Da habe ich aber noch keine CDs gekauft. Ace Of Base fand ich auch sehr toll. Meine erste CD war dann ein Album von Bryan Adams. Dann gab es einige Komplikationen mit den Backstreet Boys ^^ Das ging aber schnell vorbei. Man wird ja älter. Dann habe ich exzessiv modernen Metal á la Limp Bizkit, Papa Roach und Linkin Park gehört. Aber auch schon viele andere etwas anspruchsvolle Sache. Irgendwann habe ich mich dann von den Fesseln der Genre gelöst und einfach alles gehört was mir gefällt. Von Indie über Metal, Pop, Alternative und Co. Einzig mit elektronischer Musik kann ich bis heute gar nichts anfangen. Ich denke das Musikverhalten ändert sich einfach mit dem Alter zwangsläufig. Man achtet mehr auf Texte, versteht auch meistens mehr. Die Authenzität der Musik wird wichtiger, man möchte sich gerne mit der Musik identifzieren können, denke ich. Früher war ich schon ein erheblicher Geschmacksverurteiler, das hat sich aber geändert. Jede Musik hat für irgendwen eine Daseinsberechtigung. Wenn jemand gerne Ötzi oder Rosenstolz hört soll er es tun. Das regt mich nicht mehr auf. Kritisch bleibe ich dennoch, aber ich verurteile niemanden mehr aufgrund seines Musikgeschmacks.

Beeinflusst habe ich meinen Musikgeschmack eigentlich größtenteils selber. Ich bin durstig und wissbegierig was Musik betrifft. Ich höre mir sehr viele Neuerscheinungen an und auch sämtliche alte Klassiker. Ich kann gar nicht genug bekommen. Bei mir leidet darunter auch nicht die Aufnahmefähigkeit neuer Musik. Aber ich muss sagen es haben mich immer bestimmte Bands oder Künstler in eine Richtung geführt. Ryan Adams hat zb einen großen Teil dazu beigetragen, dass ich mich mit Indie, Americana und Singer/Songwritern beschäftige. Das kann man endlos fortsetzen. Auch mein Vater hat mir einige tolle Sachen in meiner Kindheit gezeigt, wie die alten Fleetwood Mac oder die Rolling Stones, auch Bap.

Insgesamt ist der Stellenwert der Musik bei mir sehr hoch. Ich kaufe im Monat bestimmt 20-30 CDs und verschlinge diese auch gerne und exzessiv. Genremäßig bleibe ich da größtenteils uneingeschränkt, ob Indie, Alternative, Pop, Rock, Metal whatever, aus jedem Genre sagt mir genügend zu.

Re: Evolution des Musikgeschmacks

Verfasst: 04.05.2009, 11:20
von EvilFiek
Tolles Thema!

Bei mir fing es mit der Musik auch sehr früh an damit, dass ich Musik aus der Heimat (sprich: Balkan-Pop/Rock) hören durfte, was an meinem Vater lag. Danach entdeckte ich zum ersten Mal die typisch populäre Musik und wurde mit 6 oder 7 Jahren N'Sync-Fan! Mittlerweile weiß ich überhaupt nicht mehr, was mich an der Band gereizt hatte, aber damals war ich halt noch ein kleiner Pupser. Lange Jahre gab es dann auch musikalisch keine wirkliche Weiterentwicklung, bis mir irgendwann Eifel 65 ins Auge fiel, die sich dann neben N'Sync zu meinen Lieblingsbands zählen durften. Aber auch nach der Entdeckung dieser Band blieb es doch musikalisch still bei mir, da mir irgendwie der Antrieb fehlte und ich bis auf das wöchentliche Bravo TV und gelegentlich Radio keine wirkliche Möglichkeit hatte Musik kennenzulernen.
Das änderte sich Anfang 2000, als wir endlich ne Satellitenschüssel bekamen und ich so in den Genuss von MTV und Viva kam deren Programm ich dann durchaus täglich mehrere Stunden lang konsumierte. Zeitgleich kam ich dazu zwei Videospiele, Crazy Taxi und Tony Hawks Pro Skater, sehr viel zu spielen, die einen fantastischen Soundtrack hatten weswegen sich bei mir schnell Tendenzen auftaten. Ich fing anhärtere Musik zu bevorzugen wie beispielsweise Alien Ant Farm, Sum 41 oder Papa Roach, war aber auch, für meinen damaligen Geschmack, 'gutem' HipHop wie Eminem, Xavier Naidoo oder Samy Deluxe nich abgeneigt. Bei letzteren reizten mich vor allem die tiefgründigen Texte, die, da sie auf Deutsch waren, auch für mich durchaus verständlich waren. Was damals (und auch heute!) allerdings schon überhaupt nicht ging war Musik, die auf zuviel Sex setzte. Da hatte ich so eine Art eingebauten Moralstandard, dass ich, sobald ich feststelle, dass ein Künstler in seinen Musikvideos nur halbnackte Ischen rumtanzen hat ich automatisch eine Abneigung entwickelte. So war es beispielsweise bei Nelly, dessen erstes Lied, dass ich damals kennenlernte, super fand (#1), aber danach irgendwas anderes von ihm sah, wo man auf die typischen Hiphop-Klischees im Video zurückgriff, und ihn daher nicht mehr hörte.
Abgesehen von der populären Musik hörte ich damals außerdem immer noch gerne orchestrale Sachen, vor allem wie man sie in Film-(bsp.die Sachen die Hans Zimmer so machte) und Spielesoundtracks (Final Fantasy) findet.

Ein wichtiger Wendepunkt in meiner musikalischen Entwicklung war im Herbst 2001 zu finden. Durch das Internet hatte ich nämlich einige Leute kennengelernt und dabei gab es vor allem eine Person, die irgendwann anfing mir Musik zu schicken. Die erste Band, die ich auf diese Art und Weise kennenlernte war Rhapsody mit dem Lied 'Holy Thunderforce' und auf einen Schlag war meine musikalische Welt zerschmettert, denn was ich dort hörte, war mir zuvor so nicht bekannt gewesen. Nicht nur, dass Rhapsody in der Härte alles mir bisher bekannte eindeutig in den Schatten stellten, die Band nutzte auch Stilmittel wie beispielsweise Chöre und vor allem orchestrale Keyboards, die das Klangbild total dominierten. Da ich sowieso ein Faible für orchestralen Kram hatte war es um mich geschehen und die Band wurde sofort zu meiner Lieblingsband.
Doch da hört es nicht auf, denn der nette Typ schickte mir im Verlaufe der nächsten Jahre noch mehr Musik. Anfang 2002 zeigte er mir die Band Dream Theater mit dem Song 'The Glass Prison'. Ein wahrliches Meisterwerk mit rund 13 Minuten Spielzeit. Und auch wenn ich nach der Entdeckung von Rhapsody immer noch gelegentlich MTV geschaut habe war das für mich nach Dream Theater nicht mehr möglich. Dafür war ich zu sehr von der unorthodoxen Songstruktur begeistert, die diese Band in ihren Liedern nutzte, als dass ich wieder zurückgehen könnte zu Strophe-Refrain-Strophe. Mit der Entdeckung von Dream Theater fing ich auch an, mich intensiv mit Texten zu beschäftigen. Ich mochte schon damals gesellschaftskritische Texte und fand Liebes- sowie sich selbst feiernde Lyrik als unerträglich, doch mit Dream Theater fing ich erst an mich richtig zu beschäftigen. Das lag wohl auch an dem Song 'The Glass Prison', der für mich einfach nicht zu interpretieren war, egal wie oft ich ihn durchlas, was wiederum eine Art Faszination auf mich ausübte.
Bis 2003 lernte ich noch einige weitere Bands kennen, ohne, dass sich irgendein Artist besonders herauskristallisieren konnte.
Mitte 2003 hatte ich dann meine Punk-Phase (natürlich nur musikalisch o.o!). Ich glaube für mich war in diesem jungen Alter die komplizierte Musik von Dream Theater etc. einfach zuviel und dadurch war ich dann sehr empfänglich für den Punk, der zwar durchaus auch Härte zu bieten hatte, aber das doch sehr simpel hielt. Also hörte ich Bands wie Die Ärzte, Dritte Wahl, aber auch ein paar ältere Favoriten wie Sum 41 oder The Offspring. Doch diese Phase hielt nicht lange, und nach knapp einem halben Jahr langweilte ich mich vorallem aus musikalischer Sicht etwas.
Da kam es mir gerade Recht, dass die Band Symphony X vor kurzem ihren neuesten Silberling 'The Odyssey' herausgebracht hatte, der auch einen gleichnamigen Song bot, welcher mit 24 Minuten auf der einen Seite einen neuen Songlängenrekord für mich darstellte, aber, und das ist viel wichtiger, auf der anderen Seite quasi eine Symbiose aus der Progressivität von Dream Theater und der besonderen Elemente, den orchestralen Keyboards etc. von Rhapsody darstellte.
Also ging es für mich zurück zur komplizierten Musik, die ich aber nun etwas anders wahrnahm als vor meiner Punkphase. Denn während ich vorher einen Song einfach als Song hörte, fing ich nun an, mich mehr und mehr für die einzelnen Elemente zu interessieren, die ein Lied so ausmachten. Ich fing an besonders auf einzelne Instrument-Passagen zu achten, Takte zu zählen etc. und dadurch tat sich für mich ein quasi unendliches Universum auf, da ich ein Lied gut 50-mal hören könnte und würde doch immer wieder neue, kleine Details entdecken, die mir bisher entgangen waren.
Und ich fing an meinen Musikgeschmack selbstständig zu erweitern. War ich bisher darauf angewiesen, dass mir nette Menschen Bands andrehten, beschloss ich mich endlich selber auf die Suche zu machen und kaufte ordentliche Musikmagazine mit Sampler CDs (sprich NICHT Bravo oder ähnliches), schaute mich auf Webseiten mit Rezensionen um und informierte mich auch über die musikalischen Einflüsse der Bands die ich mochte.

