Homeland [Staffel 1 und 2]

Moderator: Schnurpsischolz

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Re: Homeland [Showtime]

Beitrag von Schnurpsischolz » 07.12.2011, 11:31

Erstmal sorry, dass ich im Moment immer etwas raus bin aus der Diskussion, ich schaue nur meistens immer recht spät in der Woche, weil ich mich mit voller Aufmerksamkeit den Episoden widmen will.

Nochmal zur letzten Episoden, ich hatte jetzt nicht solche großen Probleme damit wie manch andere, aber es gab doch auch einiges, was ich nicht zu 100% gelungen fand. Besonders seltsam fand ich vorallem die Erzählweise, dass man Brodys Flashbacks eben parallel zur Jetzt-Handlung ablaufen lassen hat. Irgendwie hat mich das immer ein wenig aus dem Ganzen rausgebracht und stutzig gemacht, aber nicht auf die gute Art und Weise.

Die "Enthüllung", wie es zur Freundschaft zwischen Brody und Abu Nazhir kam, über dessen Sohn (von cleveren AV-Club-Commentern "Tchekovs foreign kid" getauft :D ), fand ich jetzt von der Idee her zwar nicht unbedingt originell, aber es hat seinen Zweck erfüllt, dass man Brodys Motive nachvollziehen kann und er nicht komplett unsympathisch wird. Von daher geht es für mich OK, auch wenn die ganze Logistik der Sache (Brody war 5 Jahre gefangen unter Folter und allem, dann kam er zu Abu Nazir, wußte er wie Abu Nazir mit den Folterern zusammenhängt? usw, und natürlich, seit wann war er wieder im Loch gefangen?) für mich noch nicht ganz schlüssig ist.

Überhaupt, ich frag mich immer mehr, was für eine Art Terrorist Abu Nazhir darstellen soll. Also ist er einer, den alle kennen der in der Öffentlichkeit auch als Symbolfigur dasteht so wie Osama bin Laden? Oder ist er einer, den nur die Geheimdienste und eben irgendwelche Insider als Terrorist kennen? Wenn letzteres frag ich mich ja immer mehr, wieviel Terror denn nun wirklich hinter seiner Organisation steckt. Ich meine, dass ich auch bis zur #1.10 noch an die Möglichkeit geglaubt habe, dass er eben von dem westlichen Geheimdiensten irgendwie aufgebauscht wird.

#1.10

Die Jazz-Montage, ohne Worte :anbet:

Aber auch sonst wieder eine feine Episode, ich mag es ja wirklich wie man an Brodys Verhalten nun seine manipulative Seite merkt. Das war schon ein starkes Stück, da zu Mike zu gehen und den für seine Zwecke einzuspannen. Dennoch finde ich den Brody wird Politiker Plot immer noch etwas zweifelhaft, vorallem stört mich ein wenig, dass Carrie Brody mittlerweile gar nicht mehr verdächtigt. Will man sich das für die letzten zwei Folgen aufheben, oder meint ihr dass Brody bis zum Ende der Staffel gar nicht mehr ins Visier gerät?

Es gab aber auf jeden Fall wieder einige Highlights, eine Carrie-Brody-Szene, Virgil war wieder mal da :up: , die Befragung des Diplomaten, Sauls Einsamkeit, die gelungene Spannung in der Brunnen-Szene.

Aber wie soll man sich denn auf die Handlung konzentrieren, wenn Damian Lewis im schwarzen Hemd immer so unverschämt gut aussieht? 8-)

eve_susan

Re: Homeland [Showtime]

Beitrag von eve_susan » 07.12.2011, 11:44

Die #1.09 fand ich auch sehr komisch - jetzt nicht schlecht, aber auch nicht wirklich gut..
Schnurpsischolz hat geschrieben:#1.10

Die Jazz-Montage, ohne Worte :anbet:
War toll - JA!!
Dennoch finde ich den Brody wird Politiker Plot immer noch etwas zweifelhaft, vorallem stört mich ein wenig, dass Carrie Brody mittlerweile gar nicht mehr verdächtigt.
Ich denke, genau hier spielen eben auch ihre Gefühle eine große Rolle. Anders als zu Beginn, scheint sie ja jetzt tatsächlich auch in Brody verliebt/verknallt zu sein und will wahrscheinlich auch ein Stück weit, dass er eben der "Gute" ist. Da hört eben ihr Misstrauen allen Menschen gegenüber auf und ihre Gefühle fangen an...
Will man sich das für die letzten zwei Folgen aufheben, oder meint ihr dass Brody bis zum Ende der Staffel gar nicht mehr ins Visier gerät?
Ich frag mich hier ja eh, wie sie die Staffel enden lassen wollen, um dann noch Stoff für eine zweite Staffel zu haben. Gerade das Thema ist ja doch zeitlich sehr begrenzt, weshalb ich mir die zweite Staffel mit einer Storyline zu Carry und parallel zu Brody kaum richtig vorstellen kann... Abre ich gehe doch stark davon aus, dass Brody im Laufe der Staffel nochmal unter Verdacht gerät.

Es gab aber auf jeden Fall wieder einige Highlights, eine Carrie-Brody-Szene, Virgil war wieder mal da :up: , die Befragung des Diplomaten, Sauls Einsamkeit, die gelungene Spannung in der Brunnen-Szene.
Vor allem Sauls Einsamkeit war ja Hammer... Wie er da im Büro saß und das Messer gegessen hatte und dann zum Lineal griff. So krass dargestellt - hätte ja beinahe geweint! :schaem:
Aber wie soll man sich denn auf die Handlung konzentrieren, wenn Damian Lewis im schwarzen Hemd immer so unverschämt gut aussieht? 8-)
Haha! Geht mir auch immer, wenn ich RDJ im roten Hemd sehe!! :D

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Re: Homeland [Showtime]

Beitrag von Schnurpsischolz » 07.12.2011, 12:00

eve_susan hat geschrieben:Ich denke, genau hier spielen eben auch ihre Gefühle eine große Rolle. Anders als zu Beginn, scheint sie ja jetzt tatsächlich auch in Brody verliebt/verknallt zu sein und will wahrscheinlich auch ein Stück weit, dass er eben der "Gute" ist. Da hört eben ihr Misstrauen allen Menschen gegenüber auf und ihre Gefühle fangen an...
Ja aber ich hab ich doch in Carrie Matheson verknallt, weil sie nicht so ein Mädchen ist was sich von sowas läppischem wie Gefühlen von ihren Instinkten abhalten lässt. ;) Jedenfalls hoffe ich einfach darauf, dass man das nicht als Ausrede praktisch nimmt, um das noch weiter hinauszuzögern. Da erwarte ich mir mittlerweile einfach mehr von ihr.
Ich frag mich hier ja eh, wie sie die Staffel enden lassen wollen, um dann noch Stoff für eine zweite Staffel zu haben. Gerade das Thema ist ja doch zeitlich sehr begrenzt, weshalb ich mir die zweite Staffel mit einer Storyline zu Carry und parallel zu Brody kaum richtig vorstellen kann... Abre ich gehe doch stark davon aus, dass Brody im Laufe der Staffel nochmal unter Verdacht gerät.
Was das angeht, hatte ich anfangs wesentlich mehr bedenken, wo ich noch dachte, dass man eben am Ende der Staffel die Auflösung hat, ob Brody nun Terrorist ist oder nicht. So sehe ich eigentlich schon tausende Möglichkeiten, wie man die Geschichte mit einem ordentlichen Kracher abschließen kann und sich dennoch alle Möglichkeiten für S2 offen hält. Momentan hat man ja auhc noch den Plot um den Verräter in der CIA (Estes? Carries Kollege? der FBI-Typ? der Vizepräsident selbst?) und ich denke im Moment, dass wir eben halbwegs erfahren was Walker geplant hat und dass es da zum Showdown kommt, aber ich vermute, dass Brodys Verwicklungen verborgen bleiben. Aber wie gesagt, ich hoffe ja echt dass Carrie ihn nochmal in Verdacht zieht.

