Girls [HBO] [Spoiler]

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Girls [HBO] [Spoiler]

Beitrag von manila » 12.02.2013, 11:57

Ich bin gerade ganz überrascht, dass wir noch gar keinen Thread zu dieser großartigen Serie haben - daher eröffne ich mal einen in der Hoffnung, dass vielleicht auch ein paar andere Fans hier zu finden sind, die diskutieren wollen :)
Girls
Serienmacher: Lena Dunham
US-Starttermin: 15.04.2012 auf HBO
Review Season 1 auf myFanbase
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Mittlerweile sind wir ja schon fast wieder in der Mitte von Season 2 und ich denke, die letzte Folge #2.05 One Man's Trash wird einerseits wieder einige Leute schockiert/entrüstet haben, andere wiederum fanden sie super. Dunham hat mit der Folge ja wirklich sozusagen eine "in your face"-Episode gemacht an alle Kritiker, die ihr ja u.a. vorwerfen, sie sei dauernd nackt und "Girls" hätte keinen Plot - was gerade für die Episode so dermaßen zutrifft, dass es einfach erstaunlich ist, wie sie trotzdem so gut funktionieren kann.
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Celinaaa
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Re: Girls [HBO]

Beitrag von Celinaaa » 12.02.2013, 12:04

Ich habe mir über's vergangene Wochenende die 1. Staffel angesehen und bin nach einigen Anfangsschwierigkeiten begeistert. Ich finde die Serie von ihrer ganzen Art her erfrischend anders. Hier sehen wir keine 4 perfekt gestylten Mädels mit Jeansgröße "0", sondern Mädels, mit denen wir uns ziemlich gut identifizieren können.

Hannah ist nicht ganz mein Fall. Man könnte den Fokus meiner Meinung nach viel öfter auf die anderen Charaktere legen, die neben ihr meistens zu kurz kommen. Als in der ersten Staffel der Fokus mehr auf Marnie bzw. Jessa gelegt wurde, fing mein Herz erst an so richtig für "Girls" zu schlagen.

Ich gucke zwar nicht aktuell, sondern warte auch bei Staffel 2 auf den DVD-Release, dennoch freue ich mich schon sehr auf die neuen Folgen und hoffe, dass Staffel 2 Staffel 1 in nichts nachsteht.
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manila
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Re: Girls [HBO]

Beitrag von manila » 12.02.2013, 16:13

Celinaaa hat geschrieben:Hannah ist nicht ganz mein Fall. Man könnte den Fokus meiner Meinung nach viel öfter auf die anderen Charaktere legen, die neben ihr meistens zu kurz kommen. Als in der ersten Staffel der Fokus mehr auf Marnie bzw. Jessa gelegt wurde, fing mein Herz erst an so richtig für "Girls" zu schlagen.
"Girls" fokussiert sich definitiv sehr auf Hannah und das manchmal sicherlich ein wenig zu sehr. Aber ich finde Hannah gerade in ihren Unzulänglichkeiten einfach einen fantastischen Charakter, weil ich sie insgesamt wahnsinnig authentisch finde. Leute im wahren Leben gehen einem halt einfach auch auf die Nerven und haben ihre Macken und genau das tut Hannah auch. Sie ist vollkommen selbstzentriert, nimmt sich selbst oft viel zu wichtig und ist quasi kritikresistent. Gleichzeitig sind ihre Offenheit und ihre krasse Selbstsicherheit/Unsicherheit total liebenswert. Aber genau diese Ambivalenz macht sie für mich eben aus.

Jedenfalls: Staffel 2 dürfte dir dann vielleicht noch besser gefallen, da verlagert sich der Fokus mMn zumindest ein wenig von Hannah weg. Aber nur stellenweise ;)
Celinaaa hat geschrieben:... und hoffe, dass Staffel 2 Staffel 1 in nichts nachsteht.
Nach #2.05 kann ich sagen: auf keinen Fall. Die Serie wird vielmehr nur noch besser!
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Lin@
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Re: Girls [HBO]

