The Curious Case of Benjamin Button (David Fincher)

Diskutiert hier über die neuesten Filme und die besten Schauspieler.

Moderator: Celinaaa

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manila
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The Curious Case of Benjamin Button (David Fincher)

Beitrag von manila » 30.05.2008, 18:42

Selten hat mich ein Trailer in letzter Zeit so fasziniert, wie dieser, deswegen mache ich mal einen Thread zu diesem Film auf, der am 29. Januar 2009 in die deutschen Kinos kommen soll.


Story
Based on a short story by F. Scott Fitzgerald, "The Curious Case of Benjamin Button" tells the story of an elderly man (Brad Pitt) who ages backwards. At the age of 50, he falls in love with a 30-year-old woman (Cate Blanchett) and then must come to terms with the relationship as they literally grow in opposite directions.


Cast
Brad Pitt ... Benjamin Button
Cate Blanchett ... Daisy
Tilda Swinton ... Elizabeth Abbott
Julia Ormond ... Caroline


Trailer (vorerst nur in Spanisch)
"There's a crack in everything. That's how the light gets in."

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Schnupfen
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Re: The Curious Case of Benjamin Button (David Fincher)

Beitrag von Schnupfen » 31.05.2008, 00:45

Ui, endlich wird mein Wunsch erfüllt und Blanchett und Swinton spielen in einem gemeinsamen Film! Dazu mal wieder Pitt und Swinton bzw. Pitt und Blanchett - interessant, dass es grad bei Clooney und Pitt immer wieder ähnliche Kombis gibt...
Bild
Leaving was the right thing to do. It’s just hard to say goodbye.
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Re: The Curious Case of Benjamin Button (David Fincher)

Beitrag von manila » 19.06.2008, 10:53

So, nun ist der Teaser Trailer auch in ENGLISCH da und in leicht abgeänderter Form.

Kriege immernoch Gänsehaut bei diesem Trailer. Obwohl es ein sehr kurzer ist, bin ich schon mal restlos überzeugt von Szenenbild und Musik, ich denke, das wird ganz großes Kino...

@ Micha: Oh ja, Pitt/Blanchett/Swinton ist eine großartige Kombination.
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eve_susan

Re: The Curious Case of Benjamin Button (David Fincher)

Beitrag von eve_susan » 19.06.2008, 11:06

manila hat geschrieben:So, nun ist der Teaser Trailer auch in


Thx. endlich verstehe ich auch mal ein Wort. Spanisch ist nicht so ganz meine Sprache! :D

Klingt aber echt toll. Die Bilder, die Muke und diese ganze Umgebung, dass alles hat irgendwie was. Neben Pitt, Blanchett und Swinton ist der Regisseur aber auch ein echtes Aushängeschild. David Fincher ist doch eigentlich immer einen Film wert. Wird ja sein erster Ausflug mal weg von den Thrillern hin zu den Fantasy-Dramen. Hätte aber - wenn ich es nicht gewusst hätte - fast gewettet, dass der Film aus Burtons Händen kommt. Schon allein der Trailer sieht sehr Burton-mäßig aus. Mit Fincher hätte ich bei so einem Film wohl niemals gerechnet!

Bin gespannt, auch wenn es leider ja noch etwas dauert.

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Re: The Curious Case of Benjamin Button (David Fincher)

Beitrag von manila » 28.09.2008, 15:35

Und nochmal ein neuer Trailer (Trailer 2). Bin immernoch sehr angetan und freu mich schon riesig auf den Film!
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eve_susan

Re: The Curious Case of Benjamin Button (David Fincher)

Beitrag von eve_susan » 14.01.2009, 20:50

Nachdem ich heute die Kurzgeschichte gelesen habe, freue ich mich noch mehr auf den Film. Obwohl man schon vom Trailer her ein paar Unterschiede erkennen kann.

Filmstarts.de gibt dem Film 8/10 Punkten, so dass er wohl ganz gut sein muss...

