Eure Meinung zu #1.01 Schall und Rauch

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LOgigiC
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Eure Meinung zu #1.01 Schall und Rauch

Beitrag von LOgigiC »

Peggy Olson tritt ihren neuen Job als Sektretärin bei der Werbeagentur Sterling Cooper in New York City an. Ihr Chef ist Don Draper, einer der besten Werbemänner des Landes, der nach neuen Ideen für einen großen Kunden sucht.
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Ich hab's nun auch endlich geschafft, mir den Piloten anzuschauen, und bin äußerst angetan vom Auftakt. Aufgrund der positiven Resonanz bei den Kritikern und Juroren hatte ich ja vergleichsweise hohe Erwartungen, aber auch die hat der Pilot ganz klar erfüllt. :up: Gut zu wissen, dass es neben all den Ärzte-, Crime- und Anwaltsserien nun auch mal etwas gibt, wo man sich als Wirtschaftler stellenweise wiederkennen kann. :D

Ein ganz großes Plus der Serie ist auf jeden Fall die gelungene 60er-Jahre-Atmosphäre (Setting, Kleidung, Musik und Optik i.A.). Den Schauplatz Werbeagentur find ich recht spannend, sowohl was die Interaktion zwischen den Executives als auch die Dynamik bei den Sekretärinnen betrifft. Die Charaktere machen auch allesamt einen recht interessanten ersten Eindruck, v.a. Peggy, Don und seine Affäre, die mir etwas zu clever erscheint, um auf Dauer nur als Betthäschen zu dienen. :D Einzig der weißhaarige Oberboss(?), dessen Name ich nicht einmal mitbekommen hab, wirkt auf mich im Piloten noch etwas farblos.

Storytechnisch kann ich momentan noch nicht so recht abschätzen, wohin sich das alles entwickelt (abgesehen natürlich von den bereits angedeuteten Geschichten: agenturinterne Machtkämpfe, privates Durcheinander rund um Womanizer Don sowie Pete & Peggy). Einen speziellen, die ganze Staffel umfassenden Handlungsbogen konnte ich zumindest vorerst noch nicht erkennen. Ich geh jedoch davon aus, dass die politischen/gesellschaftlichen Themen, die im Piloten schon angeschnitten wurden (Szene mit dem schwarzen Kellner und der jüdischen Kundin, Männerdominanz und Umgang mit Frauen, etc.) weiterhin eine wichtige Rolle spielen.

Mein Interesse ist jedenfalls geweckt; die restlichen S1-Folgen stehen ganz oben auf meiner Prioritätenliste. Schön, dass mittlerweile nicht mehr nur HBO etwas Derartiges zustande bringt. :)
Zuletzt geändert von Schnurpsischolz am 09.10.2009, 22:16, insgesamt 5-mal geändert.
Grund: Umfrage eingefügt!

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Lin@
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Re: Eure Meinung zu #1.01 Smoke In Your Eyes

Beitrag von Lin@ »

LOgigiC hat geschrieben:Ich hab's nun auch endlich geschafft, mir den Piloten anzuschauen, und bin äußerst angetan vom Auftakt.
Dito. Naja, "äußerst" vielleicht noch nicht, aber das war ich bisher eigentlich bei kaum einem Piloten. Bin bei Serien ja immer ein Spätzünder.
Ein ganz großes Plus der Serie ist auf jeden Fall die gelungene 60er-Jahre-Atmosphäre (Setting, Kleidung, Musik und Optik i.A.).
Hammer! Steh ich auch total drauf. Auf die Musik, die Frisuren, die Klamotten, die Autos, die Telefone, den Alkohol, die Zigaretten... Okay, letzteres nicht wirklich, aber Rauchen sah damals einfach irgendwie cooler aus. :D
Den Schauplatz Werbeagentur find ich recht spannend, sowohl was die Interaktion zwischen den Executives als auch die Dynamik bei den Sekretärinnen betrifft.

Die Sekretärinnen haben mich ziemlich überrascht. Denn die schienen sich ja eigentlich (noch?) ganz gut riechen zu können. Aber die Intrigen, Zickenkriege und Eifersuchtsdramen lassen wahrscheinlich nicht lange auf sich warten, würde ich mal schätzen... ;)
Die Charaktere machen auch allesamt einen recht interessanten ersten Eindruck, v.a. Peggy, Don und seine Affäre, die mir etwas zu clever erscheint, um auf Dauer nur als Betthäschen zu dienen.
Peggy finde ich momentan auch am spannendsten, auch (oder gerade weil?) ich sie momentan noch nicht so recht einschätzen kann. Auf der einen Seite scheint sie sich im Gegensatz zu den anderen Frauen wesentlich mehr um ihren Job als ihr Äußeres/die Männer zu kümmern, auf der anderen Seite lässt sie sich aber die Pille verschreiben und bereitwillig von Pete angraben. Tststs... :D Bin gespannt, in welche Richtung sie sich da weiterentwickeln wird.
Don finde ich von der Art her schon jetzt sehr sympathisch, gerade weil er nicht perfekt ist und seine Frau betrügt, ein wenig desuillusioniert wirkt, aber dennoch auch seine Prinzipien und sein Herz am rechten Fleck zu haben scheint. Den Eindruck hat er bei mir zumindest nach den Szenen mit Peggy, Pete & Co. hinterlassen.
Am spannendsten finde ich momentan allerdings diese jüdische Kundin. Diese Mischung aus Selbstbewusstsein, Intelligenz und Hochnäsigkeit verspricht interessant zu werden.
Auf die Rolle vom "Betthäschen" bin ich aber auch gespannt.
Einzig der weißhaarige Oberboss(?), dessen Name ich nicht einmal mitbekommen hab, wirkt auf mich im Piloten noch etwas farblos.
Ich fand ihn nicht farblos sondern vielmehr angenehm trocken. ;) Scheint mir für einen "Oberboss" eine sehr angenehme (und potentiell amüsante) scheißegal-Einstellung zu haben.
Storytechnisch kann ich momentan noch nicht so recht abschätzen, wohin sich das alles entwickelt
Ich auch überhaupt nicht, aber das sorgt zumindest für Spannung. ;)
Ich geh jedoch davon aus, dass die politischen/gesellschaftlichen Themen, die im Piloten schon angeschnitten wurden (Szene mit dem schwarzen Kellner und der jüdischen Kundin, Männerdominanz und Umgang mit Frauen, etc.) weiterhin eine wichtige Rolle spielen.
Das hoff ich stark. Wäre doch viel zu schade, sich bei so einer spannenden Ära bloß auf 60er Requisiten und Kostüme und beschränken, wenn die Zeit allein schon so ereignisreich war.
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LOgigiC
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Re: Eure Meinung zu #1.01 Smoke In Your Eyes

Beitrag von LOgigiC »

Lin@ hat geschrieben:Die Sekretärinnen haben mich ziemlich überrascht. Denn die schienen sich ja eigentlich (noch?) ganz gut riechen zu können. Aber die Intrigen, Zickenkriege und Eifersuchtsdramen lassen wahrscheinlich nicht lange auf sich warten, würde ich mal schätzen... ;)

Anhand der vielen guten Ratschläge, die Joan Peggy erteilt, kann man ja schon erahnen, wie es "hinter den Kulissen" bei den Sekretärinnen abläuft. Da sehe ich definitiv auch großes "backstabbing"-Potenzial. :D Vor allem, wenn dann so jemand wie Peggy daherkommt und dem klischeehaften Bild einer Sekretärin - zumindest laut Joans Vorstellungen - nicht entspricht.