Heute höre ich noch immer diese komplizierte Musik und bin irgendwie beeindruckt, dass sich trotz Pubertät mein Musikgeschmack nicht verändert hat. Ich habe ihn zwar in der Breite stark ausgebaut und bin dabei auch ziemlich offen für alles, setze aber gleichzeitig immer noch auf gewisse Grundelemente, wie Virtuosität, eine interessante Songstruktur, Emotion und tiefgründige Texte. Darüber bin ich aber auch irgendwie froh, denn ich glaube, dass mich die Musik die ich gehört habe sehr stark beeinflusst hat. Man nehme zum Beispiel 'The Glass Prison', denn, wie ich später feststelle, handelte der Song von den Alkoholproblemen des Drummers und darüber Lieder zu machen stellte für ihn eine Art von Rehabilitation dar. Und auch wenn es nicht der einzige Grund ist, hat Dream Theater durchaus eine Rolle darin gespielt, dass ich keinen Alkohol trinke. Und genau so könnte ich unzählige Beispiele aufzählen, bei der Musik mich inspiriert hat, weswegen ich der festen Überzeugung bin, dass ich ohne diese Einflüsse heute ein anderer Mensch wäre.
Von den Bands die ich vor Dream Theater hörte ist eigentlich nur Rhapsody übrig geblieben, auch wenn die mir mittlerweile etwas zu kitschig und niveaulos sind. Dafür habe ich aber eben unzählige neue Bands entdeckt, darunter Pain of Salvation, die für mich mittlerweile sogar Dream Theater verdrängt haben, die dafür sorgen, dass ich garnicht mehr an die alte Zeit zurückdenken möchte.
Mittlerweile höre ich sogar ab und zu etwas 'normale' Musik, was vor ein paar Jahren noch undenkbar war, tue mich dabei aber immer noch etwas schwer...besonders wenn die Songstruktur total simpel ist, es keine musikalische Progression gibt oder ähnliches. Aber manche 'normalen' Lieder haben dann doch das gewisse Etwas, seie es ein toller Text oder eine interessante Gesangsstimme, die eine Faszination auf mich ausüben können.
Was aber noch immer nicht geht ist Musik bei der die Texte nur der Selbstdarstellung dienen(irgendwie ironisch, dass ich Selbstdarstellung nicht leiden kann sie aber doch hier in diesem Beitrag praktiziere), auf einem Niveau geschrieben sind, dass meine 10-jährige Schwester sich für den Künstler fremdschämen müsste und natürlich Musik, die keine Emotion oder Virtuosität bietet. Das trifft dann vor allem auf elektronische Musik zu.

Ich höre außerdem Musik (mittlerweile -- vor ein oder zwei Monaten sah das nämlich noch anders aus) ausschließlich aktiv. Früher hatte ich immer Musik laufen, egal was für einer Beschäftigung ich nachging, doch das geht für mich einfach nicht mehr. Ich empfinde es auf der einen Seite irgendwie den Künstlern als respektlos, wenn ich die Musik in die sie soviel Liebe gesteckt haben zur simplen Hintergrundbedudelung verkommen lasse und weiterhin tendiere ich dazu mich von Musik doch etwas zu stark ablenken zu lassen.

Re: Evolution des Musikgeschmacks

Verfasst: 04.05.2009, 16:42
von ForVanAngel
Als Kind erinner ich mich nur an „Rolf Zuckowski“, der war damals The Man. :D
Wie hat sich euer Musikgeschmack seit eurer Kindheit verändert?
Hört ihr heute dieselbe Musik wie damals oder vor fünf oder zehn Jahren?
Gott sei Dank nicht! Wär auch schrecklich, wobei vor 10 Jahren und vor 5 Jahren bei mir ein gigantischer Unterschied ist! Anfangs hab ich nur Radiomusik gehört bzw. die Charts (Bayern 3’s Top 20 um genau zu sein), so ab 99 hab ich mir die ersten Platten gekauft, das warn so Sachen wie *nachdenk* Deichkind – Bitte Ziehen Sie Durch, Die Fantastischen 4 – 4:99, Dynamite Deluxe – Deluxe Soundsystem ( 8-) ), von meiner Lieblingsband Texta „Gegenüber“ ( :anbet: ), also Deutschrap Klassiker. Deutscher Hip Hop hat mich schon seit dem ich ihn kenne fasziniert, da ich die Texte alle verstanden hab (früher war in dieser Hinsicht wirklich alles besser!). Dazu halt so gewisse Sachen aus den Charts, weiß noch genau, dass mir durchaus alles gefiel, nur Rock/rockige Sachen konnte ich nicht wirklich leiden, dafür Dance Musik auch schon seit fast immer – zumindest seit 1998 Scooter „How Much Is The Fish", okay es war wahrscheinlich auch Robert Miles geniales "Children" ( :anbet: ), wobei man das nicht direkt als Dance ansehen kann.

