Die Ehe der Drapers - Season 1+2

Diskutiert mit anderen Fans über den Flair der 60er Jahre und die Mitarbeiter der Werbeagentur "Sterling Cooper".

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Die Ehe der Drapers - Season 1+2

Beitrag von philomina »

myFanbase-Kolumne über
die Ehe der Drapers in der zweiten Staffel

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Nach der Schlussszene der 2. Staffel war ich völlig verstört, und dies neben dem Gespräch zwischen Peggy und Pete vor allem wegen dem Stand der Dinge zwischen Don und Betty. Ich war beim Anschauen der Staffel 300%ig überzeugt gewesen, dass wir noch innerhalb der Staffel eine Versöhnung erleben würden. Ich hab mich dabei auch absolut zum Betty-Don-Shipper entwickelt, obwohl ich Don in S1 trotz aller moralischer Bedenken am liebsten an Rachels Seite gesehen hätte.

Wäre bei "Mad Men" nicht fast jede Storyline so gut und spannend, hätte ich glatt den für mich üblichen Tunnelblick entwickelt und nur noch auf Betty-Don-Szenen gewartet. Aber davon gab es schmerzlich wenig und was an Gespräch zwischen den beiden NICHT stattfand, war an anderer Stelle eher zuviel, denn mir klappte echt die Kinnlade herunter, als Don (zu Sterling glaub ich) sagte, er vermisse Betty gar nicht. Oder war es, dass er den Ehealltag nicht vermisst? Bin nicht mehr so sicher, es gab da jedenfalls dieses Gespräch zwischen den beiden, woraufhin Sterling sich ja gleich von seiner Frau trennte und diese Don die Schuld gab.

In S1 sahen wir bei den Drapers bereits, dass die schöne Fassade arge Risse aufwies, nur Betty merkte davon leider erst recht spät etwas. Man fragte sich allerdings, wie es dazu gekommen war, denn man erlebt Don ja in Midges oder Rachels Armen durchaus als leidenschaftlichen Menschen.

In S2 hat mich die Affäre mit Bobbie so ziemlich abgestoßen, denn die Anziehungskraft konnte ich da so rein gar nicht nachvollziehen! Als man dann Don mit der echten Mrs. Draper erlebte, klaffte eine wirklich riesige Kluft auf zwischen der Wärme dieser Frau (Name entfallen) und der Kühle um nicht zu sagen Kälte Bettys, und Dons jeweiliger Reaktion darauf.

In S1 hatte ich ja immer den Eindruck, Betty steht unter Dons Pantoffel und kann sich nicht frei entfalten, weil er sie nur als Heimchen am Herd "duldet". In S2 hatte ich dagegen vielmehr den Eindruck, dass der Abstand innerhalb der Ehe und Dons Fremdgehen erst durch Bettys Kälte entstanden ist.

In der Schlussszene greift Don nach Bettys Hand (hab ich doch richtig in Erinnerung?) und sie bleibt steif und kommt ihm nicht entgegen. Das hat mich echt tief berührt.

Wie seht ihr das?
Zuletzt geändert von philomina am 14.07.2009, 18:09, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Die Ehe der Drapers - Season 1+2

Beitrag von Schnurpsischolz »

Ich bin ja auch mittlerweile zum großen Betty-Don-Shipper mutiert, auch wenn ich mir absolut nicht sicher bin, ob es für die beiden nicht besser wäre, wenn sie vielleicht sogar getrennt wären. Bei mir hat sich das aber schon im Laufe der ersten Staffel entwickelt (bei unsere denkwürdigen Diskussion über Betty und Don, und wer denn nun eigentlich Schuld an ihrem Dilemma ist). Ich konnte mich dann auch an Don Und Rachel gar nicht so richtig erfreuen (obwohl sie ja immer noch die Hammerchemie hatten), weil ich es so unendlich traurig fand, dass Don sich Rachel anvertrauen kann und Betty eben nicht. Ich war mir ja auch lange nicht sicher, ob und warum sich Don damals in Betty verliebt hat. Und ich bin echt froh, dass man darüber ein wenig Auskunft bekommen hat.

Am Anfang von S2 sah es dann ja so aus, als gäbe Don sich große Mühe sich mehr ins Familienleben und auch ins Eheleben zu integrieren, als bemühe er sich wirklich, Betty glücklich zu machen. Aber die Anzeichen, dass zwischen den beiden immer noch diese große Fremdheit und Distanz ist waren ja immer da. Allerdings hat mir die Inszenierung in #2.01 als Betty die Treppe herunterschreitet, und Don sie so verliebt anschaut echt Hoffnung gemacht, dass bei ihm doch große Gefühle da sind. Da war auch noch das Gefühl aus #1.13 mit Dons Sehnsucht nach Familie sehr präsent.

