Euer letzter Film

Diskutiert hier über die neuesten Filme und die besten Schauspieler.

Moderator: Celinaaa

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Schnupfen
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Re: Euer letzter Film

Beitrag von Schnupfen »

Verrückt nach Steve

Ja, ab und an hab ich gelacht. Hatte also durchaus gute Momente. Somit kann ich ihn auch nicht so mies finden wie die meisten es wohl tun. Trotzdem ist es wohl einer von Sandra Bullocks schlechtesten Filmen. Vieles ist nicht so stimmig. Ihr Hauptchara ist viel zu oft viel zu anstrengend. Wollte viel zu sehr "Happy-go-lucky" sein und hats nie erreicht. Und warum lief dauernd die "Chucks"-Titelmelodie im Hintergrund?
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ForVanAngel

Re: Euer letzter Film

Beitrag von ForVanAngel »

Paper Moon

Farbloser Film könnte ich sagen, das war zwar gewollt, trotzdem fand ich “Paper Moon” wenig ansprechend. Plätscherte so dahin, ein Road-Trip zwischen einem Vielleicht-Vater und einem Waisenmädchen, mehr war es nicht wirklich. Da beide Charaktere für mich sehr distanziert und sagen wir etwas unsympathisch rüberkamen war die Sympathie auch nie vorhanden oder das Mitgefühl ob sie es jetzt schaffen oder nicht. Was bleibt ist nicht viel, ein 1973er Schwarz/Weiß Film, Farbe wär mir lieber gewesen, gespielt wurden die beiden Hauptdarsteller von Ryan O’Neal und seiner echten Tochter Tatum O’Neal, beide haben auch sehr ordentlich agiert, überbewerten will ich ihre Leistung nicht, da es insgesamt eine müde Geschichte war, egal was IMDB oder Moviepilot sagen.

3,5/10

audrina

Re: Euer letzter Film

Beitrag von audrina »

True Grit (DVD):
Ich wollte den Film damals im Kino nicht sehen, weil ich eine ambivalente Einstellung zu den Coen-Brüder habe ;) Sie haben schon richtig gute, aber meiner Meinung nach auch richtig schlechte Filme gemacht. Daher bin ich da vielleicht auch kritischer als bei anderen Filmen.
Dieser Film hat mir eigentlich ganz gut gefallen. Schade nur um das Ende.
Spoiler
Ich hätte es cooler gefunden, wenn sie das Mädchen einfach hätten sterben lassen. Hätte meiner Meinung nach wesentlich besser zum Film gepasst. Aber ein 14jähriges Mädchen sterben zu lassen - dazu fehlte den Coen-Brüdern wohl der Mut ;) Wie auch immer. Sie werden für ihr Ende des Films bestimmt gute Gründe haben
Die Darsteller fand ich alle recht überzeugend. Die Story war auch halbwegs spannend. Aber man muss natürlich "Western" mögen, sonst kann dieser Film wohl nicht überzeugen.

Small World (DVD):
Ein richtig schöner kleiner Film über ein trauriges Thema, welches meiner Meinung nach aber wirklich gut umgesetzt wurde. Die Darsteller waren sehr gut, allem voran Gérard Depardieu und Alexandra Maria Lara. Der Film war voller Gefühl, aber nie kitschig. Der spannende Aspekt der Story klärte sich erst am Ende und hatte einen guten Spannungsbogen. Die Krankheit wurde einfühlsam dargestellt und sehr realistisch.
Ein wirklich guter kleiner Film, der aber mit Sicherheit nicht jedermanns Sache sein wird.

Perfect Sense (Kino):
Mir hat der Film wirklich richtig gut gefallen. Die Story war wirklich spannend und die Message dahinter echt gut und meiner Meinung nach auch wahr.
Der Film wurde auf eine ungewöhnliche, aber interessante Weise erzählt. Manches wirkte auch sehr experimentell, was mich aber ansprach und den Film für mich daher besonders macht.
Auch die Darsteller konnten mich überzeugen. Ewan McGregor ist mir nach "Beginners" hier mal wieder sehr positiv aufgefallen.
Dieser Film ist bestimmt nichts für den Massengeschmack, aber ich kann ihn wirklich weiterempfehlen!!! :up:

Der Gott des Gemetzels (Kino):
Eigentlich handelt es sich ja um ein Bühnenstück. Meiner Meinung nach ist die Umsetzung als Film aber wirklich gut gelungen. Dies hat der Film vor allem seinen richtig guten Darstellern zu verdanken. Alle 4 spielen sehr gut und überzeugend. Herrausragend fand ich hier aber schon Christoph Waltz :up: Wow! Wirklich ein erstklassiger Darsteller!
Ein guter Film, der wirklich sehenswert ist.