Cindy (siehe Review) hat geschrieben:Die Frauen sind entweder Hausfrauen, leben in den Vororten und haben keine Ahnung vom Leben ihrer Männer, oder sie sind die Sekretärinnen dieser Männer, und, wie es hier zumindest wirkt, in stetiger Bereitschaft, falls einer der Herren Lust auf mehr hat.
Ich finde es in dem Zusammenhang ja sehr interessant, wie die Sekretärinnen ihre Rolle im Büro selbst einschätzen. Einerseits verhalten sie sich untereinander so, als stünden sie über all den Mann-Frau-Klischees und würden sich nur den Vorgesetzten zuliebe anpassen (siehe Joans "He may act like he wants a secretary, but most of the time, they're looking for something between a mother and a waitress."), andererseits haben sie die Vorurteile doch schon sehr verinnerlicht (siehe Joans Kommentar zu den neuen Schreibmaschinen: "Now, try not to be overwhelmed by all this technology. It looks complicated, but the men who designed it made it simple enough for a woman to use." ^_^ ).

Cindy (siehe Review) hat geschrieben:So wird die neue Sekretärin erst einmal zum Gynäkologen zwecks Verschreibens der Pille geschickt. Der belehrt sie dann noch in schönster Doppelmoral: Sie solle doch aber bitte bedenken das "solche" Mädchen kein Material zum Heiraten sind.
Das war übrigens auch eine schöne Parallele zu der Konfrontation zwischen Don und Rachel bei der Präsentation. Wenn das Gegenüber eine Frau ist, gilt die Devise "Der Kunde (bzw. Patient) ist König!" wohl nicht unbedingt. Kann mir nicht vorstellen, dass so ein Spruch wie jener, den der Arzt beim Verschreiben der Pille vom Stapel lässt ("They're $11 a month, but don't think you have to go out and become the town pump just to get your money's worth."), heute noch eine ähnlich zurückhaltende Reaktion beim weiblichen Gegenüber hervorrufen würde. ;)

Lin@ hat geschrieben:Don finde ich von der Art her schon jetzt sehr sympathisch, gerade weil er nicht perfekt ist und seine Frau betrügt, ein wenig desuillusioniert wirkt, aber dennoch auch seine Prinzipien und sein Herz am rechten Fleck zu haben scheint. Den Eindruck hat er bei mir zumindest nach den Szenen mit Peggy, Pete & Co. hinterlassen.
Geht mir ähnlich. Mal abgesehen davon, dass er allein durch sein Auftreten dieses 60er-Jahre-Karrieretyp-Image wahnsinnig gut verkörpert, finde ich seine Art auch sehr interessant. Die Don-Peggy-Pete-Szene war übrigens allein schon vom Dialog her eine meiner Lieblingsszenen, weil man da zwischen den Zeilen so herrlich viel über die einzelnen Charaktere und ihre Beziehungen untereinander herauslesen kann:
Peggy: I'm sorry to wake you, but Mr. Campbell is outside.
Don: Can you go out there and entertain him?
Peggy: I know it's my first day, and I don't want to seem uncooperative, but do I have to?
Don: I see your point. Send him in.
Pete: Ready to go sweet-talk some retail Jews?
Don: You are tough to take first thing in the morning, Pete.
Pete: I've never had any complaints. Speaking of which, who's your little friend here?
Don: She's the new girl.
Pete: Are you Amish or something?
Peggy: No, I'm from Brooklyn.
Pete: Well, you're in the city now. It wouldn't be a sin for us to see your legs. If you pull your waist in, you might look like a woman.
Don: Sorry about Mr Campbell here. He left his manners back at the fraternity house.
Ich freu mich jedenfalls auf weitere "Revierkämpfe" zwischen Don und Pete. 8-)

Lin@ hat geschrieben:Am spannendsten finde ich momentan allerdings diese jüdische Kundin. Diese Mischung aus Selbstbewusstsein, Intelligenz und Hochnäsigkeit verspricht interessant zu werden.
Ja, stimmt. Einerseits ist sie selbst nicht die uninteressanteste Person (weil sie eben dem damals vorherrschenden Frauenklischee nicht entspricht), andererseits lockt sie Don immer wieder so schön aus der Reserve. Bei dem Gespräch in der Bar kann man zumindest ansatzweise erahnen, wie's hinter Dons souveräner Womanizer-Fassade wirklich aussieht: "You're born alone and you die alone, and this world just drops a bunch of rules on you to make you forget those facts." Tief im Inneren also doch ein "lonesome cowboy" ... :D

Cindy (Review) hat geschrieben:Ein Highlight war für mich das Meeting mit den Lucky-Strike-Verantwortlichen, in dem sich erst Hilflosigkeit breit macht, welche Don dann aber doch in letzter Sekunde mit einer Idee aus dem Stehgreif zerschlagen kann. Der Zynismus und die Skrupellosigkeit, die hier, sowohl von den Werbeleuten, als auch den Tabakherstellern, an den Tag gelegt wird, sind aus heutiger Sicht sehr unterhaltend, wenn auch erschreckend.
Jep, definitiv ein Highlight. Ich finde die geschäftlichen Szenen ja auch aus "fachlicher" Sicht sehr interessant, weil da so viele Mythen, die man mit der Werbebranche verbindet, ein- und aufgearbeitet werden. Das gilt z.B. auch für die Szene, als die "Research"-Dame in Dons Büro auftaucht und ihn mit irgendwelchem wissenschaftlich-psychologischen Freud-Kram zutextet, was sich mit den Ansichten der kreativen Werbetypen natürlich so überhaupt nicht vereinbaren lässt. :D Wobei ich sagen muss, dass ich die Art und Weise, wie das Lucky-Strike-Meeting dann verläuft, auch aus heutiger Sicht gar nicht mal so ungewöhnlich finde. Sicher, die inhaltlichen Ansichten zum Thema "Rauchen" sind bestimmt überholt, aber diesen skrupllos-zynischen Umgang zwischen Werbeleuten und Kunden gibt's in ähnlicher Manier bestimmt auch heute noch.