Als er Bobbie dann so schnell nachgegeben hat war ich dann auch total vor den Kopf gestoßen, zum einen weil ich so so furchtbar unsymphathisch finde, und zum anderen weil ich es eben auch Betty gegenüber so krass finde, dann auch noch dieses Essen der Ehepaare (mit der berühmten Szene), boah, da war ich echt mal wieder so sauer auf Don.

Als Betty Don dann zur Rede stellt war ich richtiggehend aufgeregt, weil Betty in dem Moment natürlich absolut im Recht ist, und Don nicht fähig entweder richtig zur Wahrheit zu stehen, oder sie eben komplett anzulügen. War absoluter Wahnsinn, ging mir unheimlich nahe.

Und dann die Entwicklung die beide durchmachen, als sie getrennt sind. Betty stürzt erstmal ab (fand da January absolut toll), versinkt total in Depressionen und kommt dann zu der Erkenntnis, dass sich für sie nicht all zu viel verändert hat, beängstigend. Ich denke, ohne die Schwnagerschaft wäre es für Don definitiv vorbei gewesen.

Und Don begibt sich nach seinem Jet-Set-Intermezzo zu Anna, und wieder zu sich selbst als Dick. Ich fand es unheimlich berührend ihn als Dick zu sehen, wie offen, locker und auch sensibel er sich da gibt. Wie herzlich er mit Anna umgeht. Und ich fand es toll, dass er durch sie realisiert, dass er eben Betty liebt. Bei seinem Brief an Betty bin ich echt dahingeschmolzen. :anbet:
Nach der Schlussszene der 2. Staffel war ich völlig verstört, und dies neben dem Gespräch zwischen Peggy und Pete vor allem wegen dem Stand der Dinge zwischen Don und Betty. Ich war beim Anschauen der Staffel 300%ig überzeugt gewesen, dass wir noch innerhalb der Staffel eine Versöhnung erleben würden.
(...)
In der Schlussszene greift Don nach Bettys Hand (hab ich doch richtig in Erinnerung?) und sie bleibt steif und kommt ihm nicht entgegen. Das hat mich echt tief berührt.
Grundsätzlich hast Du das richtig in Erinnerung, er greift nach ihrer Hand, nachdem sie ihm von ihrer Schwangerschaft erzählt, aber auch wenn sie nicht überschwenglich reagiert, so habe ich ihre Reaktion nicht als komplett abweisend aufgefasst.
Interessant ist es sich dazu Matthew Weiners Kommentar zur Folge bei AMC.com anzuschauen: Inside Mad Men.

Und ich hatte auch so das Gefühl, dass jetzt zwischen Betty und Don sicher nicht alles gut ist, es ist nicht vergeben und vergessen, aber sie wagen einen Neuanfang. Un dich bin jetzt auch supergespannt, wann S3 einsetzt (zeitlich), wieviel wir sehen von ihrem direkten Umgang danach, und wie die Dinge dann stehen.
Aber davon gab es schmerzlich wenig und was an Gespräch zwischen den beiden NICHT stattfand, war an anderer Stelle eher zuviel, denn mir klappte echt die Kinnlade herunter, als Don (zu Sterling glaub ich) sagte, er vermisse Betty gar nicht. Oder war es, dass er den Ehealltag nicht vermisst? Bin nicht mehr so sicher, es gab da jedenfalls dieses Gespräch zwischen den beiden, woraufhin Sterling sich ja gleich von seiner Frau trennte und diese Don die Schuld gab.
Es gab diese sehr, sehr offende Gespräch zwischen Don und Roger, gerade in einem Moment, wo ich mich schon fragte, wieso man so wenig Don-Roger-Szenen sieht, und speziell recht wenig Roger Sterling, vor allem in Anbetracht dessen, dass Roger ja in S2 erst Hauptcast wurde. Und da sagt Don ganz klar, dass es ihm nicht fehlt. Es gibt sicher noch einen Interpretationsspielraum, ob er jetzt Betty an sich meint, oder die Ehe. Ich fand die Aussage auch schon arg krass, und eben auch erleuchtend in Bezug auf Dons Gefühle. ich denke da liegt auch ein Großteil von Dons Problem, dass er einfach so wenig wirkloich fühlt, und er deshalb so einfach rumhuren kann (sorry für den Ausdruck, aber das ist mMn genau das was er macht :ohwell: ).
In S2 hat mich die Affäre mit Bobbie so ziemlich abgestoßen, denn die Anziehungskraft konnte ich da so rein gar nicht nachvollziehen! Als man dann Don mit der echten Mrs. Draper erlebte, klaffte eine wirklich riesige Kluft auf zwischen der Wärme dieser Frau (Name entfallen) und der Kühle um nicht zu sagen Kälte Bettys, und Dons jeweiliger Reaktion darauf.
Abstoßend trifft es ganz gut, ging mir nämlich genau so. Im Gegensatz zu seinen Affären mit Midge und Rachel konnte ich ihn da überhaupt nicht nachvollziehen, es wirkte auf mich schon fast so, als würde er es nur machen, weil es sich ihm eben gerade anbietet. Er weist sie ja auch immer wieder zurück, aber läßt sich dann doch wieder darauf ein. Konnte ich gar nicht verstehen.