4 lions (DVD:)
Ein "seltsamer" Film zu einem ernsten Thema. Der krasse makabere Humor ist sicherlich nicht jedermanns Ding. Mich packte er aber :D Der Film hatte einige echte Lacher, solche, bei denen einem das Lachen fast im Halse stecken bleibt, wenn ihr versteht.
Die Story war gut, aber eben auch strange.

ForVanAngel

Re: Euer letzter Film

Beitrag von ForVanAngel »

Love And Other Drugs

Puh, also das sprach mich fast gar nicht an, weder darstellerisch und schon gar nicht von der Story her, einfach zu lahm, Jack Gyllenhaal als sympathischer, geldkonzentrierter Pillenverkäufer und die Hathaway als sein Love Interest, das Übliche. Gemischt mit einem nervigen Bruder und Blödelhumor, Stimmung kam nie auf, dazu noch viel Rumgevögel, Fucks und nackte Haut, einzig in der letzten halben Stunde ging es etwas besser, allerdings war der Tiefgang nur kurz vorhanden, bis auf ein paar Momente blieb alles beim alten, harmlos und unbewegend. Regisseur: Edward Zwick, 3 Filme hab ich von ihm in der Sammlung, böses Eigentor für den talentierten Mann.

3/10

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Lin@
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Re: Euer letzter Film

Beitrag von Lin@ »

Black Swan
Naja... fand den Film jetzt nicht so tiefgründig, wie er offenbar sein wollte. Ist ja eigentlich nichts Neues, dass künstlerisches Genie und Wahnsinn oft sehr nah beieinander liegen. Sicherlich toll gespielt und wie ich finde auch absolut genial gedreht, aber allein vom Drehbuch und den "Schockmomenten" her, fand ich den Film stellenweise etwas unfreiwillig komisch, um nicht zu sagen lächerlich. Kann man sich durchaus angucken, muss man aber nicht.

Wer ist Hanna?
Hab den Film ehrlich gesagt nicht 100%ig verstanden (sollte man sich wohl nicht mitten in der Nacht angucken, wenn einem schon die Augen zufallen), fand ihn dann aber trotzdem erstaunlich gut. So ein bisschen "Léon, der Profi" meets "Lola rennt" meets Tarantino meets "Ronja Räubertochter". :D Schräg, aber sehr cool gemacht, inklusive genialen Bildern, großartigem Score und tollen Schauspielern. Hatte mich ja ewig gefragt, woher ich "Hanna" kannte, bis ich eben gelesen habe, dass sie in "Abbitte" die junge Briony gespielt hat. Krasses Talent.
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Ringworm

Re: Euer letzter Film

Beitrag von Ringworm »

Hotel Desire
Stinklangweilig und gar nicht mal sonderlich toll gefilmt oder geschauspielert. Klar, die Sex-Szene hatte was, aber auch das habe ich schon besser inszeniert gesehen. Verstehe daher den Hype nicht, auch wenn ich die Art und Weise, wie der Film finanziert und beworben wurde, durchaus charmant finde.

The Green Hornet
Hatte seine witzigen Momente, Christoph Waltz hat gemacht, was er konnte. Ansonsten aber schrecklich vorhersehbar, was die Handlung angeht. Kann man sich mal ansehen, muss man aber sicherlich nicht.

North by Northwest
Wohl sowas wie der Film, der das Genre Action-Thriller definiert hat. Sehr spannend, absolut herausragende Optik für die Zeit und einen gut aufgelegten Hauptdarsteller. Klassiker.

ForVanAngel

Re: Euer letzter Film

Beitrag von ForVanAngel »

Winnie Puuh

Schöner Film, der natürlich sehr auf das ganz junge Publikum zugeschnitten ist, das muss man beachten. Tat ich denke ich und somit hatte ich Spaß für eine knappe Stunde im Hundert-Morgen-Wald mit den bekannten und liebenswerten Charakteren. Gut, bei der Geschichte hätte man sich mehr Mühe geben können, wie ich nachlas war es einfach ein Zusammenschnitt bereits vorhandener Geschichten, aber gut, war nett. Ein paar Lacher, ein bisschen singen, ein paar schöne Momente, handgezeichnet, Spiel mit der Buchoptik und den Buchstaben gepaart mit ein paar cleveren Wortspielen und fertig war ein hübscher, harmloser, harmonischer Film. Mehr als einmal nicht, das war es aber wert. Toller Abspann-Song von Zooey Deschanel mit "So Long", totaler Ohrwurm.