Beitrag von Lin@ » 12.02.2013, 20:14

Celinaaa hat geschrieben:Mädels, mit denen wir uns ziemlich gut identifizieren können.
Ich bin jedes Mal völlig verdattert, wenn ich das im Zusammenhang mit der Serie lese, weil das für mich sowas von überhaupt GAR nicht zutrifft. Ich finde die Girls in "Girls" nämlich alle (ok, bis auf Shoshanna, die ist einfach "nur" nervig überdreht) sowas von unfassbar unsympathisch, ignorant, unreif, narzisstisch und in ihrem Handeln stellenweise wirklich zum an die Wand Klatschen dämlich, dass ich insbesondere in den aktuellen S2-Folgen immer wieder lauthals aufstöhnen muss. Es gibt wirklich k(aum)eine Serie, bei der es mir so dermaßen schwer fällt, überhaupt mit irgendeiner Figur mitzufühlen, weil mein eigenes Leben/Weltbild trotz eines im Grunde ähnlichen persönlichen Hintergrunds (weiblich, ledig, jung etc. ;) ) ein völlig anderes ist. Wirklich sympathisch finde ich bisher eigentlich nur Ray, wobei ich Adam als Charakter schon von Beginn an mit großem Abstand am spannendsten fand. Gerade weil mich all die anderen Charaktere mittlerweile aber immer wieder auf die Palme bringen, gefällt mir S2 bislang wahrscheinlich besser als S1, wo sie mich größtenteils einfach bloß kalt gelassen haben.
manila hat geschrieben:Aber ich finde Hannah gerade in ihren Unzulänglichkeiten einfach einen fantastischen Charakter, weil ich sie insgesamt wahnsinnig authentisch finde.
Ich bin mich nicht wirklich sicher, ob ich das "authentisch" wirklich unterschreiben würde. Zumindest frag ich mich wirklich fast jede Woche aufs Neue, ob's da draußen in der Welt wirklich so bekloppte Mädels wie sie gibt. Wahrscheinlich schon, aber Gott, bin ich happy, dass ich keine davon kenne, geschweige denn zu ihnen gehöre. ;) (Oder tu ich letzteres vielleicht doch und merk's bloß nicht, eben weil ich genauso egozentrisch bin wie Hannah? :o :D )
Gleichzeitig sind ihre Offenheit und ihre krasse Selbstsicherheit/Unsicherheit total liebenswert.
Wenn schon, dann hassliebenswert. ;) Finde ihre Art als Mensch wirklich absolut furchtbar (auch wenn sie gaaaanz ganz tief im Inneren sicherlich das Herz am rechten Fleck hat), was sie als Hauptfigur aber wiederum extrem spannend macht. Ganz allgemein bewundere ich Dunham wirklich für ihre Konsequenz und die Art und Weise, wie sie es schafft, einen (mich) zu provozieren, obwohl man ganz genau weiß, dass sie genau darauf - eben auf Provokation - aus ist. Nur liegt die Provokation in meinen Augen eben weniger in Dunhams exzessiver Nacktheit (wobei ich die mittlerweile selbst für HBO-Verhältnisse echt übertrieben finde) oder dem eigensinnigen Plot der Serie, sondern vielmehr in der Konzeption der Anti-Heldinnen in ihrem Mittelpunkt.

Anders gesagt ist und bleibt "Girls" für mich sowas wie ein vorsätzlich von einem Geisterfahrer verursachter Autounfall, bei dem ich einfach nicht wegschauen kann, obwohl ich ihn ganz genau kommen sehe. Es tut weh, aber irgendwie gibt's einem dann doch den nötigen Kick, um immer und immer wieder einzuschalten. ;)
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Re: Girls [HBO]