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Re: The Curious Case of Benjamin Button (David Fincher)

Beitrag von manila » 14.01.2009, 20:56

eve_susan hat geschrieben:Nachdem ich heute die Kurzgeschichte gelesen habe, freue ich mich noch mehr auf den Film. Obwohl man schon vom Trailer her ein paar Unterschiede erkennen kann.
Ahh, darauf hab ich gewartet :) Und, wie fandest du sie? Ich fand sie eigentlich sehr schön zu lesen (naja, Fitzgerald eben), aber mir scheint es (zumindest suggeriert das der Trailer), dass sie schon einiges abweichen von der Story, um sie "filmtauglicher" zu machen. Cate Blanchett existiert ja im Buch quasi nicht, außer sie ist seine Frau, aber die Liebesgeschichte machen sie wohl etwas anders und epischer.
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eve_susan

Re: The Curious Case of Benjamin Button (David Fincher)

Beitrag von eve_susan » 14.01.2009, 21:43

manila hat geschrieben: Und, wie fandest du sie? Ich fand sie eigentlich sehr schön zu lesen (naja, Fitzgerald eben)
Kenn ja nicht wirklich viel von ihm, aber mir hat es super gefallen. Ich glaub ich les mir bald auch mal ein paar andere Sachen von ihm durch (vielleicht einen Roman? Kennst du einen? Empfehlungen?)
Cate Blanchett existiert ja im Buch quasi nicht, außer sie ist seine Frau, aber die Liebesgeschichte machen sie wohl etwas anders und epischer.
Ich denke auch. Die Inspiration zu Cates Rolle wird wohl schon in Form von Hildegard gegeben sein, aber die Figur hat wohl außer der annähernd honigfarbenden Haare nicht viel mit ihr gemein. Außerdem scheint es so, dass auch das Aufwachsen von Benjamin anders verläuft. Im Film wird er - so viel zeigt auch der Trailer - ja ausgesetzt und wächst in einem Altenheim auf. Außerdem wird Benjamin im Film knapp 30 Jahre später geboren... (also 1918)... Wahrscheinlich fällt einem im Kino noch mehr auf, was anders abläuft.
Aber es ist ja auch nur eine Kurzgeschichte und auf dem Umschlag steht bei mir "The inspiration for the upcoming motion picture"...

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Re: The Curious Case of Benjamin Button (David Fincher)

Beitrag von manila » 14.01.2009, 21:59

eve_susan hat geschrieben:Kenn ja nicht wirklich viel von ihm, aber mir hat es super gefallen. Ich glaub ich les mir bald auch mal ein paar andere Sachen von ihm durch (vielleicht einen Roman? Kennst du einen? Empfehlungen?)
Zunächst auf jeden Fall mal "The Great Gatsby", absoluter Klassiker. Und seine Kurzgeschichten, da gibt es neben TCCOBB noch viele andere tolle.
Außerdem scheint es so, dass auch das Aufwachsen von Benjamin anders verläuft. Im Film wird er - so viel zeigt auch der Trailer - ja ausgesetzt und wächst in einem Altenheim auf. Außerdem wird Benjamin im Film knapp 30 Jahre später geboren... (also 1918)... Wahrscheinlich fällt einem im Kino noch mehr auf, was anders abläuft.
Ja, da hast du recht. Finde ich fast ein wenig schade, da ich die Beziehung zwischen Benjamin und seinem Vater sehr interessant fand, aber man will wohl nicht zu sehr den Fokus auf den Vater legen (was unweigerlich passieren müsste, wenn es ihn im Film gäbe).
Aber es ist ja auch nur eine Kurzgeschichte und auf dem Umschlag steht bei mir "The inspiration for the upcoming motion picture"...
Und ich glaube, genau das ist es auch...
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Ele

Re: The Curious Case of Benjamin Button (David Fincher)

Beitrag von Ele » 30.01.2009, 12:02

Habt ihr dieses Video schon gesehen? ^_^

http://www.funnyordie.com/videos/1d7650 ... om-fgump44

Ich fand den Film an sich recht interessant gemacht, ein wenig lang vielleicht und bessere hab ich in diesem Jar auch schon gesehen (Zeiten der Aufruhr beispielsweise). Warum Brad Pitt allerdings für einen Oscar nominiert worden ist bleibt mir schleierhaft. Am Anfang ist eine Menge CGI dabei und wenn er dann er selbst ist haut mich seine schauspielerische Fähigkeit nicht vom Hocker. Nur nett aussehen reicht mir nicht.