6/10

missBlindGuardian

Re: Euer letzter Film

Beitrag von missBlindGuardian »

Jane Eyre
Hab mir den Film auf Englisch angesehen, da sie ihn bei uns in der nirgends in Deutsch gezeigt haben. Ich sehe mir gerne Filme auf Englsich an, aber ich muss sagen, dass ich die deutschen Untertitel ein wenig irritierend finde. Mir sind englische lieber.
Der Film war ziemlich gut, auch wenn der Akzent gewöhnungsbedürftig war. Die Schauspieler waren echt überzeugend. Stellenweise war der Film ziemlich unheimlich (auch wenn ich mir ein anderes Ende ausgemalt hätte)
Ich kann ihn nur empfehlen
9/10

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Annika
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Re: Euer letzter Film

Beitrag von Annika »

Drive

Ich glaube es gibt kaum einen Film mit Ryan Gosling, den ich mir noch nicht angesehen habe bzw. den ich mir nicht ansehen würde, da er mich bisher einfach immer überzeugt hat. Und auch hier wieder: Er braucht quasi nichts zu tun, außer minutenlang mit dem Wagen zu fahren und in den Spiegel zu schauen und seine Mimik sagt einfach so unglaublich viel aus. Grandioses Schauspiel mal wieder, welches alle andere Darsteller in den Schatten gestellt hat! Bei dem Film an sich bin ich mir immer noch nicht ganz sicher, was ich genau davon halten soll, aber würde mich da Linas Meinung vollkommen anschließen und glaube, dass ich ihn wahrscheinlich einfach nur grandios finde!

Choose

Die Idee war für einen Horrorfilm eigentlich echt nett gemacht: Eine Person musste sich für eine Sache entscheiden, bspw. Augenlicht oder Aussehen; Mutter oder Vater; Gehör oder Finger zum Klavierspielen etc. Als auf dem Cover dann jedoch stand, dass man "Saw vergessen sollte", war mir eigentlich schon klar, dass der Film sich selbst überschätzt und genau das ist dann auch passiert. Man hat zu sehr nach einer Lösung das alles auflösen zu können gesucht und dabei wurde wieder mal in die übliche Trickkiste gegriffen und hin war alles, was einem an dem Film eventuell gefallen haben könnte.

Happy New Year

Nette Unterhaltung und dank der vielen bekannten Gesichter im Film auch immer wieder viele Momente zum Schmunzeln dabei. Für mich war das alles aber eindeutig zu überladen. Da hätte man gut und gerne drei Storylines weniger zeigen können und die anderen dafür umso schöner verknüpfen können und die Verbindungen lediglich auszusprechen bzw. mittels eines Minitelefonates abzuhaken.

Zwei an einem Tag

Kenne die Romanvorlage nicht, bin aber absolut begeistert von dem Film gewesen. Hat mich zwar nicht so sehr gepackt, wie es "The Notebook" damals getan hat, jedoch kommt es dem schon sehr sehr nahe. Hätte mir jedoch fast schon Überlänge gewünscht, damit man noch ein wenig mehr von den Charakteren in den einzelnen Jahren sieht, denn manchmal ging mir das dann doch zu schnell (wär ne tolle Serie über 20 Episoden, wo man jedes Jahr in einer Episode packt :D)

In Time

Fand den Trailer bzw. die Idee des Film ja unglaublich spannend und sie wurde meiner Meinung nach auch relativ gut umgesetzt. Justin Timberlake hat seinen Job ordentlich gemacht, Vincent Katheiser als Antagonist war auch sehr nett und insgesamt waren die vielen bekannten und gutaussehenden Gesichter auch alle ein sehr nettes Beiwerk. Die Sache, dass Zeit das höchte Gut in der Welt geworden ist, finde ich super interessant und auch sehr spannend umgesetzt. Am Ende geht dem Film dann aber leider die Luft aus und ich werde das Gefühl nicht los, dass man da noch viel mehr rausholen hätte können, als letztlich doch nur einen weiteren guten Sci-Fi-Action-Streifen zu machen.