Durch die Schule und besseren Radiosender wurde mein Geschmack dann „weiterentwickelt“, hab dann viel „Techno“ gehört (kannte die wirklichen Stildefinitionen erst seit sagen wir 2004), so Italo-Dance a la Gigi d’Agostino, Molella, Prezioso, aber auch Sylver, Lasgo, Brooklyn Bounce, so in die Richtung. 2001 war es (unglaublich, so lange aus!), da kam eine Band mit einem Song namens „One Step Closer“ (ratet mal welche Band :) ) und ich mochte es durchaus, hatte es aber nur kurzzeitig gehört, zu wenig. Erst mit „In The End“ oder war vorher „Crawling“ hatte ich eine neue Fav Band – Linkin Park! Da ich damals wie geschrieben kaum bis gar keinen Rock gehört hatte (und ich hatte eine ganz schlechte Meinung über Rock im Allgemeinen, zu laut, oder aggressive, weiß ich nicht mehr so. Da LP praktischerweise Hip-Hop lastig waren, gefiel mir das natürlich umso besser. Dann hab ich auch angefangen, meinen Horizont „bewusst“ zu erweitern, also jene Bands anzuhören, die zu den großen zählen. Nirvana hab ich früher nie gehört, zu aggressiv – heute find ich sie super. :up:

Je älter ich wurde, desto mehr bzw. bessere Musik habe ich gehört – Internet sei dank, da kommt man auf Bands die man überhaupt nie gehört hat und schwups, schon steht die CD im Regal, super! Dido (seit Roswell kenne ich zumindest "Here With Me" - das ist schon ~ 8 Jahre her!) hör ich schon seit Ewigkeiten, Coldplay erst seit 2005 (Schande über mich!), kannte ich aber schon vorher. „Hilary Duff“ mochte ich auch, ist heute sehr grenzwertig, steht zwar im Regal, aber gefallen tut’s mir nur sehr, sehr bedingt. Sonst gab’s ein paar Fehlkäufe, aber wirklich grottige Platten aus früheren Jahren hab hab ich meines Wissens nach nicht.
Welche Bands, die ihr vor Jahren geliebt habt, könnt ihr heute nicht mehr hören? Und welche hätten euch früher noch Ohrenschmerzen bereitet, gehören heute aber zu euren absoluten Faves? Und woran liegt das?
Jetzt ist mir doch was eingefallen: die 80s! Schrecklich billige Musik, klingt total langweilig und künstlich - die Radiomucke lässt einen das wirklich glauben! Bin aber mit der Zeit draufgekommen, dass es da doch richtig gute Bands gibt: Joy Division, The Smiths, Tears For Fears' "Songs From The Big Chair" ist auch durchaus gut! Alphaville's "Forever Young"-Album, Talking Heads (mein erster Gedankte war: man klingen die billig :D ), Echo & The Bunnymen (hervorragend: "Ocean Rain"), Gang Of Four, durchaus auch Duran Duran und A-ha haben auch ein paar gute Lieder gemacht. Hätte ich früher nicht gehört, aber man kommt mit der Zeit rein, wenn man den Schritt wagt, entdeckt man wirklich richtig interessante Bands. Es gibt da so eine Sache: Schau ich meine CD-Sammlung an (schätzte mal an die 200 Alben (inkl. Sampler)), und sage mir: was könnte ich mal wieder hören? Dann greif ich zB eher nicht zu einem Album, dass ich schon seit (3,4)5+ Jahren besitze, sondern zu einem neuen, weil ich zB Dido 1+2 auswendig kann, das neue noch nicht. Einige CDs wurden wegen der damals geringen Auswahl „overplayed“, hör ich nur noch Ausschnittsweise am MP3-Player/PC, aber nicht mehr in voller Länge.
Habt ihr euren musikalischen Horizont immer mehr erweitert oder euch mittlerweile vielmehr auf ein oder zwei besonders geschätzte Genres spezialisiert?
Eindeutigst ersteres! :) Ich hör echt alles: Hip Hop (Deutsch Rap bevorzugt - aber fast nur Sachen bis etwa 2003 und natürlich deutsche Klassiker), Pop (aber lieber nicht so standardisierten), EDM (electronic Dance Music – hauptsächlich Trance aus den 3 großen Radioshows TATW, GDJB und ASOT, dazwischen aber auch mal den einen oder anderen Housetrack oder ein paar Danceclassics a la Gigi, Scooter, Sylver – hab bis 2003/2004 die Grenze gezogen – was danach kam ist einfach nur schlecht!), Jazz, Soul, New Wave, Indie, Classic Rock, 60s, 70s und sogar 80s (wobei es da mMn den größten musikalischen Müll gibt, klingt großteils billig und uncool (ersteres kann man unserem Jahrzehnt teilweise vorwerfen, aber "uncool" weniger!), Portishead, Radiohead, Joy Division, Rock in vielen Facetten. Wenn ich mir die Alben die ich mir in letzter Zeit gekauft habe anschau, da sind immer verschiedene Genres dabei. Find auch ganz vieles schlecht (besonders die Charts-irgendwas-Mukke), aber theoretisch kann ich jeden Musik Stil hören, ausgenommen zu harte Sachen (im Rocksektor als auch im Dancesektor - Volksmusik ist für mich ebenfalls die "Härte" :D ).
Man kann das ganze etwa so aufteilen: Trance (50%) + Rest = Mein Musikgeschmack! Natürlich brauch ich auch mal Abwechslung, ist aber kein Problem, CD Wechsel und gut ist.
Und hört ihr allgemein mehr oder weniger, aktiver oder passiver Musik als früher? Welchen Stellenwert hatte Musik bei euch heute?
Einen sehr hohen! Hör sehr viel Musik, im Bus auf jeden Fall (das Radioprogramm ist ja nicht aushaltbar), aber auch beim I-netten, ist aber nicht immer so gut, wenn man sich eine konzentrierte Anwort geben will, werd ich etwas von der Musik abgelenkt. (deshalb muss ich dann etwas leiserdrehen ;) ) Außerdem hab ich genug Musik, die ich noch aufarbeiten muss bzw. mal genauer anhören muss als „1 Durchlauf, gut ist, nächste CD“ (was ich mit so manchen CDs machen! :ohwell: ).

Lieblingssong oder so gibt’s nicht wirklich, aber gewissen Songs werden einfach öfter gespielt, aber nur für einen gewissen kurzen Zeitraum – denn ich hab genug Musik die gehört werden will.

Re: Evolution des Musikgeschmacks

Verfasst: 04.05.2009, 22:50
von Lin@
So hab ich mir das vorgestellt. :D
Melanie hat geschrieben:Ich weiß nicht, wer wann welche Alben herausbringt, ich hab nicht mal mehr eine Ahnung, wer die deutschen Charts anführt. Aber das ist mir eigentlich auch egal.
Nicht nur dir. :D
Dem transportablen Musikspieler sei es verdankt, dass ich mir kaum noch Alben kaufe und kaum noch mehr als drei Songs pro Band durchhöre. Ob das schade ist, weiß ich nicht.
Ich finde schon. :(
Aber auch eine interessante Entwicklung, der ich mich bislang (Gott sei Dank?) entziehen konnte: Das allgemein scheinbar abnehmende Interesse an Alben und die dafür steigende Tendenz, nur noch einzelne Songs zu hören.