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Re: The Curious Case of Benjamin Button (David Fincher)

Beitrag von nazira » 30.01.2009, 19:59

Ele hat geschrieben:Habt ihr dieses Video schon gesehen? ^_^

http://www.funnyordie.com/videos/1d7650 ... om-fgump44

Ich fand den Film an sich recht interessant gemacht, ein wenig lang vielleicht und bessere hab ich in diesem Jar auch schon gesehen (Zeiten der Aufruhr beispielsweise). Warum Brad Pitt allerdings für einen Oscar nominiert worden ist bleibt mir schleierhaft. Am Anfang ist eine Menge CGI dabei und wenn er dann er selbst ist haut mich seine schauspielerische Fähigkeit nicht vom Hocker. Nur nett aussehen reicht mir nicht.
Verstehe ich auch nicht ganz,aber vielleicht hat man auch daran gedacht,dass er stundenlang in der Maske saß und seine Mimik und so.....

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Re: The Curious Case of Benjamin Button (David Fincher)

Beitrag von manila » 30.01.2009, 23:29

nazira hat geschrieben:... vielleicht hat man auch daran gedacht,dass er stundenlang in der Maske saß und seine Mimik und so.....
Das bezweifle ich mal sehr stark.
"There's a crack in everything. That's how the light gets in."

Niko

Re: The Curious Case of Benjamin Button (David Fincher)

Beitrag von Niko » 08.02.2009, 22:08

Ele hat geschrieben:Ich fand den Film an sich recht interessant gemacht, ein wenig lang vielleicht und bessere hab ich in diesem Jar auch schon gesehen
Ging mir ähnlich. Nette Abwechslung, aber der große "Wow"-Effekt blieb aus.
Ele hat geschrieben:Warum Brad Pitt allerdings für einen Oscar nominiert worden ist bleibt mir schleierhaft.
Kann ich so unterschreiben. Fand ihn nicht wirklich überzeugend, von Cate Blanchetts wandelbarer Darstellung war ich aber wieder mal hin und weg. Taraji P. Henson ist absolut der heimliche Star des Filmes, finde ich und Tilda Swinton war trotz begrenzter Screentime super.

Sonst finde ich es schön, wie genau vor allem die Leute im Altersheim gezeichnet wurden. Alle hatten so ihre Verrücktheiten, aber doch waren sie so sympathisch. Keine Figur blieb farblos und das soll ja nicht oft vorkommen.

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Re: The Curious Case of Benjamin Button (David Fincher)

Beitrag von pia.julia » 09.02.2009, 16:09

Also das sehe ich mal total anders. Ich fand den Film wirklich richtig super, war keinen Sekunde langweilig und vor allem Brad fand ich überragend genau wie Cate Blanchett. Habe es echt super hinbekommen, diese Veränderung der beiden über das ganze Leben.
Habe ihn jetzt nicht als zu lang empfunden, habe jede Sekunde genossen. Fand super, dass katrina mit eingebunden wurde, schließlich spielt die ganze Geschichte in New Orleans. Und seit einer ganz ganz langen Zeit mal wieder wegen einem Film Rotz und Wasser geheult, die letzten 10 Minuten waren wirklich richtig schlimm.
Alles in allem ein super Film, der sich wohl in die Reihe meiner Lieblingsfilme gesellen wird.
Bild

Krisch

Re: The Curious Case of Benjamin Button (David Fincher)

