Community [Staffel 1]

In diesem Board könnt ihr euch über die Truppe des Greendale Community Colleges und ihre verrückten Abenteuer austauschen

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Schnurpsischolz
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Re: Community [NBC]

Beitrag von Schnurpsischolz »

Wow, da hast du aber ein ganz schönes Tempo vorgelegt und dann auch noch so ein aufschlussreiches Fazit geliefert. :up:
Larna hat geschrieben: Abeds Referenzen sind mitunter auch sehr anstrengend, gerade wenn man neu in die Serie eintaucht. Ich kenne z.B. den Großteil der von ihm aufgegriffenen Filme nicht und auch wenn die Bezüge nie ein Selbstzweck waren, so kam ich mir manchmal ausgeschlossen vor. Wie, wenn jemand einen Witz erzählt und man als gefühlt einziger ihn nicht wirklich versteht. Das Gefühl, wenn man mal eine Referenz erkennt, zeigt einem, dass es eben nicht egal ist, ob man den Bezug erkennt oder nicht - im einen Fall fühlt man sich als Mitinsider von Abed, im anderen eher wie ein Ousider. Bei TBBT hat es mir nie etwas ausgemacht, die ganzen Anspielungen auf Physik zu einem großen Teil nicht zu verstehen, aber bei "Community" sind die Bezüge ja oft ein großes Beet, in das nicht selten eine ganze Episode eingelegt wird.
Hm, ich denke das liegt aber sicher auch daran, dass du das in so einem Marathin gemacht hast und du da praktisch dir ja selber gar keine Zeit gelassen hast, an die Charakteren "ranzuwachsen". ;) Aber ich kann das schon nachvollziehen, bei mir hat es zwar wesentlich eher richtig Klick gemacht, eigentlich ziemlich genau nach der Halloween-Episode der 1. Staffel (#1.09), aber ich bin überzeugt davon, dass ab dem Zeitpunkt, wo man sich an den Rhytmus gewöhnt hat, beginnt man so richtig einzutauchen. Das war für mich auch mit den vielen Insider-Witzen so, irgendwann hatte Abeds Stil so verinnerlicht, und es dann viel schneller kapiert als noch am Anfang. Andererseits finde ich, ist Community eine Serie, wo man die Folgen alle gut mindestens zweimal sehen kann, weil man eben beim ersten Mal auch einen Großteil der Gags verpasst.
Weniger gelungen fand ich das Staffelfinale, genau genommen fand ich es recht bescheiden.
Ist sicher eine der weniger starken Folgen, wobei es für mich da auch nur so enorm auffällt, weil die in einer so genialen Phase der Serie liegt. Kurz davor die beiden tollen Parodie-Folgen und auch #1.22 fand ich enorm toll (und hätte es selber als Finale definitv auch bevorzugt) und dann der Start in die 2. Staffel ist auch sehr, sehr gut. Dennoch ist für mich eine mittelmäßige Folge Community immer noch besser als die meisten anderen serien, besonders aber Sitcoms.
Sie hätten das nicht ewig durchkauen müssen, aber ein paar Andeutungen wären nett gewesen. Ich bin einfach nach wie vor noch so ein bisschen ein "sucker for RomComs" und da ich Jeff mit seinem manchmal unberechenbaren Charakter sowieso faszinierend finde, hätte ich gerne einen kleinen Einblick in sein Gefühlsleben gehabt. :schaem:
Community fährt hier halt den Balanceakt, zwar einen gewissen RomCom-Anteil mit dabei zu haben, aber eben nie voll auf die Seite zu verfallen. Für mich hat es definitv gepasst, wie man mit dem Vorfall danach umgegangen ist (besonders die Fake-Bezehiehung von Britta und Jeff in #2.01 fand ich klasse ^_^ ), man hat es nicht unter den Teppich gekehrt aber die Serie auch nicht total in diese Ecke abrutschen lassen.
#2.04 und #2.06 fand ich ebenso wie Du jetzt nicht extrem berauschend - ich fand #2.06 sogar teilweise richtig anstrengend, weil es in meinen Augen zu nichts geführt hat, obwohl da produktionstechnisch sicher eine Menge Arbeit dahintergesteckt hat.
Sag das nicht, da kommt schon nochwas. ;)