Aber warum ich eigentlich nochmal reinschneie, ich hab mich grade kaputtgelacht, Damian Lewis erzählt bei Jimmy Fallon (Video) dass sie ihre Spontanband bei der Wrap-Party "Yummieyummieyummie" gennnant haben, nach dem legendären Spruch des Diplomaten aus dieser Folge. ^_^

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Re: Homeland [Showtime]

Beitrag von Lin@ » 07.12.2011, 13:49

Schnurpsischolz hat geschrieben:Überhaupt, ich frag mich immer mehr, was für eine Art Terrorist Abu Nazhir darstellen soll.
Ich finde ja gerade die Tatsache, dass man so wenig über ihn weiß, so spannend. Man nimmt ihn ja quasi bloß verzerrt dar, entweder durch die Augen der CIA oder eben von Brody. Die Wahrheit liegt wahrscheinlich irgendwo in der Mitte, aber ich könnte mir auch beide Extreme vorstellen. Also dass die CIA ihn (wie du sagst) bloß "aufbauscht" oder dass er selbst die menschlichen Züge, die er in Gegenwart von Brody gezeigt hat, nur gespielt hat, um seine terroristischen Ziele zu erreichen.
Die Jazz-Montage, ohne Worte :anbet:
Ich hab direkt nach der Folge auch erstmal Miles Davis aufgelegt. :D
Aber auch sonst wieder eine feine Episode, ich mag es ja wirklich wie man an Brodys Verhalten nun seine manipulative Seite merkt. Das war schon ein starkes Stück, da zu Mike zu gehen und den für seine Zwecke einzuspannen.
Dito, wobei ich da ja nicht so ganz nachvollziehen kann, wieso Mike sich da drauf einlässt. Will er einfach bloß den Streit mit Brody hinter sich lassen? Oder glaubt er wirklich daran, dass es eine gute Idee wäre? Kann mir letzteres irgendwie so gar nicht vorstellen...
Dennoch finde ich den Brody wird Politiker Plot immer noch etwas zweifelhaft, vorallem stört mich ein wenig, dass Carrie Brody mittlerweile gar nicht mehr verdächtigt.
Warum sollte sie? Walker ist ja (spätestens nach dieser Folge) zweifellos der Soldat, der ge-"turned" wurde, von daher hat sie (zumindest momentan) doch eigentlich keinerlei Anhaltspunkte, die es rechtfertigen würden, Brody weiterhin zu verdächtigen. Ich hab ja bei dem Verhör mit dem Diplomaten permanent darauf gewartet, dass er sich irgendwie verplappert oder Brody verpfeift, aber nix da.
Will man sich das für die letzten zwei Folgen aufheben, oder meint ihr dass Brody bis zum Ende der Staffel gar nicht mehr ins Visier gerät?
Ich hab keine Ahnung, aber wie es auch laufen wird, wird es schon seinen Sinn haben. Bis auf die sehr seltsame Flashback-Folge haben die Autoren ja bisher einen verdammt guten Job gemacht, von daher vertraue ich ihnen da einfach mal.
Aber wie soll man sich denn auf die Handlung konzentrieren, wenn Damian Lewis im schwarzen Hemd immer so unverschämt gut aussieht? 8-)
^_^ Du Fangirl, du! ;)
eve_susan hat geschrieben:Ich denke, genau hier spielen eben auch ihre Gefühle eine große Rolle. Anders als zu Beginn, scheint sie ja jetzt tatsächlich auch in Brody verliebt/verknallt zu sein und will wahrscheinlich auch ein Stück weit, dass er eben der "Gute" ist. Da hört eben ihr Misstrauen allen Menschen gegenüber auf und ihre Gefühle fangen an...
Ich glaube, wenn sie wirklich einen Grund für Misstrauen hätte, würde sie sich von ihren Gefühlen nicht davon abhalten lassen, gegen Brody zu ermitteln. Aber sie hat ja meines Erachtens (siehe oben) momentan einfach keinen. Mit Betonung auf momentan.
Vor allem Sauls Einsamkeit war ja Hammer... Wie er da im Büro saß und das Messer gegessen hatte und dann zum Lineal griff.
Gegessen? :D
So krass dargestellt - hätte ja beinahe geweint! :schaem:
Kann ich verstehen. Die Tatsache, dass er sich auch noch (IMO absolut eklige) Peanut Butter aufs Brot (oder waren's Cracker?) schmiert, machte die Szene für mich nämlich irgendwie noch trauriger, als sie ohnehin schon war.
Schnurpsischolz hat geschrieben:Momentan hat man ja auhc noch den Plot um den Verräter in der CIA (Estes? Carries Kollege? der FBI-Typ? der Vizepräsident selbst?)
Ich tippe auf letzteren oder jemand ganz anderes. Wenn Saul schon in der Serie explizit ausspricht, dass es einen Maulwurf gibt, darf's eigentlich echt keiner der üblichen Verdächtigen in der CIA sein. Ich dachte ja selbst sogar schon an Virgil, aber das wäre vielleicht doch zu krass. Außerdem weiß ich nicht, inwiefern er über die ganze Untersuchung auf dem Laufenden ist, weil er ja eigentlich nicht für die CIA arbeitet, wenn ich das richtig verstanden habe...
und ich denke im Moment, dass wir eben halbwegs erfahren was Walker geplant hat und dass es da zum Showdown kommt, aber ich vermute, dass Brodys Verwicklungen verborgen bleiben.
Was Walker geplant hat, ist ja eigentlich klar (Anschlag auf den Präsidenten), die Frage wäre eher, ob sie ihn schnappen können und, wenn ja, welches Unheil er bis dahin noch anrichten kann. Was Brody angeht, könnte ich mir gut vorstellen, dass Claire im Staffelfinale klar wird, dass er womöglich doch nicht so unschuldig ist und das dann quasi als "Cliffhanger" für die nächste Staffel genutzt wird. Könnte mir aber auch genauso vorstellen, dass "Homeland" wieder was völlig anderes tut, das uns alle überrascht. :D
Aber warum ich eigentlich nochmal reinschneie, ich hab mich grade kaputtgelacht, Damian Lewis erzählt bei Jimmy Fallon (Video) dass sie ihre Spontanband bei der Wrap-Party "Yummieyummieyummie" gennnant haben, nach dem legendären Spruch des Diplomaten aus dieser Folge. ^_^
:D Auf den Namen wären wir aber bestimmt auch gekommen, oder? Nur halt aus anderen Gründen... 8-)