Anna heißt sie, die erste Ms. Draper. ;)
In S1 hatte ich ja immer den Eindruck, Betty steht unter Dons Pantoffel und kann sich nicht frei entfalten, weil er sie nur als Heimchen am Herd "duldet". In S2 hatte ich dagegen vielmehr den Eindruck, dass der Abstand innerhalb der Ehe und Dons Fremdgehen erst durch Bettys Kälte entstanden ist.
Ich tendiere ja dazu wenn es um die Schuldfrage geht Betty zu verteidigen, weil ich mich ganz oft mit ihr identifizieren kann, auch wenn sie so eine kalte Ausstrahlung hat, aber ich kann es echt nicht einschätzen, was jetzt was bedingt hat. Liegt es an Bettys Kälte, dass Don sich in seiner Ehe fremd fühlt und immer fremd gehen muss, oder liegt es an Dons emotionaler Distanz zu ihr, dass Betty so kalt geworden ist. Ehrlich, ich weiß nicht wierum es jetzt stimmt. Einerseits sehen wir Don mit Anna von einer sehr, sehr emotionalen Seite, also kann er es ja. Aber andererseits hat er sich in seiner Don-Existenz ja so einen Schutzmantel um sich aufgebaut, ich muss da immer an den Spruch aus S1 denken "For all we know he can be Batman".

Und dann sind da noch diese Spielchen die Betty gerne mal treibt, mit Glen, mit ihrer Freundin die sie zum Ehebruch anregt, dann diese Show gegenüber Dr. Wyatt am Ende von S1, über die ich noch viel mehr im Unklaren bin nach S2. Denn es wirkte da ja so, als ob sie von Dons Untreue weiß, aber ihre Reaktion als sie von seiner Affäre mit Bobbie erfährt war dann wieder ganz anders. Oder war das dann nur die Gewissheit und die Demütigung von Jimmy?

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Re: Die Ehe der Drapers - Season 1+2

Beitrag von philomina »

Bin grad in Eile, deshalb nur kurz hierzu, bevor ich's vergesse:
Schnurpsischolz hat geschrieben:Grundsätzlich hast Du das richtig in Erinnerung, er greift nach ihrer Hand, nachdem sie ihm von ihrer Schwangerschaft erzählt, aber auch wenn sie nicht überschwenglich reagiert, so habe ich ihre Reaktion nicht als komplett abweisend aufgefasst.
Interessant ist es sich dazu Matthew Weiners Kommentar zur Folge bei AMC.com anzuschauen: Inside Mad Men.
Danke für den Clip :)
Mich bestärkt dies allerdings nur nochmal in dem, was ich beim Anschauen der Folge empfunden habe. Don nimmt ihre Hand und wendet sich ihr zu. Sein Gesichtsausdruck wirkt offen. Betty wendet sich ihm nicht zu und schaut ihn auch kaum an, wirkt also nicht offen. Wie Weiner im Clip sagt, oftmals war (ist) die Familie der einzige Grund der 2 Menschen zusammenhält. Ich hab hier den Eindruck, Betty war nicht wirklich bewegt von Dons Brief. Auch erschien mir ihr Fremdgehen mehr als etwas, womit sie Don gezielt wehtun oder zumindest gleichziehen wollte. Bei Don hatte ich wiederum niemals das Gefühl, dass er fremdging, mit der Absicht Betty irgendwie zu verletzen.

Insofern sieht es für mich so aus, als möchte Betty Don nach wie vor aus ihrem Leben ausschließen, sie kann es nur nicht, da sie schwanger ist. Und deshalb war ich nach diesem Staffelende so sehr vom Donenr gerührt, denn genauso wie ich dachte (oder vielmehr hoffte)!, dass wir noch innerhalb der Staffel eine richtige Versöhnung erleben, so sehr war ich auch davon überzeugt, dass Betty Don im tiefsten Inneren doch zurück will. Nach ihrer Reaktion in der Schlussszene war ich das auf einmal nicht mehr.