Beitrag von Krisch » 09.02.2009, 19:15

Ele hat geschrieben:Habt ihr dieses Video schon gesehen? ^_^

http://www.funnyordie.com/videos/1d7650 ... om-fgump44
Seeehr lustig, habe BB allerdings noch nicht gesehen. Was sagt du denn (oder die anderen, die den Film schon gesehen haben) dazu? Sind die Parallelen wirklich so unverschämt deutlich? Rückwärtsaltern ist ja schon was sehr Außergewöhnliches, hätte mir so einer erzählt, der Film sei ne Kopie von Forrest Gump, hätte ich das nie geglaubt.

∞Lena∞

Re: The Curious Case of Benjamin Button (David Fincher)

Beitrag von ∞Lena∞ » 09.02.2009, 20:01

pia.julia hat geschrieben:Also das sehe ich mal total anders. Ich fand den Film wirklich richtig super, war keinen Sekunde langweilig und vor allem Brad fand ich überragend genau wie Cate Blanchett. Habe es echt super hinbekommen, diese Veränderung der beiden über das ganze Leben.
Habe ihn jetzt nicht als zu lang empfunden, habe jede Sekunde genossen. Fand super, dass katrina mit eingebunden wurde, schließlich spielt die ganze Geschichte in New Orleans. Und seit einer ganz ganz langen Zeit mal wieder wegen einem Film Rotz und Wasser geheult, die letzten 10 Minuten waren wirklich richtig schlimm.
Alles in allem ein super Film, der sich wohl in die Reihe meiner Lieblingsfilme gesellen wird.
Ist das lustig, das kann ich voll und gnz unterschreiben, selbst das mit dem die letzten zehn Minuten heulen... :D
Krisch hat geschrieben:Was sagt du denn (oder die anderen, die den Film schon gesehen haben) dazu? Sind die Parallelen wirklich so unverschämt deutlich? Rückwärtsaltern ist ja schon was sehr Außergewöhnliches, hätte mir so einer erzählt, der Film sei ne Kopie von Forrest Gump, hätte ich das nie geglaubt.
Ich hab mich während des Films total an "Forrest Gump" erinnert gefühlt und fand es dann sehr lustig, als ich gelesen hab, dass es derselbe Drehbuchautor geschrieben hat. Es gibt schon viele Ähnlichkeiten, was für mich aber positiv ist, weil ich "Forrest Gump" unglaublich toll finde. TCCOBB ist genauso liebevoll und wunderschön erzählt, und wie du schon vermutest bringt die Alterungsgeschichte schon genug Abwechslung rein, damit es nicht ne komplette Kopie ist.

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Lin@
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Re: The Curious Case of Benjamin Button (David Fincher)

Beitrag von Lin@ » 10.02.2009, 10:24

Ich fand gerade die Ähnlichkeiten zu Forrest Gump (weniger die Handlung, mehr die Erzählungsweise) teilweise ein wenig problematisch, weil vieles, was bei Forrest Gump großartig funktioniert, hier nicht richtig zünden will. Das fängt schon bei der Erzählperspektive an. So wahnsinnig echt Cate Blanchett als alte Oma im Sterbebett auch aussah, erinnerte mich das Ganze manchmal unangenehm an Titanic. Punkt für Parkbank-Forrest, da wesentlich authentischer und nicht so gezwungen. Dann schienen mir die ganzen pseudo-tiefsinnigen Szenen wie dieses "manche tanzen, andere sind Mütter"-Blabla oder der Kolibri am Ende total aus der Luft gegriffen. Punkt für Forrests "Mama hat immer gesagt..."-Sprüche, da die einfach einen ganz bezaubernden Charme hatten, gerade weil Forrest selbst ja nicht unbedingt der Hellste war.

