"Departed" Unter Feinden 1 & 2

Diskutiert hier über die neuesten Filme und die besten Schauspieler.

Moderator: Celinaaa

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Petra
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"Departed" Unter Feinden 1 & 2

Beitrag von Petra »

Am 7. Dezember schickt Warner Brothers einen neuen Film mit ziemlicher Starbesetzung ins Rennen. Und zwar ist die Rede von dem Film Departed. In den Hauptrollen sind mit dabei:

Jack Nicholson, Mark Wahlberg, Matt Damon, Alec Baldwin, Leonardo DiCaprio und Martin Sheen um nur mal ein paar Namen zu nennen.

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Inhalt:

Der Polizei von Boston ist es gelungen, mit Billy Costigan einen Informanten in die Organisation von Mafiaboss Costello einzuschleusen. Costello hat seinerseits mit Colin Sullivan einen loyalen Untergebenen in der Polizei von Boston platziert, der innerhalb kürzester Zeit Teil der Special Investigation Unit wird. Als Beiden bewusst wird, dass ihre Organisation unterwandert ist, beginnt ein gnadenloses Rennen um Leben und Tod. Denn wer zuerst auffliegt, kann sein eigenes Grab schaufeln.


Die Kritiken (auch wenn man auf diese nicht unbedingt immer hören sollte) versprechen einiges und das ist seit langem ein Film auf den ich mich wirklich freue. Ich hoffe darauf das er so gut ist wie vermutet. Der Trailer macht auf jeden Fall schon mal Lust auf mehr.

Wer hat schon was von dem Film gehört? Wer sieht ihn sich an, wer eher nicht?
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Mrs.Renfro

Beitrag von Mrs.Renfro »

Freu mich schon sehr darauf und werde auch gleich am 7.12. ins Kino gehen 8-)
Drei meiner Lieblingsschauspieler und dann auch noch in einem Gangster- Film von Martin Scorsese- was will man mehr? :anbet:

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Petra
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Beitrag von Petra »

Das einzige was mir noch Sorgen macht ist die Spiellaufzeit. Der Film geht 155 Minuten (nicht mal Casino Royale geht so lange) und da besteht halt auch die Gefahr drin. Aber man soll sich überraschen lassen. Ich sehe mir am Mittwoch auf jeden Fall die Preview dazu an :)
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manila
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Beitrag von manila »

Ich "kenne" diesen Film ja in Prinzip schon, es ist ein Remake von "Infernal Affairs", ein HK Film mit Andy Lau und Tony Leung - das Original ist zumindet schon mal ein echt guter Thriller. Ich bin gespannt, was Scorsese nun daraus macht, stehe dem ganzen aber erstmal skeptisch gegenüber, wie allen Remakes allgemein.

Im Kino werde ich den Film wahrscheinlich nicht ansehen, gehört aber jetzt schon auf meine Ausleihliste. ;)
"There's a crack in everything. That's how the light gets in."

colinx

Beitrag von colinx »

Ich habe "Departed" während meines Kanada Aufenthalts schon sehen dürfen und bin begeistert. Wobei ich allerdings sagen muss, dass ich das Orginal nicht gesehen habe und das noch nachholen werde und das ich auch etwas "Scorsese-vorbelastet" bin. ;)
Die Angst, dass der Film mit 155 Minuten zu lang ist, kann ich jedoch schon nehmen. "Departed" ist keine Minute langatmig und immer spannend bis zum Schluss. Scorsese-typisch beginnt der Film aber langsam, erzählend und gewinnt immer mehr an Fahrt.
Die Schauspieler spielen allesamt sehr gut, wobei Nicholson vielleicht sogar etwas unter geht neben DiCaprio, jedoch auch nicht schlecht spielt.

Ich bin schon gespannt auf die ersten Meinungen. :)

aceman™

Beitrag von aceman™ »

Den Film werde ich mir auf jeden Fall anschauen. Ob nun schon an diesem Wochenende oder am nächsten kann ich noch nicht sagen!

Die Besetzung scheint jedenfalls TOP zu sein!

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Annika
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Beitrag von Annika »

Ich hab den Film gestern in der Vorpremiere gesehen und war mehr als begeistert. Der Film konnte bei dem Stab ja eigentlich nur genial werden, was allerdings auch immer ein wenig gefährlich ist, denn so wird man schneller enttäuscht.

