Eure Meinung zu #5.10 Ein Drama zum Dessert

Moderatoren: nazira, Freckles*

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colinx

Eure Meinung zu #5.10 Ein Drama zum Dessert

Beitrag von colinx »

Diese Woche geht es programmgemäß mit der Folge "Ein Drama zum Dessert" weiter. Wie hat euch diese Folge gefallen?

<< Hier geht es zur Episodenbeschreibung von MFB >>

Viel Spaß beim Diskutieren! :)

---------

Meine Meinung: Nach der wirklich miserablen letzten Folge (nicht weiter erwähnenswert) bekommen wir bei dieser Folge wieder "wirkliches" Dawsons Creek zu Gesicht. Ich würde sogar sagen, dass dies eine der besten Folgen der Staffel ist: Sie hat alles: Witz, Charme und einen guten Plot. Endlich sieht man wieder alle Freunde zusammen.

castaways

Beitrag von castaways »

Ja, lieber colinx, das "Drama" ist wahrlich der Höhepunkt von S5 schlechthin, wobei neben der Unzahl an genialen Zitaten (z.B. "...soll das Hähnchen die Zitronen irgendie gebären?" oder "...bekomm ich einen Preis, wenn ich eine Vene treffe?") sicherlich auch die schauspielerischen Leistungen absolut überzeugen. Es erscheint mir, als ob speziell Kerr und Josh oft gar nicht schauspielern, sondern echtes Amüsement zeigen! (Bp.: Jacks unentwegte Tritte ins Fettnäpfchen)
Aber auch Katie und James Leistungen sind Spitzenklasse!
Die beiden haben jedenfalls die Episode der Wahrheit!
Selten sind sie derartig ehrlich miteinander umgegangen.
Joey muss jedenfalls gleich zwei Tiefschläge hinnehmen; die traurige Gewissheit, Dawsons Sex mit Jen, bricht ihr das Herz.
Noch schlimmer allerdings dürfte die schwerwiegende Erkenntnis sein, wie sehr sich ihre Freund von ihr auch geistig und emotional entfernt hat, der Verlust der zentralen Stellung in Dawsons Universum, wobei der Höhepunkt mit Sicherheit dessen Aussage ist, Joeys Anwesenheit täte ihm weh, ein kurzer Satz, der mich selbst immer wieder bis ins Mark trifft.
Und auch Joeys mit dieser Aussage zusammenhängender Gesichtsausdruck geht mir nicht aus dem Kopf...
So, das wollte ich a - priori einmal loswerden und bin gespannt, was so die anderen zu sagen haben.
Eine einzige Kritik muss ich allerdings anbringen - wie so häufig betrifft sie die Synchro: Joey argumentiert in der berüchtigten Küchenszene mit ihrer Meinung, ihr und Dawsons Leben wären bislang parallel gelaufen.
Die Synchro ist absolut falsch! Im Original heißt es nämlich -völlig zu recht - "our lives seem to happen together..."
Also ZUSAMMENKOMMEN und nicht PARALLEL LAUFEN!
Ist Euch das auch aufgefallen?

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pia.julia
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Beitrag von pia.julia »

Eine meiner absulten Lieblingsfolgen der 5. Staffel.
Viel Drama und Witz. Am witzigsten finde ich die Szenen in dennen sich Audrey immer wieder das Essen über ihr Top wirft um mit Joey zu reden. Einfach klasse.
Aber an sonsten ist die Folge ziemlich ernst. Wie Joey an Dawsons Blick merkt, dass er mit Jen geschlafen hat. Sie hat soo traurig gewirkt. Ich finde auch die beiden waren lange nicht mehr so ehrlich zueinander.
Auch schön fand ich, dass Jen und Jack wieder miteinander geredet haben. Am besten haben mir aber Pacey und Audrey in dieser Folge gefallen. :up:
Bild

Rodger

Beitrag von Rodger »

Durchschnittlich haben diese und die letzte folge zusammengenommen eine glatte 3 ;)

Nah...mal ehrlich...mehr geht nicht! 100% Qualität!
Unfassbar klare Dialoge...alle an Board...was eh schon selten genug (und einfach herrlich dazu) ist und dann auch noch schauspielerisch alle auf höchstem Niveau.
Ich kann mich nicht absolut festlegen, wer hier am besten gespielt hat.
Mal finde ich Josh, dann wieder James und ein anderes mal ist es Katie für mich.