ETA: Ich kann's ja echt kaum glauben, dass Damian Lewis eigentlich Brite ist. Finde er kommt (zumindest im Vergleich mit Hugh Laurie, Dominic West und Idris Elba) wahnsinnig amerikanisch rüber.
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Re: Homeland [Showtime]

Beitrag von Schnurpsischolz » 14.12.2011, 13:18

#1.11

Holy Shit :o ich dachte ja schon bisher ich liebe "Homeland", aber mit der Folge ist mir klar geworden wieviel mir an den Charakteren liegt, wie emotional involviert ich bei dem ganzen bin und wie faszinierend das alles ist. Mann, hab ich mit Carrie mitgelitten, die ganze Folge über am Ende war ich echt fast genaus fertig wie sie. Was eine Tortur, und so sehr ich Damian Lewis liebe (and you know how much that is ;) ), im Moment gerade hasse, hasse, hasse ich Brody. Sch*** drauf, dass er ein Terrorist ist, das was er Carrie antut kann man echt nicht mit ansehen. :(

OK, aber mal etwas geordneter, weniger emotionaler (auch wenns schwerfällt), ich hab zwar momentan auch wieder Bedenken, wie man die Serie nun in S2 fortführen will, da es ja nun wirklich auf einen Selbtsmordanschlag von Brody hinaus läuft. Wobei ich der Serie ja auch echt zutraue, in S2 ohne Lewis weiterzumachen. Aber was man im Laufe dieser Staffel aufgebaut hat, und wie man die Handlung bis zum Ende aufgebaut und gesteigert hat, so dass man jetzt direkt vorm Finale völlig zum Bersten angespannt ist, ist schon sehr sehr bewundernswert. Und ich kann mir wirklich schwer vorstellen, wie sie das jetzt noch verbocken können. Und ich glaub es auch nicht.

Claire Danes hat hier auf jeden Fall alle Argumente für einen Emmy angeliefert, krass und genial und so bewegend. Vorallem, da man es so durch Sauls Augen gesehen hat und auch die Szenen mit ihrem Vater waren unheimlich berührend. Am beeindruckendsten fand ich aber, wie sie es rübergebracht haben, was diese Spy-Wand ("Life" lässt grüßen ;) ) für sie bedeutet, und dann eben das als Symbol am Ende zu nutzen, um sie vollkommen zu zerstören. Krass und Heftig :anbet:

Auch der Teil von Brody ging einem echt nahe, das war ja wirklich wie eine Abschiedsreise mit seiner Familie und durch die Technick mit Danas Videoaufnahmen hat man durch die verschiedenen Stile dem ganzen irgendwie auch nochmal mehr Authenzität verliehen. und diese Einstellung, mit dem Zeitraffer wäre einfach so eingebaut echt übertrieben gewesen, aber so war es einfach perfekt. Ich bin wirklich hin und weg von den Ganzen. Was nächste Woche passiert mag ich momentan auch noch gar nicht spekulieren, ich lass mich da echt liebend gern überraschen. Ich weiß nur, dass mir Carrie und Saul danach enorm fehlen werden. Brody auch, aber der hat es bei mir gerade ein wenig verdorben. ;)
Lin@ hat geschrieben:^_^ Du Fangirl, du! ;)
Als ob ich damit alleine wäre. ;)
ETA: Ich kann's ja echt kaum glauben, dass Damian Lewis eigentlich Brite ist. Finde er kommt (zumindest im Vergleich mit Hugh Laurie, Dominic West und Idris Elba) wahnsinnig amerikanisch rüber.
Geeht mir auch so, aber wenn man ihn dann britisch sprechen hört, ist das auch nicht zu verachten. ;) Und er macht sich ja auch selber immer ein wenig darüber lustig, dass er als rothariger Engländer immer diese amerikanischen Heldenfiguren spielt. (Btw. wann steht "Band of Brothers" auf dem Programm 8-) ?)

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Re: Homeland [Showtime]

Beitrag von Lin@ » 14.12.2011, 15:22

Schnurpsischolz hat geschrieben:Holy Shit :o
Hehe, mit genau diesen zwei Worten hatte ich letztens auch schon einen Post angefangen, war dann aber doch zu faul, mehr zu posten und dachte, ich warte lieber auf euch. ;)
Mann, hab ich mit Carrie mitgelitten, die ganze Folge über am Ende war ich echt fast genaus fertig wie sie.
Schon heftig, ne? Mir ist da das Herz auch voll in die Hose gerutscht. Claire Danes hat diese tiefe innere Verzweiflung aber auch unheimlich gut gespielt. (Auch wieder geniale musikalische Untermalung, btw.)
im Moment gerade hasse, hasse, hasse ich Brody. Sch*** drauf, dass er ein Terrorist ist, das was er Carrie antut kann man echt nicht mit ansehen. :(
Okay, so weit würde ich dann doch nicht gehen. :D Aber sehr konsequenter Schritt, den er da gegangen ist. Und auch wenn's einem wegen Claire das Herz zerreißt, find ich's einfach nur großartig, dass die Autoren den Mut hatten zu zeigen, wie ernst es Brody mit dem Selbstmordattentat ist, gleichzeitig aber auch über die gesamte Folge seine menschliche Seite in den Vordergrund zu stellen. Die Szene beim Westenhersteller fand ich unheimlich krass, da ist mir echt ein Schauer über den Rücken gelaufen. Genauso bei der Szene, in der Brodys Tochter (Name?) die Weste fast findet und sich später dann die Videos anschaut. Wahnsinnig intensive Momente. :anbet:
ich hab zwar momentan auch wieder Bedenken, wie man die Serie nun in S2 fortführen will, da es ja nun wirklich auf einen Selbtsmordanschlag von Brody hinaus läuft.
Ich versteh gar nicht, weshalb sich immer alle so viele Gedanken machen, was in S2 aus der Serie wird. Lasst die Autoren doch einfach mal machen, die werden sich schon was Anständiges ausdenken. Und wenn nicht, kann man sich ja auch erst, wenn es so weit ist, Sorgen machen. ;) Ich find's eigentlich grad toll, dass man sich überhaupt nicht vorstellen kann, worauf das Ganze im Finale oder in S2 hinauslaufen wird, weil einen die Serie schon so oft (im positiven Sinne) überrumpelt hat.
Aber was man im Laufe dieser Staffel aufgebaut hat, und wie man die Handlung bis zum Ende aufgebaut und gesteigert hat, so dass man jetzt direkt vorm Finale völlig zum Bersten angespannt ist, ist schon sehr sehr bewundernswert.
Auf jeden Fall. :)
Und ich kann mir wirklich schwer vorstellen, wie sie das jetzt noch verbocken können.
Naja, Saul könnte der Maulwurf sein. :D Glaub ich aber nach wie vor nicht dran.
Claire Danes hat hier auf jeden Fall alle Argumente für einen Emmy angeliefert, krass und genial und so bewegend.
Definitiv, wobei ich sie persönlich in der Pilotfolge noch beeindruckender fand, weil da einfach die Bandbreite, die sie drauf hat, noch etwas besser zur Geltung gekommen ist.
Vorallem, da man es so durch Sauls Augen gesehen hat und auch die Szenen mit ihrem Vater waren unheimlich berührend.
Dito.
Am beeindruckendsten fand ich aber, wie sie es rübergebracht haben, was diese Spy-Wand ("Life" lässt grüßen ;) ) für sie bedeutet, und dann eben das als Symbol am Ende zu nutzen, um sie vollkommen zu zerstören. Krass und Heftig :anbet:
Jepp. Wobei ich mich da wieder mal gefragt habe, weshalb man mit ner bipolaren Störung eigentlich nicht trotzdem ganz normal bei der CIA arbeiten kann. Oder geht's da jetzt bloß drum, dass sie die Krankheit so lange verheimlicht hat?
Lin@ hat geschrieben:^_^ Du Fangirl, du! ;)
Als ob ich damit alleine wäre. ;)
Naja, bei "Homeland" find ich persönlich ja das ganze Drumherum so spannend und faszinierend, dass ich gar nicht wirklich so viel Zeit mit Schmachten verbringe. Das war bei "Life" noch ganz anders. ;)
Btw. wann steht "Band of Brothers" auf dem Programm 8-) ?
Dunno, muss ich mal schauen, wann ich Zeit habe.
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Re: Homeland [Showtime]