Margin Call

Super spannender und sehr interessanter Film, der mir durchweg gefallen hat. Jedoch glaube ich, dass sich mir einige Dinge aufgrund meines Unwissens im Finanzsektor doch nicht ganz erschlossen haben, was eventuell meine einzige Kritik an dem Film wäre - auf der anderen Seite hat es mich dazu bewegt mich da doch mal ein wenig mehr einzulesen, also passt es dann wieder :D

Happythankyoumoreplease

Ich glaube das letzte Mal war es bei "Garden State" bzw. "Elizabethtown", dass ich nach einem Film das Bedürfnis hatte mir den Soundtrack sofort zu kaufen, da ich die ganze Zeit während des Films nur noch auf den nächsten Song geachtet habe. Der Film an sich ist auch ein sehr liebvoll gemachter Streifen und ich bin begeistert, dass Josh Radner neben seiner Arbeit an HIMYM hier das Drehbuch, Regie und die Hauptrolle übernommen hat. Ein wenig zu episodenhaft waren mir dann jedoch einige der Ausschnitte, da die Übergänge von Szene A zu Szene B mir teilweise zu scharf waren. Am Ende ist es jedoch einfach nur goldig zu sehen, dass Glücklichsein nicht immer bedeutet, dass man auch DAS Happy End bekommt, sondern manchmal eben kleine Dinge vollkommen ausreichen.

Breaking Dawn (1)

Genau das, was ich von dem Film erwartet habe. Mag den Teil genauso gerne wie die Teile davor, bin jedoch immer wieder erschrocken, wie viele Mädels ihre Freunde zwingen sich den Film anzusehen, da es eindeutig an ein rein feminines Publikum gerichtet ist und jeder Mensch, der mit extremen Kitsch und übertriebener Romantik nichts anfangen kann, oder es eher störend findet, dass man auch in den sinnlosesten Moment einen Weg findet, damit einer der männlichen Darsteller sich die Klamotten vom Leib reißt, sollte um den Film den größt-möglichen Bogen machen :D Richtig faszinierend fand ich jedoch die letzte Szene, da man hier mal wieder deutlich gesehen hat, wie unglaublich weit und gut die Technik heute ist und was man nicht so alles damit anstellen kann. War echt sprachlos, wie es gelungen ist Kristen Stewarts Körper so dürr dazustellen, dass sie quasi nur noch aus Haut und Knochen bestand und es dann gelang ihr wieder eine wohlgeformte Figur zu schenken und das mittels weniger Sekunden. Grandiose Szene, die mich echt umgehauen hat!

Mr. Nice

Habe das Buch geliebt und demnach waren meine Erwartungen an den Film hoch. Zu Hoch wahrscheinlich, denn auch wenn ich zu Beginn noch relativ begeistert war, habe ich mich zum Ende hin dann eher gelangweilt und mich ständig nur gefragt, ob meine Erinnerungen an das Buch mich so getäuscht haben oder der Film einfach viel zu viel weggelassen hat. Auch hat man mir eindeutig zu viel mit den verschiedenen Stilelementen gespielt, sodass es nur noch anstrengend gewesen ist auf den Bildschirm zu starren, da man mir zu vielen unterschiedlichen Eindrücken regelrecht bombardiert wurde.

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Annika
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Re: Euer letzter Film

Beitrag von Annika »

Wasted on the Young

Wow, ich bin wirklich fasziniert von dem Film, was ich irgendwie so gar nicht erwartet habe. Ich dachte mir würde hier einfach nur ein weiteres Teenie-Drama vorliegen, denn die Story hörte sich erst ganz simpel an: Zwei Stiefbrüder, wie sie unterschiedlich nicht sein können. Der eine - Zack - ist der beliebteste Schüler und der andere - Darren - ist eher ein Außenseiter und wird nur wegen seiner Verwandtschaft zu Zack geduldet. Darren verliebt sich in ein Mädchen, die auch Interesse an ihm zeigt, was Zack überhaupt nicht gerne sieht, da er nicht mehr der Mittelpunkt ist. Und damit beginnt dann die ganze Geschichte, denn Zack und seine beiden besten Freunde schnappen sich das mit Drogen voll gepumpte Mädel und vergewaltigen es auf einer Party... So nimmt die Feindschaft zwischen den Brüdern ihren Lauf und die Stimmung des gesamten Films zieht einen dann von Szene zu Szene einfach nur noch runter. Gleichzeitig spielt der Film unglaublich gekonnt mit der heutigen Zeit und am Ende war ich einfach nur noch sprachlos, da ich zu Beginn einfach irgendwie was vollkommen anderes erwartet habe. Werde ihn mir definitiv noch mal in einer ruhigen Minute ansehen! Wer sich den Trailer mal angucken mag: http://www.youtube.com/watch?v=5SyCNE7PY4Q