Zur Übersetzung: Ich finde du überziehst. Man kann es so übersetzen.
Ich gebe dir zwar recht, das deine Übersetzung treffender ist, aber wirklich falsch ist die Synchro-Übersetzung in meinen Augen nicht!
Richtig falsch oder auch katastrophal wurde in anderen Folgen übersetzt.

@Colin: Also Plot is gerade das was diese Folge nun wirklich nicht großartig vorzeigen kann. Wie auch...alles spielt an einem Ort, besser noch in einem Haus...was - da wiederhole ich mich gerne - der Qualität keinen Abbruch getan hat.
castaways hat geschrieben: Joey muss jedenfalls gleich zwei Tiefschläge hinnehmen; die traurige Gewissheit, Dawsons Sex mit Jen, bricht ihr das Herz. Noch schlimmer allerdings dürfte die schwerwiegende Erkenntnis sein, wie sehr sich ihre Freund von ihr auch geistig und emotional entfernt hat, der Verlust der zentralen Stellung in Dawsons Universum, wobei der Höhepunkt mit Sicherheit dessen Aussage ist, Joeys Anwesenheit täte ihm weh, ein kurzer Satz, der mich selbst immer wieder bis ins Mark trifft.
Na ich hoffe doch nicht deines. Hat sie es nicht verdient, so darf sie sich nicht beklagen, wie es ist.
Dawsons, es tut weh in deiner Nähe zu sein ist gleichermaßen schwer zu glauben/ zu verstehen, wie Joey´s S2 Gefühl, als sie sich selbst definieren wollte, weil sie sich nicht "frei" fühlte und daher ebenfalls Abstand von Dawson wollte.
Was etwas das Verständnis raubt, ist das man ncht weis, wie lange schon Dawson mehr Kontakt mit den anderen hatte und weniger mit Joey.
Wir erinner uns sicher auch noch, das JEDER seinen Weg gefunden hatte für Dawson in seiner tiefen Trauer da zu sein...BUT JOEY!
Allerdings muss man Joey auch zu gute halten, das sie die schwere Bürde trägt, mit sich bringt, die auch Dawson erwähnt.

colinx

Beitrag von colinx »

@Rodger: Mit "ausgezeichnetem Plot" meinte ich die Tatsache, dass alle Freunde wieder zusammen geführt wurden. Ob das jetzt realistisch ist oder nicht spielt hier keine Rolle, aber es ist ganz einfach schön anzusehen. Desweiteren sind nahezu alle Dialoge und "Wortgefechte" sehr gut.

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NinaIII
Beiträge: 1806
Registriert: 24.05.2006, 15:52

Beitrag von NinaIII »

OK…nach der letzten Folge,
macht sich Freude breit, über diese gelungene.
5 von 5 von mir.

Ich mag diese Folge sehr gerne, weil hier endlich mal alle wieder
alle zusammen in einem Raum sind.
Dieses „Gruppending“ hab ich ein wenig vermisst…das gibt’s so selten.

Zur Handlung!
Der Einzige der mir wirklich ausgeglichen schien, war Pacey und das obwohl
die Karen-Geschichte gerade erst kurze Zeit her ist.
Er sprühte mal wieder vor Charme :)

Audrey fand ich in einigen Szenen auch super, obwohl das relativ platt ist,
aber immer wenn sie sich essen überschüttet muss ich lachen…
wie sie das so darstellt ist super..
Und sie ist inzwischen (November-Audrey) eine gute Freundin für Joey geworden.
Sie merk sehr schnell, das es Joey nicht so gut geht und fordert sie mehr als einmal
dazu auf darüber zu reden.
Und auch wenn Joey sich erst sträubt, entlockt sie ihr doch einige Sätze, die Joey
sonst vor allen anderen versucht zu verbergen.