Beitrag von Schnurpsischolz » 14.12.2011, 20:34

Lin@ hat geschrieben:(Auch wieder geniale musikalische Untermalung, btw.)
Ja, die muss man wirklich auch wieder mal hervorheben. Die haben es unheimlich gut drauf, über die Musik die Gefühlslage von den Protagonisten zu transportieren, aber auf eine ganz eigene Art und Weise. Eines der vielen Details, die ich immer mehr bewundere. :up:
im Moment gerade hasse, hasse, hasse ich Brody. Sch*** drauf, dass er ein Terrorist ist, das was er Carrie antut kann man echt nicht mit ansehen. :(
Okay, so weit würde ich dann doch nicht gehen. :D Aber sehr konsequenter Schritt, den er da gegangen ist. Und auch wenn's einem wegen Claire das Herz zerreißt, find ich's einfach nur großartig, dass die Autoren den Mut hatten zu zeigen, wie ernst es Brody mit dem Selbstmordattentat ist, gleichzeitig aber auch über die gesamte Folge seine menschliche Seite in den Vordergrund zu stellen. Die Szene beim Westenhersteller fand ich unheimlich krass, da ist mir echt ein Schauer über den Rücken gelaufen. Genauso bei der Szene, in der Brodys Tochter (Name?) die Weste fast findet und sich später dann die Videos anschaut. Wahnsinnig intensive Momente.
Mittlerweile hab ich mich auch wieder eingekriegt, aber direkt nach dem Schauen war ich echt richtig sauer auf ihn. Mittlerweile sehe ich auch den Aspekt, dass es eigentlich nur konsequent von ihm ist und halt auch unheimlich clever. War aber auch sehr gut mit den Erwartungen der Zuschauer (wieder mal) gespielt, als Carrie sich da auf Brodys Besuch vorbereitet (ich hab da ja schon Angst gehabt, er steht mit der Waffe vor der Tür oder irgendwas).

Die Tochter heißt Dana und ich bin ja echt mal gespannt, ob sie im Finale etwas mit der Auflösung zu tun hat. Ich hab da ja echt keine Ahnung, mein einziger Tipp wäre ja nur noch, dass David Estes der Spitzel ist und dann eben auffliegt, so dass Carrie auch theoretisch wieder eine Chance hat, zurück zur CIA zu kommen.
Naja, Saul könnte der Maulwurf sein. :D Glaub ich aber nach wie vor nicht dran.
Das hab ich schon beschlossen, dass das nicht sein darf. Basta 8-)
Wobei ich mich da wieder mal gefragt habe, weshalb man mit ner bipolaren Störung eigentlich nicht trotzdem ganz normal bei der CIA arbeiten kann. Oder geht's da jetzt bloß drum, dass sie die Krankheit so lange verheimlicht hat?
Hm, keine Ahnung. Vielleicht wäre sie mit ihrer Krankheit auf einen reinen Schreibtisch-Analysten-Job beschränkt? Könnte nicht in eine Position, wo sie ihre Talente wirklich nutzen kann? Ich denke aber, dass die Show das halt mehr oder weniger so definiert, dass sie mit der Krankheit eben nicht das machen kann, was sie will.
Ich find es übrigens total genial, dass sie in ihrer manischen Phase eben zwar total chaotisch, aber doch total genial arbeitet. Und ich muss es nochmal sagen, als sie merkt das Saul sie versteht, man ist mir da das Herz aufgegangen. *seufz*
Naja, bei "Homeland" find ich persönlich ja das ganze Drumherum so spannend und faszinierend, dass ich gar nicht wirklich so viel Zeit mit Schmachten verbringe. Das war bei "Life" noch ganz anders.
Du bist stärker als ich. ;) Aber solange ich die anderen Teile noch gut mitbekomme, kann ich damit leben. ;)

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Re: Homeland [Showtime]

Beitrag von Lin@ » 19.12.2011, 22:23

Haha, wie lustig, da sitz ich hier und überlege gerade, wie ich dieses hammergeniale Finale in Worte fassen soll, während im Hintergrund Musik läuft und mir Ben Howard in "The Wolves" plötzlich wie ein Souffleur "LOVE LOVE LOVE"-Chöre ins Ohr singt. :D Viel mehr kann ich dazu eigentlich auch gar nicht sagen. Mir schlug die gesamten anderthalb Stunden das Herz bis zum Hals, ich hab mindestens genauso hyperventilliert wie Brody und bei allen Szenen mit (not-so-)crazy Carrie unheimlich mit ihr mitgelitten - vor allem am Ende, wo man spürt, dass sie wahrscheinlich nie (oder zumindest bestimmt nicht so bald) herausfinden wird, wie Recht sie doch hatte.

Bin sehr gespannt, in welche Richtung sich Brody in S2 entwickeln wird, ob er Nazir und seinen terroristischen Überzeugungen wirklich treu bleibt oder ob er irgendwann tatsächliche Zweifel am Sinn des Terrors bekommt. Und wenn letzteres, ob und wie er sich von Nazir zu lösen versucht. Und natürlich welche Rolle Carrie in dem Ganzen spielt. Und Saul. ;) Wenn die Macher es schaffen, das Niveau von S1 zu halten, könnte die Serie definitiv zu einer meiner All-Time-Favorites werden und mich über das Ende von "Breaking Bad" hinwegtrösten.

So viel (bzw. wenig) mal vorweg, mehr dann, wenn ich meine Gedanken geordnet habe bzw. jemand anders ausführlicher postet. ;)

ETA: :anbet: <--- Der fehlte da noch irgendwie in dem Post. 8-)
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Re: Homeland [Showtime]

Beitrag von Schnurpsischolz » 20.12.2011, 09:13

Lin@ hat geschrieben:Haha, wie lustig, da sitz ich hier und überlege gerade, wie ich dieses hammergeniale Finale in Worte fassen soll, während im Hintergrund Musik läuft und mir Ben Howard in "The Wolves" plötzlich wie ein Souffleur "LOVE LOVE LOVE"-Chöre ins Ohr singt.
Das Leben hat es manchmal schon raus. :D

Zu meiner Reaktion, ich muss sagen ich schwanke in den Details immer hin und her. Unterm Strich fand ich es sehr gelungen und hat die zwei Aufgaben, S1 gut abzuschließen und S2 gut vorzubereiten mMn exzellent erfüllt, es gab aber doch einige Sachen, mit denen ich so meine kleinen Probleme habe.