Mir schien der Film in der Hinsicht einfach ein wenig überambitioniert. Er will (eben wie Forrest Gump) gleichzeitig bewegend, lustig, tiefgründig und zig andere Dinge sein, vernachlässigt dabei aber so wichtige Dinge wie z.B. die Charakterzeichnung. Ich hatte am Ende eigentlich überhaupt keine Ahnung, was für ein Mensch Benjamin Button war, weil er in seinem Leben nichts anderes zu tun schien als jünger zu werden. Okay, wir wissen, er hat sein Leben lang eine Frau geliebt, er war Matrose und ein ziemliches Muttersöhnchen, aber sonst? Mir fehlte hier und da einfach die Motivation für sein Verhalten und auch seine Gedanken und Gefühle kamen nie so richtig deutlich heraus. Wieso will er Matrose werden? Wieso geht er in den Krieg? Wieso lässt er Daisy zunächst abblitzen? Und wieso lässt ihn die Erkenntnis um seine Herkunft/seinen leiblichen Vaters scheinbar so kalt? Man hätte da noch etwas mehr auf seine Persönlichkeit und auch sein geistiges Alter eingehen können, finde ich.
Und auch mit dem historischen Kontext wurde in meinen Augen viel zu halbherzig umgegangen. Wir befinden uns in den Südstaaten! Zu Rassentrennungszeiten! Wo bleiben die Vorurteile? Der Rassismus? Die Depression?

Die "Exposition", wenn man so will, fand ich sehr gelungen. Der kindische Greis war herrlich skurril, der Teenager-Opi ebenso. Allerdings schien mir Benjamin wesentlich schneller jünger zu werden als alle anderen um ihn herum zu altern. Auch so eine Sache, die mir äußerst suspekt war: die mangelnde Reaktion der Umwelt auf sein Rückwärts-Altern. So gut wie niemand hielt Benjamin für einen unheimlichen Freak oder den Teufel, keiner hatte Angst vor ihm oder war wenigstens mal gehörig irritiert. Kaum jemand (außer Daisy) merkt überhaupt, dass er anders ist. Und eigentlich jeder, der ihn längere Zeit kennt, akzeptiert ihn und hat kein Problem mit der Sache. Fand ich höchst sonderbar.

Irgendwann zog sich der Film dann ein bisschen, kam aber mit dem "Unfall" (toll inszeniert!) wieder etwas in die Gänge. Das Ende dann zwar wieder gut, mir persönlich aber etwas zu rund und abgeschlossen. Hätte es besser gefunden, wenn man über seine letzten Jahre nichts mehr erfahren hätte. Wenn sich jeder sein eigenes Bild vom blutjungen, aber ach so lebenserfahrenen und weisen Benjamin hätte machen können. Aber naja... Hollywood braucht halt Kitsch und Tränen am Ende. ;)

Insgesamt ein beeindruckender und zum Nachdenken anregender Film mit tollen Momenten und genialen Bildern und Effekten. Aber eben auch so einigen Schwächen. Und Längen.

EDIT:
Hab noch eine Review gefunden, die viel besser ausdrückt, was mich an dem Film gestört hat: Klick! Und ganz besonders spricht mir Folgendes aus der Seele:
Likewise, the film imagines the past as a racism- and sexism-free land of infinite jest. There’s no prejudice in the old folks’ home, or anywhere else. Benjamin’s contrasting perspective on all things is never used for anything. Benjamin is passive. He has no intellectual depth, no inner existence that we comprehend, and doesn’t seem especially psychologically troubled. He maintains a serene disconnection from life (which fits Pitt’s withheld, too-cool-for-you acting persona to a tee), and at no point bemoans his lot. He ought to be in fundamental conflict with his world, but instead, he drifts along almost serenely. His one moral act of actual consequence is to leave his family.
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Re: The Curious Case of Benjamin Button (David Fincher)