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Re: Die Ehe der Drapers - Season 1+2

Beitrag von Schnurpsischolz »

Ja, ich denke mit Deiner Interpretation liegst Du sicher nicht falsch, wahrscheinlich trifft mich das nur nicht so stark wie Dich, weil ich mir über diese Versöhnung nie so sicher war, und mir auch nie sicher war/bin, ob Betty Don wirklich zurück will. Im Gegenteil, für mich deutete Bettys Entwicklung immer mehr darauf hin, dass sie sich von ihm und ihrer Ehe entfernt, ganz besonders emotional. Bzw. dass sie sich nicht nur emotional von ihm entfernt, dass sit so ja schon furchtbar lange, sondern eben auch im Leben. Ich war deshalb eigentlich nur froh, dass sie aufgrund ihrer Schwangerschaft und Dons Brief überhaupt bereit ist ihn wieder an sich heranzulassen. Zum einen bin ich mir nicht sicher, ob ohne die Krise um sie herum (Kuba-Krise) und ohne Dons Liebesgeständnis sie überhaupt bereit dazu gewesen wäre, und zum anderen besteht ja trotzdem die Chance, dass sie sich wieder richtig annähern. Jetzt sind sie zwar aus den "falschen" Gründen zusammen, aber das spannende wird ja die weitere Entwicklung. Btw, habe ich schon erwähnt dass ich Mitte August nur ganz schwer abwarten kann. ;)

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Re: Die Ehe der Drapers - Season 1+2

Beitrag von philomina »

Schnurpsischolz hat geschrieben:Ja, ich denke mit Deiner Interpretation liegst Du sicher nicht falsch, wahrscheinlich trifft mich das nur nicht so stark wie Dich, weil ich mir über diese Versöhnung nie so sicher war, und mir auch nie sicher war/bin, ob Betty Don wirklich zurück will.
Ich hab es halt so sehr gehofft, mein Shipperherz hat diese Versöhnung so sehr gewollt, dass ich einfach sicher war...
In der Nacht im Hause Bettys Vaters, als die beiden miteinander schlafen, da dachte ich, durch die aufgeweckten Emotionen müsste doch nun wirklich eine Aussprache folgen. Ebenso in der Szene (wann war das noch?) als die beiden sich gegenseitig im Streit schubsen, als würden sie gleich anfangen, sich zu schlagen. Da rechnete ich auch beidseits mit einem verbalen Ausbruch, aber auch da standen Beherrschtheit und Unterdrückung der Gefühle viel zu schnell wieder zwischen ihnen.

Die beiden haben einfach mittlerweile Null Vertrauen mehr zueinander, daher können sie sich gar nicht mehr öffnen. Und ich hatte so gehofft, dass wir im Laufe der 2. Staffel etwas mehr darüber erfahren, wie es dazu gekommen ist. ...das aber nur wegen meiner Neugier, denn insgesamt finde ich es ja toll, dass so langsam erzählt wird und man das untergründige Schwelen der Krise geradezu sehen kann. Zugegeben, ich bin von den meisten Dramaserien die großen emotionalen Ausbrüche einfach so sehr gewöhnt, dass ich sie hier auch gern sehen würde, aber MM geht eben einen anderen, äußerst spannenden Weg.


Schnurpsischolz hat geschrieben:Ich tendiere ja dazu wenn es um die Schuldfrage geht Betty zu verteidigen, weil ich mich ganz oft mit ihr identifizieren kann, auch wenn sie so eine kalte Ausstrahlung hat, aber ich kann es echt nicht einschätzen, was jetzt was bedingt hat. Liegt es an Bettys Kälte, dass Don sich in seiner Ehe fremd fühlt und immer fremd gehen muss, oder liegt es an Dons emotionaler Distanz zu ihr, dass Betty so kalt geworden ist. Ehrlich, ich weiß nicht wierum es jetzt stimmt. Einerseits sehen wir Don mit Anna von einer sehr, sehr emotionalen Seite, also kann er es ja. Aber andererseits hat er sich in seiner Don-Existenz ja so einen Schutzmantel um sich aufgebaut, ich muss da immer an den Spruch aus S1 denken "For all we know he can be Batman".
Wahrscheinlich ist es eben so, dass wir in den beiden Staffeln gesehen haben, dass es hier wieder nicht schwarz und weiß ist. Don ist nicht der ultimative Fießling wie J.R. Ewing, Betty ist aber auch nicht ausschließlich Opfer in der Ehekrise. Beide haben etwas dazu beigetragen, so wie es eben in der Realität auch meistens ist.
dann diese Show gegenüber Dr. Wyatt am Ende von S1, über die ich noch viel mehr im Unklaren bin nach S2. Denn es wirkte da ja so, als ob sie von Dons Untreue weiß, aber ihre Reaktion als sie von seiner Affäre mit Bobbie erfährt war dann wieder ganz anders. Oder war das dann nur die Gewissheit und die Demütigung von Jimmy?
Das ist eben der Grund, weshalb ich Anfang S2 so gar nicht mit dem Zeitsprung von anderthalb Jahren klargekommen bin, denn ich wollte eben genau all dies wissen. Wahrscheinlich aber hat Betty über alles, was mit Dr. Wyatt und der Untreue zu tun hat, Stillschweigen bewahrt und es ist gar nichts zwischen ihnen passiert.
Was den Moment mit Jimmy angeht, so denke ich, dass da zu einem großen Teil auch das Aussprechen Jimmys der ganzen Angelegenheit und dies auch noch in der Öffentlichkeit mitspielt. Betty ist Don ja nicht unähnlich darin, die äußere Fassade zu wahren. Jimmy dringt ja einfach in ihr Privatleben ein, und darüber ist sie richtig empört, denk ich ...zusätzlich dazu, dass ich denke, dass Betty nicht damit gerechnet hatte, dass Don mit einer Frau fremdgeht, mit der er sie zusammenbringt. Ist ja nochmal einer Unterschied, wenn man die Frau dann auch noch trifft.


