Eure Meinung zu Staffel 10 - Episodendiskussion

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Eure Meinung zu Staffel 10 - Episodendiskussion

Beitrag von Schnupfen » 10.10.2019, 16:39

Wer sonst hat den Auftakt der 10. Staffel gesehen?

Ich fand ihn recht ordentlich und auf dem Niveau, das uns die neue Chefin seit S9 in der Serie präsentiert. Es ist weiterhin nicht ohne Augen-roll-Momente, Unlogiken, Vorhersehbarem und Gestellten, aber sowas erwarte ich bei der Serie auch nicht. Und auf sowas immer rumzureiten, ist auch anstrengend.

Ich schaue immer noch gerne, da Carol dabei ist, man die Figuren teilweise schon lange begleitet, neue Figuren wie Magnas Gruppe endlich mal mit guten Schauspielern besetzt wurden (was auch FTWD im Reboot endlich geschafft hat), ich die Wiederaufbau-Entwicklung nicht uninteressant finde und die Whisperer echt mal ne Bedrohung sind, die endlich wieder Spannung brachten und bringen.

Ob letzteres ewig so bleibt, darf bezweifelt werden. Ewig wird man wohl nicht mit dem "Pass auf die Hände auf" und erschreckenden Runs aus den Walker-Gruppen spielen können. Aber noch ziehts. Und das Warten auf die nächsten Schachzüge und das Wappnen dafür lässt mich weiter einschalten.

Spannend war 10.01 nun nicht. Die Armeen-artige Übung am Anfang fand ich irgendwie ulkig, weil so ungewohnt, andererseits nur konsequent, mal mehr als nur Schießübungen und Verschanzen aufzufahren. Dass dann erstmal in nem Walker-Kampf im Feuer umgesetzt wurde, war dramaturgisch natürlich logisch, aber irgendwann werden wir sicher mehr in nem Kampf mit den Whisperern sehen.

Nicht nur die Armee-Kampfart, sondern auch dass man einfach mal einen Waldbrand löschen muss, fand ich ebenso logisch in jenem Setting, wie das mal n nicht gesteuerter und gewarteter Satellit vom Himmel stürzt. FTWD bringt ja auch immer wieder die Folgen davon, dass Millionen Menschen nicht mehr irgendwas steuern. Nur logisch in ner apocalyptischen Welt, wenn auch immer kurz vor coolen Gimmicks á la "Z Nation"...

In der 1. Folge von Micchones letzter Staffel hat man ganz klar sie in den Vordergrund gerückt, zumal sie eben dank Marvel grad das Zugpferd sein dürfte. Dazu Fokus auf Daryl, Carol, Aaron. Aaron durfte diesmal die Figur sein, die mal wieder hinterfragt, gut, böse, blabla, was bringt das eigentlich noch, usw. Solche Rückmeldungen kommen ja immer wieder - wenn die dies äußernden Figuren so wechseln, find ich das immer gewöhnungsbedürftig, aber ok, es gab ja n Zeitsprung und man muss nich immer bei seiner Meinung bleiben.

Daryl und Carol waren in ihren Einzelszenen für mich wie immer Showsteeler, das Herz, die Unterhaltung. Wunderbar.

Rosita und Eugene sind ja nach den Fast-Original-Drei die Cast-Ältesten. Und Eugene finde ich nach wie vor nicht 100prozentig passend eingesetzt bzw. dargestellt. Rosita find ich da umso besser und ich hoffe auf ne weitere Erstarkung und Positionierung, gerade da Michonne irgendwann ausfallen wird.

Aber auch Neegan wird hier sicher nachwachsen als zukünftiger Hauptcharakter. Nach wie vor schräg. Wenn man aber auf Jeffreys Charisma udn Leistung blickt, dann ist es irgendwie auch nett und spannend. Er ist weiterhin einer der Interessantesten (ganz anders als Ezekiel). Bitte Gerne mehr von Szenen zwischen ihm und Lydia.
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Re: Eure Meinung zu Staffel 10 - Episodendiskussion

Beitrag von Melles » 20.10.2019, 19:44

Ich bin, um ehrlich zu sein, ohne große Erwartungen in die neue Staffel gestartet. Der Hype um Staffel 9 hatte mich damals teilweise mitgerissen und obwohl es deutliche Verbesserungen im Vergleich zu Staffel 8 gab, wurde ich doch mehrmals enttäuscht. Dementsprechend "neutral" ging ich nun diesen Staffelauftakt an und habe auch außer dem offiziellen Trailer, der auf der San Diego ComicCon gezeigt wurde, nichts im Vorfeld gesehen.