BTW, was haltet ihr eigentlich vom Vorspann? Ich find's ja einerseits gut, dass (und wie) man da die vielen hinlänglich bekannten Werbebilder der 60er eingebaut hat, aber andererseits passt er für mich vom Stil her (Animationen und so) irgendwie nicht so ganz zur Serie. :schaem:

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Schnurpsischolz
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Re: Eure Meinung zu #1.01 Smoke In Your Eyes

Beitrag von Schnurpsischolz »

Lin@ hat geschrieben:
LOgigiC hat geschrieben:Ein ganz großes Plus der Serie ist auf jeden Fall die gelungene 60er-Jahre-Atmosphäre (Setting, Kleidung, Musik und Optik i.A.).
Hammer! Steh ich auch total drauf. Auf die Musik, die Frisuren, die Klamotten, die Autos, die Telefone, den Alkohol, die Zigaretten... Okay, letzteres nicht wirklich, aber Rauchen sah damals einfach irgendwie cooler aus. :D
Schließe mich da komplett an, und muss noch aus meiner weiblichen Sicht hinzufügen, John Hamm ist einfach nur gorgeous. :x
Peggy finde ich momentan auch am spannendsten, auch (oder gerade weil?) ich sie momentan noch nicht so recht einschätzen kann. Auf der einen Seite scheint sie sich im Gegensatz zu den anderen Frauen wesentlich mehr um ihren Job als ihr Äußeres/die Männer zu kümmern, auf der anderen Seite lässt sie sich aber die Pille verschreiben und bereitwillig von Pete angraben. Tststs... :D Bin gespannt, in welche Richtung sie sich da weiterentwickeln wird.
Wobei ich da ja voll den Eindruck hatte, sie hat sich die Pille wirklich nur verschreiben lassen, weil sie davon ausgeht, dass Joan das von ihr erwartet. Was ich ja an sich schon sehr :wtf: finde. Überhaupt diese ganze Szenerie beim Gynäkologen, der nur mal kurz die Kippe zur Seite legt, und dessen Doppelmoral.
Don finde ich von der Art her schon jetzt sehr sympathisch, gerade weil er nicht perfekt ist und seine Frau betrügt, ein wenig desuillusioniert wirkt, aber dennoch auch seine Prinzipien und sein Herz am rechten Fleck zu haben scheint. Den Eindruck hat er bei mir zumindest nach den Szenen mit Peggy, Pete & Co. hinterlassen.
Ich finde Donald Draper auch einen sehr gelungenen Charakter, bin bei ihm total gespannt, was uns da noch erwartet.
Am spannendsten finde ich momentan allerdings diese jüdische Kundin. Diese Mischung aus Selbstbewusstsein, Intelligenz und Hochnäsigkeit verspricht interessant zu werden.
Auf die Rolle vom "Betthäschen" bin ich aber auch gespannt.
Maggie Siff finde ich auch sehr, sehr gut. Und ich finde ihre Chemie mit John Hamm richtig greifbar, die Szene am Ende in der Bar war toll.
LOgigiC hat geschrieben:Ich finde es in dem Zusammenhang ja sehr interessant, wie die Sekretärinnen ihre Rolle im Büro selbst einschätzen. Einerseits verhalten sie sich untereinander so, als stünden sie über all den Mann-Frau-Klischees und würden sich nur den Vorgesetzten zuliebe anpassen (siehe Joans "He may act like he wants a secretary, but most of the time, they're looking for something between a mother and a waitress."), andererseits haben sie die Vorurteile doch schon sehr verinnerlicht (siehe Joans Kommentar zu den neuen Schreibmaschinen: "Now, try not to be overwhelmed by all this technology. It looks complicated, but the men who designed it made it simple enough for a woman to use." ^_^ ).
Ich fand ja den zweiten noch besser, weil sie den ja eben ernst gemeint hat. :D
Das war übrigens auch eine schöne Parallele zu der Konfrontation zwischen Don und Rachel bei der Präsentation. Wenn das Gegenüber eine Frau ist, gilt die Devise "Der Kunde (bzw. Patient) ist König!" wohl nicht unbedingt. Kann mir nicht vorstellen, dass so ein Spruch wie jener, den der Arzt beim Verschreiben der Pille vom Stapel lässt ("They're $11 a month, but don't think you have to go out and become the town pump just to get your money's worth."), heute noch eine ähnlich zurückhaltende Reaktion beim weiblichen Gegenüber hervorrufen würde. ;)
Mit Sicherheit nicht. Ich konnte es ja schon fast nicht ertragen beim ersten Mal Zuschauen, dass ich dem guten Mann nicht direkt irgendwas erwieder kann. Habe da generell bei "Mad Men" in solchen Momenten immer regelrechte Schockreaktionen.
Geht mir ähnlich. Mal abgesehen davon, dass er allein durch sein Auftreten dieses 60er-Jahre-Karrieretyp-Image wahnsinnig gut verkörpert, finde ich seine Art auch sehr interessant. Die Don-Peggy-Pete-Szene war übrigens allein schon vom Dialog her eine meiner Lieblingsszenen, weil man da zwischen den Zeilen so herrlich viel über die einzelnen Charaktere und ihre Beziehungen untereinander herauslesen kann:
Wobei sich mir ja aufgrund der Sache nicht erschließt, wieso sich Peggy am Ende dann so bereitwillig auf Pete einlässt. Ich habe da wirklich erwartet, dass sie ihn empört abweist. Hat das jemand kommen sehen?
Ein Highlight war für mich das Meeting mit den Lucky-Strike-Verantwortlichen, in dem sich erst Hilflosigkeit breit macht, welche Don dann aber doch in letzter Sekunde mit einer Idee aus dem Stehgreif zerschlagen kann. Der Zynismus und die Skrupellosigkeit, die hier, sowohl von den Werbeleuten, als auch den Tabakherstellern, an den Tag gelegt wird, sind aus heutiger Sicht sehr unterhaltend, wenn auch erschreckend.
Jep, definitiv ein Highlight. Ich finde die geschäftlichen Szenen ja auch aus "fachlicher" Sicht sehr interessant, weil da so viele Mythen, die man mit der Werbebranche verbindet, ein- und aufgearbeitet werden. Das gilt z.B. auch für die Szene, als die "Research"-Dame in Dons Büro auftaucht und ihn mit irgendwelchem wissenschaftlich-psychologischen Freud-Kram zutextet, was sich mit den Ansichten der kreativen Werbetypen natürlich so überhaupt nicht vereinbaren lässt. :D Wobei ich sagen muss, dass ich die Art und Weise, wie das Lucky-Strike-Meeting dann verläuft, auch aus heutiger Sicht gar nicht mal so ungewöhnlich finde. Sicher, die inhaltlichen Ansichten zum Thema "Rauchen" sind bestimmt überholt, aber diesen skrupllos-zynischen Umgang zwischen Werbeleuten und Kunden gibt's in ähnlicher Manier bestimmt auch heute noch.
Wobei ich ja schon die Tatsache allein, dass der Lucky-Strike-Oberboss einen Hustenanfall bekommmt (was ja an sich schon sehr ironisch ist), und dann alle von Sterling Cooper einfallen echt zum Schießen finde. Muss da jedesmal so sehr schmunzeln. :D
Ich denke ja auch, obwohl mir da jegliche Erfahrung fehlt, dass das heute auch nicht anders abläuft. Die Argumente der Wissenschaftlerin fand ich aber durchaus schlüssig, war nur wahrscheinlich für die 60iger noch viel zu progressiv.
BTW, was haltet ihr eigentlich vom Vorspann? Ich find's ja einerseits gut, dass (und wie) man da die vielen hinlänglich bekannten Werbebilder der 60er eingebaut hat, aber andererseits passt er für mich vom Stil her (Animationen und so) irgendwie nicht so ganz zur Serie. :schaem:
Echt? Ich habe jetzt unter dem Gesichtspunkt noch gar nicht so sehr darüber nachgedacht, aber ich mag ihn eigentlich wirklich gerne. Und der Themesong hat definitiv hohe Ohrwurmqualität, beosnders wenn man ihn dann auch noch auf dem DVD-Menü hat. Man bricht ja auch anderwann mit der Zeit, wenn z.B. am Ende von #1.02 The Cardigans gespielt werden.