Wie ist das bei anderen? Hört ihr noch hauptsächlich Alben oder pickt ihr euch auch nur die Favorites raus und lasst dann nur noch "playlists" laufen? Ich gehöre ja nach wie vor zu der Spezies, die Alben am liebsten von vorne bis hinten hört. Bin allgemein kein großer Fan von Mixtapes oder Compilations, kann gar nicht genau festmachen, woran das liegt. Hat wahrscheinlich was mit der Stimmung zu tun, bin nämlich ein Fan von atmosphärischen, runden Alben, die einfach in sich "stimmig" sind, was ja selten der Fall ist bei Samplern...
Meine Kids werden später mal nicht meine gesamte Lebenssituation anhand meiner Alben rückverfolgen können (wie ich es bei meinen Eltern tun konnte), aber das ist mir ehrlich gesagt auch nicht so wichtig.
Dir vielleicht nicht, aber deine Kids werden dir das irgendwann wahrscheinlich vorhalten. ;) So geht's mir zumindest oft. Meine Eltern haben die wenigen Platten, die sie hatten, verschenkt, als sie ausgewandert sind, dabei wäre ich so gern mit den Beatles sozialisiert worden...
ich habe keinen einzigen Song, den ich als meinen "Lieblingssong" bezeichnen würde.
EINEN hab ich auch nicht, eher hunderte. :D
Schnupfen hat geschrieben:Für Musik, die ich aus dem Radio kannte (und mochte), hab ich anfangs noch gar nicht so viel Geld ausgegeben. Da reichte der Kasettenrecorder samt Aufnahmetaste (und stundenlangem Warten auf den einen Song, den man haben wollte [Klingt sicher wie 1900 für die heutige Jugend, ne?]).
:D War aber ne geile Zeit. 8-)
Call me crazy - wenn ich ganz bestimmte Booklets von 97 oder 98 in die Hand nehme, rieche ich das Gefühl, dass ich damals hatte, als ich die entsprechenden CDs immer und immer wieder gehört habe.
Und ich dachte, das geht nur mir so... ;)
Und außer Volksmusik und allem Harten, was über Metal hinausgeht, gibts fast alles in meinen Ikea-Regalen. Udn wird auch noch gehört. Und - bei Kritikern - verteidigt. Denn einen Grund, warum ich etwas besitze und mag, hab ich ja immer.
So isses. Und so musses sein. :up:
Fincky hat geschrieben:Dann gab es einige Komplikationen mit den Backstreet Boys ^^
^_^ Schön ausgedrückt... ;)
Hatte ja auch mal so eine Phase, in der ich die Jungs ganz gerne mochte, war aber (wenn ich mich recht entsinne) nie ein richtiger Fan von irgendeiner Boy-Band (oder irgendeiner anderen, for that matter). Mir war Fanatismus in der Hinsicht einfach schon immer äußerst suspekt. Konnte damals mit dem ganzen Boyband/Girlband/Kelly Family-Wahnsinn überhaupt nichts anfangen, auch wenn ich (mit etwas Abstand) den ein oder anderen Song durchaus ganz gern mochte. Hab da wohl einfach persönlich eine ganz ausgeprägte Antipathie gegenüber übertriebenen Hypes und (was ich ja noch viel schlimmer finde) Gegen-Hypes.
Die Authenzität der Musik wird wichtiger, man möchte sich gerne mit der Musik identifzieren können, denke ich.
Hmm... Authentizität steht bei mir auch ganz oben, aber ob das mit dem Identifikationsfaktor zu tun hat? Der hat bei mir in den letzten Jahren eigentlich ziemlich nachgelassen. Zumindest die Identifikation mit bestimmten Text(zeil)en, Künstlern, Musikrichtungen... Sehe (bzw. höre) Musik mittlerweile eigentlich als losgelöste Kunstwerke, ähnlich wie Literatur, wo meistens einfach der künstlerische Anspruch im Vordergrund steht, unabhängig davon, ob ich mich nun in den Texten selbst wiederfinde oder so. Was aber natürlich nicht heißen soll, dass da keine starke emotionale Bindung entstehen kann, ganz im Gegenteil. Vielleicht kann ich mich aber auch einfach mit dem Begriff "identifizieren" nicht so recht... äh, identifizeren. :D
EvilFiek hat geschrieben:Das änderte sich Anfang 2000, als wir endlich ne Satellitenschüssel bekamen und ich so in den Genuss von MTV und Viva kam deren Programm ich dann durchaus täglich mehrere Stunden lang konsumierte.
Hach, das waren noch Zeiten, da konnte man sich MTV und Viva echt noch den ganzen Tag geben. Mittlerweile... :roll:
Was damals (und auch heute!) allerdings schon überhaupt nicht ging war Musik, die auf zuviel Sex setzte. Da hatte ich so eine Art eingebauten Moralstandard
Das finde ich interessant, bezieht sich auch schon allein auf die Darstellung in Musikvideos & Co.? Oder nur auf die Texte? Weil wenn ersteres, frag ich mich: Inwiefern hat Musikgeschmack auch mit Sympathie zu tun? Hört man bestimmte Musik einfach nicht, weil man die Interpreten nicht leiden kann? Ich für meinen Teil, kann da eigentlich sehr gut trennen und auch Musik von Leuten hören, die ich persönlich für völlige Idioten und/oder Arschlöcher halte. :D
Man nehme zum Beispiel 'The Glass Prison', denn, wie ich später feststelle, handelte der Song von den Alkoholproblemen des Drummers und darüber Lieder zu machen stellte für ihn eine Art von Rehabilitation dar. Und auch wenn es nicht der einzige Grund ist, hat Dream Theater durchaus eine Rolle darin gespielt, dass ich keinen Alkohol trinke. Und genau so könnte ich unzählige Beispiele aufzählen, bei der Musik mich inspiriert hat, weswegen ich der festen Überzeugung bin, dass ich ohne diese Einflüsse heute ein anderer Mensch wäre.
Auch wenn mir jetzt (natürlich! :roll: ) kein so konkretes Beispiel einfällt, kann ich dir nur Recht geben. Geht mir ganz genauso. Wenn auch vielleicht nicht ganz so krass bzw. offensichtlich, sondern eher unterschwellig.
Was aber noch immer nicht geht [...] und natürlich Musik, die keine Emotion oder Virtuosität bietet. Das trifft dann vor allem auf elektronische Musik zu.
Dabei gibt's da draußen doch so viele tolle Elektro-Bands! ;)

ForVanAngel hat geschrieben:Es gibt da so eine Sache: Schau ich meine CD-Sammlung an (schätzte mal an die 200 Alben (inkl. Sampler)), und sage mir: was könnte ich mal wieder hören? Dann greif ich zB eher nicht zu einem Album, dass ich schon seit (3,4)5+ Jahren besitze, sondern zu einem neuen, weil ich zB Dido 1+2 auswendig kann, das neue noch nicht.
Interessant, bei mir ist das genau anders herum. Wenn ich schon wirklich so weit bin, dass ich wirklich durchs Regal schauen muss, um zu wissen, worauf ich Lust habe, ist das meist ein Zeichen dafür, dass ich gerade von Neuem gelangeilt bin und mal wieder was Altbewährtes hören möchte. Ist auch immer wieder toll, eine Platte aufzulegen, die man vor Ewigkeiten mal wirklich auf Dauer-Rotation hatte. Da werden nämlich immer immens viele Erinnerungen wach.


Aber apropos Erinnerungen:
Meine musikalische Sozialisation begann mit den Prinzen. :D Zumindest war das die erste Band, an die ich mich erinnern kann, die ich wirklich richtig geliebt habe, Texte auswendig konnte etc. pp. Kann mich eigentlich auch kaum daran erinnern, was ich damals sonst noch gehört habe. Zumindest aktiv. Passiv hatte ich durch meine drei älteren Schwestern eigentlich genug musikalischen Input. Und ihnen habe ich es wahrscheinlich auch zu verdanken, dass ich bis heute eigentlich für fast jede Musikrichtung offen bin, weil sie alle sehr unterschiedliche Sachen gehört haben. Während aus dem einen Zimmer also sowas wie Nirvana, Guns'n'Roses und Mr. Big tönte, dröhnten aus dem anderen Techno- und Dance-Beats inklusive der ganzen Haddaway-/Dr. Alban-Fraktion. Und aus dem dritten hauptsächlich Trance und House (später auch TripHop) sowie sämtliche (für mich) gewöhnungsbedürftigen Frauenstimmen - also Björk, Sarah McLachlan, Celine Dion, Cranberries (oder waren's doch die Cardigans?) und zig andere...