The Bang Bang Club

Bin ja generell für Filme, die auf einer wahren Begegbenheit beruhen immer zu haben... Ich denke für viele, die sich mit der Thematik der Apartheid noch nie befasst haben, wird der Film zu Beginn ein wenig zu viele Voraussetzungen haben. Ansonsten zeigt der Film spannend und beeindruckend, was der Job eines Kriegsfotographen mit sich bringt, wirft berechtigterweise immer wieder die Fragen danach auf, ob man 'einfach nur knipsen sollte' oder nicht aber auch einschreiten... Wobei ich mir dabei dann zeitweise dann doch noch mehr die Perspektive derjenigen gewünscht hätte, die diese Fotos haben wollen, auch wenn das natürlich dann wiederum in jedem Zuschauer selber steckt. Sehr gut gefallen hat mir, dass man am Ende noch einige der beeindruckenden Fotographien im Abspann gezeigt hat, denn das habe ich während des Films stellenweise ein wenig vermisst, da hauptsächlich nur die Cover abgebildet wurden. Ansonsten jedoch ein Film, den man sich definitiv ansehen sollte und der zumindest bei mir wieder mal viele Fragen an mich selbst, meine Einstellung zu Dingen etc. aufgeworfen hat...

All Good Things

Der Film soll lose auf dem Leben von Robert Durst basieren, der für mehrere Morde verantwortlich gemacht wurde. Leider schafft der Film es irgendwie so gar nicht mich anzusprechen oder zu unterhalten. Ryan Gosling, der die Hauptrolle spielt, ist mal wieder grandios und gibt, was er kann, jedoch rettet dies den Film leider auch nicht wirklich, da das Drehbuch einfach nicht wirklich überzeugen kann. Auch Kirsten Dunst überzeugt für mich in ihrer Hauptrolle, doch wie bei Gosling kann auch ihr Schauspiel nicht über die narrativen Schwächen des Films hinweg täuschen. Sehr schade, vor allem, da man irgendwie das Gefühl nicht los wird, dass man so viel mehr aus der Geschichte hätte machen können bzw. sie fesselnder hätte erzählen können. So bleibt man leider nur mit dem Eindruck zurück, dass die Besetzung grandios, aber das Skript und die Umsetzung super schwach sind.

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Schnupfen
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Re: Euer letzter Film

Beitrag von Schnupfen »

Brothers Grimm

Sehr merkwürdiger Film. Hab die ganze Laufzeit über nicht geschafft, ihn für mich einzuordnen, also zu kapieren, was er (sein) will. Gibt einfach nix Vergleichbares. Gilliam eben - das dürfte dann wohl auch die einzige Kategorie sein, in die er passt. Nicht mein Fall. Zudem: Damon so langweilig und unlustig wie eh und je. Ledger war da unterhaltsamer, letztlich aber zu viel Jack Sparrow-Kopie. Stormare fand ich toooootal anstrengend. Somit blieb mir nur Lena Heady, über die ich mich einigermaßen freuen konnte. :(
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Nyah

Re: Euer letzter Film

Beitrag von Nyah »

Blue Valentine

Der Film war ganz anderes als erwartet. Und ich bin innerlich zerrissen, schwanke zwischen Faszination und Entsetzen immer hin und her. Aus diesem Grund ist es mir auch unmöglich ihn zu bewerten. Die Faszination ist einfach, wie toll Michelle und Ryan das Ende einer Liebe aufgezeigt haben. Ihre Gefühle haben sich seit Beginn so verändert. Und das Entsetzen rührt daher, dass obwohl sie sich am Anfang geliebt haben, Krisen gemeinsam gemeistert haben, haben sie sich am Ende gegenseitig nicht mehr ertragen kann. Wenn jetzt nicht einmal die Liebe ausreicht, was hat man dann für Gründe überhaupt zu heiraten? Sie hätten sich viel eher trennen müssen, denn es war für sie und ihre Tochter schon längst ungesund. Und als am Ende Ryan die Tochter als Druckmittel hernahm, gibt es denn noch was schlimmeres eine Mutter emotional an sich zu binden?

Und sehr überrascht war ich von den Anfeindungen der Gesellschaft. Das war doch Amerika zu Zeiten von Bush oder irre ich mich? Also eine heutige moderne Gesellschaft...aber gehandet haben die Leute im Film wie in den 50zigern. Die lieblose Beziehung zwischen Michelles Eltern, die Prügelei wegen der Schwangerschaft, die junge Frau ist die Schlampe, die Hochzeit wegen der nächsten Schwangerschaft, der Mann macht nichts, verfällt nur dem Alk.

Sieht so der amerikanische Traum aus? This is it, seriously?
Zuletzt geändert von Nyah am 20.12.2011, 15:40, insgesamt 1-mal geändert.