Allerdings war dies eben nicht der Fall. Mir hat die Machart, das Tempo, die Story, die Darsteller... einfach alles sehr gefallen und ich habe jede Kinominute begeistert in meinem Sessel gesessen.

Kann den Film also nur weiterempfehlen und bin froh, dass ich da gestern schon drin war.

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Petra
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Beitrag von Petra »

Wie Annika habe ich den Film auch bereits gestern gesehen und war begeistert. Wirklich ein super Film der hält was er verspricht. Bei der Besetzung denkt man auch erst mal ob das gut gehen kann, aber es geht gut. Jeder ist perfekt für seine Rolle und spielt sie auch entsprechend gut. Jack Nicholson muss man dabei wohl nicht besonders hervorheben. Er bringt auch jede Menge Witz mit da rein.

Der Film bietet eigentlich alles gute und durchdachte Story (!), eine gute Besetzung, Action, viel bösen Humor (darauf steh ich ja :D ) und ein Ende was vielleicht nicht jeder erwartet.

Fazit: Absolut sehenswert! :D
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Annika
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Beitrag von Annika »

Petra hat geschrieben:und ein Ende was vielleicht nicht jeder erwartet.
Das Witzige ist, dass ich gehört habe, dass das Ende vom Original abweicht (kenne das nicht), ich mir aber eben genau gedacht habe, dass es so, wie es im Film endete, endet! :)

Den sehr sehr sehr sehr schrägen und bösen Humor habe ich auch wirklich genossen, allerdings gab es da eine minimale Einschränkung, was allerdings sicherlich an der deutschen Synchronisation lag, denn der Charakter von Mark Wahlberg ging mir zu Beginn ein wenig auf die Nerven. Aber das habe ich wirklich auf die Stimme abgewälzt, denn die hat mir gar nicht gefallen

Fortinbras

Beitrag von Fortinbras »

Fand den Film sehr sehenswert, von Nicholsons Overacting einmal abgesehen. Insgesamt hat mir aber das Original besser gefallen.

colinx

Beitrag von colinx »

Danke Fortinbras, "Overacting", genau das war das Wort was ich für Nicholsons Darbietung suchte. Er spielte gut, keine Frage, doch allzu oft übertreibte er einfach, versuchte zu weit zu gehen, sodass es schon fast lästig bzw. lächerlich wurde. Das war nicht in allen Szenen so, aber doch in einigen und deswegen finde ich dann die Darbietung der anderen Schauspieler überzeugender.
Gut gefallen, vom schauspielerischen Aspekt betrachtet, hat mir auch Vera Farmiga, die doch auch einen wichtigen Part übernahm, und außerdem hübsch ist. ;)

Noch etwas zu Wahlbergs Charakter und Synchonstimme: Im Englischen nervt die Stimme wohl nicht so sehr, so kam es mir zumindest vor, trotzdem kann es auch am Charakter liegen, der wohl einfach "nervend" sein soll. ;)

O.C.-Freak

Beitrag von O.C.-Freak »

Noch etwas zu Wahlbergs Charakter und Synchonstimme: Im Englischen nervt die Stimme wohl nicht so sehr, so kam es mir zumindest vor, trotzdem kann es auch am Charakter liegen, der wohl einfach "nervend" sein soll.
Oh, da ist bei mir dann wohl was schief gegangen, denn irgendwie war mir der Charakter von Mark Wahlberg am sympathischsten! :D
Die schauspielerische Leistung von Leonardo DiCaprio fand ich auch sehr gut und es war der erste Film, in dem ich seine Rolle wirklich mochte und auch seine IMO schreckliche Synchronstimme war erträglich...
Alles in allem, ein sehr spannender Film, dessen Sprache mir allerdings etwas zu derb war und dessen Handlung mir oft komisch vorkam.
Liegt vielleicht auch daran, dass ich nicht unbedingt ein Fan dieses Genres bin.

FreeSpirit

Beitrag von FreeSpirit »

Ich komme gerade aus dem Kino und mir hat der Film auch sehr gut gefallen. Er war sehr spannend, die Darsteller waren toll und das Ende unerwartet. Außerdem fand ich dieses irische Rocklied total genial.

Nur manchmal fand ich das Gefluche etwas übertrieben. Weniger wäre hier wohl mehr gewesen. ;)

aceman™

Beitrag von aceman™ »

Ich finde auch, das dieser Film der Beste des Jahres ist. Endlich wieder ein echter Thriller von Scorsese. Spannend bis zum Schluss, gute Synchro, super Besetzung...