In sovielen Serien / Filmen / Romanen haben wir die Starcrossed Lovers, die eigentlich niemals zusammen kommen dürften: Vampir und Mensch, Alien und Mensch, Ehefrau des besten Freundes, Gefängnisinsasse und Gefängnisärztin etc etc etc ...bei Betty und Don haben wir zwei Leute, die sogar verheiratet sind und nichts leichter scheint, als dass sie glücklich wären, und trotzdem könnten sie sich kaum ferner sein, als im Moment. Zumindest bevor Betty Don von der Schwangerschaft erzählt.

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Re: Die Ehe der Drapers - Season 1+2

Beitrag von LOgigiC »

Ich muss gestehen, dass die Draper-Ehe als solche für mich erst Mitte der 2. Staffel so richtig interessant wurde - dafür ist sie es aber seither umso mehr. ;) Vorher fand ich die beiden eher als Einzelpersonen spannend: Ich hab Don durchaus auch gerne an der Seite von Rachel oder Midge gesehen, und bei Betty fand ich ihre Identitätskrise (die teils auf den Eheproblemen basierte, aber eben nicht ausschließlich) am faszinierendsten. Das liegt vermutlich auch daran, dass ich niemals damit gerechnet hätte, dass sich die beiden tatsächlich einmal trennen werden. Ich hatte immer den Eindruck, dass Betty es nicht übers Herz bringen würde, sich von Don zurückzuziehen, auch wenn sie von seinen Affären erfährt. Und sei es nur deshalb, um nach Außen hin das Bild einer glücklichen Ehe/Familie zu wahren. Damit lag ich ja nun völlig falsch.

philomina hat geschrieben:Ich war beim Anschauen der Staffel 300%ig überzeugt gewesen, dass wir noch innerhalb der Staffel eine Versöhnung erleben würden.
Ich hatte aus dem zuvor genannten Grund eigentlich auch fest damit gerechnet und bin auch jetzt noch nicht an dem Punkt angelangt, wo damit rechne, dass die beiden sich eventuell nie mehr wirklich versöhnen werden und, wie Cindy meinte, allein (bzw. mit jemand anderem) glücklicher wären. Obwohl das natürlich objektiv betracht kein abwegiger Gedanke ist, ebenso wie das ...
Schnurpsischolz hat geschrieben:Ich denke, ohne die Schwangerschaft wäre es für Don definitiv vorbei gewesen.
... hier. Eigentlich krass, dass man gerade das Serienpaar, bei dem einem von Anfang an präsentiert wurde, wie unglücklich es doch stets war bzw. was alles in einer Beziehung/Ehe schief laufen kann, dennoch so sehr shippt. :D

philomina hat geschrieben:In der Schlussszene greift Don nach Bettys Hand (hab ich doch richtig in Erinnerung?) und sie bleibt steif und kommt ihm nicht entgegen. Das hat mich echt tief berührt.
In diese Szene kann ich persönlich überhaupt nichts hineininterpretieren. Die wurde einem (vermutlich bewusst ;) ) dermaßen neutral serviert, dass für den Auftakt der 3. Staffel beide Varianten möglich sind, sprich (oberflächliches) Familienglück oder eine unüberwindbare Krise. Selten einen Cliffhanger gesehen, der gleichzeitig so subtil und doch extrem spannend war. :up:

Schnurpsischolz hat geschrieben:
philomina hat geschrieben:In S1 hatte ich ja immer den Eindruck, Betty steht unter Dons Pantoffel und kann sich nicht frei entfalten, weil er sie nur als Heimchen am Herd "duldet". In S2 hatte ich dagegen vielmehr den Eindruck, dass der Abstand innerhalb der Ehe und Dons Fremdgehen erst durch Bettys Kälte entstanden ist.
Liegt es an Bettys Kälte, dass Don sich in seiner Ehe fremd fühlt und immer fremd gehen muss, oder liegt es an Dons emotionaler Distanz zu ihr, dass Betty so kalt geworden ist.
Die Frage nach der "Schuld" an der Ehekrise lässt sich für mich mittlerweile noch schwerer beantworten als ohnehin schon zuvor, weil wir nun eben von beiden eine bislang unbekannte Seite präsentiert bekommen haben: einerseits wissen wir nun dank Anna, dass Don offen/mitfühlend sein kann und damals tatsächlich Hals über Kopf in Betty verliebt war, andererseits hat Betty nun auch schon öfters durch fragwürdige Aktionen (Glen, verkuppeln, Affäre) bewiesen, dass sie längst nicht immer nur die Rolle des Opfers innehat. Schon allein wegen dieser komplexen Dynamik müssen die beiden auch weiterhin zusammenbleiben, wo sonst gibt's das zu sehen. :D


Was ich rein interessehalber noch fragen wollte: Steh ich eigentlich alleine da mit der Meinung, dass Bettys Seitensprung an demselben Tag(!), als sie von ihrer Schwangerschaft(!) erfährt, noch krasser ist als jeder der ohnehin schon erschreckend vielen Fehltritte von Don? Oder ist das so eine "Männer finden prinzipiell Seitensprünge von Frauen krasser und umgekehrt"-Sache? ;)

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Schnurpsischolz
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Re: Die Ehe der Drapers - Season 1+2

Beitrag von Schnurpsischolz »

LOgigiC hat geschrieben:Das liegt vermutlich auch daran, dass ich niemals damit gerechnet hätte, dass sich die beiden tatsächlich einmal trennen werden. Ich hatte immer den Eindruck, dass Betty es nicht übers Herz bringen würde, sich von Don zurückzuziehen, auch wenn sie von seinen Affären erfährt. Und sei es nur deshalb, um nach Außen hin das Bild einer glücklichen Ehe/Familie zu wahren. Damit lag ich ja nun völlig falsch.
Für mich schwang die drohende Trennung der beiden eigentlich schon seit dem Ende in #1.13 immer irgendwie mit. Vielleicht auch gerade weil sie immer mal wieder einen auf heile Welt gemacht haben, aber das da was am Brodeln ist war eigentlich wirklich klar.
Ich hatte aus dem zuvor genannten Grund eigentlich auch fest damit gerechnet und bin auch jetzt noch nicht an dem Punkt angelangt, wo damit rechne, dass die beiden sich eventuell nie mehr wirklich versöhnen werden und, wie Cindy meinte, allein (bzw. mit jemand anderem) glücklicher wären.
Ich kann das ja immer noch nicht einschätzen, wo der Weg die beiden hinführt. Mein Eindruck nach dem Ende von S2 ist der, dass Don, der eigentlich bisher immer am stärksten an der Ehe gezweifelt hat sich dafür entschieden hat, und Betty ja wohl eher sehr skeptisch ist. Und ich bin total gespannt, wie jetzt in #3.01 das Verhältnis aktuell ist. Aber ich würde es auch nicht ausschließen, dass ganz am Ende der Serie (und Weiner hatte ja doch ein festes Ende geplant, wenn mich nicht alles täuscht) die Drapers sich trennen. Und dann hätte ich ja zu gerne ein Pairing Don-Peggy. :D
Schon allein wegen dieser komplexen Dynamik müssen die beiden auch weiterhin zusammenbleiben, wo sonst gibt's das zu sehen. :D
Absolut, ich kann mir "Mad Men" ohne die Draper-Ehe absolut nicht vorstellen.
Was ich rein interessehalber noch fragen wollte: Steh ich eigentlich alleine da mit der Meinung, dass Bettys Seitensprung an demselben Tag(!), als sie von ihrer Schwangerschaft(!) erfährt, noch krasser ist als jeder der ohnehin schon erschreckend vielen Fehltritte von Don? Oder ist das so eine "Männer finden prinzipiell Seitensprünge von Frauen krasser und umgekehrt"-Sache? ;)
Hm, also ich finde es ehrlich nicht krasser, als das was Don so abgezogen hat. Wobei ich jetzt als Frau auch eher dazu neige, die Seitensprünge von Männern nicht so schlimm zu finden. Ich finde Dons Untreue auch nicht unbedingt wegen dem Sex schlimm, sondern weil er seinen Geliebten, zumindest Midge und ganz besonders Rachel Dinge gibt, der er Betty immer vorenthält, Respekt, Offenheit usw. Das wiegt für mich viel schwerer, als die körperliche Untreue. Bobbie war nochmal ein besonders Kalieber, weil dadurch dass Betty sie kannte, und Don mehrfach Situationen heraufbeschwört hat, in denen die Frauen aufeinander trafen damit einfach eine Grenze für mich überschritten hat, was eigentlich absolut unverzeihbar ist. Ich könnte es ihm jedenfalls nicht vergeben. (Wobei, John Hamm.... 8-) :schaem: )