Beitrag von manila » 13.02.2013, 19:31

Lin@ hat geschrieben:
Celinaaa hat geschrieben:Mädels, mit denen wir uns ziemlich gut identifizieren können.
Ich bin jedes Mal völlig verdattert, wenn ich das im Zusammenhang mit der Serie lese, weil das für mich sowas von überhaupt GAR nicht zutrifft [...] Es gibt wirklich k(aum)eine Serie, bei der es mir so dermaßen schwer fällt, überhaupt mit irgendeiner Figur mitzufühlen, weil mein eigenes Leben/Weltbild trotz eines im Grunde ähnlichen persönlichen Hintergrunds (weiblich, ledig, jung etc. ;) ) ein völlig anderes ist.
Ich weiß, was du meinst Lina, aber ich verstehe (glaube ich) auch, was Celina meint. Mir geht es nämlich so, dass ich mich zwar keineswegs mit den Girls in ihrem gesamten Charakter identifizieren kann, aber es doch sicherlich einige Momente oder Reaktionen gibt, egal bei welchen von den vieren, die ich so zumindest auf mein Leben übertragen kann. Insgesamt ist das für mich eher das globale Gefühl des Mitte-20-Seins, das Dunham mMn unglaublich gut vermitteln kann: Unschlüssigkeiten, Unsicherheiten, Veränderungen, das Nicht-Wissen-Was-Man-Will, das Sich-in-verrückt-peinliche-Situationen-reinmanövrieren. In dieser Hinsicht finde ich definitiv Identifikationspotential in "Girls".
... unfassbar unsympathisch, ignorant, unreif, narzisstisch und in ihrem Handeln stellenweise wirklich zum an die Wand Klatschen dämlich
Aber genau hier denke ich mir: Ist man das selbst - wenn auch in einem weitaus moderateren Ausmaß ;) - nicht auch manchmal?
Wirklich sympathisch finde ich bisher eigentlich nur Ray, wobei ich Adam als Charakter schon von Beginn an mit großem Abstand am spannendsten fand. Gerade weil mich all die anderen Charaktere mittlerweile aber immer wieder auf die Palme bringen, gefällt mir S2 bislang wahrscheinlich besser als S1, wo sie mich größtenteils einfach bloß kalt gelassen haben.
So richtig sympathisch in Sinne von "Mit dir würde ich gerne befreundet sein" (wie es z.B. bei meiner aktuellen Herzensserie "Bored to Death" (wie konnte ich die Serie so lange nicht kennen?) bei allen drei Protagonisten der Fall ist) finde ich bei "Girls" auch gar niemanden :D Aber dafür finde ich die Charaktere durch die Bank interessant und fasznierend (und ja, manchmal auch nervig, aber in a good way). Paradefall ist ja z.B. Adam, der einfach ein gestörter Psycho ist, aber darin so unglaublich interessant.
Ich bin mich nicht wirklich sicher, ob ich das "authentisch" wirklich unterschreiben würde. Zumindest frag ich mich wirklich fast jede Woche aufs Neue, ob's da draußen in der Welt wirklich so bekloppte Mädels wie sie gibt. Wahrscheinlich schon, aber Gott, bin ich happy, dass ich keine davon kenne, geschweige denn zu ihnen gehöre. ;) (Oder tu ich letzteres vielleicht doch und merk's bloß nicht, eben weil ich genauso egozentrisch bin wie Hannah? :o :D )
:D
Natürlich haben alle vier Mädels noch einen Ticken "Extravaganz" (egal in welche Richtung), aber ich finde sie dennoch gerade für dieses Genre sehr vielschichtig und echt (bis auf Shoshanna).
Ganz allgemein bewundere ich Dunham wirklich für ihre Konsequenz und die Art und Weise, wie sie es schafft, einen (mich) zu provozieren, obwohl man ganz genau weiß, dass sie genau darauf - eben auf Provokation - aus ist. Nur liegt die Provokation in meinen Augen eben weniger in Dunhams exzessiver Nacktheit (wobei ich die mittlerweile selbst für HBO-Verhältnisse echt übertrieben finde) oder dem eigensinnigen Plot der Serie, sondern vielmehr in der Konzeption der Anti-Heldinnen in ihrem Mittelpunkt.
Super interessant fand ich in dieser Hinsicht ja den Podcast von Alec Baldwin im Interview mit Dunham, der zum einen zeigt, was für eine coole Person Dunham in Echt zu sein scheint und zum anderen, wie bewusst sie auch Hannah immerwieder als Egozentrikerin darstellt. Das meinte ich mit Authentizität: Hannah finde ich persönlich in ihren guten Momenten schon liebenswert, in anderen aber wiederum total furchtbar (z.B. #2.05 als sie Patrick Wilson mit ihren Problemen zuschwallt) - aber diese Ambivalenz finde ich so interessant.