Jen und Dawson (back in reality) scheinen sich wirklich wohl zu fühlen miteinander.
Sie gehen sehr warmherzig und vertraut miteinander um.
Das mag ich und sehe es gerne.

Joey und Dawson…indirekt das große Thema der Folge…!
Hier habe ich eine zweigeteilte Meinung.
Einmal:
Ich gestehe dass ich Joeys Reaktionen sehr eigenartig fand.
Ich dachte erst immer, warum tut sie so? Hat sie überhaupt ein recht dazu?
Ich meine sie hatte Dawson für Pacey stehen lassen und ich war der Meinung sie hat
kein Recht, überhaupt irgendwas zu Dawson und „seine Frauen“ zu sagen.
Aber vielleicht hab ich vom falschen Standpunkt aus geschaut...
Fakt ist, das sie und Dawson ja einen Neuanfang machen wollten bevor Mitch
das zeitliche segnete und Joey hat Dawson versprochen, das sie diejenige ist die
für beide weiter Tagträumen wird und dann kommt Dawson mit Jen an.
Puhhh das muß schon ein wenig ins Herz stechen.
Wie sie selber auch sagte:

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Dawson how did i go from beeing on the corner possibility, 
to beeing nothing at all...
Zum Zweiten….also eine andere Richtung/Gedanke kam auf, nachdem
man das Gespräch zwischen Joey und Pacey gehört hat.
Pacey sagt zu ihr:

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You just didn't expect to lose your place?
Also was meint ihr…ist Joeys Reaktion nur verletzter Stolz/Ego?
Oder hat sie wirklich geglaubt das mit ihr und Dawson würde was werden?
Und es hat ihr das herz gebrochen die beiden so zu sehen?
Ich bin da mit mir selber uneinig…
Auf der einen Seite reagiert sie so, als wäre sie echt verletzt und
traurig und auf der anderen Seite sagt sie zu Pacey, das sie froh
war Dawson mal für eine Weile "loszusein"...
Hmmm? Diese Frage kann ich mir auch nach schauen der weiteren
Folgen nicht richtig beantworten…
Obwohl ich fast zu verletztem Stolz hintendiere…
Joey hat sich nämlich nicht gerade in die beste Richtung entwickelt…
In letzter Zeit. Sie ist mir ein wenig zu Egomanen geworden.

Gedankensprung:
Was ich in der Tat aber gut finde, das Dawson seine ersten
sexuellen Erfahrungen nicht mit Joey macht, sondern mit jemanden
anderes…einfach wegen dem Ausgleich und wie wir ja auch schon
mal gesagt hatten, wäre das vermutlich eh ziemlich krampfig geworden.
Schon die Konversation darüber :)…krampfig und wie Dawson sagt:

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Dawson: Well, there's no handbook fort his, is there?

Joey: No maybe we should think of co-authoring on...

Dawson: There is no graceful way of having this conversation.
Joey: What conversation?
I mean we're talking about a kis... (ja genau Joey)
Dann die Blicke zwischen den beiden (James spielt das wiedermal sehr gut :))

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Joey: Oh...Well this is...This is kind of silly.
I should have known.
I mean when you two walked in the door together...
I'm the last person in the world you could call naive. No, really.