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Insomniac
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Re: Euer letzter Film

Beitrag von Insomniac »

Happy Feet 2

Naja, war ganz nett, aber nicht so überwältigend wie der erste Film. Damals hat mich Happy Feet einfach total positiv überrascht, weil er weit mehr war als ein Kinderfilm mit tanzenden und singenden Flauschi-Pinguinen. Der Film war teilweise so ernst und sozialkritisch, dass er definitiv zum Nachdenken anregte. Hat mich richtig mitgerissen, damals.

Der zweite Teil hat zwar auch eine wichtige Message (Wenn man zusammenhilft und die Hoffnung nicht verliert, dann ist alles möglich.) aber die Umsetzung war nicht mehr so überzeugend. Irgendwie hab ich diesesmal nicht so richtig in die Story reingefunden. Auch die witzigen Szenen konnten mir leider nur ein halbherziges Lächeln abringen. Pluspunkte gibt's aber auf jeden Fall für die Animation. Erik, der kleine Flauschi war ja noch süßer als sein Vater im ersten Teil. Und die beiden Krills Will & Bill waren auch ganz toll zum Anschauen. Was ich aber unpassend fand, war dass Mumble noch immer halb sein Flausch-Fell hat. Okay, er ist später geschlüpft als die anderen, aber dass er gar keine richtigen Pinguinfedern kriegt ist einfach komisch.
Ich hab mir den Film extra nicht in 3D angesehen und da merkt man dann bei bestimmten Szenen richtig, dass sie extra auf eine bestimmte Art gestaltet wurden, sodass das 3D richtig zur Geltung kommt. Hat mich jetzt nicht wirklich gstört, aber ich hab schon die Befürchtung, dass sich dieser 3D-Wahn bald negativ auf die Inhalte der Filme auswirken wird (teilweise ist das ja jetzt schon der Fall).

6.5/10
And I am done with my graceless heart
So tonight I'm gonna cut it out and then restart

ForVanAngel

Re: Euer letzter Film

Beitrag von ForVanAngel »

Brautalarm

Puh, also ich kann's kaum glauben, der Filmtitel ist für mich auch nicht wirklich passend, reißerisch sicher, allerdings dreht sich der Film viel mehr um Annie, großartig gespielt von Drehbuchmitschreiberin Kristen Wiig. Ich hab mehrfach richtig gut lachen müssen, die Duelle mit Annie und Helen waren klasse, Annie's Ausraster, dann gab es aber auch genügend ruhige Momente und wunderbare Szenen mit IT Crowd Chris O'Dowd, der neben Maya Rudolph, Rose Byrne und Jon Hamm eine tolle Figur machte. Für mich hat es die Mischung ausgemacht, richtig guter Humor, nur eine Szene fand ich richtig daneben, aber auch nicht zu sehr, der Rest war charmant, lebensnah, es gab genügend emotionale Momente und Ruhezonen, trotzt durchaus als lange zu wertenden 2 Stunden eine runde Sache und für mich einer der Top 3 Filme des Jahres und die Überraschung schlechthin, hab überhaupt gar nichts erwartet als ein weibliches Hangover. Aber die liebe Emily wusste es halt schon früher: "If you haven't seen bridesmaids go see it!!!! One of the funniest films I've seen in a looooong time" - zum Glück kann ich das so unterschreiben. :)

8/10

ForVanAngel

Re: Euer letzter Film

Beitrag von ForVanAngel »

Oxford Murders

Billig mitgenommen, Buchedition, Elijah Wood und John Hurt auf dem Cover. Idee klingt so Richtung "The DaVinci Code". Jaaaa, das war es dann auch schon. John Hurt als alter Professor hat mir gefallen, allerdings denke ich war er im Drehbuch gefangen, Elijah Wood blieb absolut blass, ihm nahm ich die Rolle des intelligenten amerikanischen Studenten nicht ab. Viel passiert nicht, es ging um einen intelligenten Mörder, der dem Professor Seldom beweisen wollte wie schlau er ist. Man redete viel über verschiedene Theorien, es gab eine dumme und unnötige Liebegeschichte, langweilige Nebencharaktere, sehr kalte Bildfarbe, plätscherte leider dahin ohne wirklich Spannung aufkommen zu lassen wer es jetzt sein könnte. Immerhin wurde am Ende alles erklärt und das Ende war zumindest besser als der Film, dennoch mehr als einmal nicht ansehbar.