Zum einen ist da einfach die Tatsache, so spannend und nervenaufraubend und auch bewegend die ganze Sache im Bunker war, ich war mir die ganze Zeit einfach zu sicher, dass Brody es nicht schaffen würde. Ist natürlich kein richtiger Kritikpunkt an der Show, eher an meiner Erwartungshaltung (warum muss ich auch soviel Serien gucken und darüber lesen :ohwell: ), aber hat die Szene für mich doch leider gemindert. Allerdings war ich echt mehr als beeindruckt von Damain Lewis' Schauspiel, der Moment mit Dana am Telefon, wo man genau sieht jetzt macht er es nicht mehr war fucking incredible :anbet:

Generell finde ich die Variante, dass wir so gesehen haben, dass er es eben durchziehen würde, bis zum bitteren Ende (ich meinem wer hat die Nerven dann noch die Weste zu reparieren? Holy Shit ) und das wir aber wissen, wo seine Grenzen liegen, nämlich wenn ihn seine Tochter anfleht, sehr sehr gelungen. Das hätte man meiner Meinung nach nicht besser machen können, auch wenn es plottechnisch halt von zwei enormen Zufällen abhing (der kaputten Weste, dem Anruf von Dana). Und ich denke , am Ende von S2 (oder S3) könnte ich dann auch richtig Angst um Brody haben, aber zum jetzigen Zeitpunkt war es für mich leider zu klar, dass er überleben wird (wobei ich darüber, dass er überlebt habe echt sehr froh bin, sehe das nämlich genauso wie die Showrunner in ihren diversen Post-Mortem-Interviews, dass hier die erzählerischen Möglichkeiten noch lange nicht ausgeschöpft sind und es eben nicht zwingend notwendig war, ihn über die Klinge springen zu lassen, wie manche Internetkommentatoren behaupten).

Carries Seite des Ganzen war einfach nur unheimlich tragisch und traurig. Ich meine, sie hat schließlich die ganze Sache verhindert und weiß es eben nicht :( Wie sie da Virgil fragt, ob sie verrückt sei, oder am Ende aufgegebn hat, das war wirklich schwer mit anzusehen. UNd es war unheimlich krass, diese umgekehrte Dynamik in der Brody-Carrie-Beziehung dort auf dem Parkplatz zu sehen, ich bin wirklich gespannt wie es dort dann in S2 weitergeht.

Was ich auch sehr gelungen fand, war die Integration von Dana in den Plot, eigentlich ja schon seit der letzten Episode. Und ich denke, sie ahnt etwas, will es sich aber nicht eingestehen. Tolles Ende, dort auf dem Dach.

Direkt nach dem Schauen hatte ich wie gesagt ambivalente Gefühle, einerseits war mir das Finale eben zu Handlungsgetrieben, ich finde einfach die Momente in denen man sich rein auf die Charaktere konzentriert immer viel stärker, aber dieser Kritikipunkt hält mit einigem Nachdenken ja eher nicht stand, denn all die Handlungen beruhten auf den ausgefeilten Charakterentwicklungen. Mien zweites Problem war, dass mir die gesellschaftspolitische Seite in der 2. Staffelhälfte etwas zu kurz kam (also solche Sachen wie der Gebrauch von Folter, die ganze Überwachungsdynamik etc) aber wenn man mal näher darüber nachdenkt, ist die Sache mit dem Vizepräsidenten, Estes und deren Oppurtunismus ja durchaus sehr brisant. Auch Sauls Ohnmacht, obwohl er davon weiß, die Tatsache dass Brodys Terrorismus für meine Begriffe sehr ambivalent gehalten ist (aus gewisser Sicht ja durchaus berechtigt halt) usw. geben da viel Stoff zum drüber nachdenken. Walden ist halt z.Z. etwas der profillose Böse, aber das habe ich ja von Estes anfangs auch gesagt, aber wie man mit ihm bis zum Ende der Staffel umgegangen ist, passt für mich sehr. Ich mag es auch, dass die Verschwörung dabei gar nicht so ein Riesending ist, sondern eben schlichter Machterhalt.
Lin@ hat geschrieben:Wenn die Macher es schaffen, das Niveau von S1 zu halten, könnte die Serie definitiv zu einer meiner All-Time-Favorites werden und mich über das Ende von "Breaking Bad" hinwegtrösten.
Hm, sowas kann ich nach einer Staffel noch nicht sagen, das Potential ist sicher da, muss man halt sehen wie es weitergeht. Wenn ich jetzt z.B. S1 von "Homeland" noch mit S2 von "Justified" vergleiche, dann schneidet für mich letzteres noch besser ab, darüber hinaus wird es im Dramabereich aber wirklich dünn. Ich sehe halt bei "Homeland" konzeptionell größere Gefahren, abzustürzen (und Showtime hat ja diesbezüglich einen miesen Ruf, siehe Dexter und co.) und habe auch hier durchaus noch einige Kritikpunkte (Jess' Part wurde im zweiten Teil der Staffel leider total reduziert und uninteressant, plotmäßig gab es durchaus einige Logiklöcher, Walker war leider als Person unterentwickelt) aber es war ohne Zweifel eine ganz, ganz starke Staffel. Besonders getragen halt von den überragenden Charakteren Carrie, Brody und Saul.

eve_susan

Re: Homeland [Showtime]

Beitrag von eve_susan » 20.12.2011, 10:15

Da ichs grad gesehen hab - sehr süßer, wenn auch nicht wirklich aussagekräftiger Auftritt von Claire beim US-Frühstücksfernsehen. http://justjared.buzznet.com/2011/12/20 ... globe-nod/

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Re: Homeland [Showtime]