Dawson: Joey

No...I get it, okay?
We don't have to make this into a thing.
In fact, let’s not  to make this into a thing. Okay?
Ich mag das zweite Gespräch der beiden, in dem Dawson endlich
rausrückt mit der Sprache, warum er sich von Joey distanziert hat.
Und es liegt soviel in diesen Worten….sehr ausdrucksstark, ehrlich
und auch irgendwie Richtungweisend für die Zukunft:

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Joey, It hurts to be around you.
When I see you, it brings up 1000 memories.
Not just of us, but my entire life before.
And it`s like I’m frozen in this place I can’t bear to be.
I care about you so much.
As long as I remember, everything comes back to you.
No matter what was happening, the thought of you was a constant comfort.
But I can’t go back. It just hurts.
Man kann hier auch parallelen ziehen zu dem was Joey immer sagt oder?
Wenn sie mit Dawson zusammen ist fühlt sie sich wieder wie 15.
nur kam sie schon viel früher zu der Erkenntnis (sie sagte es in 5.01
zu Audrey) und Dawson und Joey verknüpft ein unsichtbares Band.
War so, ist so, und wird auch immer sein.

Jedenfalls kommt auch das zum Ausdruck was wir uns schon dachten.
Er kann ihre Nähe nicht wirklich ertragen und so ist es eigentlich nur
recht das er sich an jemand anderen (Jen) wendet.

Jen fühlt sich ein wenig schuldig…und geht auch auf Joey zu um ihr
zu sagen das es ihr leid tut…Joeys Vertrauen“ so ausgenutzt hat..
Und sie es schade finden würde wenn ihre Freundschaft darunter leidet.

UND Jen hat mit Charlie abgeschlossen:

Code: Alles auswählen

T-Shirt returned, case closed!
Aber nicht das wir Charlie jetzt endgültig los wären :)

Sorry wenn ich in der Folge immer so hin und her springe :)
Aber ich denke ihr könnt das schon alles so zuordnen ;)

Jetzt noch kurz auf Jen und Jack eingegangen.
Also ich fand denn doch recht überraschen das Jack Jen zu einem
Gespräch auffordert. Sie reden sehr offen miteinander, was auch
wirklich Zeit wurde...Und auch wenn die beiden sich scheinbar
sehr entfernt haben, merkt man auch hier dieses "alten Band"...
Sie versuchen sich auszusprechen und zumindest kurz anzudeuten
was schief lief die letzten Wochen/Monate...
Und Jacks kleine Geste (Milch in den Kaffee) war sehr rührend und
es ist zu merken das es bei den beiden auch wieder aufwärts geht.

Wie schon gesagt hat eigentlich Pacey für mich den Vogel in der
Folge abgeschossen.
Mir schien dass er der einzige mit dem totalen Durchblick war.
Sein Gespräch mit Jen, Jack, Audrey, Dawson und letztlich Joey.
Mir fällt gerade auf, das er der einzige war, der in dieser Folge
wirklich mit jedem eine Unterhaltung geführt hat :)

Nebenbei bemerkt fand ich diese Szene mit den 3Jungs am Esstisch
sehr witzig.
Als Pacey und Jack versucht haben was aus Dawson herrauszuquetschen..
Als Dawson dann aufsteht und die beiden reden…

Code: Alles auswählen

Jack: He did.
Pacey: You think?
Jack: definitely did. You feel different?
Pacey: I do. I do. I feel different?
*brüller* ^_^

Ok ich hab jetzt sicher noch paar Sachen vergessen, aber
hab schon wieder zu viel geschrieben :) ...
weiß halt nicht wie man sich kurz und knapp hält :)
Bild
Dexter: "There are no secrets, just hidden truths beneath the surface"

castaways

Beitrag von castaways »