Thema Nacktheit: Jup. #2.05 war für mich auch echt zu viel des Guten.
Anders gesagt ist und bleibt "Girls" für mich sowas wie ein vorsätzlich von einem Geisterfahrer verursachter Autounfall, bei dem ich einfach nicht wegschauen kann, obwohl ich ihn ganz genau kommen sehe. Es tut weh, aber irgendwie gibt's einem dann doch den nötigen Kick, um immer und immer wieder einzuschalten. ;)
Haha, gute Metapher :D Für mich ist "Girls" grad echt die Serie, auf die ich mich immer mit am meisten auf neue Folgen freue.
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Re: Girls [HBO]

Beitrag von Celinaaa » 14.02.2013, 09:15

Lin@ hat geschrieben:
Celinaaa hat geschrieben:Mädels, mit denen wir uns ziemlich gut identifizieren können.
Ich bin jedes Mal völlig verdattert, wenn ich das im Zusammenhang mit der Serie lese, weil das für mich sowas von überhaupt GAR nicht zutrifft. Ich finde die Girls in "Girls" nämlich alle (ok, bis auf Shoshanna, die ist einfach "nur" nervig überdreht) sowas von unfassbar unsympathisch, ignorant, unreif, narzisstisch und in ihrem Handeln stellenweise wirklich zum an die Wand Klatschen dämlich, dass ich insbesondere in den aktuellen S2-Folgen immer wieder lauthals aufstöhnen muss.
Meine Aussage bezog sich - wie in meinem Beitrag geschrieben - ausschließlich auf das nicht 100 %ig modelmäßige Aussehen der Hauptdarstellerinnen! ;)

Ich kannte beispielsweise Lena Dumham gar nicht und so habe ich mir, nachdem ich Staffel 1 gesehen habe, zum allerersten mal ein Interview mit ihr angesehen und ich konnte meinen Augen nicht trauen, weil ich sie fast nicht erkannt habe mit Make-Up und perfekt gestylten Haaren. Ich finde gerade in der heutigen Zeit, wo die einzelnen Charaktere sogar morgens nach einer Nacht voll Schlaf, perfekt gestylt aufwachen, ist dies nicht selbstverständlich und der Mut hierzu gefällt mir! :up: :)
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Re: Girls [HBO]