Die Strandszene fand ich im ersten Moment interessant, doch dann fragte ich mich, wozu das Ganze? Denn sollte es zu einer Auseinandersetzung - egal mit wem - kommen, dann findet das doch sicherlich nicht in dem gezeigten Rahmen statt? Was macht die Gruppe, wenn sie von mehr als zwei Beißern gleichzeitig angegriffen wird?

Außerdem erschließt sich mir die Sache mit den Whisperern noch immer nicht - was wollen die eigentlich? So wie ich das verstehe, ist das eine Gruppe von Überlebenden, die sich unter eine große Herde Untoter gemischt haben. Aber grundsätzlich besitzt die Gruppe keinerlei Hab und Gut, das beschützt werden müsste so wie das Sanctuary damals. Sie erpressen weder Leute noch beuten sie diese aus. Also wozu sind die Whisperer gut, außer Angst und Schrecken zu verbreiten?

Die Waldbrandszene fand ich überflüssig. Irgendwie schon lustig, dass man dermaßen gut ausgerüstet ist, um einem solchen Flammenheer entgegenzuwirken. Wie nach all der Zeit noch die Akkus und Batterien funktionieren und dass Daryl noch immer problemlos mit dem Motorrad herumfahren kann, während alle anderen motorbetriebenen Fahrzeuge offensichtlich nicht funktionieren, sind nur weitere Dinge, die ich mich immer wieder frage.

Bitte nicht falsch verstehen, ich möchte nicht alles schlecht reden. Aber gewisse Details sind - für mich - einfach nicht logisch.

Was mir gut gefallen hat, waren die Szenen mit Daryl (ähm, ja ... da bin ich ein bisschen voreingenommen, geb' ich zu). Ich mag ihn und seine direkte Art und habe sehr gelacht bei seinem Dialog mit Ezekiel. "Weißt du, warum man Vogelscheiße Guano nennt?" - "NEE! Es is' Vogelscheiße!" :D Das ist der allseits bekannte Redneck-Charme.

Lustig finde ich auch den Umstand, ihn jetzt, nach knappen 10 Jahren ohne irgendwelche Partner (gleich ob männlich oder weiblich) jetzt offensichtlich als den Hahn im Korb darzustellen, um den sowohl Carol als auch Connie Interesse bekunden. In diesem Zusammenhang stelle ich auch gleich klar, dass ich nichts von dem im The walking Dead-Fandom gewünschten Pairing "Caryl" halte. Die beiden sind einfach nur sehr gute Freunde, die offen und ehrlich miteinander umgehen und auch den ein oder anderen Scherz zum Besten geben. Wie z. B. das Gespräch der beiden, das in einem Geplänkel um Freundschaftsarmbänder ausartet. In dieser Hinsicht bin ich echt gespannt, was da auf mich in Bezug auf Daryls Liebesleben zukommt. Ändern kann ich es eh' nicht. :)

Die Dreiecksbeziehung von Rosita mit Father Gabriel, Siddiq & Eugene ist jetzt nicht unbedingt meine Sache, aber die Liebe fällt nun mal hin, wo sie hinfällt. Vielleicht stehe ich da mit meiner Meinung alleine dar, aber ich mochte Eugenes trockene Art von Anfang an und hab' auch immer fest daran geglaubt, dass er nicht aus Überzeugung zu den Saviors übergelaufen ist (gut, er hat es gemacht, um seinen eigenen Hintern zu retten, aber schlussendlich hat er auch dazu beigetragen, das Blatt zugunsten von Rick & Co zu wenden).

Was Negan angeht ... das ist bei mir so eine zweischneidige Sache. Er hat Abe und Glenn getötet (und viele andere auch). Aber er scheint um Judith bemüht zu sein. Anders als bei Eugene weiß ich nie, woran ich mit ihm bin. Wobei ich auf seine selbstverherrlichenden Reden gerne verzichten könnte. Wie er sich im Kampf gegen die Whisperer macht, bleibt abzuwarten. Ob er sich vollkommen zum Guten wendet? Da bin ich skeptisch und so eine "rätselhafte" Figur bringt immer etwas Würze rein.
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Re: Eure Meinung zu Staffel 10 - Episodendiskussion