Joeys Verhalten - ein ewiges Thema...
Ich denke nicht unbedingt, dass hier verletzter Stolz und dergleichen im Spiel ist.
Da ist die Variante des Verlusts der "Wartestellung" IMO wahrscheinlicher. Spätestens nach ihrem "historischen" Sieg in 502/503, wo sich Dawson entschließt, in Boston zu bleiben, gibt es genau diese.
Beide - und das sagt sie ja auch zu Audrey - meinten, es würde etwas passieren.
Es ist nur eigenwillig, dass in 503 diese Warteposition Joeys Korpersprache dahingehend provoziert, dass sie (offenbar) bewusst das Treppengeländer zwischen sich und ihrem Freund als Schranke lässt.
Wie auch immer...
Joey reagiert eben wie Joey - Dawson erkennt das genau!
Und ich finde, dass sie nach diesem starken Tobak für ihre Begriffe durchaus fair reagiert.
Und nochmals: Ich glaube, es ist gar nicht so sehr Dawsons Sex mit Jen, sondern einfach die Tatsache des Auseinanderdiftens, was Joey so stört. Natürlich ist auch der Verlust der zentralen Stellung in Dawsons Leben ein Thema, was aber IMO nichts mit Eitelkeit und Stolz zu tun hat.
Sicher, im Prolog von 511 und im Dialog mit Pacey in dessen neuen Wagen schimmert Verbitterung, Ratlosigkeit und Eifersucht durch. Und sie weiß ganz sicher, dass sie selbst daran Mitsschuld trägt.
Doch wer würde das schon gerne zugeben?
Für Joeys Begriffe war da schon die verbale "Selbstanklage" in "Hotel New Hampshire" gegenüber Jen das Höchste der Gefühle.

Also würde ich die Palette von Joeys Gefühlsreaktionen eher auf die Seite Eifersucht, Entsetzen, Enttäuschung als auf oberflächlichen Stolz und gekränkte Eitelkeit ziehen.
Aber bitte - das ist nur eine bescheidene Meinung... ;)

@ Rodger
Ich werde versuchen, in Hinblick auf die Synchro nicht mehr so pinggelig zu sein, aber dieser Fehler hat mich wirklich gestört.
Ein Wort noch zu: "...in deiner Nähe zu sein tut mir weh..."
Natürlich habe ich das nicht auf mich projeziert. Ich kann mich nur an ein ähnliches Gefühl in meiner Jugendzeit erinnern.
Deshalb trifft mich dieser Satz vielleicht besonders.

Einige Mal war schon die Rede von James und Joshs exzellenter schauspielerischer Leistung. Für mich hat eigentlich diesmal Kerr diesbezüglich den Vogel abgeschossen...

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Schnupfen
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Re: [DCM] Eure Meinung zu #5.10 Ein Drama zum Dessert

Beitrag von Schnupfen »

In Season 5 und 6 wird mir das, was die Autoren mit Season 3 kreiert haben (also das Love Triangle und hier v.a. das unabgeschlossene D/J), eindeutig zu nervig. Trotzdem schafft diese Episode es, nicht zu nerven. Im Gegenteil: Die Episode glänzt wie in alten DC-Zeiten.
Warum? Zum einen, weil wir zum ersten Mal seit Mitchs Beerdigung alle fünf Capesider wieder auf einem Haufen haben – und das eine ganze Folge lang (bewährte DC-Stilistik). Zum anderen, weil wir einen Konflikt haben. Dawson ist mit Jen zusammen, wo doch Joey und er noch in der Warteschleife hingen. Das ist heikel, das verkompliziert alles, da ist ein Drama vorprogrammiert, da MUSS Joeys Seelenzustand thematisiert werden.

Dies geschieht auf tolle Weise. Viele der Dialoge sind bezeichnend. Zudem gibt’s dank Audrey (Ihr „Wo ist die Großmutter?“ hatte ich schon vergessen, doch auf ihre Essensunfälle hatte ich mich schon gefreut!) und auch dank Jack.

Die Autoren sind wirklich dafür zu loben, dass sie uns alle wichtigen Kombinationen in den Zweier-Gesprächen bieten! D/Jo, D/Je, D/P, Jo/A, Jo/Je, Jo/P, Ja/Je, Ja/P, Je/P und sogar einen Ausblick auf P/A. Fehlt irgendeine Kombi? Mir fiele da nur Jack/Joey ein, wobei deren Freundschaft immer mal wieder in der Serie vergessen wird…

Großartig ist auch, dass die Folge bzw. die Clique nicht beim Drama um das neue Paar bleibt, sondern am Ende über sich, ihre Freundschaften und ihre Erwartungen vom und momentanen Positionen im Leben philosophieren. Da erinnert die Folge an so manch schöne Momente in S1-S4 (Andies Abschied, das Lagerfeuer) oder auch ans SF.