Was Bettys Seitensprung angeht, für mich war es zwar einerseits schockierend, weil ich es ihr einfach so nicht zugetraut habe, schon gar nicht auf diese Art und Weise, mit einem völlig Unbekannten (Captain Awesome ;) ), in irgendeinem Hinterzimmer. Aber eigentlich kann ich sie da vollkommen verstehen. Für sie war diese Nachricht von der Schwangerschaft ein richtiger Schock, der sie gegen ihren Willen wieder an Don gebunden hat. Wo sie sich emotional doch gerade etwas gelöst hatte. Da war das wohl so was wie eine Trotzreaktion, und wie Matthew Weiner bei Inside MM sagt, wollte sie es ihm wohl auch irgendwie heimzahlen. Dass sie femdgeht, obwohl sie schwanger ist, macht für mich keinen Unterschied. Ich finde persönlich ihre anderen Aktionen mit Glen und mit der Freundin und Arthur schlimmer.

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Re: Die Ehe der Drapers - Season 1+2

Beitrag von Lin@ »

Argh, mir brennt's echt unter den Nägeln: :D
philomina hat geschrieben:In der Schlussszene greift Don nach Bettys Hand (hab ich doch richtig in Erinnerung?) und sie bleibt steif und kommt ihm nicht entgegen. Das hat mich echt tief berührt.