Nun ja, wie es sich gehört, musste ich als Nesthäkchen natürlich rebellieren, indem ich mich anderer Musik widmete. ;) Wobei ich schon damals fröhlich durcheinander hörte, was gerade gefiel, sei's nun Robbie Williams, die absoluten Beginner oder die RHCP. Das erste Album, das ich wirklich geliebt habe und mit dem ich angefangen habe, Musik sehr viel bewusster und involvierter zu hören, war Xavier Naidoos "Nicht von dieser Welt". Kann mich bis heute noch genau daran erinnern, wie ich ihn zum ersten Mal auf VIVA bei irgendeinem Live-Auftritt und ich meine nur von Klavier begleitet "20000 Meilen" habe singen hören und völlig hin und weg war von seiner Stimme.

Es folgten die Irrungen und Wirrungen der Pubertät, die ich hier nicht näher erläutern will. :D Insgesamt war doch recht viel harmloser Chart-Pop dabei, doch die Bindung zur Musik wuchs trotzdem stetig. Es begann die Phase, in der ich mir von allen Songs und Alben, die ich mochte (und das waren verdammt viele) die zugehörigen Lyrics ausdruckte (falls keine im Booklet vorhanden), in bald riiiiiesenfetten Ordnern sammelte und wirklich sehr viel aktiv mit den Texten vor der Nase gehört (und natürlich auch fleißig mitgesungen :D ) habe.

So mit 16 hatte ich dann auch endlich jemanden gefunden, dem Musik genauso wichtig war wie mir und bei dem die musikalische Wellenlänge auch stimmte. Man schwärmte sich gegenseitig von tollen Bands vor, musste unbedingt dieses oder jenes Lied vorspielen etc. pp. So kam ich dann auch mit der eher alternativen Schiene in Kontakt. Das war dann auch in etwa die Zeit, in der ich Bands und Künstler kennenlernte, die bis heute zu meinen absoluten Faves gehören: The Libertines, The Dresden Dolls, Interpol, Jason Mraz, (Robin) Thicke, Phoenix...

Noch "schlimmer" wurde das mit der Musik bei mir dann, als ich nach dem Abi von zuhause aus- und in eine selbsternannte "Metropolregion" gezogen bin, in der das ganze Jahr über Konzerte stattfanden. Eine ganz neue, spannende Welt eröffnete sich mir. :D Seitdem wird eigentlich jedes Jahr (zumindest gefühlt) noch mehr Geld für Musik ausgegeben, somit auch mehr gehört und geliebt. Eine große Mitschuld daran trägt auf jeden Fall das Internet. Nicht nur weil es da musikalisch einfach (wenn man denn mal die Webseiten-Perlen für sich entdeckt hat) unheimlich viel zu entdecken und genießen gibt, sondern auch weil ich über diverse Communities wie z.B. last.fm einige Leute kennengelernt habe, die meine Musik-Sucht (im Gegensatz zu meinem größtenteils total musikbanausigen Freundeskreis) nicht nur nachvollziehen konnten, sondern auch noch für fördernswert hielten. :D Über sie bin ich dann (noch!) aufgeschlossener (und anfälliger 8-) ) geworden für deutsche Musik (Tomte, Kettcar & Co.), Post-Rock, anständigen HipHop, Slowcore und, more recently, weibliche Si/So-Musik. :D

Allgemein bin ich, seit ich einem gewissen Iren namens Damien Rice hoffnungslos verfallen bin, sehr in die Singer-Songwriter-Schiene gedriftet, habe von da aus aber auch einige seeehr interessante Folk-/Americana-/Altcountry-Bands für mich entdeckt. Bin aber nach wie vor auch immer offen für neue Richtungen, vor allem, da man ja auch nicht permanent nur jammernde Männer mit Gitarre hören kann. ;) Von daher darf's zwischendurch auch mal etwas Elektro sein. Oder Zappel-Indie. Oder kanadischer HipHop. 8-)

Könnte noch ewig referieren, aber dann schläft mir vermutlich selbst der letzte Forumleser ein, von daher belass ich's mal vorerst dabei. Aber eine Frage hätte ich noch:


Was macht für euch gute Musik aus? Welchen Anspruch stellt ihr an Musik? (auch im Vergleich zu früher) Würde mich echt mal interessieren...

Re: Evolution des Musikgeschmacks

Verfasst: 05.05.2009, 01:15
von EvilFiek
Lin@ hat geschrieben:Wie ist das bei anderen? Hört ihr noch hauptsächlich Alben oder pickt ihr euch auch nur die Favorites raus und lasst dann nur noch "playlists" laufen? Ich gehöre ja nach wie vor zu der Spezies, die Alben am liebsten von vorne bis hinten hört. Bin allgemein kein großer Fan von Mixtapes oder Compilations, kann gar nicht genau festmachen, woran das liegt. Hat wahrscheinlich was mit der Stimmung zu tun, bin nämlich ein Fan von atmosphärischen, runden Alben, die einfach in sich "stimmig" sind, was ja selten der Fall ist bei Samplern...
Also ich bin auch der Typ, der noch immer ein Album durchhört. Und das obwohl ich sicher seit rund 5 Jahren nicht mehr ohne Mp3-Player lebe. Es passiert zwar durchaus, dass ich aus Alben einzelne Songs rauspicke, aber vorallem wenn ich ein neues Album höre versuche ich von vorne bis hinten zu hören. Zum einen steckt oft doch ein gewisser Sinn hinter der Anordnung der Musik (so bin ich das gewohnt), wie bsp. mit der Stimmungslage die durch die Lieder produziert wird von Song zu Song gespielt wird und zum anderen denke ich, dass man nach einmal hören aller Songs kaum in der Lage ist die Spreu vom Weizen zu trennen.
Das finde ich interessant, bezieht sich auch schon allein auf die Darstellung in Musikvideos & Co.? Oder nur auf die Texte? Weil wenn ersteres, frag ich mich: Inwiefern hat Musikgeschmack auch mit Sympathie zu tun? Hört man bestimmte Musik einfach nicht, weil man die Interpreten nicht leiden kann? Ich für meinen Teil, kann da eigentlich sehr gut trennen und auch Musik von Leuten hören, die ich persönlich für völlige Idioten und/oder Arschlöcher halte. :D
Sowohl Texte als auch Videos. Texte die mir da zu sehr 'ohne Sinn' in Richtung Sex gehen sidn absolutes No-Go, wenn in den Videos für meinen Geschmack zuviel 'sinnloser' Sex dargestellt wird, kann es kritisch sein. Generell sind mir Künstler die in ihren Videos so sehr auf dieses Element setzen automatisch unsympatisch, aber wenn mir ein Lied oder eine Band eben musikalisch als auch textlich gefällt und dann halt im Musikvideo ein paar nackte Frauen hat, beiße ich halt die Zähne zusammen (Beispielsweise Quuen und Bicycle Race. Ich finde Queen eigentlich nett, auch der Text des Lieds ist eigentlich interessant und bietet Spielraum zur Interpretation aber im Musikvideo hätten es wirklich keine 50 nackten Frauen die Fahrrad fahren sein müssen). Also gehe ich davon aus, dass ich da durchaus auch trennen kann.
Dabei gibt's da draußen doch so viele tolle Elektro-Bands! ;)
Oh, ich hatte schon befürchtet, dass mich sowas erwartet. Meine Aussage war klar viel zu sehr verallgemeinert, mir fehlten aber das passende Synonym. Was ich mit elektronischer Musik meinte ist Techno, Hardstyle, Gabber und alles was da in die Richtung geht, halt eben Musik, bei der man das Gefühl hat, dass die BPM-Anzahl das wichtigste Element und der Rest austauschbar ist...und leider ist mir eben bis auf 'elektronische Musik' kein Begriff eingefallen, der das irgendwie halbwegs zusammenfasst. Natürlich weiß ich, dass es beispielsweise in den Genres Darkwave, Indsutrial etc. die durchaus auch als 'Elektro' gelten tolle Bands gibt. Gomen!
Was macht für euch gute Musik aus? Welchen Anspruch stellt ihr an Musik? (auch im Vergleich zu früher) Würde mich echt mal interessieren...
Bei mir sind das in der Regel vier Elemente: Emotion, Abwechslung, Virtuosität und der Text. Wobei die Emotion das mit Abstand wichtigste Element ist während die drei anderen Bestandteile eher gleichgestellt sind. Denn wenn ein Lied für mich es schafft Emotion zu übertragen wird der Rest irgendwie unwichtig. Da spielt es dann keine Rolle, ob es sich dabei um einen Gitarrenriff handelt, den man nach 2 Stunden üben problemlos nachspielen kann.
Abwechslung ist für mich vorallem wichtig, da ich es mir mittlerweile angewöhnt habe, gelangweilt zu sein wenn MUsik für mich vorhersehbar ist. Ich werde gerne überrascht und wenn eine Band wirklichalle ihre Lieder einer bestimmten Formel folgen lässt, ist das für mich schwer zu hören. Es mujss natürlich nicht gleich ein 30-minütiger Track ohne richtige Songstruktur sein, aber man kann auch im Stinknormalen Strophe-Refrain-Strophe-Format variieren, indem man beispielsweise von Strophe zu Strophe etwas an der Instrumentalisierung ändert, egal ob man die Tonart ändert oder einfach ein anderes Instrument in den Vordergrund rückt.
Auch Virtuosität ist für mich insoweit wichtig geworden, dass ich von Musik auch beeindruckt werden will. Ich will nach dem Hören eines Liedes einen Wow-Effekt verspüren und wenn ich nach einem Lied genau weiß, dass ich das in kurzer Zeit auf dem Keyboard perfekt einstudieren könnte fehlt mir da selbiger.
Schlußendlich ist auch der Text sehr wichtig. Ich höre zwar auch viel instrumentale Musik, aber wenn schon Text dabei ist, dann bitte einer, der nicht vollkommen grenzwertig ist.