Kurz: Neben 5.04 und 5.08 ganz klar die beste Folge der leider oft nicht so starken Staffel. Lustig, traurig, bitter, schön.




NinaIII hat geschrieben:Der Einzige der mir wirklich ausgeglichen schien, war Pacey und das obwohl
die Karen-Geschichte gerade erst kurze Zeit her ist.
Er sprühte mal wieder vor Charme
Von ihm, seinem Inneren, sehen wir in dieser Folge am wenigsten. Er ist aber eben auch nicht direkt involviert so wie D, Joey, Jen und wegen der Freundschaftskrise auch Jack. Von daher ist das okay.
Wobei, aber das sagte ich schonmal, eben wundert, dass bzgl. Joey keine Gefühle mehr da zu sein scheinen, was einfach nicht zum S5-Beginn und S6-Ende passt.



Zu Ninas Frage bzgl. Joey:
Nur Stolz - das würde ich ausschließen. Stolz spielt mit, wie meist bei Joey. Aber da sind ganz klar auch noch Gefühle für Dawson, und die Hoffnung war noch da (Wartestellung bzw. das ewige Band, die Vorherbestimmung).
Was sie zu Pacey sagte, ist sehr bezeichnend für sie: Ihr fehlt einfach der Blick fürs Ganze, auch für die "ganze Joey", also für alles, was sich in ihr so abspielt.

Unterm Schnitt - das will ich noch erwähnen - reagiert Joey für mich in dieser Folge wirklich sehr gut! Da ist also doch Weiterentwicklung bzw. Reife zu merken.


Und Jacks kleine Geste (Milch in den Kaffee) war sehr rührend und
es ist zu merken das es bei den beiden auch wieder aufwärts geht.
Sehr interessant, dass Jack hier einen ersten kleinen Schritt macht! Und IMO hat er auch Recht, wenn er Jen anklagt, dass sie nciht auf ihn zu kommt und vorschnell abstempelt. Tat sie schon immer gern.
Bild
Leaving was the right thing to do. It’s just hard to say goodbye.
„One day at a time“

Rodger

Beitrag von Rodger »

schnupfen hat geschrieben:Sehr interessant, dass Jack hier einen ersten kleinen Schritt macht! Und IMO hat er auch Recht, wenn er Jen anklagt, dass sie nciht auf ihn zu kommt und vorschnell abstempelt. Tat sie schon immer gern.
Warum wohl tut sie das? Ganz einfach aus dem Grund, das man es mit ihr schon immer so getan hat. Sie ist hier klar "Opfer" ihrer Umwelt.
Sie kennt das nicht anders.

Joey´s Reaktion:
Joey platzt doch oft genug vor Stolz. So auch hier. Wenngleich es den anderen wohl nicht auffallen mag, so ist es doch typisch Joey, das sie hier keine Tränen zeigt. Nicht nur castaways sind die schmerzenden Worte Dawsons aufgefallen. Doch verwundert bin ich über Joeys Reaktion.
Sie frisst das alles in sich hinein, was keineswegs gut ist.
DAHER kommen alles auf Joey zu und fragen, wie es ihr geht, wobei es eigentlich Joey sein sollte, die sich mitteilt, denn es ist entschieden zu viel, um es einfach so "abzutun".
Dannoch ist es natürlich, wie die anderen auch schon schrieben, kein reiner Stolz, der hier zu der Reaktion führt, sondern auch die Enttäuschung von dem Menschen, den man liebt, abgegrenzt, bzw. abgestoßen zu werden, wo man doch Hoffnungen hegte ein baldige Zweisamkeit zu bestreiten.