Beitrag von Lin@ » 20.12.2011, 12:45

Schnurpsischolz hat geschrieben:Zum einen ist da einfach die Tatsache, so spannend und nervenaufraubend und auch bewegend die ganze Sache im Bunker war, ich war mir die ganze Zeit einfach zu sicher, dass Brody es nicht schaffen würde.
Dass er's nicht schaffen würde, den Knopf zu drücken? Hat er doch aber! Oder sicher in dem Sinne, dass du wusstest, dass der Bunker nicht hochfliegen wird? Ich persönlich hab zwar eigentlich (rein rational) auch nicht wirklich daran geglaubt, dass Nazirs Plan da wirklich aufgeht, aber ich hätte mir eben auch sehr gut das Gegenteil vorstellen können. Einfach weil die Autoren mich über die gesamte Staffel schon so oft überrascht haben und ich es ihnen zugetraut hätte. Und weil Brody eben die ganze Zeit über so unheimlich determiniert war, dass es seltsam gewesen wäre, wenn er plötzlich Zweifel an der ganzen Aktion kriegen würde. Was er ja letztlich eigentlich auch nicht hat. Bei "Breaking Bad" weiß man auch, dass Aaron Paul zum Hauptcast der Serie gehört und mittlerweile zur Hauptidentifikationsfigur der Serie geworden ist. Trotzdem hab ich immer wieder Angst, dass Vince Gilligan ihn killt.
Allerdings war ich echt mehr als beeindruckt von Damain Lewis' Schauspiel, der Moment mit Dana am Telefon, wo man genau sieht jetzt macht er es nicht mehr war fucking incredible :anbet:
Wahnsinn.
Generell finde ich die Variante, dass wir so gesehen haben, dass er es eben durchziehen würde, bis zum bitteren Ende (ich meinem wer hat die Nerven dann noch die Weste zu reparieren? Holy Shit ) und das wir aber wissen, wo seine Grenzen liegen, nämlich wenn ihn seine Tochter anfleht, sehr sehr gelungen.
Dito.
Das hätte man meiner Meinung nach nicht besser machen können, auch wenn es plottechnisch halt von zwei enormen Zufällen abhing (der kaputten Weste, dem Anruf von Dana).
Mal davon abgesehen, dass das Leben voller Zufälle ist (da spricht der Paul Auster-Fan in mir :D ), fand ich das gar nicht mal so zufällig. Mich hätt's ehrlich gesagt sogar eher gewundert, wenn die Weste bei all dem Rumgeschiebe und Gedränge nach Walkers Schüssen heil geblieben wäre. Für mich war das eigentlich eher eine logische Konsequenz, dass da irgendein Draht nicht mehr richtig saß. Und was den Anruf von Dana angeht, war der ja auch getriggert durch Claire, die ja direkt nach den Schüssen zu ihr gefahren ist. Klar, dass sie ausgerechnet in den 10 Sekunden anruft, nachdem Brody die Weste repariert hat, war irgendwo absehbar, aber so lange es zeitlich passt, hab ich da kein Problem damit. Ist ja nicht so als hätte sie einfach so aus heiterem Himmel angerufen.
Carries Seite des Ganzen war einfach nur unheimlich tragisch und traurig. Ich meine, sie hat schließlich die ganze Sache verhindert und weiß es eben nicht :(
Ich liebe sowas ja. Es ist ja in solchen Serien oft so, dass man bloß eine Seite kennt und die Zuschauer dann eben gleichzeitig mit der Hauptfigur (teilweise durch äußerst gezwungeneTwists) mehr erfahren, aber hier kriegt man halt beides mit. Man weiß also genau, was los ist (vom mutmaßlichen Maulwurf jetzt mal abgesehen) und leidet so eben immens mit.
Wie sie da Virgil fragt, ob sie verrückt sei, oder am Ende aufgegebn hat, das war wirklich schwer mit anzusehen.
I love Virgil. Ich habe das Gefühl, er "glaubt" innerlich deutlich mehr an Carrie als Saul es tut.
UNd es war unheimlich krass, diese umgekehrte Dynamik in der Brody-Carrie-Beziehung dort auf dem Parkplatz zu sehen, ich bin wirklich gespannt wie es dort dann in S2 weitergeht.
Dito. Ich hoffe bloß, sie machen nicht eine halbe Ewigkeit auf "Carrie kann sich an nichts erinnern". Wenn ich so an die erste Hälfte dieser Staffel zurückdenke, kann ich mir das aber eigentlich kaum vorstellen.
Was ich auch sehr gelungen fand, war die Integration von Dana in den Plot, eigentlich ja schon seit der letzten Episode. Und ich denke, sie ahnt etwas, will es sich aber nicht eingestehen. Tolles Ende, dort auf dem Dach.
War auch (schon letzte Woche) extrem angetan von ihr. Vor allem, nachdem sie ja anfangs eher als typisch genervter und rebellischer Teenager eingeführt wurde. Bin auch überzeugt, dass sie Brody angerufen hat, weil sie Claire insgeheim geglaubt hat. Oder zumindest nicht ganz so sicher war, dass sie Unrecht hatte, wie sie zu allen meinte.
Direkt nach dem Schauen hatte ich wie gesagt ambivalente Gefühle, einerseits war mir das Finale eben zu Handlungsgetrieben, ich finde einfach die Momente in denen man sich rein auf die Charaktere konzentriert immer viel stärker, aber dieser Kritikipunkt hält mit einigem Nachdenken ja eher nicht stand, denn all die Handlungen beruhten auf den ausgefeilten Charakterentwicklungen.
Ich fand sie eigentlich gar nicht sonderlich handlungsgetrieben. Klar, es gab den großen Showdown, aber am Ende ging's doch hauptsächlich darum, wie crazy Carrie ist (bzw. eben nicht ist), wie sehr Saul an sie glaubt und wie er mit dem Wissen um den Angriff auf die Schule umgeht, wie sehr Brody an den Terrorismus glaubt und wie viel ihm dabei doch seine Familie bedeutet. Für mich war eigentlich der Großteil der Folge extrem charakterbezogen.
Mien zweites Problem war, dass mir die gesellschaftspolitische Seite in der 2. Staffelhälfte etwas zu kurz kam (also solche Sachen wie der Gebrauch von Folter, die ganze Überwachungsdynamik etc) aber wenn man mal näher darüber nachdenkt, ist die Sache mit dem Vizepräsidenten, Estes und deren Oppurtunismus ja durchaus sehr brisant. Auch Sauls Ohnmacht, obwohl er davon weiß, die Tatsache dass Brodys Terrorismus für meine Begriffe sehr ambivalent gehalten ist (aus gewisser Sicht ja durchaus berechtigt halt) usw. geben da viel Stoff zum drüber nachdenken.
Eben. ;)
Walden ist halt z.Z. etwas der profillose Böse
Ich glaube, das ist Absicht. Ähnlich wie bei Nazir. Einfach, damit sich jeder selbst so seine Gedanken machen kann, was das eigentlich für Menschen sind und was in ihnen vorgeht. Und nachdem die Serie ja im Grunde auf der Realität basiert, ist's auch wirklich kaum vermeidbar, dass man ihn als Zuschauer insgeheim mit RL-Politikern vergleicht.
Hm, sowas kann ich nach einer Staffel noch nicht sagen, das Potential ist sicher da, muss man halt sehen wie es weitergeht.
Jo, daher der Konjunktiv und die "wenn die Macher es schaffen, das Niveau von S1 zu halten"-Aussage. ;)
Ich sehe halt bei "Homeland" konzeptionell größere Gefahren, abzustürzen (und Showtime hat ja diesbezüglich einen miesen Ruf, siehe Dexter und co.)
Ich denke, dass man bei einer Serie wie "Homeland" sicherlich schon allein aufgrund der Thematik sehr viel mehr falsch machen kann als z.B. bei Dexter (siehe Damages S4), aber gerade die Tatsache, dass sie in S1 so viel richtig gemacht haben, macht mir eigentlich Hoffnung, dass die Serie nicht (so schnell) abstürzt. Ich meine, bei der Grundprämisse von "Breaking Bad" hat anfangs auch kaum einer geglaubt, dass die Serie über fünf Staffeln laufen könnte und dann haben sie es doch geschafft, sich immer wieder zu übertreffen. Man weiß natürlich nie, wie die Autoren wirklich ticken, aber ich hoffe einfach mal, dass sie sich dessen bewusst sind, dass das Konzept nicht ewig haltbar ist und man die Serie deswegen nicht über 8 Staffeln ziehen sollte.
Jess' Part wurde im zweiten Teil der Staffel leider total reduziert und uninteressant,
Interessant. Ich fand sie ja eher in der ersten Hälfte etwas zu sehr präsent. Aber das ist halt in einer solchen Serie auch das Problem mit Nebencharakteren, die in das eigentliche Geschehen (die CIA, den Terrorismus) nicht wirklich eingebunden sind. Man könnte da wieder den BrBa-Vergleich bringen, aber ich will's ja nicht übertreiben hier. :D
Walker war leider als Person unterentwickelt
Sehe ich auch so, aber again: Ich glaube, das ist Absicht. Und ich glaube, die Autoren fahren so vielleicht sogar besser, weil's glaub ich auch immens schwierig ist, einem solchen Terroristen mehr Profil zu geben, ohne ihn allzu eindimensional wirken zu lassen oder die Zuschauer gegen sich aufzubringen. Ich bin ja schon überrascht, wie gut und subtil die Chrakterzeichnung bisher bei Brody funktioniert hat. Und bei ihm hat man deutlich mehr Mittel und Screentime zur Verfügung.
aber es war ohne Zweifel eine ganz, ganz starke Staffel. Besonders getragen halt von den überragenden Charakteren Carrie, Brody und Saul.
Das lass ich mal als Schlusswort einfach so stehen. :D
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Re: Homeland [Showtime]