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Lin@
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Re: Eure Meinung zu #1.01 Smoke In Your Eyes

Beitrag von Lin@ »

NICHT LOgigiC hat geschrieben:Schließe mich da komplett an, und muss noch aus meiner weiblichen Sicht hinzufügen, John Hamm ist einfach nur gorgeous. :x
Ich hab den Satz drei Mal gelesen, mich gewundert, die Stirn gerunzelt und ewig lang nach versteckter Ironie gesucht, bis ich endlich kapiert habe, dass der Beitrag von Cindy stammt. ^_^ Das kommt davon, wenn wir alle im Carnie-Partnerlook rumlaufen und ich trotz akutem Schlafdefizit versuche, was nachzulesen... :roll: :D
LOgigiC hat geschrieben:Ich finde es in dem Zusammenhang ja sehr interessant, wie die Sekretärinnen ihre Rolle im Büro selbst einschätzen. Einerseits verhalten sie sich untereinander so, als stünden sie über all den Mann-Frau-Klischees und würden sich nur den Vorgesetzten zuliebe anpassen...
Findest du? Ich hatte eigentlich generell das Gefühl, dass sie ihre Rolle sehr genießen und die Männer sogar gerne bemuttern und bedienen. Daher würde ich nicht unbedingt sagen, dass sie über den Klischees stehen, sondern eher, dass sie sich dieser zwar durchaus bewusst sind, aber keinerlei wirkliches Interesse daran haben, ihnen entgegen zu wirken. Joan zum Beispiel scheint ganz genau zu wissen, dass sie von den Männern hauptsächlich als Objekt gesehen wird, wehrt sich aber nicht dagegen, weil sie vielleicht auch denkt, dass sie dadurch, dass sie diesem Bild eben (wenn sie wollte) auch NICHT entsprechen könnte, die eigentliche Person mit der "Macht" ist. Sie sieht also eher die Männer in der unterwürfigen Position, weil die ihre Triebe ja nicht ausschalten können. Wobei... wenn ich recht überlege, würde sie so gesehen ja dann doch in gewisser Weise über den Klischees stehen. ;) Oder zumindest über den Männern. Hmm... meine Argumentation hinkt mal wieder. :D
Wenn das Gegenüber eine Frau ist, gilt die Devise "Der Kunde (bzw. Patient) ist König!" wohl nicht unbedingt.
Gute Beobachtung! Wobei Gynäkologen an sich ja im Normalfall nur Frauen als Kunden haben. ;)
Tief im Inneren also doch ein "lonesome cowboy" ... :D
Und die hab ich doch am liebsten! :D
Ich finde die geschäftlichen Szenen ja auch aus "fachlicher" Sicht sehr interessant, weil da so viele Mythen, die man mit der Werbebranche verbindet, ein- und aufgearbeitet werden. Das gilt z.B. auch für die Szene, als die "Research"-Dame in Dons Büro auftaucht und ihn mit irgendwelchem wissenschaftlich-psychologischen Freud-Kram zutextet, was sich mit den Ansichten der kreativen Werbetypen natürlich so überhaupt nicht vereinbaren lässt. :D
Agreed.
BTW, was haltet ihr eigentlich vom Vorspann? Ich find's ja einerseits gut, dass (und wie) man da die vielen hinlänglich bekannten Werbebilder der 60er eingebaut hat, aber andererseits passt er für mich vom Stil her (Animationen und so) irgendwie nicht so ganz zur Serie. :schaem:
Hab ihn ja erst einmal gesehen, hat mir aber sehr gut gefallen. Die Animationen haben mich auch nicht wirklich gestört, nur die Musik klingt mir etwas zu sehr nach ach so mysteriösem Krimi/Thriller. Aber wer weiß, vielleicht passt das ja zu den Storylines... ;)

@Gynäkologen-Szene:
Fand ich persönlich ja seeehr amüsant. :D Aber da greift wahrscheinlich wieder Cindys
aus heutiger Sicht sehr unterhaltend, wenn auch erschreckend.
Aber hat sich Peggy wirklich wegen Joan die Pille verschreiben lassen? Ich hatte das eigentlich so aufgefasst, dass das auf ihren eigenen Mist gewachsen ist? :?:
Cindy hat geschrieben:Wobei sich mir ja aufgrund der Sache nicht erschließt, wieso sich Peggy am Ende dann so bereitwillig auf Pete einlässt. Ich habe da wirklich erwartet, dass sie ihn empört abweist. Hat das jemand kommen sehen?
Nee, hat mich auch sehr überrascht. Keine Ahnung, was das sollte. Womöglich wollte sie Pete, Joan oder vielleicht auch sich selbst irgendwie zeigen, dass sie nicht so prüde ist, wie sie wirkt und auch tatsächlich in die Firma passt. Denn zumindest über den Job selbst scheint sie ja recht happy zu sein und ihn unbedingt behalten zu wollen.
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Re: Eure Meinung zu #1.01 Smoke In Your Eyes

Beitrag von LOgigiC »

Schnurpsischolz hat geschrieben:Wobei sich mir ja aufgrund der Sache nicht erschließt, wieso sich Peggy am Ende dann so bereitwillig auf Pete einlässt. Ich habe da wirklich erwartet, dass sie ihn empört abweist. Hat das jemand kommen sehen?
Nein, überhaupt nicht. Ich hatte im ersten Moment eher den Verdacht, dass zwischen den beiden schon länger etwas läuft und dass sie im Büro nur so tun, als würden sie sich nicht kennen, weil Pete eben "offiziell" schon vergeben ist. Anders konnte ich mir nicht erklären, wie sie sich nach dem ersten Eindruck auf ihn einlassen konnte. Allerdings gibt es für diese "Theorie" auch keine Anhaltspunkte (oder?), weshalb ich diese Erklärung hier ...
Lin@ hat geschrieben:Womöglich wollte sie Pete, Joan oder vielleicht auch sich selbst irgendwie zeigen, dass sie nicht so prüde ist, wie sie wirkt und auch tatsächlich in die Firma passt. Denn zumindest über den Job selbst scheint sie ja recht happy zu sein und ihn unbedingt behalten zu wollen.
... auch für durchaus schlüssig halte.