Beitrag von Schnupfen » 21.10.2019, 18:59

Melles hat geschrieben:
20.10.2019, 19:44
Lustig finde ich auch den Umstand, ihn jetzt, nach knappen 10 Jahren ohne irgendwelche Partner (gleich ob männlich oder weiblich) jetzt offensichtlich als den Hahn im Korb darzustellen, um den sowohl Carol als auch Connie Interesse bekunden. In diesem Zusammenhang stelle ich auch gleich klar, dass ich nichts von dem im The walking Dead-Fandom gewünschten Pairing "Caryl" halte. Die beiden sind einfach nur sehr gute Freunde, die offen und ehrlich miteinander umgehen und auch den ein oder anderen Scherz zum Besten geben. Wie z. B. das Gespräch der beiden, das in einem Geplänkel um Freundschaftsarmbänder ausartet. In dieser Hinsicht bin ich echt gespannt, was da auf mich in Bezug auf Daryls Liebesleben zukommt. Ändern kann ich es eh' nicht. :)
Ich hab seit damals im Gefängnis, als Carol Daryl fragte, wo sie vögeln wollen, nicht mehr in die Richtung "Liebe" bei den zwei gedacht. Hast du da in den letzten Jahren noch irgendwelche Anzeichen erkennen oder wie kommst du, abgesehen von Fandom, auf die Idee?

Dass sich da was mit Connie anbahnt, find ich irgendwie süß - der, der früher kaum redete, und die, die nicht sprechen kann. :heart_eyes:
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Re: Eure Meinung zu Staffel 10 - Episodendiskussion

Beitrag von Melles » 21.10.2019, 19:30

Ich hab seit damals im Gefängnis, als Carol Daryl fragte, wo sie vögeln wollen, nicht mehr in die Richtung "Liebe" bei den zwei gedacht. Hast du da in den letzten Jahren noch irgendwelche Anzeichen erkennen oder wie kommst du, abgesehen von Fandom, auf die Idee?
Irgendwie stehe ich jetzt auf dem Schlauch. :?: Ich sehe überhaupt keine Anzeichen dafür, dass es zwischen den beiden „funkt“, im Sinne von „Ich liebe dich“. Ich hatte ja geschrieben, dass ich mich nicht zu der „Caryl“ Fraktion zähle. Die beiden haben eine sehr tiefgründige Freundschaft. Aber mehr ist da in meinen Augen nicht. Im Gegensatz dazu jubelt das Fandom „Caryl“ ja seit der Auftaktfolge in den höchsten Tönen.

Gegen Connie habe ich nichts einzuwenden. Ich mag sie sehr und sie würde sehr gut zu Daryl passen. Er lernt ja schon fleißig die Gebärdensprache. Ich frage mich ja ständig, wie lange man noch Zugriff auf diese kleinen praktischen Schreibblöcke nebst vollem Filzstift hat, während so einer Zombie-Apokalypse. :D
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Re: Eure Meinung zu Staffel 10 - Episodendiskussion

Beitrag von Schnupfen » 21.10.2019, 19:47

Melles hat geschrieben:
21.10.2019, 19:30
Ich hab seit damals im Gefängnis, als Carol Daryl fragte, wo sie vögeln wollen, nicht mehr in die Richtung "Liebe" bei den zwei gedacht. Hast du da in den letzten Jahren noch irgendwelche Anzeichen erkennen oder wie kommst du, abgesehen von Fandom, auf die Idee?
Irgendwie stehe ich jetzt auf dem Schlauch. :?: Ich sehe überhaupt keine Anzeichen dafür, dass es zwischen den beiden „funkt“, im Sinne von „Ich liebe dich“. Ich hatte ja geschrieben, dass ich mich nicht zu der „Caryl“ Fraktion zähle. Die beiden haben eine sehr tiefgründige Freundschaft. Aber mehr ist da in meinen Augen nicht. Im Gegensatz dazu jubelt das Fandom „Caryl“ ja seit der Auftaktfolge in den höchsten Tönen.

Gegen Connie habe ich nichts einzuwenden. Ich mag sie sehr und sie würde sehr gut zu Daryl passen. Er lernt ja schon fleißig die Gebärdensprache. Ich frage mich ja ständig, wie lange man noch Zugriff auf diese kleinen praktischen Schreibblöcke nebst vollem Filzstift hat, während so einer Zombie-Apokalypse. :D
Hatte deinen Satz mit dem "Hahn im Korb" bzw. dann "um den sowohl Carol als auch Connie Interesse bekunden" so verstanden, dass du da auch für Carol/Daryl ANzeichen siehst, aber ok, dann bezogst du dich wohl nur auf Auslegungen von igrendwlechen Fans...
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Re: Eure Meinung zu Staffel 10 - Episodendiskussion

Beitrag von Melles » 21.10.2019, 19:59

Ich finde es von den Machern eindeutig zweideutig dargestellt. Vielleicht ist das so gewollt, vielleicht aber auch nur Zufall. Aber ich hatte echt den Eindruck, dass gezielt auf Caryl hingearbeitet wird, während es gleichzeitig so aussieht, als würde Connie ihn auch nicht von der Bettkante stoßen wollen. ;)
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