~Angel~

Re: [DCM] Eure Meinung zu #5.10 Ein Drama zum Dessert

Beitrag von ~Angel~ »

Habe mich teilweise sehr gut amüsiert bei der Folge.
Vorallem über Audrey, wie sie sich immer wieder absichtlich eingesaut hat und dann Jen´s Großmutter begrüßt hat :D
Der Anfang der Folge war aber auch lustig, wo alle sehen wie sich Jen und Dawson küssen :D
Dann das Gespräch am Ende zwischen Pacey und Joey, fand ich sehr schön.

ForVanAngel

Re: Eure Meinung zu #5.10 Ein Drama zum Dessert

Beitrag von ForVanAngel »

Nach dem völlig unnötigen, dämlichen und auch noch Durchschnitt stark in Mitleidenschaft ziehenden Ausflug ins Teen-Horror-Genre heute zurück, ich bin froh drüber.


Sehr schön, wie Jack, Joey, Audrey und Pacey gemeinsam bei Grams kochen. Joey wird schwer, extrem schwer enttäuscht sein, dass sie Dawson an Jen verloren hat. Immerhin waren die beiden vor einem halben Jahr zusammen. Nun haben es alle gesehen, alle außer Joey fanden es amüsant. ;) Die Gespräche danach waren logisch, aber etwas langatmig, Jen spricht mit Audrey, Dawson mit Joey. Leider musste Joey dann wortlos erfahren, was passierte. Zum Glück hat sie nicht so extrem reagiert wie erwartet. „Let’s not make this into a thing.“ Hoffe die beiden vertragen sich, wäre schade. Allerdings ware es auch kein großes Problem, weil eigentlich die meiste Zeit irgendeiner der jungen Erwachsenen sauer auf einen anderen war. Gott sei Dank ist Joey sogar nicht böse auf Jen, war mir ebenfalls sehr wichtig ist. „So you would end up in Boston after all.“ Wäre natürlich genial, auch weil er mit Jen zusammen ist, und die beiden dann halt zusammen…. :D Gerade dieser Faktor tritt Joey dann am härtesten. Klar, ständig mit Jen u. Dawson konfrontiert zu werden ist nicht schön. Charlie hätte echt nicht auftauchen müssen, tja Chad, James ist einfach cooler. 8-) „You’re 10 times better than that guy.“ So sieht’s aus. :D Nichts passiert, wenn das seine letzte Szene gewesen sein sollte war sie sehr versöhnlich. ;)

Was mich an dieser Folge etwas störte war dieses „I’m right back“ wo ständig Paare das Esszimmer verließen. „Joey, it hurts to be around you.“ Argh, das war hart, macht aber Sinn, Dawson und Joey sind seit Ewigkeiten miteinander verbunden. Wenigstens weiß Joey nun Bescheid, eine glaubwürdige Erklärung, die zumindest weiteren Streit vorerst verhindert. „We’re not in high school anymore.“ Man verändert sich, zwar schade, aber völlig logisch, unvermeidlich und darüber hinaus toll, dass sie alle noch befreundet sind, trotz so manchen Streits. Am Ende kam dann sogar Grams kurz dabei, auf die Audrey schon lange gewartet hatte. :D Ist letztendlich aber klasse, dass sich hier insgesamt 6 junge Erwachsene gefunden haben, die sich trotz gelegentlicher Streits lieb haben – Freunde für’s Leben. :) Am Ende hat Joey mit Pacey einen gleichwertigen Gesprächspartner gefunden, fand ich sehr schön, genau wie Dawson und Jen auf dem Dachboden von Gram’s Haus. :)


Fazit: War eine nette Folge, allerdings drehte sich die ganze Folge nur um Dawson / Jen und was diese Beziehung für Auswirkungen auf den Rest der Kids hat. War wahrlich nicht schlecht, aber hatte ein paar langatmige Momente, das ständige rein- und rausrennen störte etwas. Solide Folge, die doch ein paar schöne Momente und gute Gespräche aufwies, nächste Woche sollte einfach besser werden und sich den einzelnen Geschichten widmen, dann wird das schon. 3,5 (4) Punkte.

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