Beitrag von mausmaus » 04.01.2012, 17:18

Oh Mann...was für eine hammergeile Show!!
Ich hab mich von den unglaublich vielen postiven Kritiken und der tollen Review hier leiten lassen und deshalb mit Homeland angefangen....und als ich erstmal angefangen hatte, konnte ich einfach nicht wieder aufhören! Es war echt krass, wie sehr mich diese Serie gefesselt hat - und das schon nach dem Piloten. Die Schauspieler sind allesamt richtig gut und wie hier auch schon öfters festgestellt wurde, kann man bei Homeland ganz toll zwischen den Zeilen lesen und Mimik und Gestik sagen so viel aus...Damain Lewis, Claire Danes :anbet:

Ich hab mir die erste Staffel jetzt echt im Schnelldurchlauf innerhalb weniger Tage angeschaut, einfach weil ich gar nicht anders konnte.. ;)

Ich den ersten Folgen fand ich es schon irgendwie erschreckend, wie selbstverständlich es augenscheinlich in den USA ist "Big Brother" zu spielen und ein Haus komplett zu verkabeln und zu überwachen. Es war ja nicht so, als ob Carrie da groß und lang gezögert und überlegt hätte...Diese Überwachungsszenen waren dann auch echt intensiv (vor allem die zwischen den Eheleuten im Schlafzimmer) und als Zuschauer hat man sich wie Carrie auch bei derartigen Szenen echt unwohl gefühlt...weil man so nah in die Intimsphäre zweier Menschen eindringt, obwohl man da nichts zu suchen hat.

Als Carrie dann durch die Abmontage gezwungen war ihre Überwachung auf andere Weise durchzuführen, hab ich ja anfangs schon gedacht, dass sie dieses Flirten mit Brody aus rein beruflichen Gründen macht...dass sie sich im Laufe der Zeit ernsthaft in ihm verguckt hätte ich nie erwartet...da hat mich dann auch Folge 1.07 "Weekend" total aus den Socken gehauen...dass sie zulässt und auch genießt, dass ein Mann den sie immernoch für einen Terroristen hält, ihr so nah kommt...krasse Sache, wenn auch natürich begünstigt dadurch, dass sie ihre Medis nicht genommen hat. Spätestens am Ende dieser Folge und nach dem Gespräch auf der Veranda und Sauls Anruf, hatte ich Brody für mich nicht mehr auf der Terroristenliste. Die ganzen Folgen vorher, war ich ihm gegenüber schon noch misstrauisch...konvertiert zum Islam, erschießt einfach ein Reh, schlägt einen Marinesoldaten zu Tode, dann diese Rasierklingensache...

Deswegen war ich dann echt schockiert, als sich herausstellt, dass Brody doch geturnt wurde und ein Selbstmordattentat plant. Die Spannung vorm Finale war echt der Wahnsinn. Ganz großes Lob an die Serie und die Writer, dass sie die Geschichte so genial erzählt haben und man als Zuschauer die ganze Zeit mitfiebert und leidet und die nächste Folge kaum noch erwarten kann. Allein schon aus diesem Grund bin ich echt froh, dass ich mir diese Serie aufgespart hatte und so nicht jede Woche nur eine Folge angucken durfte und dann warten musste...zum Glück konnte ich nach dem Ende einer Folge gleich mit der nächsten weitermachen :D

Claire Danes hat in diesen letzten Folgen ihr ganzes Können unter Beweis gestellt...ihre Darstellung von crazy-Carrie war einfach geil! Wie schade, dass ihr Charakter sich in der 2. Staffel wohl anfangs nicht daran wird erinnern können, was ihr kurz vor Einsetzen der Narkose wie Schuppen von den Augen gefallen ist...bin sehr gespannt wie es weitergeht!!
Das Finale an sich war ja auch einfach der Wahnsinn!! Danach haben mir echt die Worte gefehlt...so intensiv, spannend und auch traurig...Einfach wirklich wie bereits von euch gesagt: Holy Shit!! :anbet:

Fazit zur 1. Staffel: Eine der besten neuen Dramaserien und -starts dieses Herbstes!!! Diese Serie kann/muss man einfach seinen Freunden weiterempfehlen!! :)

Weiß jemand, wann es denn mit der Produktion der 2. Staffel losgeht und wie lang wir dann auch die TV-Strahlung warten müssen??

LG Mausmaus
Zuletzt geändert von Schnurpsischolz am 04.01.2012, 17:35, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Absätze eingefügt

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Re: Homeland [Showtime]

Beitrag von Schnurpsischolz » 04.01.2012, 17:38

Serh schön, noch einer der zu "Homeland" gefunden hast und freut mich, dass meine Review des Piloten dazu beigetragen hat. :)

Ich hab in deinem Post mal ein paar Absätze eingefügt, damit es besser lesbar ist, ich hoffe du hast da nichts dagegen. :)
mausmaus hat geschrieben:Weiß jemand, wann es denn mit der Produktion der 2. Staffel losgeht und wie lang wir dann auch die TV-Strahlung warten müssen??
Wann sie genau loslgegen, kann ich dir nicht sagen aber ich meine mich daran zu erinnern, irgendwo gelesen zu haben, ab Februar setzen sich die Drehbuchautoren wieder zusammen und arbeiten die neue Season aus. Gesendet wird die mit Sicherheit wieder so in etwas wie dieses Jahr, also Herbst (sicher September) 2012.

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Re: Homeland [Showtime]

Beitrag von mausmaus » 04.01.2012, 17:52

Schnurpsischolz hat geschrieben: Ich hab in deinem Post mal ein paar Absätze eingefügt, damit es besser lesbar ist, ich hoffe du hast da nichts dagegen.
Nein, da hab ich nix dagegen, wenn es dadurch besser zu lesen ist...also alles bestens :)

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Re: Homeland [Showtime]

Beitrag von Annika » 09.01.2012, 21:46

Habe jetzt die gesamte Staffel binnen von zwei Tagen geguckt und bin absolut hin und weg. Hatte damals ja nur die ungemein positiven Stimmen zur Serie gehört, aber absolut nichts über den Inhalt gewusst, worüber ich im Nachhinein auch mehr als dankbar bin, denn so konnte ich vollkommen ohne jegliche Erwartung bzw. Ahnung an die Serie herantreten und wurde von Minute zu Minute mehr überrascht. Die Darsteller haben mich alle durch die Bank überzeugen können, Claire Danes ist einfach nur grandios, ebenso wie Damian Lewis und Mandy Patinkin, die mich allesamt in vielen Szenen einfach nur in ihren Bann gezogen haben, dass ich vor Faszination gar nicht wusste, wer mir am besten von ihnen gefällt.