Beitrag von Lin@ » 14.02.2013, 23:55

manila hat geschrieben:Insgesamt ist das für mich eher das globale Gefühl des Mitte-20-Seins, das Dunham mMn unglaublich gut vermitteln kann: Unschlüssigkeiten, Unsicherheiten, Veränderungen, das Nicht-Wissen-Was-Man-Will, das Sich-in-verrückt-peinliche-Situationen-reinmanövrieren. In dieser Hinsicht finde ich definitiv Identifikationspotential in "Girls".
Das will ich gar nicht bestreiten, das meinte ich oben nämlich größtenteils auch mit dem "ähnlichen persönlichen Hintergrund". In der Grundprämisse der Serie bzw. eben der Lebenssituation, in der sich die vier befinden, steckt auf jeden Fall viel Identifikationspotential. In den Mädels selbst(!) bzw. in der Art, wie sie agieren, insbesondere gemessen daran aber eben (für mich) unheimlich wenig.
... unfassbar unsympathisch, ignorant, unreif, narzisstisch und in ihrem Handeln stellenweise wirklich zum an die Wand Klatschen dämlich
Aber genau hier denke ich mir: Ist man das selbst - wenn auch in einem weitaus moderateren Ausmaß ;) - nicht auch manchmal?
Mag sein, ändert für mich aber nichts an der Tatsache, dass ich sie manchmal wirklich alle am liebsten einfach nur schütteln würde. ;)
So richtig sympathisch in Sinne von "Mit dir würde ich gerne befreundet sein" (wie es z.B. bei meiner aktuellen Herzensserie "Bored to Death" (wie konnte ich die Serie so lange nicht kennen?) bei allen drei Protagonisten der Fall ist) finde ich bei "Girls" auch gar niemanden :D Aber dafür finde ich die Charaktere durch die Bank interessant und fasznierend
Das eine schließt das andere nicht aus. Ich finde ja auch, dass das im Grunde alle wirklich großartig konzipierte Charaktere sind. Nur als fiktive Menschen(!) find ich sie halt alle furchtbar, was die Serie für mich persönlich eben ziemlich anstrengend (wohlgemerkt nicht schlechter) macht, weil mir die Identifikations-/Sympathiefiguren fehlen.
Paradefall ist ja z.B. Adam, der einfach ein gestörter Psycho ist, aber darin so unglaublich interessant.
Wobei ich manchmal das Gefühl habe, dass er in gewisser Weise noch fast der Normalste von allen ist. Zumindest scheint er ein sehr viel stimmigeres Selbstbild von sich zu haben und steht auch dazu, ein gestörter Psycho zu sein. ;)
Super interessant fand ich in dieser Hinsicht ja den Podcast von Alec Baldwin im Interview mit Dunham, der zum einen zeigt, was für eine coole Person Dunham in Echt zu sein scheint und zum anderen, wie bewusst sie auch Hannah immerwieder als Egozentrikerin darstellt.
Danke für den Link, werd ich mir bei Gelegenheit vielleicht mal genauer angucken. Und klar, die Egozentrik ist auf jeden Fall gewollt, schätze Dunham (im Gegensatz zu Hannah) auch wirklich so ein, dass sie sich ihrer eigenen Wirkung (bzw. der der Serie) sehr wohl bewusst ist und sie entsprechend auch beabsichtigt ist. Jetzt vielleicht mal abgesehen von der Diversity-Debatte, die hat sie wahrscheinlich echt nicht kommen sehen...
Das meinte ich mit Authentizität: Hannah finde ich persönlich in ihren guten Momenten schon liebenswert
Ich kann mich wirklich an kaum wirklich gute Momente erinnern, aber das kann ehrlich gesagt auch daran liegen, dass sie sich mit der Koks-Folge letztens bei mir wirklich alle Sympathien verspielt hat und ich sie daher einfach verdrängt habe. ;)
Thema Nacktheit: Jup. #2.05 war für mich auch echt zu viel des Guten.
Ich find's halt vor allem lustig, dass Dunham permanent nackt durchs Bild rennt, während man z.B. bei Marnies Sexszenen wirklich auffallend wenig sieht. Das schreit halt schon irgendwie nach nackter Haut nur der Provokation willen...
Celinaaa hat geschrieben:Meine Aussage bezog sich - wie in meinem Beitrag geschrieben - ausschließlich auf das nicht 100 %ig modelmäßige Aussehen der Hauptdarstellerinnen! ;)
Ich weiß, ich les das aber auch in anderen Zusammenhängen immer wieder und war deshalb so frei, das Zitat als Aufhänger für meinen Post zu missbrauchen.
Ich finde gerade in der heutigen Zeit, wo die einzelnen Charaktere sogar morgens nach einer Nacht voll Schlaf, perfekt gestylt aufwachen, ist dies nicht selbstverständlich und der Mut hierzu gefällt mir! :up: :)
Ich find's ja vielmehr traurig, dass sowas in der heutigen Welt als mutig gilt.
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Re: Girls [HBO]