Was mich persönlich S2 über die Qualität von S1 setzt, ist dass die Serie weiterhin unheimlich kreativ bleibt, sich nie auf dem eigenem (zumindest in Kultkreisen) Erfolg ausruht, Risiken eingeht, Ideen beweißt und wie man später in der Staffel merkt, ziemlich subtil aber dennoch ganz deutlich eine fortlaufende Handlung nebenher entwickelt.
Klar, jeder Charakter hat eine Art Stempel - die gläubige Christin, der zynische Anwalt, die mitunter verlogene Weltverbesserin, der nerdige Filmemacher, etc. Aber trotzdem überraschen mich die Figuren eigentlich immer wieder, weil sie eben sehr oft nicht in den Grenzen eines Stereotyps handeln. Das ist bei Modern Family (obwohl ich die Serie sehr mag) gerade in Staffel 2 z.B. leider nicht unbedingt so - vor allem Gloria und Cameron sind ja zwei Stereotype auf laufenden Beinen. Das ringt zwar den einen oder anderen Lacher ab, schmälert die Qualität der Show aber erheblich.
Amen :D
Die Serie ist im Moment glaube ich locker meine #1 oder #2, allerdings werde ich sie bei Gelegenheit noch einmal von vorne anschauen. Bin normalerweise niemand, der Serienfolgen zweimal anschaut (außer mitunter für Reviews), aber bei Community wird es sich gerade für Staffel 1 absolut lohnen, weil ich die Charaktere jetzt schon etwas kenne und die Folgen mit mehr Voraussicht anschauen kann.
Ich bin da was Community angeht sicher kein Maßstab :schaem: , aber ich habe mittlerweile S1 bereits dreimal gesehen und mich auch beim 3. Durchlauf noch köstlich amüsiert. Den 2. fand ich z.B. richtig nötig, weil man wie gesagt beim zweiten Mal wesentlich mehr Feinheiten mitbekommt. Und die aktuellen folgen werden von mir, wie gesagt meistens auch mind. zweimal geschaut, mit Ausnahme der Weihnachtsfolge, da war es öfter. :D

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Pretyn
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Re: Community [NBC]

Beitrag von Pretyn »

Hab es jetzt auch mal geschafft, mich der Serie zu widmen und stecke gerade in der Mitte der ersten Staffel. Soweit amüsiere ich mich wirklich sehr und in die Folgen wurden viel Liebe gesteckt. Ich finde aber, das Niveau nach dem Piloten ist weder gesunken oder gestiegen sondern ist gleich geblieben.

Das ewige Hin und Her zwischen Jeff und Britta nervt mich ab und an ein bisschen, aber das baden dann die anderen Charaktere wieder aus. Annie mag ich sehr gern und auch Abed ist ja mal total knuffig. 8-)

Und auch Vaughns musikalische Einlagen sind immer wieder ein Highlight. Wenn ich nicht aufpasse, habe ich irgendwann noch Dauerohrwürmer von "Gettin rid of Britta" und "Pierce you are a B".

Über die etwas bekannteren Gastdarsteller habe ich mich auch gefreut, da vor allem Jack Black ganz toll für den Charakter ausgewählt wurde und dass die Rolle der coolen Socke Owen Wilson wie auf den Leib geschneidert ist, ist ja mal ganz klar.

Ach ja, und die Anspielung auf "Mad Men" von Abeds Seite gegenüber Annie, wo Alison Brie doch auch da mitspielt...
Irgendwie gibt's immer wieder so kleine Highlights, ich werd "Community" wohl noch eine Weile weiterschauen. :D
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manila
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Re: Community [NBC]

Beitrag von manila »