Schnurpsischolz hat geschrieben:
LOgigiC hat geschrieben:BTW, was haltet ihr eigentlich vom Vorspann? Ich find's ja einerseits gut, dass (und wie) man da die vielen hinlänglich bekannten Werbebilder der 60er eingebaut hat, aber andererseits passt er für mich vom Stil her (Animationen und so) irgendwie nicht so ganz zur Serie. :schaem:
Echt? Ich habe jetzt unter dem Gesichtspunkt noch gar nicht so sehr darüber nachgedacht, aber ich mag ihn eigentlich wirklich gerne. Und der Themesong hat definitiv hohe Ohrwurmqualität, beosnders wenn man ihn dann auch noch auf dem DVD-Menü hat.
Lin@ hat geschrieben:Hab ihn ja erst einmal gesehen, hat mir aber sehr gut gefallen. Die Animationen haben mich auch nicht wirklich gestört, nur die Musik klingt mir etwas zu sehr nach ach so mysteriösem Krimi/Thriller. Aber wer weiß, vielleicht passt das ja zu den Storylines... ;)
Naja, ansich (sprich eigenständig betrachtet) gefällt er mir ja auch wirklich gut, und die Musik hat definitiv Ohrwurmqualität. Nur hab ich halt mittlerweile festgestellt, dass bei mir dabei nie die Stimmung der Serie rüberkommt und ich manchmal den Kontrast zwischen dem "modernen" Vorspann und den ersten Szenen im 60er-Jahre-Stil recht krass finde. Aber gut, das ist wirklich nur ein Detail am Rande, das ich einfach mal loswerden wollte. :D

Lin@ hat geschrieben:
LOgigiC hat geschrieben:Wenn das Gegenüber eine Frau ist, gilt die Devise "Der Kunde (bzw. Patient) ist König!" wohl nicht unbedingt.
Gute Beobachtung! Wobei Gynäkologen an sich ja im Normalfall nur Frauen als Kunden haben. ;)
Point taken. :D Wobei ich jetzt einfach davon ausgehe, dass ein "normaler" Arzt sich seinem weiblichen Klientel gegenüber vermutlich ähnlich charmant präsentiert hätte. ;) Oder hast du das so aufgefasst, dass dieser Umgangston tatsächlich nur den "speziellen" Ärzten vorbehalten war?

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Re: Eure Meinung zu #1.01 Smoke In Your Eyes

Beitrag von philomina »

Hihi, nur Carnies hier bisher :D

LOgigiC hat geschrieben:Ein ganz großes Plus der Serie ist auf jeden Fall die gelungene 60er-Jahre-Atmosphäre (Setting, Kleidung, Musik und Optik i.A.). Den Schauplatz Werbeagentur find ich recht spannend, sowohl was die Interaktion zwischen den Executives als auch die Dynamik bei den Sekretärinnen betrifft. Die Charaktere machen auch allesamt einen recht interessanten ersten Eindruck, v.a. Peggy, Don und seine Affäre, die mir etwas zu clever erscheint, um auf Dauer nur als Betthäschen zu dienen.
Kann ich so komplett unterschreiben. Hatte meinerseits überhaupt keine Erwartungen, weil ich mir unter dem Titel in Kombi mit 60er-Jahre-Setting rein gar nix vorstellen konnte, und mehr wusste ich nicht über die Serie. Das mit dem Titel hat sich ja dann gleich zu Anfang des Piloten geklärt :)


Lin@ hat geschrieben:Hammer! Steh ich auch total drauf. Auf die Musik, die Frisuren, die Klamotten, die Autos, die Telefone, den Alkohol, die Zigaretten... Okay, letzteres nicht wirklich, aber Rauchen sah damals einfach irgendwie cooler aus. .
Auch dies kann ich wieder unterschreiben, muss allerdings sagen, dass mir die Raucherei bissl übertrieben wird. "Smoke in your eyes" kann man hier schon so wörtlich nehmen, dass ich beim Zuschauen schon den Eindruck hatte, Rauch in die Augen zu bekommen.


Schnurpsischolz hat geschrieben:Schließe mich da komplett an, und muss noch aus meiner weiblichen Sicht hinzufügen, John Hamm ist einfach nur gorgeous.
Und zum 3.x in diesem Eintrag könnte ich hie einfach nur WORD drunter setzen, denn ich bin auch sehr sehr angetan von diesem Mann. Denke aber, das macht v.a. die Rolle, denn eigentlich ist er nicht wirklich mein Typ.
Phantastsisch fand ich den Spruch gegenüber diesem jungen Yuppie (Campbell?), der ihm die Hand hindhielt, "Not so fast! I don't wanna wake up pregnant tomorrow!" ^_^



Die verschiedenen Verhältnisse: Frauen-Männer, Männer unter sich, Frauen unter sich, Weiße-Schwarze verspricht ungemein interessant zu werden. Manchmal bleibt mir echt der Mund offenstehen, wenn man dem Ungang egal welcher dieser Gruppierungen zuschaut.

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Re: Eure Meinung zu #1.01 Smoke In Your Eyes

Beitrag von Lin@ »

LOgigiC hat geschrieben:Nur hab ich halt mittlerweile festgestellt, dass bei mir dabei nie die Stimmung der Serie rüberkommt und ich manchmal den Kontrast zwischen dem "modernen" Vorspann und den ersten Szenen im 60er-Jahre-Stil recht krass finde.
Jetzt mal davon abgesehen, dass es wirklich nur ein "Detail am Rande" ist, kapiere ich nicht so ganz, was dich da genau stört. Die Tatsache, dass es animiert ist und die Technik das damals noch nicht zuließ? Wenn's danach ginge, dürftest du die Carnie-Opening Credits aber auch nicht mögen. ;) Mich stört da wie gesagt eher, dass die Musi so nach suuuperspannender Detektiv-Serie klingt. Aber gut, ich denke, wir kommen beide darüber hinweg. :D
Wobei ich jetzt einfach davon ausgehe, dass ein "normaler" Arzt sich seinem weiblichen Klientel gegenüber vermutlich ähnlich charmant präsentiert hätte. ;) Oder hast du das so aufgefasst, dass dieser Umgangston tatsächlich nur den "speziellen" Ärzten vorbehalten war?
Ich hab das zunächst eigentlich nur als Umgangston dieses ganz besonderen Exemplars der Spezies Arzt aufgefasst, aber wenn ich so darüber nachdenke, war das damals wohl einfach generell die Art wie Männer mit Frauen (ihren oder fremden, Kunden oder nicht-Kunden) gesprochen haben. Und die haben das wiederum scheint's hingenommen. Wenn sich da selbst die bisher "emanzipierteste" Dame der Serie (sprich: Peggy) sowas gefallen lässt... Das spricht schon Bände.
philomina hat geschrieben:ich bin auch sehr sehr angetan von diesem Mann. Denke aber, das macht v.a. die Rolle, denn eigentlich ist er nicht wirklich mein Typ.
Geht mir genauso. Wobei ich's ja (schon nach zwei Folgen) sehr faszinierend finde, wie man Dons Charakter gnadenlos mit all seinen Schwächen skizziert und es dabei trotzdem (oder vllt gerade deswegen?) schafft, ihn so unheimlich sympathisch wirken zu lassen.
Die verschiedenen Verhältnisse: Frauen-Männer, Männer unter sich, Frauen unter sich, Weiße-Schwarze verspricht ungemein interessant zu werden.
*zustimm*
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Re: Eure Meinung zu #1.01 Smoke In Your Eyes