Beitrag von manila » 19.02.2013, 12:30

Lin@ hat geschrieben:Danke für den Link, werd ich mir bei Gelegenheit vielleicht mal genauer angucken. Und klar, die Egozentrik ist auf jeden Fall gewollt, schätze Dunham (im Gegensatz zu Hannah) auch wirklich so ein, dass sie sich ihrer eigenen Wirkung (bzw. der der Serie) sehr wohl bewusst ist und sie entsprechend auch beabsichtigt ist. Jetzt vielleicht mal abgesehen von der Diversity-Debatte, die hat sie wahrscheinlich echt nicht kommen sehen...
Der Wirkung Hannahs ist sie sich definitiv bewusst, was, wenn man die Serie kritisch beobachtet, glaube ich auch sehr gut deutlich wird. Siehe z.B. der tränenreiche "Ich tue mir so leid"-Monolog in #2.05. Was die Diversity-Debatte angeht: Hat sie wahrscheinlich nicht kommen sehen, nein. Ich selbst war letztlich nicht ganz so zufrieden mit der Lösung, wie Willi ja auch geschrieben hat. Donald Glover liebe ich ja, aber die Art, wie er letztlich eingebunden und das Thema quasi in zwei Episoden abgehandelt wurde, war etwas plump.
Ich kann mich wirklich an kaum wirklich gute Momente erinnern, aber das kann ehrlich gesagt auch daran liegen, dass sie sich mit der Koks-Folge letztens bei mir wirklich alle Sympathien verspielt hat und ich sie daher einfach verdrängt habe. ;)
Echt? Ich fand das ja herrlich übertrieben und dachte mir nur: Mann, super! :D
während man z.B. bei Marnies Sexszenen wirklich auffallend wenig sieht.
Ich glaub, Alison Williams hat da einfach einen strikten Vertrag oder so was. Ich muss ja immer schmunzeln, wenn sie - die einzige mit der Modelfigur - sich immer halb die Arme ausrenkt, um die Bettdecke dezent um ihren Körper zu wickeln :D


#2.06 Boys

Adam! Ray! Mein neues Traumduo! Wie wunderbar war das bitte? Und wie recht hatte Ray, als er sagte, dass die zwei eigentlich gar nicht so unterschiedlich sind ("I intellectualize everything and you... nothing.")? Die zwei sollten mehr Screentime, vor allem zusammen, bekommen, da ich deren gelassenere (männliche) Perspektive irgendwie unglaublich erfrischend fand. Auch wenn mir Ray am Ende allein mit dem Hund unwahrscheinlich leid getan hat. Es wäre auf alle Fälle wünschenswert, wenn auch Ray und Shoshanna einfach mal mehr zusammen zu sehen wären (und Shoshanna dabei nicht immer so viel brabbelt).

Ansonsten großartig:
- Eingangsszene mit Hannah und John Cameron Mitchell.
- Jessas kurzer Auftritt.
- Die unfassbar dumme Göre auf Staten Island.
- Booth Jonathans erster und wahrscheinlich einziger aufrichtiger Moment im Weinkeller (und das Intermezzo von Booth, Marie und Sue-Jin :D).
- Das Telefonat zwischen Hannah und Marnie.
- Ray will seine Ausgabe von Alcotts "Little Women"!
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Lauren_

Re: Girls [HBO]

Beitrag von Lauren_ » 02.03.2013, 21:50

Lin@ hat geschrieben:
Ich finde gerade in der heutigen Zeit, wo die einzelnen Charaktere sogar morgens nach einer Nacht voll Schlaf, perfekt gestylt aufwachen, ist dies nicht selbstverständlich und der Mut hierzu gefällt mir! :up: :)
Ich find's ja vielmehr traurig, dass sowas in der heutigen Welt als mutig gilt.
Dem schließe ich mich an, find ich auch traurig. Zumal es die meisten Leute in meinen Augen wirklich nicht nötig haben - und wer nicht gut aussieht, wird durch das ganze Schminke-Gekleistere auch nicht so viel schöner. Vielleicht von weitem - aber so aus der Nähe... egal.

Ich bin so dreist und schreib hier einfach mal was, obwohl ich nur die erste Folge der Serie gesehen habe.
Aber trotzdem ist ein starker Eindruck entstanden... und ich muss sagen, ich kann mich mit den Mädels auch nicht identifizieren. Nicht wirklich, jedenfalls.
Sicher Hannah steht für einen bestimmten Typus junge Frau, von dem es wohl Millionen geben mag. Ich gehöre nicht wirklich dazu. Bin sehr selbstkritisch, teilweise zu streng mit mir - und auch wenn ich mein Aussehen weit vom Modeltum entfernt einstufen würde, und keineswegs nur perfekt gestylt aus dem Haus gehe (schminke mich schon seit einigen Jahren nicht mehr, seitdem hab ich super Haut)... also... Hannahs Darstellung find ich schon bissel krass.

Dafür finde ich einiges was an Themen angesprochen wird, und auch die Darstellung sehr realistisch - bedrückend realistisch.
Das ist tatsächlich sehr ungewöhnlich für ne amerikanische Serie.