Das Ende war gut. Zwar etwas vorhersehbar für jene, die andere Filme von Scorsese wie Taxi Drive schon gesehen haben.

Nicht zu unrecht hat der Film bei imdb.com eine Wertung von 8.4

Meernixe

Beitrag von Meernixe »

Hab erst vorige Woche von dem Film gehört bzw. gelesen. Und mein 1. Gedanke war: Musst Du sehen ^_^
Ob ich allerdings ins Kino gehe oder warte bis er auszuleihen ist, weiß ich noch nicht.

Pensatore

Beitrag von Pensatore »

Gestern gesehen:

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Departed: Unter Feinden

Am Anfang des Films sieht man den irischen Paten Frank Costello lediglich als dunkle Silhouette. Sein Gesicht bleibt im Schatten, während aus dem Off sein oberster Grundsatz zu vernehmen ist: „Ich will nicht das Produkt meiner Umwelt sein. Ich will, dass meine Umwelt ein Produkt von mir ist.“ Daraus abzuleiten, Frank Costello sei ein Egozentriker, käme einer Untertreibung gleich. Er ist das Böse, ein Agent der Zerstörung, ein Teufel in Menschengestalt, der wie ein verschlurfter Rentner in Schlappen und Morgenmantel einherwandelt, aber schon im nächsten Moment eiskalt Menschen abknallt und Knochen zertrümmert. Und er wird von Jack Nicholson gespielt – in seiner besten Rolle seit Kubricks „Shining“.

Frank Costello herrscht über die Unterwelt von Boston, und wer sich ihm in den Weg stellt, ist so gut wie tot. Das weiß auch Billy Costigan (Leonardo DiCaprio), der das Vertrauen des Mafiabosses genießt, aber allen Grund hat, ihn zu fürchten: Costigan ist in Wirklichkeit ein Spitzel, der für eine verdeckte Einheit von Polizeichef Queenan (Martin Sheen) und Sergeant Dignam (Mark Wahlberg) arbeitet. Doch umgekehrt hat auch Pate Costello einen Maulwurf in die Reihen der Cops eingeschleust: Colin „Collie“ Sullivan (Matt Damon) kennt den Gangsterboss seit frühester Kindheit und ist ihm treu ergeben. Gefährlich wird es, als beide Seiten erfahren, dass sich ein Verräter unter ihnen befindet, ohne dessen jeweilige Identität zu kennen. Es beginnt ein gnaden-loses Duell der Maulwürfe, in dessen Verlauf Bullen-Spitzel Costigan und Mafia-Cop Sullivan permanent bemüht sind, den Kontrahenten zu enttarnen, um nicht selbst als Erster aufzufliegen.

Mit dem grandiosen Mafia-Epos „Departed: Unter Feinden“ kehrt Regielegende Martin Scorsese nach überambitionierter Konfektionsware wie „Gangs of New York“ und „Aviator“ in sein angestammtes Genre des Gangsterfilms zurück. Es ist seine beste Regiearbeit seit dem dreistündigen „Good-Fellas“ von 1990, und seine kommerziell erfolgreichste noch dazu. In den USA spielte „Departed“ allein am Eröffnungswochenende 26,9 Millionen Dollar ein, nach drei Wochen waren es 77 Millionen. Ähnlich üppige Einnahmen konnte Scorsese zuvor nur mit „Kap der Angst“, dem Remake eines Robert-Mitchum-Klassikers aus dem Jahr 1962, verbuchen.

Der Kinohit „Departed“ basiert auf dem Hongkong-Triaden-Thriller „Infernal Affairs“, den „Königreich der Himmel“-Autor William Monahan auf amerikanische Verhältnisse umstrickte und in die Straßen von Boston verlegte. Scorsese will sein jüngstes Werk dennoch nicht als Remake verstanden wissen: Es sei lediglich von „Infernal Affairs“ inspiriert, verkündete der Meister unlängst auf dem Filmfestival in Rom. Angesichts des Umstands, dass John Woo seinen Hit „The Killer“ Scorsese gewidmet hat, Wong Kar-wai sein Erstlingswerk „As Tears Go By“ nach dem Vorbild von „Hexenkessel“ modellierte und die regennassen Bilder aus „Taxi Driver“ etliche Regisseure des Hongkong-Kinos inspirierten, ist die Paten-Oper vielleicht auch eine Verneigung Scorseses in die andere Richtung.