Beitrag von philomina »

Lin@ hat geschrieben:Wobei ich's ja (schon nach zwei Folgen) sehr faszinierend finde, wie man Dons Charakter gnadenlos mit all seinen Schwächen skizziert und es dabei trotzdem (oder vllt gerade deswegen?) schafft, ihn so unheimlich sympathisch wirken zu lassen.
Eigentlich ist er ja alles andere als sympatisch. In seiner Stimme schwingt immer Überheblichkeit mit, er behandelt so ziemlich niemanden richtig gut/ freundlich/ respektvoll, und das macht ihn zu dieser Art "Arschloch-Typen", die so ungemein attraktiv sind 8-)

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Re: Eure Meinung zu #1.01 Smoke In Your Eyes

Beitrag von LOgigiC »

Lin@ hat geschrieben:Jetzt mal davon abgesehen, dass es wirklich nur ein "Detail am Rande" ist, kapiere ich nicht so ganz, was dich da genau stört. Die Tatsache, dass es animiert ist und die Technik das damals noch nicht zuließ? Wenn's danach ginge, dürftest du die Carnie-Opening Credits aber auch nicht mögen. ;)
Ich kann's leider nicht anders erklären/begründen. Ist einfach so ein Eindruck, der sich mir stets aufdrängt. Fühlt sich irgendwie so an, als hätte man - weil du den Vergleich schon gebracht hast - bei Carnivàle eine moderne Achterbahn anstelle des Riesenrads in den Vorspann gepackt. :D

Aber das Korinthenkackertum scheint ja gerade bei so Top-Serien wie "Mad Men" ein ohnehin verbreitetes Phänomen zu sein. Hab mir neulich noch den AK von Matt Weiner anhört, wo u.a. gesagt wurde, dass es kritische Stimmen zu den im Piloten gezeigten Schreibmaschinen gab, da diese offenbar nicht dem technischen Stand der 1960er entsprechen. Irgendetwas findet man also immer zum Herummeckern. ;) Abgesehen davon gab's ein paar recht interessante Infos zur Entstehung der Serie, zum Stil der Dialoge und zu diversen filmischen/kameratechnischen Aspekten - kann also nur empfehlen, da bei Gelegenheit mal reinzuhören.

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manila
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Re: Eure Meinung zu #1.01 Smoke In Your Eyes

Beitrag von manila »

Kann mich der allgemeinen Meinung eigentlich anschließen: Super Pilot, hat zumindest bei mir sofort gezündet. Klasse Set, klasse Schauspieler und Jon Hamm ist einfach unbeschreiblich. Boah 8-)
Lin@ hat geschrieben: Okay, letzteres nicht wirklich, aber Rauchen sah damals einfach irgendwie cooler aus. :D
Ja Wahnsinn, oder? Jon Hamm hatte mich nach dieser Hammerszene sofort so weit, dass ich auf Lucky Strikes umsteige :D
Nicki hat geschrieben:Die verschiedenen Verhältnisse: Frauen-Männer, Männer unter sich, Frauen unter sich, Weiße-Schwarze verspricht ungemein interessant zu werden. Manchmal bleibt mir echt der Mund offenstehen, wenn man dem Ungang egal welcher dieser Gruppierungen zuschaut.
Definitiv. Irgendwie schockierend finde ich es, dass das alles doch nur 60 Jahre her ist und wie extrem sich seitdem alles geändert hat. Gerade der Rassismus und die Frauen/Männer-Hierarchie ist aus heutiger Sicht ja doch schockierend.
Cindy hat geschrieben:Wobei sich mir ja aufgrund der Sache nicht erschließt, wieso sich Peggy am Ende dann so bereitwillig auf Pete einlässt. Ich habe da wirklich erwartet, dass sie ihn empört abweist. Hat das jemand kommen sehen?
Nee, überhaupt nicht, obwohl ich durch das Korrekturlesen von Cindys Top/Flop-Rückblickkolumne ja eigentlich gespoilert war. Ich bin echt gespannt, wie man das ausarbeitet bzw. rechtfertigt, denn dieser Schritt erschien mir auch total wie aus dem Nichts.


Fazit jedenfalls: 4/5. Verspricht unwahrscheinlich interessant zu werden... :)
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Schnurpsischolz
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Re: Eure Meinung zu #1.01 Smoke In Your Eyes

Beitrag von Schnurpsischolz »

manila hat geschrieben:
Cindy hat geschrieben:Wobei sich mir ja aufgrund der Sache nicht erschließt, wieso sich Peggy am Ende dann so bereitwillig auf Pete einlässt. Ich habe da wirklich erwartet, dass sie ihn empört abweist. Hat das jemand kommen sehen?
Nee, überhaupt nicht, obwohl ich durch das Korrekturlesen von Cindys Top/Flop-Rückblickkolumne ja eigentlich gespoilert war. Ich bin echt gespannt, wie man das ausarbeitet bzw. rechtfertigt, denn dieser Schritt erschien mir auch total wie aus dem Nichts.
Oh mei, ja, den hast ja Du gelesen. :( Warum hast Du denn nichts gesagt, dass hätte doch nicht sein dürfen, da stand ja so viel drinne zu der SL. Da musst Du jetzt eigentlich direkt bis Ende S2 auholen,um zumindest S3 unverspoilert genießen zu können.

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manila
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Re: Eure Meinung zu #1.01 Smoke In Your Eyes

Beitrag von manila »

Ach, ich hab versucht, den Inhalt möglichst zu verdrängen und freue mich jetzt einfach mal drauf, wie sich das alles so entwickelt, damit ich auch das WIE der Entwicklung sehe und das WARUM verstehe...
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ForVanAngel

Re: Eure Meinung zu #1.01 Schall und Rauch

Beitrag von ForVanAngel »

Am coolsten ist 60s-TV doch, wenn es in den 00s gemacht wurde… :tounge:

„Smoke gets in your eyes“, mag ich zB von der Billie Holiday. :)

“I love smoking.” Don Draper ist der erste Hauptheld. Seine Werbearbeit für eine Zigarettenfirma steht auf der Kippe (^^), weil die Gesundheitsfreunde Rauchen als schädlich einstufen. Nun muss er sich also etwas einfallen lassen. Sterling Cooper. Das Meeting mit den Chefs von Lucky Strike war interessant, Don Draper hat einen klugen Einfall: Ihre Zigaretten müssen einfach anders sein als die der Konkurrenz, also geröstet (toasted). Und schon ist Don der Don. Und hat eine Frau und 2 Kinder.