3,5/10




Zwielicht

„If you want justice, go to a whorehouse. Wanna go fucked, go to court.” An sich wäre der Film eher nur durchschnittlich geworden, denn storymäßig bietet er weder etwas Neues noch viel Spannung. Allerdings liegt es an der positiven Umsetzung, weshalb ich mich die 2 Stunden gut unterhalten fühlte. Ein geradliniger 90er Gerichtsthriller, der mit Ruhe und guter Kameraarbeit Stimmung aufbauen kann. Den Hauptanteil hat aber die tolle Besetzung (inkludiert die kleineren Rollen), nicht nur Richard Gere als Anwalt und der junge Edward Norton als Mordverdächtiger haben gefallen, Laura Linney fuhr mit Verlauf aus dem Windschatten heraus und war für mich ein mehr als würdiger Gegenpart für Staranwalt Marty, der es ihr nun wirklich nicht leicht machte und alle Tricks auf Lager hatte. „Primal Fear“ brauchte anfangs noch etwas um zur Sache zu kommen, konnte aber ab etwa 40 Minuten wo der Fall und das Gerichtsduell losging das Niveau durchgehend sehenswert halten und dann an auch an mehreren Momenten fesseln. Muss sagen, für einen Gerichtsfilm ist „Zwielicht“ absolut überzeugend, jetzt nicht der große Wurf, das hatte ich allerdings auch nicht erwartet. Das Ende war mir bereits bekannt, trotzdem irgendwie passend und ein runder Abschluss.

7,5/10



Punch-Drunk Love

Unbeschreiblich. Irgendwie. Und ein zweiter Sandler der im Regal bleiben muss. Irres Stück, kurz, abgedreht, aber irgendwie auch lustig, und charmant, und stimmig, trotz dem merkwürdigen Barry und diesem ganz komischen Soundtrack. Muss ich nochmal sehen um ihn zu verstehen, da es fast keine Längen gab trotz der doch dünnen Geschichte hat's mir ingesamt auch gefallen weil der Humor irgendwie lustig war.

7,5/10

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Lin@
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Re: Euer letzter Film

Beitrag von Lin@ »

Crazy, Stupid, Love
Na ja, die erste Hälfte war trotz der tollen Darsteller schon arg klischeehaft, aber die zweite war dann doch noch überraschend nett mit so einigen (kleinen und großen) Lachern im Gepäck. Sicherlich eine der besseren klassischen RomComs, aber das Rad wird da nicht neu gefunden. Dennoch nett anzuschauen und für The Acorn auf dem Soundtrack gibt's auch nochmal Pluspunkte...
7/10

A Separation (Nader und Simin - Eine Trennung)
Puh. Mein armes Herz. :( Unheimlich starkes, weil so unheimlich subtiles Familien- und Gesellschaftsdrama, bei dem man bis zum Schluss nie so recht weiß, auf wessen Seite man eigentlich steht, weil die Charaktere einfach alle so komplex und nachvollziehbar gezeichnet sind, dass es keinen einzigen wirklichen "Bösen" gibt und man mit allen mitfühlt. Machte große Lust auf "About Elly".
9/10
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ForVanAngel

Re: Euer letzter Film

Beitrag von ForVanAngel »

Salt (Blu-Ray)

LOL, Angie is mir sowieso völlig egal (hab trotzdem "der fremde Sohn" gekauft am nächsten Tag^^), aber sie kann nichts dafür, denn das Drehbuch war einfach kompletter Murks. Es wurde etwa sagen wir 40 Minuten davongelaufen, und danach kamen ganz doofe Twists (die aber fast alle vorhersehbar waren, immerhin ist es eine amerikanische Mainstream-Action-Produktion), man buddelte die abgestandene Kalter Krieg Thematik aus und übertrieb es dann völlig, das Ende war dann sogar albern, langweilig, schon x-mal gesehen und einfach schlecht. Liev Schreiber schuldet mir jetzt was, ob er auch mal nicht grimmig gucken kann? Laut Google Bildern ist dem der Fall, dann soll er das auch mal tun. Gut, was habe ich von diesem Film erwartet, zumindest optisch war er ansprechend, inhaltlich völlig vermurkst, ein B-Movie.