Was für mich hingegen eher eine untergeordnete Rolle spielt ist der Gesang. Das ist für mich ein Element, das durchaus auch etwas schwächeln kann. Ein Sänger vom Kaliber eines Daniel Gildenlöw, dessen Stimme 5 Oktaven umfasst und sämtliche vorstellbaren Gesangsarten beherscht ist zwar zu bevorzugen, aber auch wenn der Sänger eher wenig Talent hat kann ich da doch darüber hinwegschauen.

Das einzige Element was früher für mich wichtig war, war eigentlich die Eingängigkeit. Ein Lied musset früher für mich Ohrwurmfaktor haben, denn meist sah ich es nur einmal im Fernsehen oder hörte es nur einmal im Radio und wenn es so 'schwer' war, dass ich es nicht beim ersten Hören begreifen konnte, wurde es schnell abgeschoben. Aber heutzutage ist das für mich das mit Abstand unwichtigste Element. Ich nehme mir für meine Musik sehr viel Zeit und es ist durchaus vorgekommen, dass ich ein Album oder Lied über einen längeren Zeitraum (->Monate oder Jahre) hören musste, bevor sich mir gewisse Elemente erschlossen, die dafür sorgten, dass ich die Musik endlich 'verstand' und diese MUsik für mich richtig gut werden ließen. Hätte ich nur auf den Ohrwurmfaktor gesetzt hätte ich heute einen sehr viel beschränkteren Musikgeschmack


Jetzt will ich aber auch mal ne Frage stellen dürfen o.o! Wie wichtig sind für euch eigentlich Musikvideos? Haltet ihr diese überhaupt für nötig? Und was ist für euch ein gutes Musikvideo?

Re: Evolution des Musikgeschmacks

Verfasst: 05.05.2009, 11:06
von Fincky
Ich finde Musikvideos interessant, sage ich mal so. Im TV schaue ich mir keine an, aber im Internet suche ich auch oft nach den Videos meiner Favoriten. Habe davon auch ne ziemlich große Sammlung auf dem PC und gucke mir diese auch regelmäßig an. Livevideos sind dabei genauso willkommen wie die richtigen Videoclips.

Re: Evolution des Musikgeschmacks

Verfasst: 05.05.2009, 14:19
von jacoby
So zu meiner Entwicklung:
Bin jetzt 21 Jahre alt nur so zur Info:

Also in meinen Kindheitsjahren war ich "peinlicherweise" ein begeisterter Fan von David Hasselhoff (ja, ich hatte nahezu alle Kassetten!!)
So im Volksschulalter war besonders die E.A.V. eine der prägensten Bands für mich, weiß nicht ob die in Deutschland so bekannt sind (komme nämlich aus dem hügligen Österreich :P)

Mir hat Musik schon immer viel bedeutet, ich liebe es einfach Musik zu hören!

Dann so mit 11-15 Jahren ging dann die Liebe zur Musik etwas zurück, jedoch hörte ich da bunt gemischt, von aktuellen Chart Songs über Oldies, sogar Eminem bis hin zu AustroPop und E.A.V.

Dann kam die entscheidende Phase, so mit 16 Jahren ca. entscheidet sich meiner Meinung nach wohin der Musikgeschmack gehen wird, und ich glaube es kommt sehr viel aufs Umfeld an!

Viele meiner Freunde hörten die "Musikrichtung" Techno zu dieser Zeit, welche mich aber nie wirklich begeistern konnte.
Dann zeigt mir ein Freund der gerne Rock hörte, Linkin Park und Sum 41, und erstmals verspürte ich wieder eine starke Verbundenheit zur Musik, und dann kam auch schon das Jahr 2005, so gegen Ende kam die Live-DVD der ehemals Nu-Metal, nun Alternative/Rock Band PAPA ROACH heraus, welche er mir unbedingt zeigen musste und wo sofort der Funken übergesprungen ist. Ich entwickelte eine sehr starke Liebe zu dieser Band und kaufte mir alle Alben.
Papa Roach empfinde ich als die für mich absolut beste Lieblingsband !!!
Seit 20.März ist übrigens das neue Album "Metamorphosis" draußen, welches einfach supergeil ist.
Nebenbei gibt es noch genug andere Rockbands die mir sehr gut gefallen:
Three Days Grace, Rise Against, Breaking Benjamin, Shinedown, Foo Fighters, Sum 41, Linkin Park nur noch teilweise, Sixx:A.M.

also eindeutig kein Heavy Metal, aber doch Rock!
kommt aber auch vor das mir ab und zu Songs aus den Charts gefallen, kommt aber selten vor, hier ein paar die ich gut finde/fand:

Sunrise Avenue - Fairytale Gone Bad
Blue - Breathe Easy
Razorlight - Wire To Wire
Backstreet Boys - Incomplete ^^
...

Mittlerweile hab ich in meinem Leben 3 Konzerte (erst) besucht und zwar folgende:
26.8.2006 Papa Roach Live in Berlin
10.10.2006 Papa Roach Live in Wien
25.04.2009 Papa Roach Live in Wien

Folgende folgen:
5.6. - 7.6. Rock im Park in Nürnberg
24.6. Papa Roach Live in Hohenems

Es gibt jedoch 2 Musikrichtungen die ich absolut nicht ausstehen kann:
Techno (ist einfach nicht meins)
Deutscher Hip Hop (kann nicht verstehen, warum so viele Sido oder Bushido gut finden)

aber das is nur meine Meinung

Peace and Rock'n Roll

Re: Evolution des Musikgeschmacks

Verfasst: 05.05.2009, 17:08
von ForVanAngel
Lin@ hat geschrieben:Was macht für euch gute Musik aus? Welchen Anspruch stellt ihr an Musik? (auch im Vergleich zu früher) Würde mich echt mal interessieren...
Ich hör alle Genres, wie soll ich da denn eine "richtige" Antwort geben? :ohwell: :D Mach ma's ganz einfach so:

Früher war mir eigentlich egal, was ich gehört hab (weil ich zB im Dancebereich die guten Originale nicht kannte), Rock mochte ich wenig (hatte wohl was gegen Gitarren :D ), da ich die Texte sowieso nicht wirklich verstand und wenig Ahnung von Genres bzw. nicht wusste, dass es noch andere Musik hinter den Charts gibt, hab ich das konsumiert, was ich bekommen habe (= Großteils Chartsmukke). Heute merk ich das besonders, Bands die ich gut fand, find ich jetzt langweilig, weil ich bessere Bands kenne und weiß, wie man es machen kann damit es abwechslungsreich, innovativ klingt, und dass man nicht 10x den Refrain in einem Lied verwenden muss, bzw. nicht mal das Strophe-Refrain-Strope-Brige-Refrain-Refrain-Refrain Schema verwenden muss. Wenn man wenig Ahnung von Musik hat, hört man viele schlimme Sachen, wenn man aber einen Vorrat an guter Musik angelegt hat, kann man auf sowas verzichten und stattdessen bessere Sachen hören. Auch hilft es sich in einem Genre auszukennen, wenn ich jetzt zB Metal höre kann ich überhaupt nicht einordnen, ob eine Band die mir gefällt wirklich toll ist, weil ich keine Vergleiche habe. Habe ich diese fällt es viel leichter die guten Sachen auszusieben.

* Deutscher Hip Hop ist wohl das leichteste: Gute Beat (egal ob chillig oder pumpend), dazu - zumindest bei Deutsch Rap essential ein sinnvoller Text ohne Schimpfwörter und Ausschweifungen (es gibt aber auch Diss-Tracks mit Stil - Dynamite Deluxe, Blumentopf...), auf so Aggro-Zeugs (gibt aber auch Lieder die mir gefallen, sind aber nur wenige!) und Ghetto-Rapper hab ich kein Bock!
* Trance: Dazu mal wichtig, das Future Trance nichts mit echten Trance zu tun hat, so Kinderkacke und billigste Coverversionen interessieren mich nicht im geringsten! Im Trancebereich geht's aber weniger um die Lyrics (die handeln von "heiler Welt" könnte man sagen, sind wie gesagt aber nicht umbedingt DER Hauptbestandteil der Musik), es stehen je nach Trancestil (Uplifting=normaler Trance, Progressive Trance und Tech-Trance) verschiedene Elemente im Vordergrund. Gibt natürlich so gewisse Leute, die das nicht als Musik bezeichnen (keine Instrumente, bääähhh :roll: :wtf: ), aber das ist ein anderes Thema - sollen sie's bitte bleiben lassen! Da ich das Zeug in großen Mengen konsumiere, fallen mir besonders Lieder auf, die nicht standardisiert klingen/ähnlich klingen (das gibt's natürlich, Standardtracks die zwar nett klingen, aber einfach nix neues bringen!), also interessantes Drumming, phatte/abwechslungsreiche Bassline, schöne Sangstimme, sphärische Melodie haben - die sich eben von anderen Liedern unterscheidet!

Bei den anderen Genres gibt's keine direkten Kriterien, genrell kann ich alles hören, wenn aber die Texte zu seicht klingen oder gewisse Worte beinhalten, dann kann sich das auswirken, Was einfach lasch, austauschbar, wie schon 100x gehört klingt, interessiert mich auf Dauer nicht! Gegenteilig kann ein richtig interessanter Text mein Interesse steigen lassen. Wobei ich nicht immer auf die Texte achte, aber es fällt einem halt immer wieder eine Zeile auf, dann liest man sich die Lyrics durch.

Welchen Anspruch? Ich brauche keine "innovative" Musik, mich störts nicht direkt, wenn eine Band wie eine andere klingt (zB Joy Division-Interpol-Editors), wenn's mir gefällt kein Problem! Kann allerdings auch ein Kritikpunkt sein, "die Band klingt genau wie XY, langweilig, weg!". Ich brauch keine überragenden Texte oder Marathonsongs, hör aber auch mal gerne Musik, die nicht so eingänig ist, dass man nach 3x hören einen Ohrwurm hat. Mich störts nicht mal, wenn die Künstler ihre Lieder nicht selber schreiben (zB Katie Melua), aber dann beweg sich der Künstler eh meistens schon auf einem Musikniveau/Genre, dass mir weniger zusagt.
Fincky hat geschrieben:Jetzt will ich aber auch mal ne Frage stellen dürfen o.o! Wie wichtig sind für euch eigentlich Musikvideos? Haltet ihr diese überhaupt für nötig? Und was ist für euch ein gutes Musikvideo?
Schwierig...als aus aktueller Sicht sind mir Musikvideos so was von egal - egaler ist mir kaum was. Wenn mir ein Lied gefällt, dann tut es das, wenn nicht dann halt nicht. Ein Video kann mMn nach aber schon was beitragen, man sieht die Band, wenn die zB sympathisch oder cool rüberkommen, kann ich sagen: Ja, das sind doch sympathische Leute bzw. zB eine hübsche Sängerin ( :D ), da hör ich mal weiters rein/die kommen auf eine Merkliste. Wenn das Lied durchaus gut ist, das Video aber richtig langweilig, nur auf Sex aus/sexy (sowas kann ich wenig ab) bzw. das Video einfach affig rüberkommt, dann mich das vllt. negativ beeinflussen. Früher hab ich noch öfters MTV/Viva geschaut, heute kenne ich zwar viele Lieder, aber die Videos habe ich nicht gesehen - was meistens echt kein Versäumnis ist! Außerdem hör ich viel Trance (Um keine Missverständnisse aufzubringen: Paul van Dyk, Tiesto, Armin van Buuren, Above & Beyond, Ferry Corsten, Cosmic Gate ab 2004, Kyau & Albert), da gibt's wenig Videos und auch ältere Sachen. Videos sind gut und schön, aber für mich nicht notwendig, einziger Grund ist, dass man die Band "in Aktion" sieht, wie sie spielt (wenn man die denn im Video überhaupt spielen sieht) und eben sieht (falls man die Band nicht kennt) wie die Bandmitglieder aussehen.
jacoby hat geschrieben:Viele meiner Freunde hörten die "Musikrichtung" Techno zu dieser Zeit, welche mich aber nie wirklich begeistern konnte.
Das find ich natürlich besonders interessant, da ich "damals" genau das Gegenteil war (klingt etwas blöd): Ich hab - wie geschrieben - großteils Dance gehört (damals halt noch annehmbar), aber Rock kaum (bis auf Linkin Park). Besonders interessant ist die Tatsache, dass deine Freunde "Techno" gehört haben, du aber lieber Rock gehört hast, meine auch auf "Techno" waren - weshalb ich eben auf der Danceschiene geblieben bin (wobei ich wenig bis keinen Zugang zu Rock hatte!)
jacoby hat geschrieben:Es gibt jedoch 2 Musikrichtungen die ich absolut nicht ausstehen kann:
Techno (ist einfach nicht meins)
Deutscher Hip Hop (kann nicht verstehen, warum so viele Sido oder Bushido gut finden)
;) Mann muss einfach nur wissen, was man in den beiden Bereich hören muss, denn hinter dem Müllberg der an der Oberfläche(=Charts/Discos) liegt gibt's wirklich viel großartige Lieder! :)

So weit von mir - ein sehr interessantes Thema übrigens! :up:

Re: Evolution des Musikgeschmacks

Verfasst: 06.05.2009, 11:59
von Schnupfen
ForVanAngel hat geschrieben:Es gibt da so eine Sache: Schau ich meine CD-Sammlung an (schätzte mal an die 200 Alben (inkl. Sampler)), und sage mir: was könnte ich mal wieder hören? Dann greif ich zB eher nicht zu einem Album, dass ich schon seit (3,4)5+ Jahren besitze, sondern zu einem neuen, weil ich zB Dido 1+2 auswendig kann, das neue noch nicht.
Geht mir änlich.
CDs, die ich bereits einige oder 10 oder mehr Jahre habe, kann ich auswendig in meinem Kopf hören. Da brauch ich keine CD einlegen.
Für meinen derzeitigen dreimonatigen Wohnortwechsel hab ich daher auch nur die CDs mitgenommen, die ich 2008 und 2009 neu habe.
Trotzdem stimme ich auch hier Lin@ zu:
Ist auch immer wieder toll, eine Platte aufzulegen, die man vor Ewigkeiten mal wirklich auf Dauer-Rotation hatte. Da werden nämlich immer immens viele Erinnerungen wach.