„Departed“ (deutsch: die Verstorbenen) vereint die rohe Energie der frühen Scorsese-Meisterwerke „Hexenkessel“ und „Taxi Driver“ mit der düsteren, unausweichlichen Tragik seiner blutigen Gangster-Kaleidoskope „GoodFellas“ und „Casino“. Dieser Film entführt in eine Welt, in der jeder ein Wolf ist und Werte wie Loyalität oder Freundschaft ihre Bedeutung verloren haben. Gewohnt bedächtig führt Scorsese in die Handlung ein, erzeugt aber von Anfang an eine Atmosphäre von Ungewissheit und lauernder Aggression. Bricht die Gewalt dann aus – und das geschieht oft –, wird sie von Scorsese gewohnt schockierend, vehement und brutal in Szene gesetzt. Was erst recht auf das strafende Blutgericht zutrifft, das die Beteiligten am Ende erwartet.

Wenn die Kernhandlung nach gut einer Dreiviertelstunde in Schwung gekommen ist, beginnt zwischen dem „guten“ und dem „bösen“ Cop ein Katz-und-Maus-Spiel, das an Spannung nicht zu überbieten ist. Eine Szene bietet gar veritablen Hitchcock-Suspense: Billy Costigan und sein Gegenspieler Colin Sullivan nehmen per Handy erstmals Kontakt miteinander auf. Beide wissen oder ahnen zumindest, wer am anderen Ende ist, schweigen jedoch verbissen, mit Schweißtropfen auf der Stirn. Ebenso großartig sind die Szenen, in denen Bösewicht Frank Costello seinen Vertrauten Billy Costigan erstmals zu verdächtigen scheint. Nicholson spielt in diesen Momenten wie ein Irrer – als wolle er Robert De Niros Darstellung des gerissenen Psychopathen aus „Kap der Angst“ noch überbieten. So war es denn auch kein Wunder, dass Leonardo DiCaprio am Set mehr als einmal von Jacks unberechenbaren Aktionen überrascht wurde.

Gleichwohl, oder vermutlich deswegen, liefert DiCaprio in „Departed“ die mit Abstand beste Leistung seiner Karriere. In Momenten unbeherrschten Zorns wird sein Gesicht „zum Schlachtfeld der Emotionen“, wie Scorsese treffend bemerkte. Die innere Zerrissenheit der Figur wird geradezu physisch spürbar. Ruhe findet dieser Jäger und Gejagte nur in den wenigen Augenblicken, die er mit der Polizeipsychologin Madolyn (spröde Schönheit: Vera Farmiga) verbringt. Madolyn wird zuvor zur Geliebten von „Bad Cop“ Sullivan und damit zum Bindeglied der ungleichen Spitzel. Farmiga, bislang selten in Erscheinung getreten, ist im Übrigen die große Entdeckung in „Departed“, und es hätte durchaus eine gewisse Ironie, wenn ausgerechnet die einzige Frau als heimliche Siegerin aus diesem testosteronschweren Machofilm hervorginge.

So sind in „Departed“ endlich wieder alle Zutaten vereint, die einen guten Scorsese-Film ausmachen: exzellente Darstellerleistungen, dynamische Bildgestaltung – der deutsche Kameramann Michael Ballhaus arbeitete hier bereits zum siebten Mal mit Scorsese zusammen – und eine mit pessimistischem Furor erzählte Geschichte über Lüge, Korruption und Intrige. Unter seiner Oberfläche ist der Film eine Metapher für den gegenwärtigen Zustand der amerikanischen Gesellschaft. Die Allmacht des Paten, der wie ein feudalistischer Patriarch sein Viertel regiert, lässt sich ohne Weiteres als sarkas-tische Projektion der kriegerischen Politik eines George W. Bush auslegen – erst recht, wenn Costello wahnhaft darüber räsoniert, was „wir“ tun „in unserem Land“.