Ansonsten bin ich mir noch nicht sicher ob ich weiterschaue, da mir die Darsteller alle nicht wirklich sympathisch sind...
Anders gesagt ist und bleibt "Girls" für mich sowas wie ein vorsätzlich von einem Geisterfahrer verursachter Autounfall, bei dem ich einfach nicht wegschauen kann, obwohl ich ihn ganz genau kommen sehe. Es tut weh, aber irgendwie gibt's einem dann doch den nötigen Kick, um immer und immer wieder einzuschalten. ;)
Hab ich auch so empfunden, aber ich bin der Typ, der bei sowas eher wegschaut. ;)
Gehöre da weniger zu den Leuten, die von Chaos und Verderben fasziniert sind, und irgendwie macht es mich auch nicht glücklich, anderen beim Leiden zuzusehen.

Wenn ich die Serie - vom Eindruck her - mit einem Wort beschreiben müsste, würde ich wohl zunächst "interessant" sagen. Weil es so anders ist.
Und dann käme mir als nächstes, wenn ich die Atmosphäre beschreiben müsste "abstoßend" in den Sinn.

Und insgesamt finde ich es schon auch faszinierend.
Aber möglicherweise nicht in der Weise, die mich zum Weiterschauen animiert... na ja, mal sehen. Ob am Ende doch noch irgendwann Neugier kommt. ;)

Lauren_

Re: Girls [HBO]

Beitrag von Lauren_ » 05.03.2013, 00:51

Ok, die Neugier hat gesiegt, bin bei Staffel 2 Episode 4... ;)
Und traue mich kaum zuzugeben - die Serie gefällt mir.
Was mich persönlich gar nicht anspricht und worauf ich gut verzichten könnte, sind die unzähligen sehr plakativen Sexszenen. Und durchgeknallt finde ich die girls immer noch.
Aber irgendetwas hat die Serie...

ForVanAngel

Re: Girls [HBO]

Beitrag von ForVanAngel » 05.03.2013, 14:27

Hab nun 2 Folgen gesehen. Die 2x01 (allerdings versehentlich, weil...) und die letzte 2x08 - da war dann die liebe Shiri Appleby endlich da, hätte ich das mal gleich gewusst. ;) Der S2 Auftakt war einfach fade und hat mich 0 angesprochen, die 8. Folge ging okay, auch wenn ich mit der Serie wenig bis nichts anfangen kann. Behaupte ich auch wenn die gesehenen Folgen sehr random waren. Ich kenn mich ja. Werde noch die nächsten 2 Folgen gucken, dann sollte es mehr Natalia aka Shiri zu sehen geben - with super charming girl Shiri Appleby. :x

Lauren_

Re: Girls [HBO]

Beitrag von Lauren_ » 06.03.2013, 00:50

ForVanAngel hat geschrieben:[...]dann sollte es mehr Natalia aka Shiri zu sehen geben
oh ja, von ihr würde ich auch gerne mehr sehen! :)
War schon traurig, als life unexpected abgesetzt wurde, weil ich sie einfach wirklich gerne gesehen habe.
Wäre zu schön, wenn sie hier mehr als nur ein ganz kurzes Gastspiel bekommen würde... :up: lassen wir uns überraschen. ;)

ForVanAngel

Re: Girls [HBO]

Beitrag von ForVanAngel » 06.03.2013, 00:59

Frau Lauren, stalken Sie mich etwa? :D So sieht man sich wieder.

Ich hab mir sagen lassen, Shiri wäre 3 Folgen dabei. Zumindest. Ursprünglich war sie weil sie Regisseurin werden will bei mehreren Serien "shadowing", also dem Regisseur über die Schulter schauen und hat dadurch diese Rolle hier bekommen (glaub bei Chicago Fire war's auch so). Kann man auch nicht viel falsch machen, guck sie mir ja gerade in Roswell an, super cute. :schaem: Nebenbei schau ich mir dann schon 4 Folgen der Hype-Hit-Anti-Serie Girls an. ;)

Lauren_

Re: Girls [HBO]

Beitrag von Lauren_ » 06.03.2013, 01:21

ForVanAngel hat geschrieben:Frau Lauren, stalken Sie mich etwa?
Aber nein, nicht doch! :schaem:

Nur konnte ich es mir nicht verkneifen etwas zu Shiri zu sagen, weil ich mich auch so gefreut habe, sie wiederzusehen! ;)

Drei Folgen... immerhin.
Spoiler
Vermutlich gibt man ihr so viel Zeit, eine Beziehung mit Adam zu führen, bis Hannah merkt wie dumm sie war und wieder zu ihm zurückgekrochen kommt. :roll:
Von mir aus könnte Shiri gerne länger bleiben und als feste Freundin von Adam einen dauerhaften Platz in der Geschichte bekommen. :up:
ForVanAngel hat geschrieben: Ursprünglich war sie weil sie Regisseurin werden will bei mehreren Serien "shadowing", also dem Regisseur über die Schulter schauen und hat dadurch diese Rolle hier bekommen (glaub bei Chicago Fire war's auch so). Kann man auch nicht viel falsch machen, guck sie mir ja gerade in Roswell an, super cute. :schaem:
Ah, das ist ja interessant! :)
ForVanAngel hat geschrieben:Nebenbei schau ich mir dann schon 4 Folgen der Hype-Hit-Anti-Serie Girls an. ;)
Also ich hab's ja jetzt echt fertig gebracht, mir innerhalb von 3-4 Tagen 18 Folgen anzuschauen :D
- und bin im Nachhinein gar nicht mehr so anti wie am Anfang. ;)
Klar, manches bräuchte ich nach wie vor nicht unbedingt. Ich finde es irgendwie schon bisschen peinlich, dass Hannah mit einfach JEDEM Mann, mit dem sie überhaupt zu tun hat, Sex hat. Ausprobieren in allen Ehren, aber Hannah ist einfach nur wahllos... kann ich persönlich nicht so nachvollziehen. Bin eh kein Typ für ons, aber wenn ich es wäre, würde ich mir dafür wahrscheinlich nur Typen raussuchen, die mich irgendwie ansprechen. Womit ich natürlich nicht meine, dass sie wie Model ausehen müssten, sondern dass sie mir zumindest irgendwie sympathisch sein und mich als Mensch faszinieren müssten. Hannah ist es anscheinend absolut egal was für ein Mensch am Geschlechtsteil hängt *sorry* :schaem:

Aber sonst finde ich die Entwicklungen, abgesehen von diesen ständigen Sex-Szenen, eigentlich ganz interessant.
Jessa nervt mich allerdings mit ihrer obercoolen Art... Fand es allerdings ganz interessant dass man in 2.07 ein bisschen einen Eindruck davon bekommen hat, warum sie so drauf ist.

Na ja, insgesamt fand ich die Serie jetzt schon einen netten Zeitvertreib.
Wobei ich mich auch frage ob es ein bisschen anders wirkt, wenn man alles hintereinander guckt.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Serie mich in dieser Form über längere Zeit so fesseln würde, dass ich gierig auf die wöchentliche Episode warte. Dafür gibt es m.M.n. dann auch nicht genug her...

Esgehtbesser
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Re: Girls [HBO] [Spoiler]

Beitrag von Esgehtbesser » 01.08.2016, 15:15

auf der nie endenden Suche nach einer neuen Serie bin ich hier gelandet. Wäre lieb von euch, wenn ihr mir paar Fakten zu der Serie zukommen lasst. Ich fange ungern Serien an, die dann gar nicht meinem Geschmack oder Genrevorlieben entsprechen :schaem:

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Re: Girls [HBO] [Spoiler]

Beitrag von manila » 02.08.2016, 13:06

Esgehtbesser hat geschrieben:auf der nie endenden Suche nach einer neuen Serie bin ich hier gelandet. Wäre lieb von euch, wenn ihr mir paar Fakten zu der Serie zukommen lasst. Ich fange ungern Serien an, die dann gar nicht meinem Geschmack oder Genrevorlieben entsprechen :schaem:
Da bist du hier http://www.myfanbase.de/girls/ bestens aufgehoben :) Am besten mal die Basics durchlesen, da kriegst du eine ganz gute Idee, ob das was für dich ist!
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