Wie seht ihr das?
Anders. :D
Er greift nämlich nicht direkt nach ihrer Hand, sondern bietet ihr seine quasi lediglich an, indem er sie offen auf den Tisch legt. Und Betty zögert zwar einen kurzen Moment, ist aber im Endeffekt diejenige die nach seiner Hand greift und nicht umgekehrt. Klar schwingt da eine offensichtliche Skepsis mit, aber für mich entscheiden sich in dem Moment beide endgültig, dass sie einen Neuanfang starten wollen. Ich hatte bei Don sogar fast das Gefühl, er freut sich über das Kind. Nur konnte er das logischerweise nicht gleich so offen zeigen, weil er damit ihre Eheprobleme irgendwie verleumden würde. Und das will er nicht. Er will ihnen direkt in die Augen schauen und nicht bloß nach außen den Anschein einer happy family wahren, sondern tatsächlich daran arbeiten. Das kam schon in der Szene als er nach Hause kommt ganz gut rüber, finde ich. Er setzt sich neben Betty auf Sofa, ohne sie mit einem Kuss o.ä. zu begrüßen, weil er eben ganz genau weiß, dass er es erstmal langsam angehen muss und sich erst allmählich ihr Vertrauen wieder zurückgewinnen muss. Für mich ist die offene Hand also sowas wie ein "Betty, ich meins ernst, wir schaffen das, du musst mir bloß wieder vertrauen", während Betty zwar (zurecht!) skeptisch ist, aber im Grunde genau dasselbe möchte.
philomina hat geschrieben:Sein Gesichtsausdruck wirkt offen. Betty wendet sich ihm nicht zu und schaut ihn auch kaum an, wirkt also nicht offen.
Für mich schwingt da bei Betty aber auch eine gewisse Scham bzw. ein schlechtes Gewissen durch, weil sie ja nun im Grunde genauso zu den Ehebrechern zählt wie Don. Und sie denkt sich in dem Moment vielleicht auch, dass das eine Sache ist, die sie vor Don vermutlich für immer verheimlichen werden muss, wenn sie wieder eine richtige Familie werden wollen. Daher rührt für mich das Zögern, die Skepsis. Es ist nicht nur das Vertrauen, das Don gebrochen hat, sondern auch ihr eigenes Geheimnis, das zwischen ihnen steht, was die "Erfolgschancen" ihrer Ehe deutlich beeinträchtigt.
Auch erschien mir ihr Fremdgehen mehr als etwas, womit sie Don gezielt wehtun oder zumindest gleichziehen wollte.
Den Eindruck hatte ich interessanterweise auch überhaupt nicht. Ich weiß nicht, ob sie wirklich geplant hat, mit einem fremden Kerl zu schlafen oder es sich einfach so ergeben hat. Aber selbst wenn sie es bewusst vor hatte, dann meiner Ansicht nach nicht zwangsläufig um es Don heimzuzahlen, sondern womöglich vielmehr, um mit ihrer Ehe endgültig abzuschließen und die Trennung irgendwie leichter/einfacher/endgültiger zu machen, damit dieser elende Zustand der Rat- und Hilfslosigkeit aufhört und sie ein neues Leben als alleinerziehende Mutter starten kann. Also quasi das Lorelai Gilmore-Syndrom. Fremdgehen, um einen endgültigen Schlussstrich zu ziehen, um sich selbst vor weiteren Verletzungen zu schützen.
Schnurpsischolz hat geschrieben:für mich deutete Bettys Entwicklung immer mehr darauf hin, dass sie sich von ihm und ihrer Ehe entfernt, ganz besonders emotional.
Aber ist das nicht eine völlig natürliche Reaktion in Anbetracht der Umstände? Sie entfernt sich emotional von ihm, weil sie ihn nicht wiedererkennt und völlig verstört ist, nicht weil sie ihn nicht mehr liebt oder zurückwill. Für mich ist dieses Distanznehmen auch wieder mehr als Schutzfunktion zu sehen. Je mehr sie sich von ihm "emotional entfernt" und einredet, ohne ihn wäre nicht viel anders, desto leichter ist es für sie, mit der Wahrheit zu leben.
Zum einen bin ich mir nicht sicher, ob ohne die Krise um sie herum (Kuba-Krise) und ohne Dons Liebesgeständnis sie überhaupt bereit dazu gewesen wäre
Ohne Dons Brief sicherlich nicht. Aber nicht, weil sie ihn nicht liebt, sondern weil sie sich (verständlicherweise) selbst nicht geliebt, sondern vielmehr hintergangen gefühlt hat. Und die Krise hat sicherlich auch ein bisschen dazu geführt, dass sie wieder ehrlich zu sich selbst ist und sich selbst bewusst macht, dass sie ihre potentiell letzten Tage auf der Welt am liebsten doch mit dem Menschen verbringen will, den sie am meisten liebt. Unabhängig davon, ob ihre Beziehung momentan funktioniert oder nicht.
philomina hat geschrieben:Die beiden haben einfach mittlerweile Null Vertrauen mehr zueinander, daher können sie sich gar nicht mehr öffnen.
Völlig richtig. Aber bei ohnehin so "zugeknöpften" Menschen wie den beiden wäre eine plötzlich offene Aussprache angesichts ihrer Krise doch auch etwas out-of-character gewesen, findest du nicht? Vertrauen bzw. Offenheit ist keine Sache, die man von heute auf morgen an- oder abstellen kann. Die beiden müssten da vor allen Dingen erstmal ihr Kommunikationsverhalten gewaltig ändern...
insgesamt finde ich es ja toll, dass so langsam erzählt wird und man das untergründige Schwelen der Krise geradezu sehen kann. Zugegeben, ich bin von den meisten Dramaserien die großen emotionalen Ausbrüche einfach so sehr gewöhnt, dass ich sie hier auch gern sehen würde, aber MM geht eben einen anderen, äußerst spannenden Weg.
:up:
LOgigiC hat geschrieben:Ich muss gestehen, dass die Draper-Ehe als solche für mich erst Mitte der 2. Staffel so richtig interessant wurde - dafür ist sie es aber seither umso mehr. ;) Vorher fand ich die beiden eher als Einzelpersonen spannend [...]Die Frage nach der "Schuld" an der Ehekrise lässt sich für mich mittlerweile noch schwerer beantworten als ohnehin schon zuvor, weil wir nun eben von beiden eine bislang unbekannte Seite präsentiert bekommen haben: einerseits wissen wir nun dank Anna, dass Don offen/mitfühlend sein kann und damals tatsächlich Hals über Kopf in Betty verliebt war, andererseits hat Betty nun auch schon öfters durch fragwürdige Aktionen (Glen, verkuppeln, Affäre) bewiesen, dass sie längst nicht immer nur die Rolle des Opfers innehat.
Geht mir haargenau so. Wobei mich 2.12 trotz Dons so herzlicher, offener Art gegenüber Anna eher in dem Gedanken bestätigt hat, dass seine "Identitätsstörung" der Hauptgrund für die Entwicklung ihrer Ehe sein könnte. Für mich ist es nämlich vor allem das Gefühl, das er sich niemandem sonst (also nicht einmal der Frau, die er liebt) anvertrauen kann, welches zu einer solchen Verschlossenheit und Gefühlsstarre in ihrer Beziehung geführt hat. Aber vermutlich spielten da auch eine Menge anderer Faktoren eine Rolle...
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