Das Ende ist kompromisslos und düsterer als das Finale des Hongkong-Originals. Wer sich in den Sumpf begibt, braucht sich nicht zu wundern, wenn er darin versinkt. So könnte die Botschaft des brachialen Showdowns lauten, den Scorsese als Oper aus Gewalt und Blutfontänen zelebriert. „Departed“ ist ein derber, obszöner, politischer unkorrekter und tollkühner Adrenalinschock, ein Film, der nach einer Stunde Amok läuft und wie eine Granate im Hirn der Zuschauer explodiert. Nachdem Scorsese zuletzt in „Aviator“ sein stilisiertes Augenfutter so dick auftrug, dass es zum dekorativen Selbstzweck verkam, scheint er nun endlich wieder Gefallen an den prallen, schmutzigen Geschichten aus dem Hexenkessel der Großstadt gefunden zu haben.

„Departed“ reiht sich neben „Taxi Driver“, „Wie ein wilder Stier“ und „GoodFellas“ in die Reihe seiner stärksten Regiearbeiten ein und ist neben Clint Eastwoods Kriegsdrama „Flags of Our Fathers“ (Start: 28.12.) der stärkste Hollywood-Film des Jahres 2006.

Übrigens: Obwohl Martin Scorsese sechs Mal nominiert war, hat er bis heute keinen Regie-Oscar gewonnen. Eine schreiende Ungerechtigkeit, die im kommenden Frühjahr hoffentlich bereinigt wird.
Originaltitel: The Departed, USA 2006
Regie: Martin Scorsese
Darsteller:Leonardo DiCaprio, Matt Damon, Jack Nicholson, Mark Wahlberg, Martin Sheen, Ray Winstone, Vera Farmiga, Anthony Anderson, Alec Baldwin, Kevin Corrigan, Badgett Dale, David O’Hara, Mark Rolston, Robert Wahlberg, Kristen Hocking
Länge: 155 Min., FSK: ab 16, Kinostart: 07.12.2006

Fazit: Das neue Meisterwerk von Kultregisseur Martin Scorsese: Ein blutiges, zynisches, überaus packendes Gangster-Epos mit einem Finale, das schier Amok läuft

Quelle: www.cinema.de
Mein Fazit:

Wurde es gestern bei uns, ein wirklich spannender Film mit hochkarätiger Besetzung und das auch, wenn man normalerweise kein Fan von Mafia Epen ist, wie ich :) Mit 155 Min. kein Film für zwischendurch! Ist aber durchwegs gutgemacht, relativ kurzweilig und hat von der Einführung der Charaktäre, über die Verstrickung der Handlungsfäden bis hin zum etwas seltsam, aber "interassanten" und unerwarteten Ende einen super Spannungsaufbau! Nicholson, was soll ich sagen... genial wie immer, allein die Szene mit seinen blutigen Händen ;)
Ex- Unterhosenmodel Wahlberg fies wie noch nie :grins: aber auch "Dauer-Ich-bin-der-König-der-Welt-Wasserleiche"- Leonardo D. ist richtig erwachsen geworden. Matt Damon, von dem man normalerweise brave Charaktäre gewohnt ist, zeigt wiedermal wie vielschichtig er sein kann!
Wegen Staraufgebot, guter Darstellerleistungen, interessanter Story und Umsetzung auch für mich ein heißer Oscarfavorit!

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Petra
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Beitrag von Petra »

Das Ende von Departed weicht ja vom Original ein wenig ab. Kann mir jemand sagen wie das Original endet?

Und am Freitag sehe ich ihn mir noch mal an :D
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Annika
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Beitrag von Annika »

Petra hat geschrieben:Das Ende von Departed weicht ja vom Original ein wenig ab. Kann mir jemand sagen wie das Original endet?
Hab das Original auch nicht gesehen, aber gehört, dass:
Spoiler
das Original nach der Beerdigung aufhört, man also nicht mehr sieht, wie Wahlbergs Charakter Damons Charakter erschießt
Hoffe ich hab das jetzt auch noch richtig in Erinnerung :schaem:

aceman™

Beitrag von aceman™ »

@ Pensatore

Es ist zwar in meinen Augen der beste Film des Jahres. Aber einen Oscar (jedenfalls für den besten Film) wird er nicht bekommen. Ich könnte mir höchstens Nicholson als besten Nebendarsteller vorstellen.

Pensatore

Beitrag von Pensatore »

@aceman: Das es der BESTE FILM wird, würd ich auch nicht wetten, aber ganz abwegig ist es nicht! Mir fallen momentan so ad hoc keine Kandidaten ein! Aber Darsteller bzw adaptiertes Drehbuch, Regie usw halt ich für nicht unwahrscheinlich :)

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