Die Serie hat es für mich umwerfend geschafft mich als Zuschauer immer wieder an meiner eigenen Einschätzung was Brody und dementsprechend auch Carrie angeht zu zweifeln, was ich einfach nur dankbar hingenommen habe. Selten habe ich von einer Episode zur anderen so sehr an einem Charakter gezweifelt bzw. an den Einschätzungen der anderen über ihn. Besonders sticht dabei die Episode "The Weekend" für mich heraus, in der ich die Interaktion zwischen Danes und Lewis einfach nur umwerfend und ergreifend fand.

Generell finde ich es auch sehr interessant, wie man hier durch Brody den Terrorismus auch mal etwas anders beleuchtet hat, was ich so ehrlich gesagt nicht erwartet hätte. Ich bin sehr gespannt, wie man das ganze in der zweiten Staffel fortführen wird, inwiefern wir die bisherigen Charaktere weiter sehen werden, welche neuen Faktoren noch hinzukommen werden, und ob die Serie, nun da die ganze Sache mit Brody ja aufgedeckt wurde für den Zuschauer, wirklich das Niveau der ersten Staffel halten kann. Denn die Frage, ob Brody wirklich der ist, für den Carrie ihn hält, war schon ein für mich sehr entscheidendes Element der ersten Staffel. Aber bisher bin ich definitiv guter Hoffnung, dass man das auch in der zweiten Staffel hinbekommen wird. Alles in allem der bisher beste Neustart der gesamte Season für mich!

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Re: Homeland [Showtime]

Beitrag von mausmaus » 09.01.2012, 22:57

Annika hat geschrieben:Habe jetzt die gesamte Staffel binnen von zwei Tagen geguckt und bin absolut hin und weg.
:up: Wie geil, denn genauso erging es mir auch...Als ich erstmal mit der Serie begonnen hatte, konnte ich einfach nicht mehr aufhören. Ich hab den Piloten am ersten Weihnachtsfeiertag nachts um 2 geschaut, weil ich irgendwie noch nicht ganz müde war...naja und dann hab ich gleich die ersten 3 Folgen am Stück geschaut und musste mich morgens um 5 Uhr regelrecht zwingen dann doch endlich mal schlafen zu gehen - ansonsten hätte ich die 4. Folge mit Sicherheit auch noch angeschaut ;) Und letztendlich hat es bei mir auch nicht länger als 4 Tage gedauert und dann war ich auch schon wieder durch mit Staffel 1!
Annika hat geschrieben:Alles in allem der bisher beste Neustart der gesamte Season für mich
Das kann ich so nur unterschreiben!!

In diesem Sinne: Herzlich Willkommen im Kreise der Homeland-Fans Annika :)

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Re: Homeland [Showtime]

Beitrag von philomina » 26.09.2012, 17:06

Wie lange man die Luft anhalten kann? So lange, wie der vorletzte Dialog zwischen Brody und Carrie, die "Aussprache", in #1.07 dauert!

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Re: Homeland [Showtime]

Beitrag von Annika » 26.09.2012, 19:04

Yeah!!! Endlich hast du dich an Homeland gewagt und bist scheinbar entsprechend angetan :up:

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Re: Homeland [Showtime]

Beitrag von mausmaus » 02.10.2012, 12:16

Yeah....Homeland is back!!! :D

Und hat sonst noch jemand bereits die Staffelpremiere gesehen? Wenn ja, wie fandet ihr denn den Start in die neue Season?

Ich bin ja vor allem happy, dass es überhaupt jetzt endlich weitergeht! Ansonsten hat mich das Homeland-Fieber definitiv wieder gepackt, auch wenn man sagen muss, dass die Dynamik der Show sich schon ein wenig geändert hat...kann aber auch sein, dass das nur mein Gefühl ist...Weiß jemand wieviel Zeit in der Serie zwischen dem Staffelfinale und dem Auftakt vergangen ist? Weil Brody scheint ja schon ganz gut an das Politikerleben gewöhnt zu sein und so.
Krass fand ich die gesamte Szene in der Garage mit Jess, kurz nachdem sie von Brodys islamischen Glauben erfahren hat...sie stellt richtig wichtige Fragen und seine allererste Reaktion: "Der Koran gehört nicht auf den blanken Fußboden...!!!! " :o Da wurde nochmal so richtig deutlich, wie ernsthaft und sehr Brody tatsächlich ein Muslim geworden ist und das ein "zurück-konvertieren" zum Christentum für ihn nicht in Frage kommt...Generell wird es sehr interessant werden zu sehen, wie sich die Familiendynamik nun entwickelt, da Brodys Glauben bekannt ist.
Carrie war auch cool und es tat gut sie zu Beginn so stabil und zufrieden zu sehen...auch wenn sie natürlich einfach in die CIA gehört, weil sie zu gut in ihrem Job ist, um nur Lehrerin für Immigranten zu spielen...genial war am Schluß vor allem ihr Lächeln, nachdem ja auch die Folge benannt ist, da sie in dem Moment weiß, dass sie zurück in der CIA ist und auch, dass das genau das ist, worin sie gut ist und was sie machen will...obwohl ich die braunen Haare doch gewöhnungsbedürftig fand...mMn hat man sofort gesehen, dass es eine Perücke war und das hat mich in den Szenen irgendwie gestört...aber das soll nur eine kleine und unbedeutende Kritik sein, denn im allgemeinen konnte mich die erste Folge vollkommen überzeugen!!!
Ich bin froh, dass diese tolle Serie zurück ist und freue mich auf die nächste Folge!! :)

LG Anja

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Re: Homeland [Showtime]

Beitrag von philomina » 02.10.2012, 13:02

mausmaus hat geschrieben:Weiß jemand wieviel Zeit in der Serie zwischen dem Staffelfinale und dem Auftakt vergangen ist?
Ich schätze, ein gutes halbes Jahr. Isa starb 2009 als Zehnjähriger und jetzt soll sein eigentlich 13. Geburtstag bevorstehen. Brody wurde 2011 gefunden, und nun ist es ungefähr ein Jahr später.
mausmaus hat geschrieben:Ansonsten hat mich das Homeland-Fieber definitiv wieder gepackt, auch wenn man sagen muss, dass die Dynamik der Show sich schon ein wenig geändert hat...
Es ist halt noch unklar, wie Carrie und Brody wieder interagieren werden, und darauf wartet man natürlich sehr. Auch bin ich gespannt, wie sie Brodys Gefangenschaft und Carries psychischen Zustand weiter einbinden, denn da gibt es natürlich für die Schauspieler viel rauszuholen, aber man läuft Gefahr, sich storytechnisch zu wiederholen.
mausmaus hat geschrieben:genial war am Schluß vor allem ihr Lächeln
Fand ich auch klasse! Claire kann aus so kleinen Momenten so viel rausholen :up:

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