Peggy Olsen tritt im Piloten ihre Stelle in Draper’s Firma an. Pete steht kurz vor seiner Heirat. Noch ist es nicht so weit, da kann er ruhig mit Peggy in die Kiste springen. ;)

Umgehauen haben mich die Dialoge nicht, für meinen Geschmack recht trocken. :ohwell:

Musik gefällt mir, wobei sie heute noch etwas zwischen den Szenen rumschwirrte. Schöner Song am Ende. :)


Fazit: Ausnahmsweise überfordert der Pilot nicht, sonderlich viel Inhalt war noch nicht da, sieht hoffentlich interessant aus. Mehr kann ich nicht sagen, erwarte etwas mehr, soweit aber sehenswert. 3,5 (3) Punkte.

ForVanAngel

Re: Eure Meinung zu #1.01 Schall und Rauch

Beitrag von ForVanAngel »

So, gerade Pilot nach genau einem Monat zum 2. Mal gesehen - und für gut empfunden! Nun konnte ich schon nach herzenslust analysieren und es war eigentlich alles bis auf kleine Ausnahmen verständlich und somit neben ich das Wort "langatmig" zurück. Wobei ich noch gar keinen Durchblick habe, was die Serie eigentlich zeigen will, ist sehr offen, mal gucken.

Don Draper ist der Dreh- und Angelpunkt, er hat es drauf, lässt sich im Job nicht sagen und macht dort sogar klar, dass er sich von einer Frau nichts sagen lässt (Rachel Menken) nichts sagen klässt, geht aber fremd, hat am Ende überraschend Frau und Kinder. Pete Campbell mag ich weniger, auch er vögelt gleich mal Peggy, die doch etwas weniger nett ist als man sich gedacht hat, immerhin arbeitet sie für Don und müsste also nicht mit Pete in die Kiste steigen. Joan war nur kurz zu sehen und sonst war es das auch schon. Bin mal gespannt, Optik und Musik gefällt mir. Auch gefällt mir die Werbeindustrie an sich, da die hinter der Fassade viel tricksen, damit sie schadhafte Zigaretten doch verkaufen können, die Herren treten alle brav in Anzug auf, mache gute Mine und haben Affären im Hintergrund laufen. Dazu natürlich noch die Thematik mit Frauen, die in der Firma (oder generell) kaum Chancen auf Aufstieg haben, sondern nur Assistentinnen sind, mal sehen...

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Re: Eure Meinung zu #1.01 Schall und Rauch

Beitrag von evenstar »

Ich mache jetzt auch mal den "Fehler" und lache mir eine neue Serie an. Immerhin kann ich schonmal ein paar Staffeln durchgucken, bevor ich warten muss..
Schnurpsischolz hat geschrieben:Schließe mich da komplett an, und muss noch aus meiner weiblichen Sicht hinzufügen, John Hamm ist einfach nur gorgeous. :x
Dito! Er hat sowas klassisches, wie Cary Grant oder Gregory Peck. Sehr nett anzusehen ;)

Atmosphäre ist absolut genial, die Geschlechterkämpfe, bzw gerade die Nicht-Kämpfe, sondern die Rollenverteilung sind sehr sehr amüsant und erschreckend... amüsant.

Peggy ist mir total unsympatisch, ich hoffe das ändert sich noch. Sie scheint das Landei zu sein, aber hat dann doch noch soviel Selbstbewusstsein, dass sie was mit Pete anfängt?!? Mal gucken, was das noch weiter gibt..

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Re: Eure Meinung zu #1.01 Schall und Rauch

Beitrag von pia.julia »

So ich habe mir gestern die erste Folge angesehen und bin wirklich begeistert. Meine Schwester meinte zwar schon lange, dass ich die Serie mal sehen muss, aber ich dachte wirklich, dass sie so gar nichts für mich ist. Aber nachdem ich gestern das Interview von Nicki mit Jon Hamm lesen habe (ist wirklich super) wollte ich die erste Folge mal sehen. Und ich bin immer noch richtig erstaunt, wie sehr mir die Serie doch gefällt. Der Look dieser Zeit, die Klamotten, die Männer, alles wirklich richtig gut gemacht und die Storyline hat mich auch wirklich überzeugt. Ich bin gespannt wie es weiter geht, auch wenn ich mir die nächsten Folgen doch eher auf Englisch angucken werden, die deutsche Sychro ist erstens nicht so super und zweiten ist die Stimme von Jon Hamm einfach viel zu schön um sie übersprechen zu lassen. :)
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Zarina
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Re: Eure Meinung zu #1.01 Schall und Rauch

Beitrag von Zarina »

Hallo zusammen!

Ich weiß, ich bin etwas *hust* spät dran.
Ich habe mir nun endlich die 7. Staffel auf DVD geholt. Vorher möchte ich aber noch einmal die vorherigen Staffeln anschauen.
Ein ziemlich großes Projekt, wie ich fürchte. Aber man tut, was man kann.

Die Serie hat ja starke Züge eines Sittengemäldes, ist oft Fragment (um mal ganz geschwollen daherzureden). Viele Motive für die Handlungen der Figuren bleiben unausgesprochen und lassen Interpretationsspielraum. Man hat oft das Gefühl, zufällig in Dialoge hineinzugeraten und muss sich erst einmal zurechtfinden, worum diese sich überhaupt drehen. Die Mühe, dem 2000er-Zuschauer alles zu erklären, macht sich die Serie an keiner Stelle, vor allem auch nicht bezüglich der zeitgeschichtlichen Hintergründe (die mich aber interessieren und oft dazu bringen, dazu zu recherchieren). Sie regt zum Nachdenken über das Gesehene an.
Ich möchte deshalb dieses Forum nutzen, um meine Gedanken beim Review dazu zu ordnen.

Also:
1. Staffel, 1. Folge „Smoke get`s in your eyes“

Hereinspaziert in die Welt der 60er-Jahre in der Madison Avenue, New York. Die überwältigende Hochglanz-Optik der Serie lässt einen erstmal an eine „gute alte Zeit“ denken,  als Männer noch Hüte trugen und Gentlemen waren, Frauen in den Mantel halfen… Hüstel, dieser Eindruck wird bereits in der ersten Folge stark über den Haufen geworfen, denn tatsächlich wird mit den Sekretärinnen bei Sterling Cooper äußerst respektlos umgegangen. Ihre bloße Anwesenheit im Aufzug sorgt z.B. dafür, dass Peggy Olsen, die „Neue“ sich anzügliche Sprüche der jungen männlichen Mitarbeiter anhören darf.

Es ist eine Welt, in der Schwarze als Kellner oder Aufzugschaffner in Erscheinung treten und selbst die Hauptperson Don Draper, nachdem er sich in der allerersten Szene freundlich mit einem schwarzen Kellner unterhalten hat, schnell durchblicken lässt, dass er keine progressiven Ansichten hat, indem er sich beim Kundenmeeting mit Rachel Menken schnell zu der Aussage provoziert fühlt, er lasse eine Frau nicht so mit sich reden und sich in einer weiteren Szene dahingehend äußert, dass er es doch ganz schön so, dass jüdische Firmen sich an jüdische Werbeagenturen wenden, um jüdische Produkte an jüdische Kunden zu verkaufen.