2/10



Collateral

Aber dann kam dieses feine Stück zum Zug, wirklich gelungen, auch wenn mehr als 8 Punkte drin gewesen wären. An sich ist die Story "Killer schnappt sich Taxi Fahrer" nicht groß, aber großartig was Michael Mann draus gemacht hat. Anfangs wurde uns der charismatische Taxler Max länger vorgestellt, durch einen Einblick in sein Leben wurde eine gute Vorlage geben. Jamie Foxx ist mir kaum ein Begriff, klasse Darstellung, aber für mich war Tom Cruise mit ergrauten Haaren als Killer der Blickfang, der Junge kann es einfach (für mich) auf der Leinwand. Punkt. Für Spannung war gesorgt, für viele gute Szenen sowieso, Highlight neben der tollen Nachtatmosphäre und dem stimmigen Soundtrack diese "wie Live-Dabei-Kamera", das hat für mich den besonderen Flair von "Collateral" ausgemacht. Einziger wirklicher Kritikpunkt war der Schlussteil, der war mir zu actionlastig und das Ende war wenn auch absolut sehenswert nicht so ganz mein Ding. Somit auch bei Zweitsichtung gut.

8/10

Ringworm

Re: Euer letzter Film

Beitrag von Ringworm »

Midnight in Paris

Ich wusste so rein gar nichts über den Film, wollte ihn aber wegen der positiven Kritiken und wegen Woody Allen natürlich mal anschauen. Für mich der perfekte Feel-Good-Movie. Tolle Aufnahmen von Paris, der ganze Film hat einen großen Charme gehabt. Und dann auch noch Adrien Brody. :anbet:
War natürlich voll mit einigen Klischees, was aber überhaupt nicht gestört hat. Außerdem kann es auch ganz nützlich sein, wenn ein Film einem relativ direkt vor Augen hält, dass man im Grunde kaum Ahnung von Hemingway, Dali o.ä. hat, und einen dazu verleitet, sich diesbezüglich endlich mal ein wenig mehr zu informieren, als es die Schule damals tat. :D

7/9

Gefährten

Großartig inszeniert, aber mit deutlichen Längen und teils auch schrecklich langweilig, weil zu viele Charaktere gesichtslos geblieben sind und man sich für ihr Schicksal nicht mal ansatzweise interessiert hat. Sowohl die Story selbst als auch die Herangehensweise haben mir aber gut gefallen. Manchmal vor Pathos triefend, aber das Ende hat dann doch für ziemlich viel entschädigt. Dass der Film allen Ernstes als Oscarkandidat gehandelt wird, kann ich aber trotzdem nicht nachvollziehen.

6/9

Der gestiefelte Kater

Der Einstieg war mir zu hektisch, danach hat man auch eher schlecht als recht versucht, ihn zu finden. Wirklich interessant waren Kitty und Humpty Dumpty auch nie. Die Geschichte selbst war ganz nett, die Qualität der Animation auch. Mir etwas zu actionreich, was dann zwar schlecht für ersteres, aber gut für letzteres war. Muss man nicht gesehen haben. Da hatte der Großteil der anderen Animationsfilme mehr Charme.

5/9

EDIT:

Wake

Ne ne ne, das war nichts. Mehr dann in der Review dazu.

Ziemlich beste Freunde

Keine Ahnung, ob ich genauso wie Ignat 9 Punkte gegeben hätte, ich wäre aber sicherlich in Versuchung geraten. Ganz toller komischer, berührender und schlichtweg bezaubernder Film, auch wenn er sich an recht vorhersehbaren Motiven entlang hangelt (siehe die ungewöhnliche Freundschaft von zwei komplett unterschiedlichen Menschen und wie diese davon profitieren aus zig anderen Filmen).

ForVanAngel

Re: Euer letzter Film

Beitrag von ForVanAngel »

Die Fabelhafte Welt Der Amelie

Wäre gerne höher gegangen, dem Film ging leider in der zweiten Hälfte schon etwas die Luft aus. Macht nichts, trotzdem ein sag mal kleiner, feiner französischer Filmd, der sich für mich US-Gucker erfrischend abhebt, angefangen beim Score, beim Franzkreich-Look natürlich samt den vielen verschiedenen Drehorten, Audrey Tautou ist Amelie, kein Zweifel, dank Backstory wusste man auch woran man bei ihr war. Charmant und humorvoll, detailverliebt und ideenreich, sympathische Nebendarsteller, eine zwar nicht besondere Hauptstory, allerdings auch mit ihren Momenten, nur für mich hat es da nicht ganz klick gemacht, und das Ende war mir zu nah an einem typischen Ende dran.

7/10

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Schnupfen
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Re: Euer letzter Film

Beitrag von Schnupfen »

Defiance - Unbeugsam

Etwas zu lang und teilweise zu heroisch, letztlich aber ne packende, berührende Geschichte. "Blood DIamond" war jedoch besser und Daniel Craigs Erscheinung leidet immer wieder unter dem OO7-Image.
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