Beitrag von pia.julia » 10.02.2009, 18:41

∞Lena∞ hat geschrieben:Ich hab mich während des Films total an "Forrest Gump" erinnert gefühlt und fand es dann sehr lustig, als ich gelesen hab, dass es derselbe Drehbuchautor geschrieben hat. Es gibt schon viele Ähnlichkeiten, was für mich aber positiv ist, weil ich "Forrest Gump" unglaublich toll finde. TCCOBB ist genauso liebevoll und wunderschön erzählt, und wie du schon vermutest bringt die Alterungsgeschichte schon genug Abwechslung rein, damit es nicht ne komplette Kopie ist.
Komisch, habe "Forrest Gump" erst vor ein paar Wochen gesehen, aber eine Parallele der beiden Filme ist mir gar nicht aufgefallen. Klar, beide erzählen ein ganzen Leben, aber vielleicht sind für mich die Geschichten einfach viel zu verschieden.
Lin@ hat geschrieben:So wahnsinnig echt Cate Blanchett als alte Oma im Sterbebett auch aussah, erinnerte mich das Ganze manchmal unangenehm an Titanic.
Also ich finde den Film von Anfang an sehr gelungen das die Geschichte mit Daysy und ihrer Tochter anfängt, wie sie ihr auf den Sterbebett die Geschichte ihres Vaters erzählt oder sie erzählen lässt. Und an Titanic hat mich das wirklich nicht erinnert.
Das Ende dann zwar wieder gut, mir persönlich aber etwas zu rund und abgeschlossen. Hätte es besser gefunden, wenn man über seine letzten Jahre nichts mehr erfahren hätte. Wenn sich jeder sein eigenes Bild vom blutjungen, aber ach so lebenserfahrenen und weisen Benjamin hätte machen können. Aber naja... Hollywood braucht halt Kitsch und Tränen am Ende. ;)
Ich finde schon, dass man die Geschichte bis zum Ende erzählen musste, fände es furchtbar, wenn wir nicht wüssten, wir es mit Benjamin aus gegangen ist. Ausserdem erzählt die Mutter ihrer Tochter von ihrem Vater, da sollte sie doch wissen, das ihr Vater tot ist. Und im Buch ist es auch so, die Geschichte geht bis zum Tod von Benjamin.
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furikuri

Re: The Curious Case of Benjamin Button (David Fincher)

Beitrag von furikuri » 10.02.2009, 20:08

pia.julia hat geschrieben:Ich finde schon, dass man die Geschichte bis zum Ende erzählen musste, fände es furchtbar, wenn wir nicht wüssten, wir es mit Benjamin aus gegangen ist. Ausserdem erzählt die Mutter ihrer Tochter von ihrem Vater, da sollte sie doch wissen, das ihr Vater tot ist. Und im Buch ist es auch so, die Geschichte geht bis zum Tod von Benjamin.
Man hätte es auch so gewusst - schließlich ist das Ende zwangsläufig und offensichtlich. Aber Zuschauer mögen leider viel zu gerne ihre audiovisuelle Hirnnahrung vorgekaut bekommen ...

Ich schließe mich im Übrigen Roger Eberts unbeeindruckter Meinung zu diesem Film an: http://rogerebert.suntimes.com/apps/pbc ... 39995/1023

Abgesehen davon ist der Film so unlogisch wie auch Zeitreisefilme sind (selbst gemessen an dem von ihnen selbst erschaffenen fiktionalen Gefüge) ...

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Re: The Curious Case of Benjamin Button (David Fincher)

Beitrag von Lin@ » 11.02.2009, 11:36

furikuri hat geschrieben:Abgesehen davon ist der Film so unlogisch wie auch Zeitreisefilme sind (selbst gemessen an dem von ihnen selbst erschaffenen fiktionalen Gefüge) ...
Was mich da ja am meisten gestört hat, ist, dass er als kleines (wenn auch "altes") Baby auf die Welt kommt und dann auch als Baby stirbt. Was macht das denn für einen Sinn? Wobei ein ausgewachsener alter Mann bei der Geburt nicht minder unlogisch wäre, denn wie will eine Frau einen solchen Menschen auf die Welt bringen? Naja, lassen wir das.
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