Eine Welt, in der alle rauchen wie die Schlote und von morgens bis abends harten Alkohol trinken. Die Drinks, die sich Don allein in dieser nur 2 Tage umfassenden Folge zu Gemüte führt, konnte ich schon nicht mehr zählen.

Spätestens in der berüchtigten Frauenarzt-Szene, in der sich Peggy während der Untersuchung von einem rauchenden Gynäkologen fiese Sprüche zu hören bekommt, weil sie die Pille möchte, man bei der Untersuchung selbst auch den Eindruck hat, sie wird hier behandelt wie Vieh, verspüre ich schlagartig nicht mehr den Wunsch, als Frau in dieser Zeit zu leben. Würg. Um sich abzulenken, blickt Peggy auf den Kalender an der Wand und wir erfahren, in welcher genauen Zeit wir uns befinden: März 1960.

Bestimmendes Thema dieser Folge ist das Rauchen. Don sucht einen Slogan für Lucky Strike, den größten Kunden von Sterling Cooper (wie wir später in der Serie erfahren). Ich frage mich ja wirklich, wie die Serienmacher es geschafft haben, echte Firmennamen in der Serie benutzen zu dürfen. Dann auch noch eine Tabak-Firma. Ob sie Geld für das Product Placement erhalten haben? Denn so richtig positive Werbung ist es ja auch nicht gerade in der Serie.
Wir erfahren, dass die Schädlichkeit des Rauchens in den 1960er Jahren noch immer noch eher ein Gerücht ist als eine Gewissheit ("da war EIN Artikel im Reader`s Digest"). Trotzdem findet gerade ein Umschwung statt und die Werbeleute dürfen in ihrer Reklame nicht mehr behaupten, dass Zigaretten nicht gesundheitsschädlich sind.
Ich persönlich hatte ja bei Pete Campbells Vortrag, Zigaretten als Symbol für Freiheit und Rebellion zu vermarkten, der von den anderen einhellig als Schwachsinn abgelehnt wird, den Eindruck, dass diese Strategie in späteren Jahrzehnten doch noch erfolgreich umgesetzt wurde (Marlboro-Mann etc.).

Faszinierend finde ich auch das Schönheitsideal, das in der Serie dargestellt wird: Joan, die bestimmt nicht in Größe 38 passt, gilt unbestritten als begehrenswerteste Frau in der Firma. Mit perfekter Sanduhrfigur, figurbetonter Kleidung und einem starken Selbstbewusstsein, wirkt sie unglaublich sinnlich und genießt die ihr zuteil werdende Aufmerksamkeit.
Auch die Stripperin bei Petes Junggesellenabschied würde in einer Serie, die in der heutigen Zeit spielt, niemals ernsthaft in dieser Rolle zu sehen sein (obwohl auch sie nicht dick ist, sie hat eine normale, weibliche Figur; das hält einem schon irgendwie den Spiegel vor Augen, wie sich die Vorstellungen über weibliche Sexyness durch Film und Fernsehen inzwischen geändert haben).
Andererseits steht Hauptfigur Don ja eher auf große, sehr schlanke Frauen und mir stellt sich die Frage, ob das damit zusammenhängt, dass die Serie dann doch aus der heutigen Zeit stammt und die Partnerinnen einer Hauptfigur deshalb eben doch immer Modelmaße haben müssen.

Interessant fand ich auch Art Director Salvatore. Schon in der ersten Folge kann man sein Geheimnis leicht erraten. Seine Machosprüche sind offenbar nur Fassade und die Zeichnung seines Nachbarn (der tatsächlich Nichtraucher sein soll?) mit freiem Oberkörper kann in einer amerikanischen Serie auch nur als Hinweis mit dem Holzhammer gesehen werden. Mir ist aufgefallen, dass er gleich in dieser Folge etwas in der Richtung sagt, er könne nicht verstehen, wieso Menschen sich verstellen (den Zusammenhang und genauen Wortlaut habe ich jetzt leider vergessen). Welch Ironie...

Dann natürlich die große Frage: Wieso lässt sich Peggy mit Pete ein? Das ist so etwas, was in der Serie nie erklärt wird. Von seiner Warte aus ist es klar: Auf der Junggesellenfeier kam er nicht zum Zug, ist frustriert, deshalb klopft er mal eben bei der grauen Maus aus dem Büro (woher hat er bitteschön ihre Adresse?), und das klappt dann ja auch.
Aber wieso lässt sich Peggy darauf ein? Dass sie für Pete irgendetwas empfindet, kann ich mir nicht vorstellen, nachdem er sich ihr gegenüber im Büro als der größte Schmierlappen von allen präsentiert hat. Fühlt sie sich nun doch geschmeichelt, weil er vor ihrer Tür steht (aus späteren Folgen meine ich mich zu erinnern, dass Peggy doch ziemlich schnell und ohne große Gefühle mit Männern ins Bett geht, vielleicht ist sie ja von Anfang an einfach so drauf)? Denkt sie wirklich, dass so etwas von ihr erwartet wird, nachdem sie den ganzen Tag im Büro entsprechende Kommentare bekommen hat und deshalb sogar selbst einen (äußerst peinlichen) Annäherungsversuch gegenüber Don versucht hat?

Dann am Schluss der große WTF-Moment: Don Draper hat 2 Kinder und eine junge, hübsche Frau. Damit hat man in der kompletten Folge nicht gerechnet. Beim neuen Sehen ist mir noch mehr unangenehm aufgestoßen als zuvor, dass seine Frau nicht nur keine Beschwerde dagegen erhebt, dass Don einfach mal in der Nacht zuvor ohne Bescheid zu sagen nicht nach Hause gekommen ist und sie auch nicht fragt, wo er war (aus späteren Folgen weiß ich natürlich, warum das so ist: wenn sie ihm irgendwelche Vorwürfe macht, kommt er erst recht nicht heim und entfernt sich nur noch weiter von ihr). Sie macht ihm auch noch offenbar jeden Abend warmes Abendessen auf gut Glück, ohne zu wissen, ob er sich herablässt, nach Hause zu kommen oder nicht. Wie frustierend ist das denn bitte!

Auf jeden Fall hat mich die Serie gleich mal wieder in ihren Bann gezogen mit geschliffenen Dialogen und spannenden Charakteren, die niemals nur schwarz oder weiß gewaschen sind.
Dann natürlich noch die tolle Musik. Abschlusslied ist "The Street where you live" aus My fair Lady. Zum Dahinschmelzen...

„Zukunftsgerichtete“ Anspielungen und Gags:
- „Hier steht keine Zaubermaschine, die identische Kopien herstellt.“ :D
- Roger Sterling hält Richard Nixon`s Wahlkampagne für einen Selbstläufer (kurz recherchiert: später im Jahr 1960 unterliegt Nixon beim Präsidentschaftswahlkampf gegen Kennedy)

  

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