Pretyn hat geschrieben:Hab es jetzt auch mal geschafft, mich der Serie zu widmen und stecke gerade in der Mitte der ersten Staffel. Soweit amüsiere ich mich wirklich sehr und in die Folgen wurden viel Liebe gesteckt. Ich finde aber, das Niveau nach dem Piloten ist weder gesunken oder gestiegen sondern ist gleich geblieben.
Witzig, ich bin ungefähr an der gleichen Stelle zur Zeit und finde, dass die Serie nach dem Piloten immer besser wird. Klar gibt es zwischendurch auch wieder "durchschnittliche" Episoden, aber insgesamt trifft die Serie wirklich genau meinen Humor und ist wunderbar vielschichtig und pointiert.
Das ewige Hin und Her zwischen Jeff und Britta nervt mich ab und an ein bisschen, aber das baden dann die anderen Charaktere wieder aus.
Ich finde eigentilch, dass sie das grad noch im Rahmen des Erträglichen bewegt und habe deswegen kein Problem damit.
Und auch Vaughns musikalische Einlagen sind immer wieder ein Highlight. Wenn ich nicht aufpasse, habe ich irgendwann noch Dauerohrwürmer von "Gettin rid of Britta" und "Pierce you are a B".
Oh ja! :D
Ach ja, und die Anspielung auf "Mad Men" von Abeds Seite gegenüber Annie, wo Alison Brie doch auch da mitspielt...
:anbet:
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manila
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Re: Community [Staffel 1]

Beitrag von manila »

Und jetzt weiß ich endlich auch, was an "Modern Warfare" so toll ist. Komplett großartige und kultige Episode :D
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Schnurpsischolz
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Re: Community [Staffel 1]

Beitrag von Schnurpsischolz »

manila hat geschrieben:Und jetzt weiß ich endlich auch, was an "Modern Warfare" so toll ist. Komplett großartige und kultige Episode :D
Klasse, gut zu hören. :) Ich hab ja bei der Folge schon immer etwas Angst, dass die schon so einen heiligen Ruf hat, dass man da wenn man jetzt als Neuling dazukommt, automatisch enttäuscht wird. Andererseits ist die aber auch einfach nur genial. :D

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Re: Community (NBC)

Beitrag von Schnupfen »

Hab nun auch mal reingeschaut. Nach der Pilotfolge kann ich noch nicht wirklich viel sagen, außer dass ich ein wenig mehr als bei "Parks & Recreation" lachen musste bzw. mich vielleicht auch wegen des Tempos etwas mehr unterhalten gefühlt habe. Britta ist bisher wohl die sympathischste, wenn auch Jeff der komplexeste Charakter zu sein scheint. Abed fand ich etwas anstrengend. Shirley recht sympathisch. Zum Rest kann ich noch nicht so viel sagen...

Hm...

Wer kann mir denn n Tipp geben, wie viele Folgen man noch schauen sollte, bevor man einigermaßen einschätzen kann, ob die Serie was für einen ist oder nicht? Wie entwickelt sie sich noch?
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Schnurpsischolz
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Re: Community [Staffel 1]

Beitrag von Schnurpsischolz »

Schnupfen hat geschrieben:Wer kann mir denn n Tipp geben, wie viele Folgen man noch schauen sollte, bevor man einigermaßen einschätzen kann, ob die Serie was für einen ist oder nicht? Wie entwickelt sie sich noch?
Puh, finde das bei Community viel, viel schwerer einzuschätzen als bei Parks and Rec. Community ist definitiv spezieller und hat viel mehr Leute, die es auch gezielt doof finden. Kommt ein bisschen darauf an, wieviel Zeit du hast, wenn weniger dann würde ich sagen, solltest du die frühen Highlight-Folgen #1.07 und #1.09 gucken, wenn du mehr Zeit hast dann einfach so bis zur Mitte der Staffel (in meinen Augen sind die #1.02 und #1.03 auch schon recht gute Folgen, man braucht aber bei Community echt länger, bis man sich so an den Stil der Serie gewöhnt hat) gucken, wenn es dann nicht klick gemacht hat, dann kommt das wahrscheinlich auch nicht mehr. Es geht eigentlich qualitativ schon wirklich gut los, steigert sich dann aber wirklich nochmal enorm und so zwischen dem letzten Drittel von S1 und einschließlich der kompletten 2. Staffel ist die Serie auf ihrem totalen Höhepunkt. Staffel 3 ist dann leicht schwächer, einfach auch weil vielfach die Überraschungen über das neue Konzept verflogen sind, die vierte dann direkt weglassen und die 5. ist wieder wirklich gut. :)

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