Lin@ hat geschrieben:Wie ist das bei anderen? Hört ihr noch hauptsächlich Alben oder pickt ihr euch auch nur die Favorites raus und lasst dann nur noch "playlists" laufen?
Komplette Alben von Anfang bis Ende zu hören (und wirklich bis Ende! Selbst wenn ich keine Lust mehr auf die Musik habe, breche ich nicht ab, da ich dann das Gefühl habe, der Musik unrecht zu tun, und ich auch nicht manche Songs einer CD mehr als andre hören möchte [u.a. aus dem Grund kaufe ich mir auch nie Singles]), ist mir lieber. Aber es gibt einfach Alben, wo nicht viele / nur ein gute/r Song/s drauf sind/ist, und die ich mir dann per PC anhöre.
Bin allgemein kein großer Fan von Mixtapes oder Compilations
Mag ich auch nicht. Aber mach ich gerne als Geschenke (selbst).

OT
Meine Eltern haben die wenigen Platten, die sie hatten, verschenkt, als sie ausgewandert sind
Wohin? /OT
Es begann die Phase, in der ich mir von allen Songs und Alben, die ich mochte (und das waren verdammt viele) die zugehörigen Lyrics ausdruckte (falls keine im Booklet vorhanden), in bald riiiiiesenfetten Ordnern sammelte
Same here. 8-)
Was macht für euch gute Musik aus? Welchen Anspruch stellt ihr an Musik? (auch im Vergleich zu früher) Würde mich echt mal interessieren...
VIel zu schwer zu beantworten... :D


EvilFreak hat geschrieben:Wie wichtig sind für euch eigentlich Musikvideos? Haltet ihr diese überhaupt für nötig?
Nicht wichtig (für mich).
Nicht nötig (für mich).
Schaue sie mir kaum an. Wenn, dann weil mich zwei Punkte interessieren: 1. die Machart, die ja ab und an schon sehr geil, innovativ und/oder unterhaltend ist. Und 2. die Frage, ob Emotionen durch die Bilder (noch mehr) geweckt werden können.

Re: Evolution des Musikgeschmacks

Verfasst: 06.05.2009, 12:20
von ForVanAngel
Ist auch immer wieder toll, eine Platte aufzulegen, die man vor Ewigkeiten mal wirklich auf Dauer-Rotation hatte. Da werden nämlich immer immens viele Erinnerungen wach.
Das stimmt natürlich, manchmal ist es mir auch lieber, eine CD anzuhören, wo ich mich nicht "durchquälen" muss (um das mal drastisch auszudrücken), weil ich eben weiss, dass jene "ältere" CD einfach durchgehend hörbar ist.
Lin@ hat geschrieben:Wie ist das bei anderen? Hört ihr noch hauptsächlich Alben oder pickt ihr euch auch nur die Favorites raus und lasst dann nur noch "playlists" laufen?
Auf meinem MP3-Player vermeide ich es, ganze Alben raufzutun. Aktuelles Beispiel: Sara Bareilles. "Love Song" kannte ich (auch schon 3 andere Lieder), deshalb hab ich die nicht draufgetan. Ich lasse großteils "Playlist" laufen, hör mir wenn ich Lust habe, auch mal ganze Alben an (klingt etwas seltsam, aber man hat ja die Wahl und ich hab ne ganze Liste von Künstlern, die ich noch nicht ausreichend kenne). Irgendwie hab ich wenig Lust (nicht immer so!), mich in ein Album "reinzuhören", bei Playlist hab ich nich nur bei den Künstlern sondern auch bei den Musikstilen ständigen Wechsel.
Bin allgemein kein großer Fan von Mixtapes oder Compilations
Im Trancebereich kaufe ich fast immer Mix-CDs (also mit Übergängen zw. den Liedern), Compilations im Allgemeinen interssieren mich gar nicht, wobei ich auch keine Ahnung hab, welche Compilations wirklich mit brauchbaren Liedern aufwarten (Bravo Hits und The Dome sind untereste Schublade).
Was macht für euch gute Musik aus? Welchen Anspruch stellt ihr an Musik? (auch im Vergleich zu früher) Würde mich echt mal interessieren...
Viel zu schwer zu beantworten... :D
:) Bin ich beruhigt, dass ich da nicht der einzige Bin, dem nix einfällt. :up:
EvilFreak hat geschrieben:Wie wichtig sind für euch eigentlich Musikvideos? Haltet ihr diese überhaupt für nötig?
Schnupfen hat geschrieben:Nicht wichtig (für mich).
Nicht nötig (für mich).
Schaue sie mir kaum an. Wenn, dann weil mich zwei Punkte interessieren: 1. die Machart, die ja ab und an schon sehr geil, innovativ und/oder unterhaltend ist. Und 2. die Frage, ob Emotionen durch die Bilder (noch mehr) geweckt werden können.
Die meisten Videos laufen nach einem typischen Schema ab - was wohl die Spielbarkeit bei den Sendern erhöht. 2. kann natürlich zutreffen, kann mich aber jetzt an kein Vid erinnern, dass dies getan hätte.

Re: Evolution des Musikgeschmacks

Verfasst: 06.05.2009, 12:31
von Fincky
Das Video zur "Hurt" Version von Johnny Cash ist ein Beispiel für ein tolles Video, dass die Emotionen wecken lässt.

Re: Evolution des Musikgeschmacks

Verfasst: 06.05.2009, 13:01
von EvilFiek
Um mich selber zu meiner eigenen Frage zu äußern, sind Musikvideos für mich persönlich unwichtig und unnötig. Ganz einfach weil, wie schon erwähnt, die Videos sehr oft nach gewissen Schemen ablaufen. Ausserdem stört es mich, dass in gefühlten 90% der Musikvideos man sich darauf konzentriert, möglichst viel nackte Haut zu zeigen. Und ich finde es irgendwie blöd, dass auch viele Musikvideos nicht wirklich Bezug zum Rest des Liedes haben. Da wird über A gesungen und im Video beschäftigt man sich garnicht mit der Thematik.
Andererseits gibt es auch durchaus positive Beispiele bei Musikvideos...zum Beispiel bei Tool. Bei dieser Band ist wirklich jedes Musikvideo ein kleines Kunstwerk.
Und gegen Livevideos habe ich in der Regel auch nicht, vorrausgesetzt sie sind authentisch und bemühen sich auch die Atmosphäre gut einzufangen. Denn zumindest bei der Musik die ich höre, ist es Live meist noch ein ganz anderes Erlebnis, wnen die Musiker es schaffen ihre Virtuosität auch ohne Hilfe von Studiomitteln zur Schau zu stellen.

Re: Evolution des Musikgeschmacks

Verfasst: 06.05.2009, 13:13
von Fincky
Ich frage mich grade was ihr so für Musikvideos seht?

Also ich schaue fast durchweg nur gelungene. Man darf natürlich nicht VIVA und MTV schauen, da läuft größtenteils Schrott. Aber im Internet findet man soviel tolles Material.

Re: Evolution des Musikgeschmacks

Verfasst: 06.05.2009, 13:24
von EvilFiek
Naja ich beziehe mich ausschließlich auf 'offizielle' Musikvideos etc.